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vom 01.11.2017, aktuelle Version,

Buchbergkirche

Buchbergkirche (2009)

Die Filialkirche Hll. Primus und Felizian ist eine römisch-katholische Kirche in der Stadt Bischofshofen im Bezirk St. Johann im Pongau im Land Salzburg. Das auch Buchbergkirche genannte Gotteshaus steht in der Ortschaft Kreuzberg frei auf einer Anhöhe des Buchberges im Nordosten der Stadt, über dem Missionshaus St. Rupert.

Architektur

Die Kirche ist erst 1370 erstmals urkundlich genannt, wird aber auf um 1200 datiert.

Gotisches Freskenfries oberhalb des Einganges
Frühgotisches Spitzbogenportal

Das ungegliederte einschiffige rechteckige im Kern romanische Langhaus hat im Osten einen eingezogenen höheren gotischen Chor mit polygonalem Schluss. Das abgefaste frühgotische Spitzbogenportal im Westen hat eine Türe mit gotischen Beschlägen. Das romanische Rundbogenportal im Süden hat eine Türe mit Spiralbeschlägen. Über dem Südportal und unterbrochen mit einem romanischen Blindfenster unterbrochen, zeigt sich ein gotisches Freskenfries mit Maria lactans flankiert von den Hll. Primus und Felizian, rechts Kreuzigung mit Maria und Johannes, und seitlich die Hll. Katharina und Margaretha, alles aus der 1. Hälfte des 14. Jahrhunderts. Unterhalb davon das Fresko Kreuzigung um 1300. Am Chor sind zweifach abgestufte Strebepfeiler und Spitzbogenfenster mit teils gotischem Maßwerk. Im Norden ist ein Kreisfenster und ein gedeckter Turmaufgang. Nördlich am Chor steht der mit Gesimsen gegliederte Turm mit einem geschindelten Pyramidendach. Das Glockengeschoß hat Lisenen und Biforen- und Triforenfenster mit Säulen. Südlich am Chor steht die eingeschoßige Sakristei unter einem Pultdach aus 1750.

Der ungegliederte rechteckige Saalraum hat eine flache Kassettendecke aus 1641. Die Holzempore hat geschnitzte Brüstungsbalken. Hinter dem abgefasten spitzbogigen Triumphbogen beginnt der eingezogene einjochige Chor mit Fünfachtelschluss mit einem Kreuzrippengewölbe auf Gurtbögen und einem runden Schlussstein. Hierbei steigen Rippen teils von Ringkonsolen auf. Links ist eine Kopfkonsole. Links im Chor ist ein gekehltes Rundbogenportal mit einer gotischen Eisenplattentür zum kreuzgratgewölbten Turmerdgeschoß. Rechts im Chor ist eine Segmentbogennische und der Durchgang zur Sakristei. Die Stuckdecke zeigt das Gnadenbild Maria Plain, von Engelsköpfen umgeben. Es gibt eine gestuckte Lavabonische um 1750.

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Nachweise