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vom 01.03.2017, aktuelle Version,

Eckart Ratz

Eckart Ratz (* 28. Juni 1953 in Bregenz) ist ein österreichischer Jurist und Richter am Obersten Gerichtshof. Ratz ist seit 1. Jänner 2012 Präsident des OGH und war zuvor seit März 2011 dessen Vizepräsident.

Leben

Der gebürtige Vorarlberger Eckart Ratz, dessen Vater Gerold Ratz von 1963 bis 1973 Landesstatthalter in Vorarlberg war, promovierte 1978 an der Universität Innsbruck zum Doktor der Rechte. Im Jahr 1980 trat er sein erstes Richteramt am Bezirksgericht Feldkirch als Richter für Zivilsachen an, wechselte aber bereits ein Jahr später an das Landesgericht Feldkirch, wo er nach der Beschäftigung mit Insolvenzsachen erstmals mit Strafsachen betraut wurde. 1994 wurde Eckart Ratz Richter am Oberlandesgericht Wien im Fachsenat für Medienrechtssachen und Strafsachen.

Seit dem 1. Jänner 1997 ist Ratz als Strafrichter am Obersten Gerichtshof in Wien tätig. 2007 wurde er am OGH Senatspräsident eines Strafsenats und ein Jahr später Vorsitzender des Fachsenats für Finanzstrafsachen. Ab 9. März 2011 war Eckart Ratz als OGH-Vizepräsident tätig. Mit 1. Jänner 2012 wurde Ratz durch Bundespräsident Heinz Fischer als Präsident des OGH bestellt. In einem Interview mit derStandard.at erklärte Ratz im Februar 2012 unter anderem, auf „immer dieselben wenigen Richter, die ständig negativ auffallen“ würden, unter Ausschöpfung der rechtlichen Möglichkeiten des OGH, einwirken zu wollen.[1]

Im akademischen Umfeld ist Ratz besonders bekannt als Mitherausgeber des Wiener Kommentars zum Strafrecht. Seit 2003 hat Eckart Ratz zudem die Lehrbefugnis für Strafrecht und Strafprozessrecht als Honorarprofessor an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Wien.[2]

Publikationen

Einzelnachweise

  1. Maria Sterkl: Neuer OGH-Präsident: Disziplinaranzeigen für unfähige Richter. Interview veröffentlicht auf derStandard.at vom 8. Februar 2012.
  2. Personenvorstellung auf der Seite des Instituts für Strafrecht und Kriminologie der Universität Wien.