Liste der denkmalgeschützten Objekte in Fürstenfeld

Die Liste der denkmalgeschützten Objekte in Fürstenfeld enthält die 22 denkmalgeschützten, unbeweglichen Objekte der Gemeinde Fürstenfeld im steirischen Bezirk Fürstenfeld. 19 Objekte wurden per Verordnung (§ 2a des Denkmalschutzgesetzes[1]) unter Schutz gestellt.[2]

Inhaltsverzeichnis

Denkmäler

Foto   Denkmal / Status Standort / GstNr. Beschreibung
Rathaus Grazer Tor Datei hochladen Rathaus Grazer Tor
ObjektID: 19643
Status: § 2a
Augustinerplatz 1
Standort
KG: Fürstenfeld
GstNr.: .231/1; .231/2; 1760/1
Das Grazer Tor ist ein zweigeschoßiger Torbau, Teil der alten Stadtbefestigung, errichtet 1565 anstelle eines einfachen Stadttores. Durch mehrere Umbauten, auch infolge von Kriegsschäden 1945, verändert. Das Gebäude dient heute als Rathaus.
Bürgerhaus Datei hochladen Bürgerhaus
ObjektID: 19638
Status: § 2a
Augustinerplatz 2
Standort
KG: Fürstenfeld
GstNr.: .141
Altes Rathaus, Musikschule Datei hochladen Altes Rathaus, Musikschule
ObjektID: 19644
Status: § 2a
Bismarckstraße 8
Standort
KG: Fürstenfeld
GstNr.: .203
Das Freihaus der Wilfersdorfer wurde als Ersatz für den abgetragenen Stadtturm 1570 von Jonas von Wilfersdorf erbaut. Das Gebäude wurde 1651 von der Stadt erworben und diente bis 1848 als Rathaus, danach war es Bezirksgericht und ist seit 1973 Musikschule.

Das Gebäude ist zweigeschoßig, hat seitlich risalitartig vorspringende, geböschte Turmunterbauten, gewölbte Räume im Erdgeschoß, in der Mitte einen kleinen Balkon und innen einen Pfeilerarkadenhof. Das Gebäude wurde 1683 bei der Explosion des Pulverturms schwer beschädigt, was 1699 zum Abbruch der rückwärtigen Teile führte. Die beiden, auf einer Ansicht Vischers aus dem Jahre 1680 sichtbaren, achteckigen Fassadentürme wurden 1756 und 1774 wegen Einsturzgefahr auf die heutige Höhe gekürzt und neu eingedeckt.

Figur hl. Johannes Nepomuk Datei hochladen Figur hl. Johannes Nepomuk
ObjektID: 19632
Status: § 2a
Grazer Platz
Standort
KG: Fürstenfeld
GstNr.: 81/1
Die Statue stammt aus der Zeit um 1730.
Figur Johannes der Täufer Datei hochladen Figur Johannes der Täufer
ObjektID: 19633
Status: § 2a
Grazer Platz
Standort
KG: Fürstenfeld
GstNr.: 81/1
Die Statue stammt aus der Zeit um 1730.
Mariensäule Datei hochladen Mariensäule
ObjektID: 22374
Status: § 2a
Grazer Platz
Standort
KG: Fürstenfeld
GstNr.: 1723/1
Die Marienstatue auf dem Grazer Platz steht auf einem klassizistischen Sockel und stammt aus dem Jahre 1720. Sie wurde 1915 renoviert.
Mariensäule Datei hochladen Mariensäule
ObjektID: 22373
Status: § 2a
Hauptplatz
Standort
KG: Fürstenfeld
GstNr.: 1724/9
Die Mariensäule von J. Fellner wurde 1664 auf dem Hauptplatz errichtet. 1954 renoviert.
Friedhofskapelle, Josefikapelle Datei hochladen Friedhofskapelle, Josefikapelle
ObjektID: 19635
Status: § 2a
Josefigasse 5
Standort
KG: Fürstenfeld
GstNr.: .72
Die Josephikapelle wurde 1694 als Friedhofskirche erbaut und war bis 1832 Filiale der Stadtpfarrkirche. Seit damals dient die Kirche als Tabakmagazin. Die Kapelle wurde in der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts erweitert.
Johanniter-Ordenskommende Datei hochladen Johanniter-Ordenskommende
ObjektID: 432
Status: Bescheid
Kirchenplatz 1a
Standort
KG: Fürstenfeld
GstNr.: .123/1; .123/2; 1765
Die Kommende, die Fürsterfelder Niederlassung des Johanniterordens, wurde nach 1200 gegründet und war damit die älteste im ganzen Habsburgerreich. Früher mit Pfarrhof und Kirche verbunden, sind nach den Kriegsschäden 1945 nur noch der Nordtrakt und ein kurzer Westflügel, beide zweigeschoßig, erhalten geblieben, das ehemalige dreigeschoßige Kastengebäude und der Südflügel wurden zerstört. Im Kern stammt das Gebäude aus dem Mittelalter, im 17. Jahrhundert wurden ein Schornstein (bez. 1667) und im 18. Jahrhundert hofseitige Pfeilerarkaden (über dem Aufgang mit 1721 bezeichnet) hinzugefügt. Neben der Kirche auf einem Torbogen ein Wappenstein mit Malteserkreuz, bezeichnet mit 1529.
Kath. Pfarrkirche hl. Johannes der Täufer Datei hochladen Kath. Pfarrkirche hl. Johannes der Täufer
ObjektID: 433
Status: § 2a
Kirchenplatz 2
Standort
KG: Fürstenfeld
GstNr.: .122
Bereits 1170 dürfte es einen Kirchenbau am selben Standort gegeben haben.

Das heutige Aussehen erhielt die Kirche durch einen Umbau im Rokokostil 1773–1779 nachdem sie beim Hajdukeneinfall 1605 schwer verwüstet wurde. Der damals vorhandene zweite Turm wurde abgetragen, die Kirche verbreitert und vier Oratorien eingebaut. Der Kirchenchor und die Sakristei erhielten ihre heutige Gestalt. Zu dieser Zeit verfügte die Kirche bereits über einen Zwiebelturm, der 1853 erneuert wurde.

Pfarrhof Datei hochladen Pfarrhof
ObjektID: 431
Status: Bescheid
Kirchenplatz 3
Standort
KG: Fürstenfeld
GstNr.: .121
Der Stadtpfarrhof aus dem Jahre 1723 bildet mit der Kommende eine geschlossene zweigeschoßige Baugruppe. Innen eine Pietà aus dem Jahre 1420, ein Bildnis des hl. Augustinus aus dem 18. Jahrhundert aus der ehemaligen Augustinerkirche und eine Pietà vom Ende des 18. Jahrhunderts aus der ehemaligen Wieskapelle.
Ehemalige Augustiner-Eremiten Kirche Datei hochladen Ehemalige Augustiner-Eremiten Kirche
ObjektID: 19637
Status: § 2a
Klostergasse 2
Standort
KG: Fürstenfeld
GstNr.: .228/2
Von 1365-1368 als prunklose Bettelordenskirche mit angrenzendem Kloster erbaut und in den folgenden unterschiedlichen Stilepochen erweitert und umgestaltet. Ab 1964 wurde das einsturzgefährdete Gebäude umfangreich saniert, das Kloster wurde abgetragen.
Ansitz, sogen. Pfeilburg
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Ansitz, sog. Pfeilburg
ObjektID: 19645
Status: Bescheid
Klostergasse 18
Standort
KG: Fürstenfeld
GstNr.: .224/2
Der Kern der Pfeilburg, der Schwarzturm (auch Swartzturm) genannte Wehrturm, stammt aus dem 13. Jahrhundert und ist damit einer der wenigen erhaltenen mittelalterlichen Wohntürme in der Steiermark. Das Gebäude wurde 1490 von Hans Pfeilberg erworben, der den Wiederaufbau nach dem Ungarneinfall von 1480 begann, 1550 gelangte es an Max Ruepp, der Turm und Behausung ausbaute und ab 1568 den Namen Pfeilberg führen durfte. Das Gebäude wurde im 16. Jahrhundert zum Freihaus. 1691 kaufte Christoph Liscutin die Pfeilburg und errichtete hier die erste Tabakfabrik Österreichs, eine die Stadt bis ins 20. Jahrhundert prägende Entscheidung. 1725 erwarb die Stadt das Gebäude, es waren hier eine Schule bis 1782, eine Kaserne, ein Militärspital und zuletzt ein Armenhaus und Kriegsgefangenenlager untergebracht. Danach blieb das Gebäude ungenutzt und verfiel zusehends. Der Museumsverein rettete 1975 die Anlage vor dem Abbruch und von 1995 bis 1999 erfolgte eine umfassende Sanierung. Heute ist das Kruzitürken- und das Tabakmuseum in der Pfeilburg untergebracht.

Der dreigeschoßige Bau stammt im Kern aus der 2. Hälfte des 16. Jahrhunderts, davon noch der Renaissance-Erker zum Hof und das Rustikaportal. An der Südostecke gegen den dahinter liegenden Kavalier sind noch Mauerreste des alten Wehrturms erkennbar. Im 4. Viertel des 17. Jahrhunderts erfolgte ein im rechten Winkel angefügter, turmartiger Zubau, das Hauptgebäude wurde mit zweigeschoßigen Pfeilerarkaden versehen. Innen sind noch einige Stuckdecken aus der Bauzeit erhalten.[3]

Knabenvolksschule Datei hochladen Knabenvolksschule
ObjektID: 416
Status: § 2a
Schillerplatz 2
Standort
KG: Fürstenfeld
GstNr.: 1831
Wieskapelle Datei hochladen Wieskapelle
ObjektID: 19654
Status: § 2a
Wieskapellenweg 52
Standort
KG: Fürstenfeld
GstNr.: .260
Die südlich der Stadt gelegene Wieskapelle wurde 1770 gestiftet. Sie besteht aus einem querliegenden, ovalen Hauptraum mit einem kleinen Chor, der Altar zeigt den Wieser Geiselchristus. 1967 wurde die Kapelle zu einer Gedenkstätte für F. Priersch umgewandelt und mit Malereien von Franz Weiss eingerichtet.
Ziegelmauer der Mühlbastei Datei hochladen Ziegelmauer der Mühlbastei
ObjektID: 22376
Status: § 2a

Standort
KG: Fürstenfeld
GstNr.: 195/5
Nach mehreren Türkenüberfällen auf die Stadt, wurde 1577 damit begonnen die Stadtbefestigung zu verstärken. Anstelle der mittelalterlichen Stadttürme an den Ecken der Stadtmauer wurden vorspringende Basteien errichtet. Wegen finanzieller und bautechnischer Probleme wurde der weit umfangreicher geplante Festungsausbau nach einfacheren Plänen 1581 fertiggestellt. Die Befestigung wurde 1775 aufgelassen und ab 1990 renoviert.
Ungarbastei Datei hochladen Ungarbastei
ObjektID: 22377
Status: § 2a

Standort
KG: Fürstenfeld
GstNr.: 272/4; 118/8
Nach mehreren Türkenüberfällen auf die Stadt, wurde 1577 damit begonnen die Stadtbefestigung zu verstärken. Anstelle der mittelalterlichen Stadttürme an den Ecken der Stadtmauer wurden vorspringende Basteien errichtet. Wegen finanzieller und bautechnischer Probleme wurde der weit umfangreicher geplante Festungsausbau nach einfacheren Plänen 1581 fertiggestellt. Die Befestigung wurde 1775 aufgelassen und ab 1990 renoviert.
Bastei hinter der Pfeilburg Datei hochladen Bastei hinter der Pfeilburg
ObjektID: 22379
Status: § 2a

Standort
KG: Fürstenfeld
GstNr.: 134/1; 110/3
Nach mehreren Türkenüberfällen auf die Stadt, wurde 1577 damit begonnen die Stadtbefestigung zu verstärken. Anstelle der mittelalterlichen Stadttürme an den Ecken der Stadtmauer wurden vorspringende Basteien errichtet. Wegen finanzieller und bautechnischer Probleme wurde der weit umfangreicher geplante Festungsausbau nach einfacheren Plänen 1581 fertiggestellt. Die Befestigung wurde 1775 aufgelassen und ab 1990 renoviert.
Klosterbastei Datei hochladen Klosterbastei
ObjektID: 20404
Status: § 2a

Standort
KG: Fürstenfeld
GstNr.: 82/1
Nach mehreren Türkenüberfällen auf die Stadt, wurde 1577 damit begonnen die Stadtbefestigung zu verstärken. Anstelle der mittelalterlichen Stadttürme an den Ecken der Stadtmauer wurden vorspringende Basteien errichtet. Wegen finanzieller und bautechnischer Probleme wurde der weit umfangreicher geplante Festungsausbau nach einfacheren Plänen 1581 fertiggestellt. Die Befestigung wurde 1775 aufgelassen und ab 1990 renoviert.
Befestigungsanlage Vorwerk Datei hochladen Befestigungsanlage Vorwerk
ObjektID: 21603
Status: § 2a

Standort
KG: Fürstenfeld
GstNr.: 57/2
Bildstock Pestkreuz Datei hochladen Bildstock Pestkreuz
ObjektID: 19655
Status: § 2a

Standort
KG: Fürstenfeld
GstNr.: 1735/1
Evang. Pfarrkirche A.B. Heilandskirche
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Evang. Pfarrkirche A.B. Heilandskirche
ObjektID: 427
Status: § 2a

Standort
KG: Fürstenfeld
GstNr.: .614
Die evangelische Heilandskirche wurde 1908-1910 von Otto Kuhlmann im Sezessionsstil erbaut. Die Einrichtung stammt aus der Bauzeit, der Kanzelaltar mit Wandbild von Birkle und Thomer. Im Hauptraum einfache hölzerne Emporen und eine Musikempore für die Orgel. Draußen am Ostgiebel über dem Eingangsbereich eine Heilandsfigur.

Legende

Die Tabelle enthält im Einzelnen folgende Informationen:[2]

Foto: Fotografie des Denkmals. Klicken des Fotos erzeugt eine vergrößerte Ansicht. Daneben finden sich zwei Symbole:
Weitere Bilder auf Wikimedia Commons Hier finden sich weitere Bilder des Objekts auf Wikimedia Commons.
eigenes Werk hochladen Ein Link zum Upload eines neuen Bildes. Bestimmte Parameter sind dabei schon vorausgefüllt.
Denkmal / Status: Bezeichnung des Denkmals. Es ist die Bezeichnung angegeben, wie sie vom Bundesdenkmalamt (BDA) verwendet wird. Der Status darunter gibt an, ob das Objekt per Bescheid oder mittels Verordnung (gemäß § 2a Denkmalschutzgesetz)[1] unter Schutz gestellt wurde. Weiters ist die interne Objekt-Identifikationsnummer (ObjektID) angeführt.
Standort: Es ist die Adresse angegeben. Bei freistehenden Objekten ohne Adresse (zum Beispiel bei Bildstöcken) ist eine Adresse angegeben, die in der Nähe des Objekts liegt. Durch Aufruf des Links Standort wird die Lage des Denkmals in verschiedenen Kartenprojekten angezeigt. Darunter sind die Katastralgemeinde (KG) und die Grundstücksnummer (GstNr.) angegeben.
Beschreibung: Kurze Angaben zum Denkmal.

Die Tabelle ist alphabetisch nach dem Standort des Denkmals sortiert. Das Sortierkriterium ist die Adresse. Außerdem ist es möglich, die Tabelle nach der Katastralgemeinde zu sortieren.

Durch Klicken von „Karte mit allen Koordinaten“ (rechts oben im Artikel) wird die Lage aller Denkmale im gewählten Kartenobjekt angezeigt.

Literatur

  • Kurt Woisentschläger, Peter Krenn: Die Kunstdenkmäler Österreichs. Dehio-Handbuch Steiermark: (ohne Graz). Anton Schroll & Co, Wien, 1982, herausgegeben vom Bundesdenkmalamt, ISBN 3-7031-0532-1

Weblinks

 Commons: Denkmalgeschützte Objekte in Fürstenfeld – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. a b § 2a Denkmalschutzgesetz im Rechtsinformationssystem der Republik Österreich.
  2. a b Steiermark – unbewegliche und archäologische Denkmale unter Denkmalschutz (Stand: 6. Juni 2012) (pdf)
  3. Franz Timischl: Museum Pfeilburg Fürstenfeld. Abgerufen am 7. Januar 2012.


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