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vom 18.06.2020, aktuelle Version,

Gröbming

Marktgemeinde
Gröbming
Wappen Österreichkarte
Wappen von Gröbming
Gröbming (Österreich)
Gröbming
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Steiermark
Politischer Bezirk: Liezen
Kfz-Kennzeichen: GB
Fläche: 66,48 km²
Koordinaten: 47° 27′ N, 13° 54′ O
Höhe: 770 m ü. A.
Einwohner: 3.038 (1. Jän. 2019)
Postleitzahl: 8962
Vorwahl: 03685
Gemeindekennziffer: 6 12 13
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstraße 200
8962 Gröbming
Website: www.groebming.at
Politik
Bürgermeister: Thomas Reingruber (SPÖ)
Gemeinderat: (2015)
(15 Mitglieder)
8
6
1
8  6  1 
Insgesamt 15 Sitze
Lage von Gröbming im Bezirk Liezen
Aich (Expositur Gröbming)Gröbming (Expositur Gröbming)Haus (Expositur Gröbming)Michaelerberg-Pruggern (Expositur Gröbming)Mitterberg-Sankt Martin (Expositur Gröbming)Öblarn (Expositur Gröbming)Ramsau am Dachstein (Expositur Gröbming)Schladming (Expositur Gröbming)Sölk (Expositur Gröbming)AdmontAigen im EnnstalAltausseeAltenmarkt bei Sankt GallenArdningBad AusseeBad MitterndorfGaishorn am SeeGrundlseeIrdning-DonnersbachtalLandlLassingLiezenRottenmannSankt Gallen (Steiermark)SelzthalStainach-PürggTriebenWildalpenWörschachSteiermark Übersichtskarte der Gemeinden im gesamten Bezirk Liezen
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

BW

Gröbming ist eine Marktgemeinde mit 3038 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2019) und Verwaltungssitz der Expositur Gröbming im Bezirk Liezen (Gerichtsbezirk Schladming), im österreichischen Bundesland Steiermark.

Gröbming gehört zur UNESCO-Welterbestätte Kulturlandschaft Hallstatt–Dachstein/Salzkammergut.

Geografie

Blick über den Ort Gröbming zu den Schladminger Tauern

Gröbming liegt auf einer Anhöhe im Ennstal, am südöstlichen Dachsteinmassiv, dem Kemetgebirge, links der Enns.

Das Gemeindegebiet erstreckt sich entlang des Gröbmingbachs hinauf bis zum Dachsteinplateau und bis zur oberösterreichischen Landesgrenze.

Der Kulmleiten ist mit 811 m ein Hügel, der sich direkt an den Siedlungskern anschließt.

Klima

Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Gröbming
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) 1,3 3,8 8,4 13,7 18,7 21,5 23,6 22,7 18,8 13,8 6,4 1,3 Ø 12,9
Min. Temperatur (°C) -7,3 -6,1 -2,2 1,6 6,0 9,5 11,4 11,0 7,4 2,9 -1,7 -6,0 Ø 2,2
Temperatur (°C) -3,8 -2,2 2,0 6,8 11,9 14,9 16,8 16,0 11,9 7,0 1,4 -3,0 Ø 6,7
Niederschlag (mm) 48 41 62 53 84 130 141 127 93 63 55 53 Σ 950
Luftfeuchtigkeit (%) 73,6 65,1 58,6 52,6 53,0 56,6 56,0 58,1 59,9 63,7 73,4 78,8 Ø 62,4
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Gemeindegliederung

Einzige Katastralgemeinde und Ortschaft ist Gröbming.

Zählsprengel sind Gröbming-Zentrum für den Hauptort, und Gröbming-Umgebung, zu dem unter anderem die Dörfer Hofmanning, Klazenberg, Krahbergsiedlung, Oberwinkl, Thalhamm, Weyern und Winkl gehören. Da der Bezirk Liezen flächenmäßig der größte in Österreich ist, wurde für das obere Ennstal eine politische Expositur in Gröbming eingerichtet (Politische Expositur Gröbming). Zuständiger Gerichtsbezirk ist Schladming.

Dörfer und Weiler

Oberhügeldorf, Beihügel, Oberwinkl, Winkl, Hofmanning, Thalhamm, Weyern, Klazenberg (Dorf), Mautdörfl, Tischlmühle, Öfen, Feriendorf GröbminG, Stoderzinken-Dorf

(Einzel-) siedlungen

Wamprechtsamer-Siedlung, Papageiensiedlung, Ahornsiedlung, Mautsiedlung, Rennbahnsiedlung, Peter Rosegger-Siedlung, Krahbergsiedlung, Franz Moser-Loy-Siedlung, Klostersiedlung, Südtiroler-Siedlung, Anton Schlecker-Siedlung, Am Grünanger, Am Steinacker, Waschanlagensiedlung, Franz Thoma-Siedlung, PVA-Siedlung, Polensiedlung, Italiensiedlung, Ringdorferhof

Nachbargemeinden

Obertraun
(Bez. Gmunden, )
Bad Aussee Bad Mitterndorf
Haus Mitterberg-Sankt Martin
Aich Michaelerberg-Pruggern

Geschichte

Gröbming um 1830,
Lith. Anstalt J.F. Kaiser, Graz

Als Zeugnis römischer Besiedlung ist ein Grabstein erhalten, der in der katholischen Pfarrkirche aufbewahrt wird.

Von 700 bis 1000 besiedelten Slawen und Bajuwaren die Region. Mehrere Höfe wurden im 11. Jahrhundert erstmals urkundlich erwähnt. In der Zeit der Reformation war Gröbming evangelisch geprägt.

Das früheste Schriftzeugnis ist von 1139 und lautet „Grebin“. Der Name geht auf den slowenisch greben (Kamm, Grat) zurück.[1]

Als Gröbming im Zuge der Aufhebung der Grundherrschaften 1848/49 zur selbstständigen Marktgemeinde wurde, hatte es bereits seit längerem ein unverbrieftes Marktrecht besessen.

Während des Zweiten Weltkrieges hielten sich tausende Flüchtlinge in Gröbming auf.

1947 wurde der Gröbminger Pfarrer Leopold Achberger zum ersten Superintendenten der neu gegründeten Evangelischen Superintendentur A. B. Steiermark gewählt. Bis zur Verlegung nach Graz im Jahr 1951 befand sich sein Amtssitz in Gröbming.

1979 wurde eine Ortsumfahrung angelegt.[2]

Wappen

Wappenbeschreibung:

„Unter blauem Schildhaupt in Zahnschnitt im silbernem Feld pfahlweise zwei rote Lilienstäbe, deren Schäfte balkenförmig von zwölf roten Apostelkreuzen in zwei Reihen begleitet.“ [3]

Ein Gröbminger Wappen[4] findet sich schon bei Schmutz 1822,[5] dort zeigt es als Landschaftsbild eine Felsgruppe mit vereinzelten Fichtenbäumchen, davor eine Wiese mit quer durch den Schild fließendem Bach und ganz im Vordergrund zwei Häuschen.[4] Bei Widimsky 1864[6] zeigt es weiße (silberne) Grabsteine und Grabkreuze (anstelle Felsen und Fichten), einen weißen Weg (anstelle des Bachs), Kapelle und stockhohes Gebäude, weiß mit roten Dächern, alles auf grüner Wiese unter blauem Himmel.[4]

Das heutige Wappen zeigt zwei Lilienstäbe als Zeichen der Rechtsgewalt, zwölf Kreuze für den Apostelaltar der katholischen Kirche, den Himmel und der Feld trennende Zahnschnitt dokumentiert die slawische Sprachwurzel greben des Ortsnamens und das Gebirge.[2]

Das heutige Wappen erhielt die Marktgemeinde am 11. Juli 1994.

Politik

BW

Der Gemeinderat hat 15 Mitglieder.

Bürgermeister
1849–1858: Martin Mayr
1859–1867: Ignaz Koller
1868–1870: Johann Miller
1871–1876: Josef Fournier
1877–1879: Franz Mandl
1880–1883: Josef Fournier
1884–1892: Heinrich Maller
1893–1897: Karl Rappl
1898–1906: Alexander Winkler
1907–1911: Josef Schlömicher
1912–1916: Franz Thoma
1916–1938: Irimbert Putz
1938–1938: Josef Mölzer und Notar Wilhelm Sassarek (beide Amtswalter)
1939–1945: Hans Peyrer
1945–1946: Karl Rappl
1946–1949: Max Reiter
1949–1955: Julius Steiner
1955–1972: Josef Rosian
1973–1987: Alois Mandl
1987–1992: Hartwig Steiner
1992–2005: Johanna Gruber
2005–2007: Manfred Pichler (FPÖ)
2007–2018: Alois Guggi (SPÖ)
seit 2018: Thomas Reingruber (SPÖ)

Hauptort der Gemeinde

Gröbming (Hauptort einer Marktgemeinde)
Ortschaft Gröbming
Katastralgemeinde Gröbming
Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Liezenf8, Steiermark
Pol. Gemeinde Gröbming
Koordinaten 47° 26′ 43″ N, 13° 54′ 4″ Of1
Höhe 770 m ü. A.
Einwohner der Ortschaft 3038 (1. Jän. 2019)
Gebäudestand 378 (2001f1)
Fläche d. KG 66,48dep1
Statistische Kennzeichnung
Ortschaftskennziffer 15772
Katastralgemeinde-Nummer 67202
Zählsprengel/ -bezirk Gröbming-Zentrum (61213 000)

Gröbming von Norden nach Süden, im Hintergrund Michaelerberg
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; GIS-Stmk
Vorlage:Infobox Gemeindeteil in Österreich/Wartung/Nebenbox
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3038

Hauptort der Gemeinde ist der Markt Gröbming

Der Ort liegt auf einem Plateau über der Enns, begrenzt von der Kammspitze im Norden und dem Stoderzinken mit seinem Vorberg Kulm im Westen, auf um die 770 m ü. A. Höhe. Der Gröbmingbach wendet sich hier nordostwärts und bildet ein kleines Nebental der Enns, das zur Salza bei St. Martin leitet. Hausberg des Orts ist der Klapf Kulmleiten (811 m ü. A.) südöstlich. Zur Enns fällt eine Steilstufe ungefähr 100 Meter ab, sodass sich am Südende des Orts eine Passhöhe ergibt.

Die B 320 Ennstal Straße umfährt den Ort im Süden.

Der Ort umfasst knapp 400 Gebäude mit über 1.500 Einwohnern (Zählsprengel Gröbming-Zentrum), also die Hälfte der Gemeindebevölkerung.

Nachbarorte
Hofmanning Krahbergsiedlung Neuhäusl
(Gem. Mitterberg-Sankt Martin)
Winkl
Zirting
Kaindorf

(beide Gem. Mitterberg-Sankt Martin)
Einöd Thalhamm

Tourismusverband

Die Gemeinde bildet gemeinsam mit Michaelerberg-Pruggern und Mitterberg-St. Martin den Tourismusverband Gröbminger Land. Dessen Sitz ist in Gröbming.[7]

Wirtschaft

Gröbming ist ein heilklimatischer Kurort[8] in der Urlaubsregion Schladming-Dachstein. Die Region besteht aus sieben Urlaubszentren, zu denen das Gröbminger Land zugehört.

Am Stoderzinken befand sich bis 2018 ein kleines Skigebiet.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Katholische Pfarrkirche Gröbming
Evangelische Pfarrkirche Gröbming
Start der Ennstal-Classic
  • Katholische Pfarrkirche Gröbming: Die römisch-katholische Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt besitzt einen gotischen Flügelaltar aus der Werkstatt von Lienhart Astl.
  • Evangelische Pfarrkirche Gröbming: 1850 erbaut, älteste evangelische Kirche der Steiermark[9]
  • Stoderkircherl: (auch Friedenskirche), das Stoderkircherl befindet sich am Stoderzinken
  • Stoderzinken Alpenstraße: die Stoderzinken Alpenstraße ist die höchste Aussichtsstraße der Steiermark
  • Heimatmuseum Gröbming: Das Museum zeigt die Siedlungs- und Kirchengeschichte, den Weg der Bauern in die Freiheit, die Gründung der Käserei, den Aufbau des Schulwesens sowie die Geschichte des Handwerkslebens und der Marktbürgerschaft.

Regelmäßige Veranstaltungen

  • Ennstal-Classic: Die Ennstal-Classic ist eine der bekanntesten Oldtimer-Rallyes in Österreich und findet jedes Jahr im Sommer statt.
  • Planai-Classic: Alljährliche Tochterveranstaltung der Ennstal-Classic für Oldtimer im Winter.
  • Tag der lautlosen Freiheit: Elektro-Fahrzeug Veranstaltung, findet jedes Jahr im Sommer statt.
  • Altsteirer Kirtag

Persönlichkeiten

Ehrenbürger der Gemeinde
Söhne und Töchter der Gemeinde
Personen mit Bezug zur Gemeinde

Literatur

Bücher über Gröbming

  • Hans Pirchegger: Geschichte des Bezirkes Gröbming / Herrschaft, Bürger und Bauer EAN 9005591980060
  • Johann Lipp: Die Geschichte des Musikvereines Gröbming bis zum Jahre 1938
  • Pascal N. Burda: Gemütliche Fahrradtouren in allen Ortsteilen von Gröbming (Einzelstück, in Privatbesitz)
  • Hubert Pleninger: Sportwelten Gröbminger Land (Nur wenige Bücher gedruckt, in Privatbesitz)

Gröbming wird in diesen Büchern erwähnt

  • Herta Mandl-Neumann, Franz Mandl: Dachstein-Tauern-Region: Blicke in Vergangenheit und Gegenwart ISBN 3852260957; (und mehrere Bücher auf eurobuch.at)
  • Hubert Pleninger: Streifzüge – Gröbminger Land und Naturpark Sölktäler

Bücher über die Gröbminger "Ennstal-Classic"

Krimis, die in Gröbming spielen (Gröbmingkrimis)

  • Michael Stradal: Weidfraus Tod. Ein Gröbmingkrimi
  • Michael Stradal: Kein Feuer am Freienstein. Ein Gröbmingkrimi
Commons: Gröbming  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Fritz Frhr. Lochner von Hüttenbach: Zum Namengut des Frühmittelalters in der Steiermark (= Zeitschrift des Historischen Vereines für Steiermark. Band 99). Böhlau Verlag, Wien 2008, S. 39 (historischerverein-stmk.at [PDF; 16,9 MB]).
  2. 1 2 Geschichte der Marktgemeinde Gröbming. Website der Marktgemeinde Gröbming, abgerufen am 22. Dezember 2010.
  3. Verordnung der Steiermärkischen Landesregierung vom 11. Juli 1994 über die Verleihung des Rechtes zur Führung eines Gemeindewappens an die Marktgemeinde Gröbming (politischer Bezirk Liezen), LGBl. 57/1994, Stück 12, ausgegeben am 26. Juli 1994, S. 137 (Stück pdf, ris.bka, dort S. 3).
  4. 1 2 3 Josef Kraßler: Heraldische Mängel Im neuen Ortswappenbuch von Kobel / Pirchegger. In: Mitteilungen des Steiermärkischen Landesarchivs, Folge 6, 1956, S. 42 (ganzer Artikel S. 33–61, pdf, landesarchiv.steiermark.at) .
  5. Carl Schmutz: Historisch-topographisches Lexikon, 1822, Titelblatt des 1. Bandes und Tafelbeigaben zum 2. Band.
  6. Vincenz Robert Widimsky: Städtewappen des österreichischen Kaiserstaates, 1864.
  7. Grazer Zeitung, Amtsblatt für die Steiermark. 30. Dezember 2014, 210. Jahrgang, 52. Stück. Nr. 304. ZDB-ID 1291268-2 S. 625.
  8. Gröbming, Eine blühende Marktgemeinde. Broschüre, o.n.A. (PDF, 4,3 MB; istsuper.com, abgerufen am 14. April 2013)
  9. Evangelische Pfarrgemeinde Gröbming (evang-groebming.at)
    Pfarrgemeinde Gröbming / Christuskirche, Evangelische Kirche in der Steiermark
    Christuskirche (Gröbming), im EnnstalWiki
  10. Der Ennstaler (5. 10. 1962), S. 5.