Liste der denkmalgeschützten Objekte in Mittersill

Die Liste der denkmalgeschützten Objekte in Mittersill enthält die denkmalgeschützten, unbeweglichen Objekte der Gemeinde Mittersill, wobei die Objekte teilweise per Bescheid und teilweise durch den § 2a des Denkmalschutzgesetzes unter Schutz gestellt wurden.

Inhaltsverzeichnis

Denkmäler

Foto   Denkmal / Status Standort / GstNr. Beschreibung
Bauernhaus
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Bauernhaus
ObjektID: 76159
Status: § 2a
Felberstraße 78
Standort
KG: Felben
GstNr.: .11
Wallfahrtskirche, Kath. Filialkirche Maria am Anger
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Wallfahrtskirche, Kath. Filialkirche Maria am Anger
ObjektID: 76146
Status: § 2a
Kapellenweg
Standort
KG: Felben
GstNr.: .78
Die Angerkapelle ist der Sage nach um 1749 als hölzerne Kapelle entstanden. 1875 ließ sie die im Starrkrampf liegende Anna Meilinger, nachdem sie geheilt wurde, in ihrem heutigen Aussehen neu errichten.[1]
Kath. Filialkirche hl. Nikolaus
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Kath. Filialkirche hl. Nikolaus
ObjektID: 67599
Status: § 2a
Museumstraße
Standort
KG: Felben
GstNr.: .24
Die Felberkirche ist laut "Lahnsteiners 'Oberpinzgau'" das interessanteste Juwel des Pinzgaues. Man findet hier bürgerliche Kunst von 1500 bis 1800. Die jetzige Kirche wurde 1479 erbaut, aber die Herren von 'Velben' dürften hier schon früher eine Kapelle gehabt haben. Über dem Hauptschiff spannt sich ein Netzgewölbe. An den Schnittpunkten der Rippen sieht man die Wappen der Salzburger Adelsgeschlechter von Alm, Thurn, Hunt, Wisbeck, Neukirchen, Lang, Welser, Gold und Rohrwolf.[1]
Heimatmuseum
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Heimatmuseum
ObjektID: 60424
Status: § 2a
Museumstraße 2
Standort
KG: Felben
GstNr.: 148
Das Heimatmuseum umfasst einen ganzen Gebäudekomplex, in welchem auch der Felberturm und die Felberkirche sowie auch der dazugehörige Friedhof integriert ist.[1]
Burgruine Felben/Velben-Kasten
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Burgruine Felben/Velben-Kasten
ObjektID: 35314
Status: Bescheid
Museumstraße 2
Standort
KG: Felben
GstNr.: .25
Der Felberturm (oder Felberkasten) ist das älteste erhaltene Bauwerk des Oberpinzgaues und wurde etwa um 1150 von den Herren von Velben, die ihn bis zu ihrem Aussterben innehatten, errichtet. Als Kaiser Otto III. den Rittern und Edlen in Deutschland erlaubte, Burgen zu errichten, fingen sie an zu bauen und jetzt schossen die steinernen Burgen wie Pilze empor. Der Grundriss der Ruine ist etwa quadratisch mit 16 Metern im Geviert. Das Mauerwerk besteht aus Bachsteinen, Schiefer und Gneis; an den Ecken sind massive Quader verwendet worden. Der alte Eingang in den Turm war nicht zu ebener Erde sondern nur über eine einziehbare Leiter zu erreichen. Die Geschoße wurden durch Balkendecken getrennt.[1]
Ölbergkapelle samt 3 Figuren
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Ölbergkapelle samt 3 Figuren
ObjektID: 45081
Status: Bescheid
bei Klausgasse 62
Standort
KG: Felberthal
GstNr.: 7/9
Bauernhaus, Vordergugg-Gut
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Bauernhaus, Vordergugg-Gut
ObjektID: 35450
Status: Bescheid
Mongweg 25
Standort
KG: Felberthal
GstNr.: 25/2
Friedhof und Ölbergkapelle
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Friedhof und Ölbergkapelle
ObjektID: 67597
Status: § 2a
Kirchgasse
Standort
KG: Mittersill Markt
GstNr.: 202
Grab des Anton von Webern
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Grab des Anton von Webern
ObjektID: 76110
Status: § 2a
Kirchgasse
Standort
KG: Mittersill Markt
GstNr.: 202
Bezirksgericht
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Bezirksgericht
ObjektID: 76113
Status: Bescheid
Kirchgasse 10
Standort
KG: Mittersill Markt
GstNr.: .75/2
Mittersill wurde zum 31. Dezember 2004 als Gerichtsstandort geschlossen. Damit verlor dieses Gebäude auch seine althergebrachte Funktion. Das Bezirksgericht Mittersill (welches seit 1883 bestand) wurde dem Sprengel Zell am See eingegliedert.
Pfarrhof
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Pfarrhof
ObjektID: 76108
Status: § 2a
Kirchgasse 16
Standort
KG: Mittersill Markt
GstNr.: .42
Der Pfarrhof wurde - ebenso wie die Pfarrkirche - 1746 an dieser Stelle neu errichtet.[1]
Kath. Pfarrkirche hl. Leonhard
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Kath. Pfarrkirche hl. Leonhard
ObjektID: 60584
Status: § 2a
Kirchgasse 16
Standort
KG: Mittersill Markt
GstNr.: .41
Die frühere Pfarrkirche Mittersills stand dort, wo jetzt die Annakirche (evangelisch) steht. Da sie mehrmals bei Überschwemmungen in Mitleidenschaft gezogen wurde und letztendlich 1746 durch einen Brand stark beschädigt wurde beschloss man, die Kirche an einem neuen, geschützteren Platz zu errichten. Ein bemerkenswertes Detail: lt. Planung sollte die Kirche 8300 Gulden kosten, tatsächlich waren aber etwa 20000 Gulden aufzubringen.

Die Einrichtung der früheren Kirche ist fast vollständig verloren gegangen, nur eine Steingussstatue des hl. Leonhard von 1420 ist erhalten geblieben.[1]

Annakirche und Friedhof
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Annakirche und Friedhof
ObjektID: 60583
Status: § 2a
Marktplatz
Standort
KG: Mittersill Markt
GstNr.: .57; 182/1
Mit dem Bau der Annakirche wurde 1751 durch den Schwazer Baumeister Jakob Singer begonnen. Die Fertigstellung - im Rokoko Tiroler Ausprägung - erfolgte 1955.[1] Seit 1961 wird sie von der evangelischen Kirchengemeinde genutzt (verpachtet, Predigtstation der Auferstehungskirche Zell am See).
Gasthaus, Meilinger Taverne
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Gasthaus, Meilinger Taverne
ObjektID: 35449
Status: Bescheid
Marktplatz 10
Standort
KG: Mittersill Markt
GstNr.: .48/1
Das Meilingerhaus war in früheren Zeiten das große Handelshaus in Mittersill. Beim Meilinger war das größte Salzdepot für den Handel über den Tauern. Auch Weinhandel betrieb der Meilinger. Da man im Markt keinen Keller haben konnte, weil er so oft voll Wasser war, hatte er im Meilingerfeld unterhalb des Klausenbäcks einen eigenen Keller graben lassen.

Meilinger war früher das meist besuchte Gasthaus des Marktes, hier kehrten die Bauern ein und da gab es Handelsgeschäfte jeglicher Art. Als Salz- und Weinhandel zu Ende gingen, hatte sich Meilinger auf den Viehhandel verlegt. Beim großen Tauernunglück 1878 war er einer der Hauptbetroffenen.
Heute steht das Haus im Privatbesitz eines Gastronomen, der darin ein bekanntes Haubenlokal führt.[1]

Kruzifix
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Kruzifix
ObjektID: 76116
Status: § 2a
bei Salzachbrücke
Standort
KG: Mittersill Markt
GstNr.: 373
Figurenbildstock hl. Johannes Nepomuk
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Figurenbildstock hl. Johannes Nepomuk
ObjektID: 76111
Status: § 2a
bei Salzachbrücke
Standort
KG: Mittersill Markt
GstNr.: 433/2
BW Datei hochladen Bauernhof (Anlage), Harlandgut
ObjektID: 1614
Status: Bescheid
Loferstein 2
Standort
KG: Mittersill Schloß
GstNr.: .68
Das Harlandgut am Sonnberg ist ein stattliches Haus, was man auf dieser Höhe nicht vermuten möchte. Der First trägt die Jahreszahl 1784. Das Gebäude hat zwei gemauerte Stockwerke, darüber ein hölzernes Geschoß und 3 geschnitzte "Gänge". Im ersten Stock ist eine gewölbte Kammer. Sie ist von oben bis unten in Frühbarock bunt mit Ornamentranken bemalt. Auf der Nordseite befindet sich ein sehr verblasstes Freskobild der Madonna. Die schöne, eiserne Tür wurde in ein Museum nach Salzburg verbracht, ebenso die unterschiedlichsten Waffen, die in dieser Kammer aufbewahrt waren.[1]
BW Datei hochladen Harlandkapelle
ObjektID: 71952
Status: Bescheid
bei Loferstein 2
Standort
KG: Mittersill Schloß
GstNr.: 797
Schettkapelle (Schreierlehenkapelle) am Schettbühel
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Schettkapelle (Schreierlehenkapelle) am Schettbühel
ObjektID: 76119
Status: Bescheid
am Schettbühel
Standort
KG: Mittersill Schloß
GstNr.: 572/10
Schloss
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Schloss
ObjektID: 35448
Status: Bescheid
Thalbach 1
Standort
KG: Mittersill Schloß
GstNr.: .39
Mächtige Feste der 1520er/30er. Heute Schloßhotel.
BW Datei hochladen Landrichterhaus Grundner-Bauer
ObjektID: 49629
Status: Bescheid
Thalbach 5
Standort
KG: Mittersill Schloß
GstNr.: .50
Das Landrichterhaus steht am Sonnberg unweit des Schlosses. 1620 brannte es bis auf die Grundmauern nieder, es konnten aber alle "Urbarschriften" gerettet werden. Der Schreiber hatte lediglich den Verlust seiner Fahrnisse, der Behausung und des Stalles zu beklagen. Das Gebäude wurde im selben Jahr wieder aufgebaut.[1]
BW Datei hochladen Gasthaus Neidhäusl
ObjektID: 35453
Status: Bescheid
Thalbach 9
Standort
KG: Mittersill Schloß
GstNr.: .38
Das 'Neidhäusl' gehört zum Schloss Mittersill.

Wegen der vielen Agenden des Pflegamtes und des Gerichtes mussten die Parteien im Schloss oder im Landrichterhaus oft sehr lange warten, bis sie aufgerufen wurden. Sie konnten während der Wartezeiten nicht in den Markt hinuntergehen, um sich zu stärken oder etwas zu trinken, weil es zu weit ist und weil sie dadurch ihren Aufruf wohl wieder versäumt hätten. 1599 suchten die Untertanen (Bauern) an, dass ihnen auf dem Schloss Brot und Wein verabreicht werden dürfte. Der Erzbischof gestattete es. Das rief aber die Bürger auf den Plan, denen diese "Bevorzugung" der Bauern nicht passte. Die Bewilligung wurde wieder zurückgenommen. Die Bauern ließen aber nicht locker und suchten immer wieder neu an. Endlich wurde im Jahr 1793 zwischen Schloss und Landrichterhaus ein Gasthaus für die wartenden Parteien erbaut. Nicht zu unrecht wird es seither als das 'Neidhäusl' benannt.[1]

Bildstock
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Bildstock
ObjektID: 76120
Status: § 2a

Standort
KG: Mittersill Schloß
GstNr.: 893/4
BW Datei hochladen Zimmeredtkapelle
ObjektID: 12904
Status: Bescheid
bei Jochbergthurn 4
Standort
KG: Paßthurn
GstNr.: 1000
Kruzifix Datei hochladen Kruzifix
ObjektID: 76121
Status: § 2a

Standort
KG: Paßthurn
GstNr.: 464
Schloss Einödberg
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Schloss Einödberg
ObjektID: 35451
Status: Bescheid
Einödbergweg 21
Standort
KG: Spielbichl
GstNr.: .34
Schachernhof-Kapelle
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Schachernhof-Kapelle
ObjektID: 35452
Status: Bescheid
bei Spielbichl 1
Standort
KG: Spielbichl
GstNr.: 523
Die Kapelle in Schachen wurde laut der Inschrift um 1766 errichtet.

Legende

Die Tabelle enthält im Einzelnen folgende Informationen:[2]

Foto: Fotografie des Denkmals. Klicken des Fotos erzeugt eine vergrößerte Ansicht. Daneben finden sich zwei Symbole:
Weitere Bilder auf Wikimedia Commons Hier finden sich weitere Bilder des Objekts auf Wikimedia Commons.
eigenes Werk hochladen Ein Link zum Upload eines neuen Bildes. Bestimmte Parameter sind dabei schon vorausgefüllt.
Denkmal / Status: Bezeichnung des Denkmals. Es ist die Bezeichnung angegeben, wie sie vom Bundesdenkmalamt (BDA) verwendet wird. Der Status darunter gibt an, ob das Objekt per Bescheid oder mittels Verordnung (gemäß § 2a Denkmalschutzgesetz)[3] unter Schutz gestellt wurde. Weiters ist die interne Objekt-Identifikationsnummer (ObjektID) angeführt.
Standort: Es ist die Adresse angegeben. Bei freistehenden Objekten ohne Adresse (zum Beispiel bei Bildstöcken) ist eine Adresse angegeben, die in der Nähe des Objekts liegt. Durch Aufruf des Links Standort wird die Lage des Denkmals in verschiedenen Kartenprojekten angezeigt. Darunter sind die Katastralgemeinde (KG) und die Grundstücksnummer (GstNr.) angegeben.
Beschreibung: Kurze Angaben zum Denkmal.

Die Tabelle ist alphabetisch nach dem Standort des Denkmals sortiert. Das Sortierkriterium ist die Adresse. Außerdem ist es möglich, die Tabelle nach der Katastralgemeinde zu sortieren.

Durch Klicken von „Karte mit allen Koordinaten“ (rechts oben im Artikel) wird die Lage aller Denkmale im gewählten Kartenobjekt angezeigt.

Weblinks

 Commons: Denkmalgeschützte Objekte in Mittersill – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. a b c d e f g h i j k Lahnsteiner, Oberpinzgau
  2. Salzburg – unbewegliche und archäologische Denkmale unter Denkmalschutz (Stand: 6. Juni 2012) (pdf)
  3. § 2a Denkmalschutzgesetz im Rechtsinformationssystem der Republik Österreich.


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