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vom 13.09.2016, aktuelle Version,

Hans von Khevenhüller-Frankenburg

Hans Graf von Khevenhüller-Frankenburg (* 16. April 1538 in Spittal/Drau; † 4. Mai 1606 in Madrid) entstammt dem in Kärnten beheimateten Adelsgeschlecht Khevenhüller, war kaiserlicher Gesandter und Botschafter am Spanischen Hof.

1558 trat Khevenhüller in den Dienst Erzherzog Maximilians.

1560 wurde er von Kaiser Maximilian II. nach Spanien gesandt und übte dort mehrere Ämter aus (1562 Vorschneider; 1563 Kämmerer und 1566 kaiserlicher Gesandter in Madrid). Nach dem Rücktritt Adams von Dietrichstein 1572 wurde er kaiserlicher Botschafter in Spanien bis zu seinem Tod.

1581 wurden ihm von Rudolf II. anstelle der Besoldungen die Herrschaften Frankenburg, Kammer und Kogl verliehen, 1587 das goldene Vlies von Philipp II.. Rudolf II. verlieh ihm den Kämmererschlüssel (1592), die Titel „Geheimer Rat“ „Graf von Frankenburg“ (1593) und erhob ihn damit in den Reichsgrafenstand.

Aus seiner Hand sind sowohl umfangreiche Korrespondenzen als auch verschiedene Reisetagebücher (Italien, Spanien, Holland, Palästina) erhalten.

In seiner Madrider Wohnung hat Khevenhüller eine bedeutende Sammlung von Kostbarkeiten (Bilder, Silbergegenstände, Teppiche etc.) zusammengetragen. Während seiner Botschaftertätigkeit für Rudolf vermittelte er diesem eine große Anzahl von Luxusgegenständen, Kunstkammerstücken, Gemälden und Exotica für die kaiserlichen Sammlungen in Prag als auch Pferde.

Khevenhüller blieb unverheiratet und hatte keine Kinder.

Literatur