Mörtschach

Mörtschach
Wappen von Mörtschach
Mörtschach (Österreich)
Mörtschach
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Kärnten
Politischer Bezirk: Spittal an der Drau
Kfz-Kennzeichen: SP
Fläche: 74,73 km²
Koordinaten: 46° 55′ N, 12° 55′ O46.92227777777812.91125934Koordinaten: 46° 55′ 20″ N, 12° 54′ 41″ O
Höhe: 934 m ü. A.
Einwohner: 821 (1. Jän. 2012)
Bevölkerungsdichte: 10,99 Einw. pro km²
Postleitzahl: 9842
Vorwahl: 0 48 26
Gemeindekennziffer: 2 06 22
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Nr. 42, 9842 Mörtschach
Website: www.nationalparkgemeinde-moertschach.at
Politik
Bürgermeister: Horst Plössnig (ÖVP)
Gemeinderat: (2009)
(11 Mitglieder)
4 ÖVP, 4 FPK, 2 FWM, 1 SPÖ
Lage der Gemeinde Mörtschach im Bezirk Spittal an der Drau
Bad Kleinkirchheim Baldramsdorf Berg im Drautal Dellach im Drautal Flattach Gmünd in Kärnten Greifenburg Großkirchheim Heiligenblut am Großglockner Irschen Kleblach-Lind Krems in Kärnten Lendorf Lurnfeld Mallnitz Malta Millstatt am See Mörtschach Mühldorf Oberdrauburg Obervellach Radenthein Rangersdorf Reißeck Rennweg am Katschberg Sachsenburg Seeboden am Millstätter See Spittal an der Drau Stall Steinfeld (Kärnten) Trebesing Weißensee Winklern KärntenLage der Gemeinde Mörtschach im Bezirk Spittal an der Drau (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
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(Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria)
Pfarrkirche in Mörtschach
Bauernhaus
Wallfahrtskirche Maria in der Au

Mörtschach ist eine Gemeinde mit 821 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2012) im Bezirk Spittal an der Drau in Kärnten.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Geographische Lage

Das Gemeindegebiet liegt im äußersten Westen Kärntens im oberen Mölltal. Es wird im Westen von der Schobergruppe, im Osten vom Sadnig, einem Ausläufer des Sonnblickmassivs, begrenzt. Die Ortschaft Mörtschach selbst liegt in etwa 950 m Seehöhe, der höchste Berg des Gemeindegebiets ist das Petzeck mit einer Höhe von 3283 m ü. A.

Mörtschach hat einen wesentlichen Gebietsanteil am Nationalpark Hohe Tauern.

Gemeindegliederung

Die Gemeinde Mörtschach mit den Katastralgemeinden Mörtschach und Stranach besteht aus folgenden Ortschaften:

  • Asten (30)
  • Auen (18)
  • Lassach (176)
  • Mörtschach (247)
  • Mörtschachberg (13)
  • Pirkachberg (45)
  • Rettenbach (89)
  • Stampfen (144)
  • Stranach (180)

Geschichte

Besiedelt wurde das Gebiet im Mittelalter infolge des Goldbergbaues. Aus den Bergbauknappen gingen dann in weiterer Folge die ersten landwirtschaftlichen Siedler hervor. Erstmals urkundlich erwähnt wurde Mörtschach im Jahr 1256.

Die beiden Katastralgemeinden Mörtschach und Stranach kamen bei der Bildung von Ortsgemeinden im Jahr 1850 zunächst zur Gemeinde Winklern und verselbständigten sich erst 1898 zur Ortsgemeinde Mörtschach. Anlässlich der Gemeindestrukturreform von 1973 wurde Mörtschach ein zweites Mal mit Winklern vereinigt, spaltete sich aber nach einer Volksbefragung, bei der 78 % der Bevölkerung für die Eigenständigkeit stimmten, 1991 erneut ab.

Von großer Bedeutung für die Gemeinde, sowohl aus wirtschaftlicher – und insbesondere touristischer – als auch aus ökologischer Sicht, war die Schaffung des Nationalparks Hohe Tauern im Jahr 1981, zu dessen Kerngebiet die Großglockner- und die Schobergruppe zählen, und dessen Außenzone bis ins Tal reicht.

In der Ortschaft Asten (im Astental) befand sich lange Zeit die höchstgelegene Schule des Bundeslandes Kärnten (1700 m), die allerdings 2005 auf Grund von Sparmaßnahmen und sinkender Schülerzahlen geschlossen werden musste.

Bevölkerung

Laut Volkszählung 2001 hat Mörtschach 942 Einwohner, davon sind 97,8 % österreichische Staatsbürger. Damit gehört Mörtschach zu den zehn kleinsten Gemeinden Kärntens. Die Einwohnerzahl ist seit den 1970er Jahren rückläufig.

96,2 % der Bevölkerung bekennen sich zur römisch-katholischen und 0,8 % zur evangelischen Kirche, 0,6 % sind ohne religiöses Bekenntnis.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

  • Die auf einem Hügel stehende Pfarrkirche Hl. Leonhard in Mörtschach wurde 1516 erbaut.
  • Die Wallfahrtskirche Maria Hilf im Ortsbereich von Auen ist eine kleine Kirche mit Chor und zweiachsigem Langhaus mit einem Giebeltürmchen. Sie wurde 1806 errichtet.
  • Marienkapelle
  • Wallnerkapelle

Wirtschaft und Infrastruktur

Während früher die Landwirtschaft unter schwierigen Bedingungen der Haupterwerbszweig in der Gemeinde war, hat in den letzten Jahrzehnten – insbesondere seit der Eröffnung des Nationalparks Hohe Tauern 1981 – der Tourismus eine immer größere wirtschaftliche Bedeutung gewonnen.

Die Großglockner Straße (B 107) verbindet Mörtschach mit den Nachbargemeinden Großkirchheim im Norden und Winklern im Süden.

Politik

Gemeinderat und Bürgermeister

Der Gemeinderat von Mörtschach hat 11 Mitglieder und setzt sich seit der Gemeinderatswahl 2009 wie folgt zusammen:

Direkt gewählter Bürgermeister ist Horst Plössnig (ÖVP).

Wappen

Das Wappen von Mörtschach versinnbildlicht die für das ganze Mölltal typische Verknüpfung von Natur- und Kulturraum. Der grüne Schildgrund symbolisiert Natur und Nationalpark, die Kette ist das Attribut des heiligen Leonhard, Patron der Mörtschacher Pfarrkirche und Schutzheiliger des Viehs. Das im Wappen stilisierte Kärntner Tauernblümchen, ein einjähriges Enziangewächs, kommt nur in alpinen Höhenlagen über 1900 m Seehöhe vor und ist unter anderem im oberen Mölltal heimisch.

Das Wappen wurde der Gemeinde am 25. April 1995 mit folgender Blasonierung verliehen: „In grünem Schild von einem silbernen Ketteninnenbord umschlossen die silberne Blüte des Kärntner Tauernblümchens (Lomatogonium carinthiacum).“[1] Die Fahne ist Grün-Weiß mit eingearbeitetem Wappen.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. zitiert nach Wilhelm Deuer: Die Kärntner Gemeindewappen. Verlag des Kärntner Landesarchivs, Klagenfurt 2006, ISBN 3-900531-64-1, S. 198