Sankt Gallen (Steiermark)

Sankt Gallen
Wappen von Sankt Gallen
Sankt Gallen (Steiermark) (Österreich)
Sankt Gallen (Steiermark)
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Steiermark
Politischer Bezirk: Liezen
Kfz-Kennzeichen: LI
Fläche: 61,2 km²
Koordinaten: 47° 41′ N, 14° 37′ O47.69138888888914.615833333333513Koordinaten: 47° 41′ 29″ N, 14° 36′ 57″ O
Höhe: 513 m ü. A.
Einwohner: 1.421 (1. Jän. 2012)
Bevölkerungsdichte: 23,22 Einw. pro km²
Postleitzahl: 8933
Vorwahl: 03632
Gemeindekennziffer: 6 12 39
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Markt 135
8933 Sankt Gallen
Website: www.st-gallen.at
Politik
Bürgermeister: Armin Forstner (ÖVP)
Gemeinderat: (2010)
(15 Mitglieder)
9
6
Von 15 Sitzen entfallen auf:
Lage der Marktgemeinde Sankt Gallen im Bezirk Liezen
Admont Aigen im Ennstal Altenmarkt bei Sankt Gallen Ardning Donnersbach Donnersbachwald Gaishorn am See Gams bei Hieflau Hall bei Admont Irdning Johnsbach Landl Lassing Liezen Oppenberg Palfau Pürgg-Trautenfels Rottenmann Sankt Gallen Selzthal Stainach Tauplitz Treglwang Trieben Weißenbach an der Enns Weißenbach bei Liezen Weng im Gesäuse Wildalpen Wörschach Steiermark Bezirk LiezenLage der Gemeinde Sankt Gallen (Steiermark) im Bezirk Liezen (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
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Panorama von Sankt Gallen (1993)
Panorama von Sankt Gallen (1993)
(Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria)

Sankt Gallen ist eine Marktgemeinde mit 1421 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2012) im Norden der Steiermark im Gerichtsbezirk bzw. Bezirk Liezen.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Sankt Gallen liegt auf einer Hochfläche an der Steirischen Eisenstraße nahe der Grenze zu Oberösterreich. Die Gemeinde ist Teil des Nationalparks Gesäuse.

Gliederung

Das Gemeindegebiet setzt sich zusammen aus den Katastralgemeinden

  • Bergerviertel
  • Oberreith
  • Reiflingviertel
  • Sankt Gallen

Nachbargemeinden

Nördlich und westlich von St. Gallen erstreckt sich das Gemeindegebiet von Weißenbach an der Enns, östlich beginnt die Gemeinde Landl und im Süden grenzt die Gemeinde Weng im Gesäuse an.

Geschichte

In der Antike war das heutige Gebiet von St.Gallen einfach nur eine Wildnis östlich der Pyhrnstrasse Wels-Liezen-Aquileia. Erst nach der Gründung des Klosters Admont (11. Jh) wurde eine Verbindung zwischen Pyhrnstrasse und Enns(Wasserstrasse) angestrebt. Damals wurde die St.Gallener Gegend als "Silva Nova"(Neuwald) bezeichnet. Gottfried Edler von Wetternfeld erbaute sodann 1152 zu Ehren des Hl.Gallus eine Kirche, die Erhebung zur Pfarre erfolgte 1160. Angesichts des neuen Verkehrsweges wurde in St.Gallen eine Taverne zur Stärkung der Reisenden eingerichtet. Mit dem Ort ging es nun weiter bergauf: Ende des 13. Jahrhunderts war in St.Gallen ein gewisser Meister Ulrich als Arzt tätig, was auf den Umstand verweist, dass die Bevölkerung massiv gewachsen sein muss. Die Errichtung der Burg zum Schutz des Stiftseigentums im Jahre 1278 lässt einen gewissen Wohlstand erahnen. Im 16. Jahrhundert ist in St.Gallen die Eisenindustrie dominierend. Das Roheisen wurde aus Eisenerz importiert und via Enns und Donau exportiert. Ab der Mitte des 19. Jahrhunderts kam es zum Niedergang dieser Industrie. In der Folge erfuhr der Fremdenverkehr einen Aufschwung. Der erste St. Gallener Reiseführer wurde 1879 von Josef Rabl verfasst.

Religion

  • römisch-katholisch 93,7 %
  • evangelisch 1,4 %
  • ohne rel. Bekenntnis 4,0 %
  • andere 0,9 %

Einwohnerentwicklung

Einwohnerentwicklung in der Marktgemeinde St. Gallen[1]

Kultur und Sehenswürdigkeiten

  • Pfarrkirche: 1515–1523 erbaut; spätgotischer Kirchenbau mit Strebepfeilern, Treppentürmchen. Barocker Zwiebelhelm. Innen reich gestaltetes spätgotisches Netzrippengewölbe mit Vierpassfiguration in den östlichen Langhausjochen und kunstvollem Schlingrippengewölbe mit sechsstrahligem Mittelstern im westlichen Chorbereich. Barocke Erweiterungen: Platzlgewölbe im westlichen Langhausjoch und im östlichen Chorjoch.
    Hochaltar: spätbarocker mächtiger Aufbau aus rotem Stuckmarmor mit klassizistischen Anklängen. Altarbild aus 1782 ist eine Darstellung Mariae Himmelfahrt von Martin Johann Schmidt („Kremser Schmidt“).
    Seitenaltäre: Mitte des 18. Jahrhunderts, Bartolomeo Altomonte zugeschriebene Altarbilder
    Außen-Fresken: an der südseitigen Langhauswand befindet sich außen ein überlebensgroßes Christophorus-Fresko aus dem 1. Drittel des 16. Jahrhunderts, mit einer Ölbergszene um 1530.
  • Burg Gallenstein aus 1278
  • Flößerkapelle: 1763-1764 erbaut
  • Bürgerhäuser und Hammerherrenhäuser


Regelmäßige Veranstaltungen

  • Festival St. Gallen: Musikfestival klassischer Konzerte, jährlich in der zweiten Augusthälfte.
  • ARCANA Festival für Neue Musik St. Gallen/Gesäuse

Ansässige Unternehmen

  • Forstverwaltung der steirischen Landesforste
  • Fa. Steinrieser (Getränkeabfüllung)
  • Fa. Alpen-May-Kestag (Bohrer und Senkwerkzeuge)
  • Fa. Greiner Packaging (Kunststofftechnik)
  • Fa. fuernholzer industrialdesign (Industriedesign, Produktdesign, Werbeagentur, Gewerblicher Fotograf)
  • Fa. Schuster Helm (Schuhhandel, überregionales Reparaturservice)
  • Fa. ABAG Mineralölhandels GmbH - "deine Tankstelle"

Politik

  • Bürgermeister ist Armin Forstner von der ÖVP.

Wappen

Die Verleihung des Gemeindewappens erfolgte mit Wirkung vom 1. Juni 1952.
Wappenbeschreibung: Im silbernen Schild erscheint abgeledigt ein aufgerichteter schwarzer, rot bewehrter und bezungter Bär, der in seinen Vorderpranken eine entwurzelte naturfarbene Fichte hält.[2]

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Gemeinde

Einzelnachweise

  1. http://www.statistik.at/blickgem/blick1/g61239.pdf (Link nicht abrufbar)
  2. Mitteilungen des Steiermärkischen Landesarchivs 12, 1962, S. 26

Literatur

HABERLEITNER Odilo/Hermann BRANDAUER: St. Gallen und das St. Gallener Tal - Ein Kleinod in der Obersteiermark. -St. Gallen 1952.

RABL Josef: St.Gallen und seine Umgebung. -St.Gallen 1879.

Weblinks

 Commons: Sankt Gallen, Styria – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien