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vom 25.05.2017, aktuelle Version,

105e régiment d’infanterie

Régiment du Roi
105e régiment d’infanterie

Internes Verbandsabzeichen
Aktiv 1663 bis 1940
Land Frankreich
Streitkräfte Französische Streitkräfte
Teilstreitkraft Armée française de terre
Truppengattung Infanterie
Typ Infanterieregiment
Schutzpatron Saint-Maurice d’Agaune
Motto A MOI AUVERGNE
Kommandeur
Kommandeur Letzter:Lieutenant-colonel Picard

Das Régiment du Roi, zuletzt 105e régiment d’infanterie, wurde im Königreich Frankreich aufgestellt und im Zweiten Weltkrieg, nach dem Waffenstillstand von Compiègne (1940) aufgelöst. Es gehörte zu den Petits Vieux Corps.

Lebenslauf

  • 2. Januar 1663: aufgestellt aus Teilen des „Régiment Royal“ und des „Régiment d'Orléans“ als Régiment du Roi
  • September 1790: nach der Beteiligung an der Meuterei in Nancy (Nancy-Affäre) wurde das Regiment kassiert[1]
  • 28. Januar 1791: als 102e régiment d’infanterie de ligne wieder aufgestellt

  • 1793 : Erste Heeresreform Das Regiment wurde als 1er bataillon „ex du Roi“ zur 185e demi-brigade de bataille und als 2e bataillon „ex du Roi“ zur 186e demi-brigade de bataille abgestellt. Damit endet der zunächst der Regimentsverband und auch die Traditionslinie
  • 1803 : Umbenennung der „105e demi-brigade d’infanterie de ligne“[2] in 105e régiment d'infanterie de ligne (de facto Weiterführung der Regimentstradition)

  • 1814: Auflösung nach der Abdankung von Napoleon I.
  • 1815: während der Herrschaft der Hundert Tage wieder aufgestellt, nach der endgültigen Niederlage Napoleons in Périgueux entlassen
  • 1854: wieder aufgestellt (aus Teilen des „30e régiment d'infanterie légère“)[3]
  • 1872: am 1. Mai mit dem „105e régiment de marche“ (105. Marschregiment) zusammengelegt. Das „105e régiment de marche“ hatte sich während der Belagerung von Paris in der Stadt befunden.
  • 1914: bei der Mobilmachung wurde das Reserveregiment, das „305e régiment d'infanterie“ aufgestellt.
  • 1919: demobilisiert und in den Stand eines Reserveregiments versetzt
  • 1939: aktiviert
  • 1940: in den Wirren der französischen Niederlage untergegangen

Mestres de camp/Colonels/Chefs de brigade

Mestre de camp war von 1569 bis 1661 und von 1730 bis 1780 die Rangbezeichnung für den Regimentsinhaber und/oder den tatsächlichen Kommandeur eines Infanterieregiments. Sollte es sich bei dem Mestre de camp/Colonel um eine Person des Hochadels handeln, die an der Führung des Regiments kein Interesse hatte (wie z. B. der König oder die Königin) so wurde das Kommando dem „Mestre de camp lieutenant“ (oder „Mestre de camp en second“) respektive dem Colonel-lieutenant oder Colonel en second überlassen. Die Bezeichnung Colonel wurde von 1721 bis 1730, von 1791 bis 1793 und ab 1803 geführt, von 1793 bis 1803 verwendete man die Bezeichnung Chef de brigade. Ab 1791 gab es keine Regimentsinhaber mehr.

  • Januar 1663 : Philippe de Courcelles, marquis de Dangeau
  • 1667 : Philippe Mancini, duc de Nevers
  • 7. September 1670 : Jean de Martinet, Brigadier des armées du roi am 27. März 1668, Maréchal de camp am 15. April 1672, † 21. Juni 1672
  • 26. Juni 1672 : François de Tourvoyé, comte de Montberon, Mestre de camp de cavalerie am 26. März 1668, Brigadier am 19. August 1669, Maréchal de camp am 18. Mai 1674, Lieutenant-général am 25. Februar 1677, † 16. März 1708
  • 6. Januar 1676 : René de Becdelièvre, marquis dann comte de Saint-Georges, Brigadier am 24. Februar 1676, † 14. August 1678 in der Schlacht bei Saint-Denis
  • 29. April 1678 : Gaston Jean-Baptiste de Mornay, chevalier dann comte de Montchevreuil, Brigadier am 30. März 1683, Maréchal de camp am 24. August 1688, Lieutenant-général am 30. März 1693, † 29. Juli 1693
  • 4. April 1693 : Louis Charles d’Hautefort, marquis de Surville, Brigadier am 30. März 1693, Maréchal de camp am 3. Januar 1696, Lieutenant-général am 23. Dezember 1702, † 19. Dezember 1721
  • 6. Januar 1706 : Louis Prévost, marquis du Barail, Maréchal de camp am 24. Januar 1711, Lieutenant-général am 30. März 1720, † November 1734
  • 26. Januar 1711 : Louis Armand de Brichanteau, marquis de Nangis, Maréchal de France 1741
  • 16. Dezember 1719 : Hubert de Courtalvert, marquis de Pezé, Brigadier am 20. Juni 1720, Maréchal de camp am 6. Oktober 1733, Lieutenant-général am 1. August 1734, † am 23. November 1734 an seinen Verwundungen in der Schlacht bei Guastalla
  • 15. Januar 1735 : Louis Antoine de Gontaut-Biron, duc de Biron, Maréchal de France 1787
  • 26. Mai 1745 : Claude Louis François de Régnier, comte de Guerchy
  • 16. Oktober 1767 : Marie Louis Florent, comte du Châtelet, Brigadier am 9. August 1757, Maréchal de camp am 20. Februar 1761, † 13. Dezember 1793
  • 10. Februar 1791 : François Nicolas Junot d’Attilly
  • 27. Mai 1792 : Jean François Antoine de Stack
  • 4. September 1792 : Louis Pierre Le Royer de Chantepie
  • 23. November 1792 : Louis Gabriel Pierre Anne Paul Augustin Armand Levasseur
  • 1795: Chef de brigade Jean Lannes
  • 1802: Chef de brigade Pierre Joseph Habert
  • 1808: Colonel Marie Pierre Isidore de Blanmont
  • 1813: Colonel François Maulmond
  • 1815: Colonel Genty
  • 1899–1904: Colonel Jules Bunoust

Details

Bei seiner Reform und Reorganisation des Maison militaire du roi de France, errichtete König Louis XIII. das Regiment und reklamierte den Posten des Regimentsinhabers für sich. Es bestand aus 20 Kompanienen zu je 59 Mann, die sich aus dem Adel, aus den Söhnen von Offizieren, (Capitaines, oder solchen, die sich Verdienste erworben hatten, oder solche, die im Kampf gefallen waren) zusammensetzten. Das Eintrittsalter lag bei 15 bis 20 Jahren mit dem Rang eines „Cadet-gentilhomme“ (Adeliger Kadett), die nach zweijähriger Ausbildung in den Rang eines Enseigne oder eines Sous-lieutenant befördert wurden. Es erhielt außerdem eine Abteilung „Médecins majors“ (Feldschere), deren prominentester Angehöriger war René-Jacques Croissant de Garengeot (1688–1749).

In der Hierarchie der königlichen Infanterieregimenter[4], nahm es den sechsten und untersten Rang im „Petits Vieux corps“ (Gruppe der „Kleinen Alten“) ein.

1667 wurde das Regiment der „Armée de Flandre“ (Flandernarmee) zugeteilt. Erste Verdienste erwarb es bei der Belagerung von Tournai, Douai und Lille. Im Jahre 1668 wurde jeder Kompanie auf Befehl des Königs vier Grenadiere zugeteilt, eine Maßnahme, die bald überall Schule machen sollte.

Ende 1669 gab ein ausländischer Regimentsinhaber sein Regiment an den König zurück. Das „Régiment de Lorraine“ war das 23. in der Rangfolge der Infanterie. Der König nutzte die Gelegenheit, seinem Regiment mehr Geltung zu verschaffen und legte in Soissons die beiden Einheiten unter dem Namen „Régiment du Roi“ zusammen und setzte es 1671 auf die Rangliste des ehemaligen „Régiment de Lorraine“. Die neue Regimentsfahne zeigte, durch ein weißes Kreuz getrennt, diagonal zwei feuerrote Felder (feuerrot sollte Ludwig XIV. symbolisieren) und zwei dunkelgrüne Felder (die Farbe Lothringens). Die weißen Kreuzbalken waren mit goldenen Lilien bestickt. (Ludwig XV. ließ diese Fahne 1757 durch die blaue Ausführung ersetzen.)

1763

In der Gesamt-Rangliste der Infanterieregimenter stand es jetzt an 23. Stelle.[5] Während des Siebenjährigen Krieges bestand das Regiment weiterhin aus vier Bataillonen, auch die Uniformierung änderte sich nicht. Der König etablierte zusätzliche Offiziersstellen, es gab jetzt einen „Colonel-lieutenant en second“.[6] jede der Kompanien hatte jetzt zwei Capitaines. zwei Lieutenants und zwei Sous-lieutenants. Für den Colonel-lieutenant en Füt die Seconds betrug der jährliche Sold 1800 Livres, für die Premiers Capitaines als „Chef de bataillon“[7] 1000 Livres und für die Capitaines der Grenadiere 600 Livres.

Um mehr Bürgerlichen den Aufstieg in den Schwertadel (Noblesse de l'epée) zu ermöglichen, wurden in jeder der Füsilierkompanien vier Stellen für „Seconds sous-lieutenants“ (Leutnant zweiter Klasse) geschaffen.

Meuterei in Nancy - zu sehen sind in der Mehrheit Angehörige des Regiments du Roi. Rechts im roten Waffenrock ein Schweizer des Régiment de Châteauvieux - außerhalb des Tores das Régiment Royal-Liégeois

Nancy-Affäre

Im Jahre 1790 war das Regiment in eine Meuterei in seiner Garnison Nancy verwickelt. Die Meuterei ging vom Schweizer Söldnerregiment de Châteauvieux aus; mit hineingezogen wurde außerdem noch das Kavallerieregiment Mestre de camp général

Die beträchtliche Masse des Regiments (auch der anderen beiden involvierten) erhob Ansprüche auf ausgebliebene Soldzahlungen, und das Régiment du Roi musste feststellen, dass der ungeliebte Regimentskommandeur der Lieutenant-colonel Duc de Chatelet, dem man schon lange misstrauisch gegenüberstand, dieses Desaster durch lange Misswirtschaft in der Verwaltung des Regiments zu verantworten hatte. Am 13. August sammelten sich die Soldaten am Gebäude des Stabes, brachten die Regimentskasse an sich und verlangten vom Duc de Chatelet die Auszahlung von nicht weniger als 1.200.000 Livres an rückständigem Sold. Die Rechnungsführer wurden für die fehlende Summe verantwortlich gemacht und misshandelt, so dass sie gezwungen waren, die Flucht zu ergreifen, um weiterer Gefahr für Leib und Leben zu entgehen.

Nach Bekanntwerden der Meuterei entsandte die Nationalversammlung den Maréchal de camp Comte de Malseigne unverzüglich in die Stadt, um die Situation zu bereinigen. Im Régiment du Roi hatte der Comte de Malseigne insofern Erfolg, als er mit einem Brief vom 20. August mitteilen konnte, dass im Regiment die Ordnung wiederhergestellt sei. In einer Zusammenkunft der Nationalversammlung am 25. August konnte M. de Broglie eine Erklärung verlesen, in der sich die Grenadiere, Schützen und Jäger des Regiments zu ihrer Schuld bekannten und an die Nachsicht der Nationalversammlung appellierten.

Die Wiederherstellung der Disziplin war jedoch nicht von langer Dauer. Das Régiment de Châteauvieux gab nicht auf und zog die anderen wieder mit, am 26. August war die gesamte Garnison in heller Aufruhr. Die Offiziere wurden festgenommen. Dem Maréchal de camp de Malseigne gelang mit Mühe die Flucht nach Lunéville. Hier sammelte er eine Streitmacht von etwa 4500 Mann und erschien am 31. August vor den Toren von Nancy. Bevor er einen Angriff befahl, der in einem mörderischen Nahkampf ausarten würde, erklärte er sich bereit, ein Deputation der Meuterer zu empfangen.

Letztendlich zog sich die Mehrheit des Régiment du Roi in die Kaserne zurück und schickten vier Mann mit einer Fahne zu Boillé mit einem Kapitulationsangebot. Dieses wurde akzeptiert und das Regiment sofort nach Verdun abkommandiert, wohin es in guter Ordnung abmarschierte. Eine heroische Tat zeichnete den Sous-lieutenant der Jäger im Régiment du Roi, M. Desil(l)es-Cambrenon aus. Er verhinderte an der Porte Saint-Louis, (jetzt Porte Désilles) dass eine Batterie Geschütze auf kürzeste Entfernung in die Reihen des anrückenden Infanterieregiments „Royal-Liégeois“ abgefeuert wurden. Er wurde dabei von vier Musketenkugeln getroffen und erlag später diesen Verletzungen.

Nach diesen Vorkommnissen musste das Regiment damit rechnen, aufgelöst oder aber zumindest bestraft zu werden.

Am 7. Dezember 1790 empfahl das „Comité militaire de l’Assemblée nationale“ (Militärkomitee der Nationalversammlung) die Entlassung des Regiments. Die Fahnen sollten in der Hauptkirche des Ortes aufbewahrt werden, in dem die Entlassung stattfinden würde. [8]

Dieser Empfehlung wurde in der 27. Sitzung der Nationalversammlung am 12. Dezember 1790 stattgegeben. Um das Regiment zu ersetzen, wurde am 28. Januar 1791 ein neues Regiment aus den Leuten des Régiment du Roi aufgestellt, die Willens waren, ihren Dienst ehrenhaft fortzusetzen. Es erhielt die Nummer 102 zugewiesen und wurde im Februar in Vitry-le-François in Garnison gelegt. Am 23. Mai wurde es nach Besançon als Besatzung der dortigen Zitadelle abkommandiert. Im August wurde die Regimentsnummer in 105 geändert.

Teilnahme an Gefechtshandlungen

Holländischer Krieg

  • 1673
Belagerung von Orsoy
Feldzug mit Turenne nach Brandenburg
Belagerung von Maastricht
Schlacht bei Seneffe im Brigadeverband mit dem Régiment des Royal-Vaisseaux (Das Regiment du Roi verlor 72 Offiziere, davon 22 Hauptleute)
  • 1674
26. April: Auszeichnung bei der Belagerung von Besançon und Dole
  • 1675
Teilnahme an der Belagerung von Limbourg, Lüttich, Dinant und Huy.
  • 1676

Unter dem Kommando von Louis II. de Bourbon, prince de Condé zur Deckung von Bouchain abgestellt.

  • 1677
Belagerung von Valenciennes, Cambrai und von Saint Ghislain
  • 1678
Belagerung von Gent und von Ypern, Gefecht bei Saint-Denis-sous-Mons
Verlegung an den Rhein und Belagerung von Straßburg

Nordischer Krieg

  • 1679
Belagerung von Homburg und Bitche, Versuch der Vertreibung der Truppen von Brandenburg-Preußen aus Minden. Nach dem Friedensschluss bezog das Regiment Garnison in Lille.

Reunionskrieg

  • 1683
Im Camp de Bouquemon an der Saar, wo die Truppen die Sumpfwälder am Fluss rodeten.
  • 1684
Belagerung von Courtrai, Dixmude, und Oudenaarde.
Belagerung von Luxemburg

Pfälzischer Erbfolgekrieg

  • 1688
Belagerung von Philippsburg
Einnahme von Mannheim, Speyer, Worms, Frankenthal und Mainz
  • 1690
Verlegung zur Flandernarmee, Schlacht bei Fleurus
  • 1691

Das Regiment verstärkt mit seinen drei Bataillonen am 25. März die Gardes françaises bei der Besetzung von Mons. Zusammen wurden dann Halle und Leuze (Aisne) eingenommen. Danach wurde das Winterquartier im Schloss Isenghien (bei Lomme) bezogen, wo ein viertes Bataillon aufgestellt wurde.

  • 1692
Belagerung von Namur, Schlacht bei Steenkerke und Beschiessung von Charleroi
  • 1693
Belagerung von Huy und dem Château-Picard
Schlacht bei Neerwinden
September: Belagerung von Charleroi
  • 1695
Belagerung von Dixmude, Belagerung von Deyns, Bombardement von Brüssel
  • 1697
Belagerung von Ath.
  • 1698
Verlegung in das Camp de Compiègne, wo am 19. Juli die Reste des „Régiment de Varville“ eingegliedert wurden.

Spanischer Erbfolgekrieg

  • 1701: Das Regiment du Roi verließ seine Garnisonen in Versailles und Saint Germain und zog mit der französischen Armee in die Niederlande.
  • 1702
Erste Schlacht bei Nimwegen
Beschiessung von Peer
  • 1703
17. April: Abstellung zur Rheinarmee, kommandiert vom Herzog von Burgund
Belagerung von Breisach am Rhein
Belagerung von Landau
Schlacht am Speyerbach (300 Mann Verluste, obwohl das Regiment nur den linken Flügel der Infanterie bildete.) Am Tag nach der Schlacht zog das Regiment in sein Winterquartier nach Colmar.
  • 1704
bei der Armee von Tallard. Teilnahme an der Operation zur Unterstützung der Armee von Marsin im Kurfürstentum Bayern.
Zweite Schlacht bei Höchstädt (Das Régiment du Roi war das einzige, das nach dem Desaster noch in guter Ordnung am Rhein ankam.)
  • 1705
Zu Beginn des Jahres erfolgte die Kommandierung in das Gebiet von Rhein und Mosel und im Juni die Verlegung nach Flandern. Am 15. Juli vor Brüssel angekommen, besetzte und befestigte es die Abtei Florival
  • 1706
Schlacht bei Ramillies
  • 1707
Das Regiment war schwer angeschlagen und wurde nach Dünkirchen zur Auffrischung verlegt. In diesem Jahr sah es keine Aktivitäten mehr.
  • 1708
Gefecht bei Oudenaarde
Für den Rest des Jahres im Camp de Potte
  • 1709
Schlacht bei Malplaquet
  • 1710
Garnison in Amiens
  • 1711
8. April: Abmarsch zur Besetzung von Miraumont
Gefecht bei Arleux
  • 1712
Schlacht bei Denain, Einnahme von Marchiennes, Douai, Le Quesnoy und Bouchain.
  • 1713
Verlegung zum Rhein, Eroberung von Speyer, Worms, Kaiserslautern, Landau und Freiburg
Schlacht bei Denain - links das Régiment du Roi

Polnischer Thronfolgekrieg

  • Oktober 1733: Verlegung nach Italien
Eroberung von Gera-d’Adda, Pizzighetone und dem Castello Sforzesco in Mailand
  • 1734
Schlacht bei Parma
15. September: zusammen mit dem „Régiment de Champagne“ Befreiung des von den Österreichern bei Secchia eingekesselten „Régiment du Dauphin“
Schlacht bei Guastalla
Belagerung von La Mirandole
  • 1735
Sicherungsaufgaben in Oberitalien und an der Etsch
  • 1736

Am Ende des Jahres Rückkehr nach Frankreich. Als Garnison wurde Arras zugewiesen.

Österreichischer Erbfolgekrieg

  • 1740
Zur „Armée de Bohême“ (Böhmische Armee) in der „Division Cayla“ eingeteilt, traf das Regiment am 6. November in Pilsen ein und nahm am 26. November an der Einnahme von Prag teil. Am 4. Dezember verließ eine Brigade, bestehend aus den Regimentern „du Roi“ und „Royal-Bavière“ unter dem Kommando des Comte de Polastron Prag um in Mähren die österreichischen Garnisonen zu beunruhigen, die Linie an der Sazawa zu besetzen und zu versuchen, Budweis einzunehmen
  • 1742
15. Januar: Einnahme von Iglau
Mai: Sicherungsdienste bei Lochowitz und Königssaal
August: Bei der Belagerung in Prag
Dezember: Abzug aus Prag, das Regiment bezog Quartiere an der Naab
  • 1743
Das Regiment marschiert ohne größere Unterbrechung bis zum Rhein. Die Stärke betrug noch 150 Offizier und 1300 Mannschaften.
Juni: Schlacht bei Dettingen mit einem Verlust von neun Offizieren und 110 Mann an Gefallenen und Verwundeten. Nach der verlorenen Schlacht bildeten die drei Regimenter „du Roi“, „ de Navarre“ und „d'Auvergne“ die Nachhut der sich nach Haguenau im Elsass zurückziehenden französischen Armee.
17. August: Verlegung in das Obere Elsaß, Besetzung der Burg Sponeck um von hier aus die Rheinübergänge zu kontrollieren.
  • 1744
Versetzt zur Armee nach Flandern, Belagerung von Menin, Ypern und Furnes
Rückkehr in das Elsass, Gefecht bei Augenheim.
26. August: Rheinüberquerung
29. September: vor Freiburg
  • 1745
Wieder in Flandern
Belagerung von Tournai
Schlacht bei Fontenoy (2 Capitaines, 2 Lieutenants und 79 Mannschaften waren gefallen, 25 Offiziere und 266 Mann waren so schwer verwundet, dass sie nicht mehr kämpfen konnten.) Das Regiment zog dann nach Tournai und eroberte als Abschluss des Feldzuges die dortige Zitadelle, sowie die von Oudenaarde und von Ath.
  • 1746
Im Januar im Quartier in Binche
Im Mai wurden, zusammen mit den Regimentern de Piémont und d'Auvergne, Mechelen besetzt.
Belagerung von Mons, Charleroi, Saint-Ghislain und Namur, Schlacht bei Raucoux
  • 1747
Bis Mai im Feldlager bei Malines, danach Belagerung des Château d’Illema und Schlacht bei Lauffeldt
Schlacht bei Lauffeldt
  • 1748
Belagerung von Maastricht
Nach dem Friedensschluss Rückkehr in die Garnison in Versailles
  • 1755
Versetzung nach Nancy an den Hof von „ Roi Stanislas

Siebenjähriger Krieg

  • 1757

Der Rheinarmee zugeteilt. Im Regiment wurden aus den Grenadier- und den Jägerkompanien ein Elitebataillon gebildet, das sich in der Schlacht bei Hastenbeck auszeichnete.

Marsch unter dem Kommando von Maréchal Richelieu zur Eroberung des Kurfürstentums Hannover
  • 1758
Quartier in Düsseldorf
Schlacht bei Krefeld und anschließend Rückzug nach Königsdorf
  • 1760
10. Juli: Gefecht bei Korbach
31. Juli: Schlacht bei Warburg
  • 1761
Schlacht bei Vellinghausen und Gefecht bei Neuhaus
  • 1762
Gefecht bei Melsungen
  • 1763
Ab März: Friedensgarnison in Besançon

Revolutionskriege und Kriege des Ersten Kaiserreichs

  • 1792
Das 1. Bataillon wurde der Armee von Custine zugeteilt. Es war an der Eroberung der Kurpfalz beteiligt und dann in Mainz in Garnison gelegt-
  • 1793
Das 1. Bataillon lag in Plombsheim, das 2. Bataillon im Fort de Joux in Pontarlier

Ein Detachement des 2. Bataillons gehörte zur Garnison von Landau und war an der erfolgreichen Verteidigung der Festung beteiligt. Die beiden Bataillone waren danach am Rhein und an der Mosel eingesetzt und zogen 1795 nach Italien.

Schlacht bei Marengo
Garnison in Genua, dann Verlegung nach Marseille
  • 1802
Einschiffung nach Santo Domingo

Nach der Rückkehr waren die Teile des Regiments zunächst noch als Demi-brigades de bataille in Deutschland, der Schweiz und in Italien eingesetzt.

Danach zurück in Frankreich gehörten sie zum Observationskorps der Gironde und war in Bourges, Issoudun, Châteauroux, Bordeaux, Bayonne, und zuletzt in Brest stationiert, wo die „44e demi-brigade de bataille“ 1803 zum „44e régiment d'infanterie“ wurde.

Das „105e régiment d'infanterie“ (gebildet 1803 aus der „75e demi-brigade de bataille“) Nahm an der Expedition nach Irland teil.

  • 1805 bis 1807
Kämpfe mit dem 7. und 10. Korps der Grande Armée
Feldzug nach Preußen und Polen
Schlacht bei Jena
Schlacht bei Eylau
  • 1808
Teile des Regiments wurden nach Spanien verlegt, der Rest lag im Camp de Boulogne und in Rennes
  • 1809
Schlacht bei Heilsberg
Schlacht bei Wagram
  • 1814
Beim 4. Korps an der Mosel

Zweites Kaiserreich

Erster Weltkrieg

Stationiert in Riom, gehörte das Regiment zur; „51e brigade d'infanterie“; im „13e corps d'armée“.

zur „26 e division d'infanterie“ von August 1914 bis Dezember 1916.
zur „25 e division d'infanterie“ von Dezember 1916 bis November 1918

1914

  • Mobilisierung des Regiments am 2. August 1914
  • 8. August bis 11. September: Feldzug in Lothringen - erstes Gefecht bei Badonviller
  • 15. September bis 12. November: Wettlauf zum Meer
  • 14. November bis 2. Dezember: Stellungskämpfe in Flandern

1915

  • Stellungskämpfe in Flandern

1916

  • März 1916 bis 25. April 1916: Schlacht um Verdun
  • 17. Juli bis 30. November 1916: Kämpfe an der Somme

1916 bis 1917

  • Dezember 1916 bis Februar 1917: Kämpfe bei Verdun
  • Februar 1917 bis Juli 1917: Stellungskämpfe bei Saint Quentin

1917 bis 1918

  • August 1917 bis 17. Juli 1918: Stellungskämpfe bei Verdun

1918

23. August bis 11. November 1918: Kämpfe an der Vesle und an der Aisne

Zweiter Weltkrieg

Am 9. September 1939 wurde das nicht aktive Regiment (Régiment de réserve A RI type NE) durch das „Centre Mobilisateur d'infanterie 132“ in den Kriegszustand versetzt. Kommandeur war der Lieutenant-colonel Picard, es war der „26e division d'infanterie“ zugeteilt. Nach der französischen Niederlage ging es 1940 unter.

Zuletzt geführte Regimentsfahne in vereinfachter Form

Zuletzt geführte Fahne

Die Fahne des Regiments trägt auf der Vorderseite in goldenen Lettern die Inschrift:

„Republique Française“
„105e Régiment d'Infanterie“

und auf der Rückseite:

„Honneur et Patrie“

und die Namen der Schlachten, an denen es ehrenvoll teilgenommen hat.[9][10][11]

Auszeichnungen

Das Fahnenband ist mit dem Croix de guerre (1914–1918) mit drei Palmenzweigen für lobenden Erwähnungen im Armeebefehl dekoriert.

Die Angehörigen des Regiments hatten (bzw. haben) das Recht, die Fourragère in den Farben des Croix de guerre 1914–1918 zu tragen.

Tradition und Uniformen

Das Regiment führte 12 Fahnen (drei pro Bataillon) dabei war die Fahne der ersten Kompanie des ersten Bataillons die sogenannte „Drapeau Colonelle“ - die weiße Fahne des Regimentsinhabers - also der Leibkompanie.[12]

Ausstattung

In der Uniformierungsvorschrift von 1791 ist das Regiment nicht erwähnt.

Devise

A Moi Auvergne
Auvergne, zu mir!

Fußnoten

  1. unehrenhaft aufgelöst
  2. die mit dem vormaligen 105e regiment d'infanterie nichts mehr zu tun hatte
  3. 30. Leichtes Infanterieregiment
  4. , also die Regimenter, deren Inhaber der König selbst war
  5. Die Gesamt-Rangliste war wichtig für die Reputation des Regimentsinhabers und war Anlass für ständiges Gerangel
  6. also einen Vertreter des faktischen Kommandeurs, der ja selbst nur Vertreter des Königs als nomineller Kommandeur war.
  7. Bataillonskommandeur
  8. also in Verdun
  9. Bestimmung Nr. 12350/SGA/DPMA/SHD/DAT vom 14. September 2007 regelt die Inschriften auf den Standarten der Truppenkörper des Heeres, des Sanitätsdienstes und des Krafstoffversorgungsdienstes (Service des essences des armées) neu. Grundlage ist das Bulletin officiel des armées, Nummer 27, 9. November 2007.
  10. Erlass über die Zuweisung der Inschrift AFN 1952–1962 auf den Fahnen und Standarten der Armeeeinheiten und Dienste vom 19. November 2004 (A) NORDEF0452926A Michèle Alliot-Marie
  11. Die Wiederrichtung eines aufgelösten Verbandes ist in Frankreich nichts außergewöhnliches
  12. Cinquième abrégé général du militaire de France, sur terre et sur mer, Lemau de la Jaisse, Paris, 1739

Literatur

  • Chronologie historique-militaire, par M. Pinard, tomes 4, 5, 7 et 8, Paris 1761, 1762, 1764 et 1778
  • À partir du Recueil d'Historiques de l'Infanterie Française (Général Andolenko – Eurimprim 1969)