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Technische Universität Wien#

TU Wien
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Rektorin: O.Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dr.techn. Dr.-Ing. h.c. Sabine Seidler#


Die heutige Technische Universität Wien (TU Wien) wurde 1815 als "k. k. polytechnisches Institut in Wien" gegründet und ist heute Österreichs größte naturwissenschaftlich-technische Forschungs- und Bildungseinrichtung.

Die TU Wien hat 5 Forschungsschwerpunkte

  • Computational Science and Engineering
  • Quantum Physics and Quantum Technologies
  • Materials and Matter
  • Information and Communication Technology
  • Energy and Environment
TU Wien
TU Wien
Foto: P. Diem
gliedert sich in 8 Fakultäten
  • Architektur und Raumplanung
  • Bauingenieurwesen
  • Elektrotechnik und Informationstechnik
  • Informatik
  • Maschinenwesen und Betriebswissenschaften
  • Mathematik und Geoinformation
  • Physik
  • Technische Chemie

und bietet zur Zeit (Studienjahr 2018/19) 19 Bachelorstudien, 31 Masterstudien, 3 Doktoratsstudien und eine Reihe an Weiterbildungsprogrammen an.

Sie ist an mehreren Kompetenzzentren, -netzwerken, -projekten und Christian Doppler Labors beteiligt und hat großen Anteil an den Schwerpunktprogrammen des Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (FWF).

Die vier großen Standorte der TU Wien sind am Karlsplatz, am Getreidemarkt, in Gußhaus und in Freihaus; darüber hinaus gibt es noch weitere kleinere Standorte.

Die TU Wien bildet mit der TU Graz und der Montanuniversität Leoben den Verbund TU Austria (Austrian Universities of Technology).

Seit Oktober 2011 ist O.Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dr.techn. Dr.-Ing. h.c. Sabine Seidler Rektorin der TU Wien. (Sie wurde 2014 und 2018 für eine weitere vierjährige Periode als Rektorin der TU Wien bis 2023 wiedergewählt.)


Geschichte der TU Wien

Die heutige Technische Universität Wien wurde 1815 als "k. k. polytechnisches Institut in Wien" von Kaiser Franz I. von Österreich mit dem Ziel gegründet, Ingenieure für das Militär, Bergbau- und Bauingenieure auszubilden. Erster Direktor war Johann Josef von Prechtl.
(Zu Beginn des 18. Jahrhunderts entstanden in ganz Europa militärische und gewerblich-technischen Fachschulen - als militärische Ingenieurakademien, Bergakademien, Bauakademien, aber auch als sogenannte "Realakademien" mit vorwiegend kaufmännischer Ausrichtung. Hintergrund dieser Neugründungen war ein wachsender Bedarf der staatlichen Verwaltungen, des Militärs und der Wirtschaft an Fachkräften mit technisch-naturwissenschaftlicher Ausbildung.)

Sie bestand zunächst aus einer Realschule (allgemein bildende Fächer) sowie einer kommerziellen und technischen Abteilung und verstand sich als hochschulähnliche Lehranstalt, Museum (Technisches Museum Wien) und Akademie.

1816 wurde der Grundstein für das heutige Hauptgebäude am Karlsplatz gelegt, im Herbst 1818 übersiedelte das Institut in das neue Haus.

1865 wurde ein neues Organisationsstatut festgelegt, das statt des von der Regierung ernannten Direktors das Professorenkollegium und einen aus seiner Mitte gewählten Rektor als Leiter vorsah. Die kommerzielle Abteilung wurde aufgelassen (nachdem die Realschule bereits 1851 ausgegliedert worden war) und die technische Abteilung neu gegliedert - in eine Allgemeine Abteilung und vier sogenannte Fachschulen: für Straßen- und Wasserbau (Ingenieurschule), Hochbau (Bauschule), Maschinenbau (Maschinenbauschule) und Technische Chemie (chemisch-technische Schule).

Ausgegliedert wurden 1869 der Gewerbezeichenunterricht und 1893 die musealen technologischen Sammlungen (an das Technologische Gewerbemuseum).

TU Wien, Freihaus
Das Institutsgebäude "Freihaus".
Foto: Bwag. Aus: Wikicommons, unter CC BY-SA 4.0

1872 wurde das "k. k. polytechnische Institut" in eine "Technische Hochschule" umgewandelt; sie hatte zwar kein Promotionsrecht, aber 1878 wurden Staatsprüfungen (bei erfolgreicher Ablegung ab 1917 verbunden mit der Standesbezeichnung "Ingenieur") zum Abschluss des Studiums eingeführt.

1901 erhielten die österreichischen Technischen Hochschulen das Recht, den Titel eines "Dr. techn." zu verleihen; die ersten Promotionen an der Wiener Technischen Hochschule fanden am 22. Februar 1902 statt. Ab 1919 durften auch Frauen als ordentliche Hörerinnen für technische Studiengänge inskribieren.

1928 wurden die Fachschulen in "Fakultäten" umbenannt; 1975 wurde die Technische Hochschule in Wien - wie alle österreichischen technischen Hochschulen - in "Technische Universität" umbenannt und erhielt auch eine neue Fakultätsgliederung.

Ab der Mitte der 1970er Jahre wurde auf den ehemaligen Freihausgründen (Wiedner Hauptstraße 8–10) das Institutsgebäude "Freihaus" und das nördlich anschließende Bibliotheksgebäude (Wiedner Hauptstraße 6) errichtet.

Mit 1.1.2004 wurde die TU Wien, wie alle österreichischen Universitäten, aufgrund des Universitätsgesetzes 2002 in die Vollrechtsfähigkeit entlassen. Die Leitung liegt seither beim Rektorat (Rektor und vier Vizerektoren) und einem neu geschaffenen Universitätsrat. Die Satzung der Universität und den Wahlvorschlag für den Rektor erstellt der Senat.

TU Wien, Bibliothek
Universitätsbibliothek der Technischen Universität Wien
Foto: Peter Haas. Aus: Wikicommons, unter CC BY-SA 3.0

Weiterführendes#

Literatur#

  • 150 Jahre Technische Hochschule in Wien 1815-1965, 1965