Wir freuen uns über jede Rückmeldung. Ihre Botschaft geht nur an das Administrator Team. Danke fürs Mitmachen, das zur Verbesserung des Systems oder der Inhalte beitragen kann. Ihre Nachricht (optional mit Ihrer E-Mail):
unbekannter Gast
vom 27.04.2020, aktuelle Version,

Heiligenbrunn

Heiligenbrunn
Wappen Österreichkarte
Wappen von Heiligenbrunn
Heiligenbrunn (Österreich)
Heiligenbrunn
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Burgenland
Politischer Bezirk: Güssing
Kfz-Kennzeichen: GS
Fläche: 33,49 km²
Koordinaten: 47° 2′ N, 16° 25′ O
Höhe: 223 m ü. A.
Einwohner: 739 (1. Jän. 2019)
Bevölkerungsdichte: 22 Einw. pro km²
Postleitzahl: 7522
Vorwahl: 03324
Gemeindekennziffer: 1 04 07
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Heiligenbrunn 33
7522 Heiligenbrunn
Website: www.heiligenbrunn.at
Politik
Bürgermeister: Johann Trinkl (ÖVP)
Gemeinderat: (2017)
(13 Mitglieder)
8
5
8  5 
Insgesamt 13 Sitze
Lage von Heiligenbrunn im Bezirk Güssing
BildeinBocksdorfBurgauberg-NeudaubergEberauGerersdorf-SulzGroßmürbischGüssingGüttenbachHackerbergHeiligenbrunnHeugrabenInzenhofKleinmürbischKukmirnMoschendorfNeuberg im BurgenlandNeustift bei GüssingOlbendorfOllersdorf im BurgenlandRauchwartRohr im BurgenlandSankt Michael im BurgenlandStegersbachStinatzStremTobajTschanigrabenWörterbergBurgenland Lage der Gemeinde Heiligenbrunn im Bezirk Güssing (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

BW

Heiligenbrunn ist eine Gemeinde mit 739 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2019) im Burgenland im Bezirk Güssing in Österreich.

Der ungarische Ortsname der Gemeinde ist Szentkút, der kroatische Šenkut.

Geografie

Die Gemeinde liegt im Südburgenland.

Gemeindegliederung

Orte (und Katastralgemeinden) der Gemeinde sind (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2019[1])

  • Deutsch Bieling (ung.: Németbükkös) (83, Fläche 546 ha),
  • Hagensdorf im Burgenland (ung.: Karácsfa) (190, Fläche 987 ha),
  • Heiligenbrunn (ung.: Szentkút, kroat.: Šenkut) (245, Fläche 804 ha),
  • Luising (ung.: Lovászad) (65, Fläche 270 ha) und
  • Reinersdorf (ung.: Zsámánd, kroat.: Žamar) (156, Fläche 741 ha).
Reinersdorf zählt zum Siedlungsgebiet der Volksgruppe der Burgenlandkroaten.

Geschichte

Die erste urkundliche Erwähnung einer Ortschaft am „Heiligen Brunnen“ stammt aus dem Jahre 1198. Im 12. Jahrhundert schenkte ein Pfarrer aus Güssing dem Kloster Szentgotthárd einen Weingarten in Heiligenbrunn.[2] Der Ort gehörte wie das gesamte Burgenland bis 1920/21 zu Ungarn (Deutsch-Westungarn). Seit 1898 musste aufgrund der Magyarisierungspolitik der Regierung in Budapest der ungarische Ortsname Szentkút verwendet werden. Nach Ende des Ersten Weltkriegs wurde nach zähen Verhandlungen Deutsch-Westungarn in den Verträgen von St. Germain und Trianon 1919 Österreich zugesprochen. Der Ort gehört seit 1921 zum neu gegründeten Bundesland Burgenland (siehe auch Geschichte des Burgenlandes). Die Katastralgemeinde Luising wurde erst am 10. Jänner 1923 durch eine Alliierte Grenzkommission der Republik Österreich zugeordnet und durch österreichische Truppen besetzt.

Die heutige Großgemeinde entstand mit 1. Jänner 1971, als aufgrund des Gemeindestrukturverbesserungsgesetzes der burgenländischen Landesregierung die zuvor selbständigen Gemeinden Deutsch Bieling, Hagensdorf im Burgenland, Heiligenbrunn, Luising und Reinersdorf zur neuen Gemeinde Heiligenbrunn zusammengelegt wurden.[3]

Bevölkerungsentwicklung

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Der offizielle Schaukeller nächst der L401 im Kellerviertel Heiligenbrunn
Pfarrkirche Heiligenbrunn
Pfarrkirche Hagensdorf

Politik

Gemeinderat

Gemeinderatswahl 2017
 %
70
60
50
40
30
20
10
0
57,40
(-3,86)
42,60
(+3,86)
   
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/TITEL zu lang
Bürgerservicezentrum Heiligenbrunn

Der Gemeinderat umfasst aufgrund der Anzahl der Wahlberechtigten insgesamt 13 Mitglieder.

Ergebnisse der Gemeinderatswahlen seit 1997
Partei 2017[4] 2012[5] 2007[6] 2002[7] 1997[7]
Sti. % M. Sti. % M. Sti. % M. Sti. % M. Sti. % M.
ÖVP 384 57,40 8 400 61,26 8 509 73,98 11 498 68,98 11 441 62,73 10
SPÖ UHA1 285 42,60 5 253 38,74 5 nicht kandidiert nicht kandidiert nicht kandidiert
SPÖ nicht kandidiert nicht kandidiert 179 26,02 4 224 31,02 4 224 31,86 5
FPÖ nicht kandidiert nicht kandidiert nicht kandidiert nicht kandidiert 38 5,41 0
Wahlberechtigte 738 758 796 820 812
Wahlbeteiligung 93,90 % 90,90 % 88,82 % 91,10 % 92,73 %
A1 SPÖ und Unabhängige

Bürgermeister

Bürgermeister ist Johann Trinkl (ÖVP).

Am 19. Jänner 2017 reichte Gerhard Schrantz (ÖVP), der seit 1992 der Gemeinde vorstand, seinen Rücktritt als Bürgermeister ein.[8] Bereits einen Tag später wurde Trinkl vom Gemeinderat mit 7:5 Stimmen – für die SPÖ und Unabhängigen trat Vizebürgermeister Dietmar Babos an – zum neuen Bürgermeister gewählt.[9]

Bei der Bürgermeisterdirektwahl am 1. Oktober 2017 blieb Trinkl zwar um 4,27 % hinter dem Ergebnis der ÖVP zurück, wurde aber dennoch mit dem Stimmenanteil von 53,13 % als Gemeindechef bestätigt. Sein Mitbewerber war abermals Babos, der 46,87 % erreichte.[4] In der konstituierenden Sitzung des Gemeinderats wurde Babos neuerlich zum Vizebürgermeister gewählt. Die beiden bilden auch mit Thomas Stukitz den Gemeindevorstand.[10]

Leiter des Gemeindeamts ist Michael Partl.[11]

Liste der Bürgermeister seit Bildung der Großgemeinde

  • 1971–1982 Johann Deutsch (ÖVP)
  • 1992–2017 Gerhard Schrantz (ÖVP)
  • seit 2017 Johann Trinkl (ÖVP)[12]

Wappen

Das Recht zur Führung des Gemeindewappens wurde am 19. Juni 1998 von der burgenländischen Landesregierung verliehen.

Blasonierung: „Gespalten von Gold und Grün mit einem anstoßenden Tatzenkreuz in gewechselten Farben; oben links in Grün eine goldene Sonnenblume, unten rechts eine grüne Traube mit zehn Beeren.[13]

Persönlichkeiten

  • Johann Deutsch (1932–1990), Politiker und Landwirt
  • Martin Weinek (* 1964), Theater- und Filmschauspieler sowie Regisseur, lebt in Hagensdorf
  • Alfons Mensdorff-Pouilly (* 1953), Geschäftsmann, Lobbyist und Landwirt, besitzt in Luising ein neohistoristisches Schloss

Literatur

  • Karin Willmitzer: Lautlehre der Mundart von Heiligenbrunn im Südburgenland. Diplomarbeit, Universität Wien 2005.
  • Stefan Geosits (Hrsg.): Die burgenländischen Kroaten im Wandel der Zeit. Edition Tusch, Wien 1986, ISBN 3-85063-160-5.
  • Nikolaus Wilhelm-Stempin: Das Siedlungsgebiet der Burgenlandkroaten in Österreich, Ungarn, Mähren und der Slowakei. BoD. 2008. ISBN 978-3-8370-4278-8.
Commons: Heiligenbrunn  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2019 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2019), (CSV)
  2. Margit Pflagner: in Burgenland-80-Farbbilder. S. 91.
  3. Land Burgenland: Landesgesetzblatt für das Burgenland, 17. Stück aus 1970, Gesetz Nr. 44 (PDF, abgerufen am 23. Jänner 2018).
  4. 1 2 Land Burgenland: Wahlergebnis Heiligenbrunn 2017 (abgerufen am 23. Jänner 2018)
  5. Land Burgenland: Wahlergebnis Heiligenbrunn 2012 (abgerufen am 23. Jänner 2018)
  6. Land Burgenland: Wahlergebnis Heiligenbrunn 2007 (abgerufen am 23. Jänner 2018)
  7. 1 2 Land Burgenland: Wahlergebnis Heiligenbrunn 2002 (abgerufen am 23. Jänner 2018)
  8. meinbezirk.at vom 17. Jänner 2017: Neuer Bürgermeister in Heiligenbrunn nach fast 25 Jahren (abgerufen am 23. Jänner 2018)
  9. meinbezirk.at vom 23. Jänner 2017: Johann Trinkl ist neuer Bürgermeister von Heiligenbrunn (abgerufen am 23. Jänner 2018)
  10. Gemeinde Heiligenbrunn: Gemeinderat (abgerufen am 23. Jänner 2018)
  11. Gemeinde Heiligenbrunn: Gemeindeamt (abgerufen am 23. Jänner 2018)
  12. Carina Ganster: Bürgermeisterwechsel: Trinkl folgt Schrantz. In: bvz.at. 19. Januar 2017, abgerufen am 9. Juni 2017.
  13. Gemeinde Heiligenbrunn: Wappen (abgerufen am 23. Jänner 2018)