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vom 24.04.2018, aktuelle Version,

Buch.Preis

Der Buch.Preis[sic] war ein Literaturpreis, der von der Arbeiterkammer Oberösterreich und dem Linzer Brucknerhaus als Wettbewerb ausgeschrieben wird. Der Preis wurde als Nachfolger des Max-von-der-Grün-Preises ins Leben gerufen. Seit 2017 wird der AK-Literaturpreis als der neue Literaturpreis der Arbeiterkammer vergeben.

Max-von-der-Grün-Preis für Literatur zur Arbeitswelt

Um Arbeitnehmer und ihre Lebenswelt zum Thema zu machen, wurde von der Arbeiterkammer Oberösterreich von 1976 bis 1998 ein Förderungspreis für Literatur der Arbeitswelt ausgeschrieben. Die Jury leitete der deutsche Arbeiterdichter Max von der Grün. Der Preis war mit 15.000 Schilling dotiert. Zu den ersten Preisträgern zählte Helmut Zenker, der später mit Kottan ermittelt Furore machte. Unter den 128 Preisträgern befinden sich weiters Gerhard Ruiss, Erich Hackl, Eugenie Kain, Barbara Bronnen, Elfriede Kern und Franzobel.[1][2] Texte wurden in der Buchreihe Geschichten aus der Arbeitswelt veröffentlicht.[3]

Buch.Preis

Der Preis zeichnet Werke von österreichischen oder in Österreich lebenden Autoren aus, die sich auf hohem literarischem Niveau kritisch mit der gesellschaftlichen Realität unserer Zeit und mit den sozialen Bedingungen beschäftigen, unter denen die Menschen arbeiten – oder nicht mehr arbeiten dürfen.

Mit einem Preisgeld von 10.000 Euro zählt der Preis zu den höchstdotierten Literaturauszeichnungen Österreichs.

Preisträger

AK-Literaturpreis

Nachdem die Arbeiterkammer Oberösterreich den Buch.Preis letztmals im Jahr 2009 vergeben hatte, rief sie nach mehrjähriger Pause den AK-Literaturpreis ins Leben, der 2017 erstmals vergeben wurde. Nominierungsfähig sind noch nicht veröffentlichte literarische Texte, die sich kritisch mit Themen aus der Arbeitswelt und den Brennpunkten unserer Gesellschaft beschäftigen. Mit diesem Profil und dem Preisgeld von ebenfalls 10.000 Euro entspricht der Preis weitestgehend seinem Vorgänger. Das Preisgeld wird in einen Jurypreis von 7.500 Euro und einen Publikumspreis von 2.500 Euro aufgeteilt.[7]

Die Jury für die erste Vergabe des Preises wurde mit der Journalistin und Autorin Sybille Hamann, dem Grazer Literaturwissenschaftler Klaus Kastberger, dem Schriftsteller Doron Rabinovici, der Juristin und Bereichsleiterin im ÖGB-Verlag, Evelyn Beyer, und der AK-Kulturreferentin Sonja Fröhlich besetzt.[7] Aus 133 eingereichten Texten wählten die Juroren eine Shortlist aus fünf Arbeiten aus, die bei der Preisverleihung Ende September 2017 vorgestellt wurden.

Den Hauptpreis 2017 erhielt die in Berlin lebende Autorin Magdalena Schrefel. Der Publikumspreis ging an Cathrin A. Stadler.[8]

Einzelnachweise

  1. Jägermayrhof. Ein Haus mit Geschichte (Memento vom 9. Juni 2012 im Internet Archive)
  2. Max von der Grün, Namensgeber des Wettbewerbs für "Literatur zur Arbeitswelt" von AK OÖ und LIVA ist tot APA/OTS, 12. April 2005
  3. Pressemitteilung der Stadt Linz Jg. 43/196, 21. Oktober 1996
  4. Buch.Preis Träger 2007 Michael Stavarič (Memento vom 5. Januar 2010 im Internet Archive) (PDF; 115 kB), Arbeiterkammer Oberösterreich, Jury 2007: Regina Pintar, Elisabeth Vera Rathenböck, Franz Schwabeneder, Johannes Gelich Preisträger 2006
  5. Buch.Preis Trägerin 2008 Sabine Gruber (Memento vom 5. Januar 2010 im Internet Archive) (PDF; 89 kB) Ak Oberösterreich, Jury 2008: Regina Pintar, Elisabeth Vera Rathenböck, Franz Schwabeneder, Michael Stavarič Preisträger 2007, Thomas Eder
  6. Reinhard Kaiser-Mühlecker bekommt Buch.Preis 09 Kleine Zeitung, 2. Oktober 2009
  7. 1 2 AK vergibt wieder Literaturpreis: 10.000 Euro für Texte, die sich kritisch mit den Themen Arbeitswelt und Gesellschaft beschäftigen. ots.at, 9. Juni 2017, abgerufen am 15. März 2018.
  8. AK-Literaturpreis: Jurypreis an Magdalena Schrefel, Publikumspreis an Cathrin A. Stadler. Arbeiterkammer Oberösterreich, 29. September 2017, abgerufen am 15. März 2018.