Krakaudorf

Krakaudorf
Wappen von Krakaudorf
Krakaudorf (Österreich)
Krakaudorf
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Steiermark
Politischer Bezirk: Murau
Kfz-Kennzeichen: MU
Fläche: 29,78 km²
Koordinaten: 47° 10′ N, 14° 1′ O47.16666666666714.0166666666671173Koordinaten: 47° 10′ 0″ N, 14° 1′ 0″ O
Höhe: 1173 m ü. A.
Einwohner: 636 (1. Jän. 2012)
Bevölkerungsdichte: 21,36 Einw. pro km²
Postleitzahl: 8854
Vorwahl: 03535
Gemeindekennziffer: 6 14 04
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Krakaudorf 120
8854 Krakaudorf
Website: www.krakaudorf.at
Politik
Bürgermeister: Manfred Eder (ÖVP)
Gemeinderat: (2010)
(9 Mitglieder)
5
4
Von 9 Sitzen entfallen auf:
Lage der Gemeinde Krakaudorf im Bezirk Murau
Dürnstein in der Steiermark Frojach-Katsch Krakaudorf Krakauhintermühlen Krakauschatten Kulm am Zirbitz Laßnitz bei Murau Mariahof Mühlen Murau Neumarkt in Steiermark Niederwölz Oberwölz Stadt Oberwölz Umgebung Perchau am Sattel Predlitz-Turrach Ranten Rinegg Sankt Blasen Sankt Georgen ob Murau Sankt Lambrecht Sankt Lorenzen bei Scheifling Sankt Marein bei Neumarkt St. Peter am Kammersberg St. Ruprecht-Falkendorf Scheifling Schöder Schönberg-Lachtal Stadl an der Mur Stolzalpe Teufenbach Triebendorf Winklern bei Oberwölz Zeutschach SteiermarkLage der Gemeinde Krakaudorf im Bezirk Murau (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
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Der Samson von Krakaudorf
Der Samson von Krakaudorf
(Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria)

Die Gemeinde Krakaudorf mit 636 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2012) liegt im Gerichtsbezirk bzw. Bezirk Murau im österreichischen Bundesland Steiermark.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Krakaudorf ist der Hauptort des Krakautals, eines Hochplateaus, das sich im südlichen Teil der Schladminger Tauern in ost-westlicher Richtung erstreckt. Es beherbergt drei Gemeinden mit insgesamt etwa 1500 Einwohnern. Auf der Südseite des Plateaus liegt nordwestlich von Krakaudorf die Gemeinde Krakauhintermühlen, westlich an der Salzburger Landesgrenze die Gemeinde Krakauschatten.

Krakaudorf besteht aus einer einzigen Katastralgemeinde.

Geschichte

Krakaudorf gilt als eine der ältesten Siedlungen des Rantentales, hieß aber vom Mittelalter bis ins 16. Jahrhundert hinein "Lessach". Ab dem 13. Jahrhundert war das Gebiet der Gerichtsbarkeit der Liechtensteiner unterstellt. Die Aufhebung der Grundherrschaften erfolgte 1848. Die Ortsgemeinde als autonome Körperschaft entstand 1850. Nach der Annexion Österreichs 1938 kam die Gemeinde zum Reichsgau Steiermark, 1945 bis 1955 war sie Teil der englischen Besatzungszone in Österreich.

Politik

Bürgermeister ist Manfred Eder (ÖVP). Der Gemeinderat setzt sich nach den Wahlen von 2010 wie folgt zusammen: 5 ÖVP, 4 SPÖ

Wappen

Die Verleihung des Gemeindewappens erfolgte mit Wirkung vom 1. August 1981.
Wappenbeschreibung: In Silber über einer schwarzen Krähe erhöht balkenförmig eine rote Königskrone beseitet von je einem Stern in Schattenfarbe.[1]

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Zu den Sehenswürdigkeiten gehören die Berglandschaft, kleine Kapellen (u. a. mit dem „steirischen Herrgott“), Seen und der Günster Wasserfall, der mit einer Länge von 65 Metern der größte Wasserfall in der Steiermark ist.

Brauchtum und Tradition spielen eine große Rolle im Jahresablauf. Jedes 2. Jahr im Februar kehren am „Damisch Mountog“ (Rosenmontag) die Faschingrenner wieder; ein lauter Umzug von Haus zu Haus von ca. 50 Personen mit Spitzhüten, gefolgt von einer Handelsmeute mit Pferd, Rossknecht, Schinder, Schmied usw. Der Ursprung dieses Brauches geht auf die Knappen zurück, die vor ca. 200 Jahren im Bischofsloch des Prebers (2.740 m) Silber abbauten. Den kreisförmigen Tanz, das Radl oder Kranzl führten diese Bergleute zum ersten Mal auf.

Zu Ostern brennen an vielen Stellen im Tal zum Teil bis zu 12 m hohe gezimmerte Osterfeuer.

Am ersten Sonntag im August wird der Oswaldisonntag gefeiert. Das Kirchweihfest zu Ehren des Heiligen Oswalds beginnt mit einem Prozessionszug durch Krakaudorf, dabei tragen die Mädchen geschmückte Marienstatuen, die Buben den Heiligen Oswald durch das Dorf. Am Nachmittag hat der Samson samt Schützengarde seinen Auftritt.

Samsonfest in Krakaudorf zum Prangtag 2010


Literatur

  • Walter Brunner: Die Krakau in den vergangenen Jahrhunderten. Ein historischer Rückblick. In: Ortsführer von Krakauebene, Krakaudorf 1971, 3–10

Medien

  • Ludwig Ott: Das Steirer Faschingsrennen. Ein Winterbrauch in der Krakau. Bayerisches Fernsehen. Unter unserm Himmel, 26. Februar 2006 (weblink)

Einzelnachweise

  1. Mitteilungen des Steiermärkischen Landesarchivs 32, 1982, S. 34

Weblinks

 Commons: Krakaudorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien