Wir freuen uns über jede Rückmeldung. Ihre Botschaft geht vollkommen anonym nur an das Administrator Team. Danke fürs Mitmachen, das zur Verbesserung des Systems oder der Inhalte beitragen kann. ACHTUNG: Wir können an Sie nur eine Antwort senden, wenn Sie ihre Mail Adresse mitschicken, die wir sonst nicht kennen!
unbekannter Gast
vom 19.03.2022, aktuelle Version,

Liste der österreichischen Bildungsminister

Der Unterrichtsminister (aktuell: Bildungsminister) ist der für die Schulbildung zuständige Bundesminister in der ersten und zweiten Republik Österreich (als Bildungsminister); im Laufe der Geschichte dieser Funktionsbezeichnung zählten aber immer wieder weite andere Bereiche von Kunst, Kultur und Wissenschaft zu den Ressortagenden.

Von 1848 an[1] war der k.k. Minister für den Kultus (Religionsangelegenheiten) und für den Unterricht zuständig, seit 1867 für Cisleithanien, die österreichische Reichshälfte Österreich-Ungarns.

Von der republikanischen deutschösterreichischen Staatsregierung Renner I, die am 30. Oktober 1918 bestellt wurde, an wurden in der jeweiligen Bezeichnung des Ressorts die Religionsangelegenheiten nicht mehr erwähnt.

Die Kunst- und Kulturangelegenheiten waren Jahrzehnte lang beim Unterrichtsministerium angesiedelt, seit den 1970er Jahren wechselte die Zuständigkeit mehrmals. Zu den Reformen der 1970 angetretenen Bundesregierung Kreisky I zählte die am 26. Juli 1970 erstmals erfolgte Bestellung eines eigenen für Wissenschaft zuständigen Ministers; das Ressort wurde 2013/ 14 (Bundesregierung Faymann II) mit dem Wirtschaftsministerium fusioniert.

Auslandskultur ist seit 1973 beim Außenministerium angesiedelt, das die Kulturinstitute und Kulturattachées als Diplomaten betraut.

Von 1919 bis 1923 war das Amt des Unterrichtsministers mit dem des Innenministers, 1984–1994 mit dem des Sportministers und 2000–2007 mit dem des Wissenschaftsministers verbunden. Der aktuelle Name des Ressorts ist seit 2018 Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung.

Liste

Unterrichtsminister der Ersten Republik

Minister Amtsantritt Funktion Partei
Raphael Pacher 30. Oktober 1918 Staatssekretär für Unterricht deutsch-national
Karl Renner* 15. März 1919 Staatssekretär für Inneres und Unterricht  SDAP 
Matthias Eldersch 09. Mai 1919 Staatssekretär für Inneres und Unterricht  SDAP 
Walter Breisky 07. Juli 1920 Staatssekretär, seit 10. November 1920 Bundesminister für Inneres und Unterricht Beamter
Egon Glanz 20. November 1920 Bundesminister für Inneres und Unterricht Beamter
Walter Breisky 07. April 1921 Bundesminister für Inneres und Unterricht Beamter
Rudolf Ramek 29. April 1921 Bundesminister für Inneres und Unterricht  CS 
Leopold Waber 21. Juni 1921 Bundesminister für Inneres und Unterricht Großdeutsche Partei
Walter Breisky 16. Jänner 1922 Bundesminister für Inneres und Unterricht Beamter
Emil Schneider 31. Mai 1922 Bundesminister für Inneres und Unterricht, ab 1923 für Unterricht  CS 
Josef Resch 16. Juni 1926 Bundesminister für Unterricht  CS 
Anton Rintelen 25. Juni 1926 Bundesminister für Unterricht  CS 
Richard Schmitz 20. Oktober 1926 Bundesminister für Unterricht  CS 
Emmerich Czermak 04. Mai 1929 Bundesminister für Unterricht  CS 
Johann Schober* 26. September 1929 Bundesminister für Unterricht Beamter
Heinrich Srbik 16. Oktober 1929 Bundesminister für Unterricht parteilos
Emmerich Czermak 30. September 1930 Bundesminister für Unterricht  CS 
Anton Rintelen 20. Mai 1932 Bundesminister für Unterricht  CS 
Kurt Schuschnigg 24. Mai 1933 Bundesminister für Unterricht  CS ,  VF 
Hans Pernter 14. Mai 1936 Bundesminister für Unterricht  VF 
Oswald Menghin 11. März 1938 Bundesminister für Unterricht  NSDAP 

* teilweise als Bundeskanzler

Parteien

Unterrichtsminister der Zweiten Republik

Bundesminister Amtsantritt Funktion Partei
Ernst Fischer 27. April 1945 Staatssekretär für Volksaufklärung, für Unterricht und Erziehung und für Kultusangelegenheiten  KPÖ 
Felix Hurdes 20. Dezember 1945 Bundesminister für Unterricht  ÖVP 
Ernst Kolb 23. Jänner 1952 Bundesminister für Unterricht  ÖVP 
Heinrich Drimmel 01. November 1954 Bundesminister für Unterricht  ÖVP 
Theodor Piffl-Percevic 02. April 1964 Bundesminister für Unterricht  ÖVP 
Alois Mock 02. Juni 1969 Bundesminister für Unterricht  ÖVP 
Leopold Gratz 21. April 1970 Bundesminister für Unterricht,
ab 24. Juli 1970 für Unterricht und Kunst
 SPÖ 
Fred Sinowatz 04. November 1971 Bundesminister für Unterricht und Kunst  SPÖ 
Helmut Zilk 24. Mai 1983 Bundesminister für Unterricht und Kunst  SPÖ 
Herbert Moritz 10. September 1984 Bundesminister für Unterricht und Kunst,
ab 1. Jänner 1985 für Unterricht, Kunst und Sport
 SPÖ 
Hilde Hawlicek 21. Jänner 1987 Bundesminister für Unterricht, Kunst und Sport  SPÖ 
Rudolf Scholten 17. Dezember 1990 Bundesminister für Unterricht, Kunst und Sport,
ab 1. Februar 1991 für Unterricht und Kunst
 SPÖ 
Erhard Busek 29. November 1994 Bundesminister für Unterricht und Kunst  ÖVP 
Elisabeth Gehrer 04. Mai 1995 Bundesministerin für Unterricht und kulturelle Angelegenheiten,
ab 4. Februar 2000 für Bildung, Wissenschaft und Kultur
 ÖVP 
Claudia Schmied 11. Jänner 2007 Bundesministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur,
ab 1. März 2007 für Unterricht, Kunst und Kultur
 SPÖ 
Gabriele Heinisch-Hosek 16. Dezember 2013 Bundesministerin für Unterricht, Kunst und Kultur,
ab 1. März 2014 für Bildung und Frauen
 SPÖ 
Sonja Hammerschmid 18. Mai 2016 Bundesministerin für Bildung und Frauen,
ab Mai/Juni 2016 für Bildung[2]
 SPÖ 
Heinz Faßmann 18. Dezember 2017 Bundesminister für Bildung
ab 8. Jänner 2018 für Bildung, Wissenschaft und Forschung
parteilos,
von ÖVP nominiert
Iris Eliisa Rauskala 3. Juni 2019 Bundesministerin für Bildung, Wissenschaft und Forschung parteilos
Heinz Faßmann 7. Jänner 2020 Bundesminister für Bildung, Wissenschaft und Forschung parteilos,
von ÖVP nominiert
Martin Polaschek[3] 06. Dezember 2021 Bundesminister für Bildung, Wissenschaft und Forschung parteilos,

von ÖVP nominiert

Einzelnachweise

  1. Forum Politische Bildung (hrsg.): Wendepunkte und Kontinuitäten. Zäsuren der demokratischen Entwicklung in der österreichischen Geschichte. Sonderband der Informationen zur Politischen Bildung;, Innsbruck/Wien, 1998, Kapitel 1848: Einrichtung des Unterrichtsministeriums, S. 22–41 (Kapitel (Memento des Originals vom 20. Mai 2012 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.politischebildung.com, pdf, politischebildung.com).
  2. Anm.: Der Ressorteil der Frauenagenden wurde dem Gesundheitsministerium bei Bundesministerin Oberhauser zugeschlagen.
  3. „Ich gelobe“: Nehammer ist neuer Bundeskanzler. Abgerufen am 6. Dezember 2021.

License Information of Images on page#

Image DescriptionCreditArtistLicense NameFile
Pressekonferenz mit SPÖ-Bildungssprecherin Sonja Hammerschmid, 9. August 2018 Pressekonferenz mit SPÖ-Bildungssprecherin Sonja Hammerschmid, 9. August 2018 SPÖ Presse und Kommunikation
CC BY-SA 2.0
Datei:2018-08-09 Sonja Hammerschmid (30073894288) (cropped).jpg
Fotocredit: BKA Ministerrat am 8.1.2020 Bundesministerium für Finanzen
CC BY 2.0
Datei:2020 Heinz Faßmann Ministerrat am 8.1.2020 (49351370546) (cropped) (cropped).jpg
Alois Mock 1986, während einem TV-Duell Eigenes Werk Schweinsohr
CC BY-SA 4.0
Datei:Alois Mock 1986.png
Wappen der Republik Österreich : Nicht gesetzeskonforme Version des österreichischen Bundeswappens, umgangssprachlich „Bundesadler“, in Anlehnung an die heraldische Beschreibung des Art. 8a Abs. 3 Bundes-Verfassungsgesetz mit zwar nach Wappengesetz detailliertem, aber schwarzem statt grauem Gefieder, mit zu grellem Gelb sowie mit inkorrekter Darstellung des Bindenschilds, da die weiße Binde zu breit und der untere rote Balken zu schmal sowie der Spitz, statt halbrund zu sein, zu flach gerundet ist: Das ursprüngliche Staatswappen wurde in der ersten Republik Österreich im Jahr 1919 eingeführt. Im austrofaschistischen Ständestaat wurde es im Jahr 1934 wieder abgeschafft und, im Rückgriff auf die österreichisch-ungarische Monarchie, durch einen Doppeladler ersetzt. In der wiedererstandenen (zweiten) Republik im Jahr 1945 wurde das Bundeswappen mit dem Wappengesetz in der Fassung StGBl. Nr. 7/1945 in modifizierter Form wieder eingeführt. Der Wappenadler versinnbildlicht, diesem Gesetzestext entsprechend (Art. 1 Abs. 1), „die Zusammenarbeit der wichtigsten werktätigen Schichten: der Arbeiterschaft durch das Symbol des Hammers, der Bauernschaft durch das Symbol der Sichel und des Bürgertums durch das Symbol der den Adlerkopf schmückenden Stadtmauerkrone …. Dieses Wappen wird zur Erinnerung an die Wiedererringung der Unabhängigkeit Österreichs und den Wiederaufbau des Staatswesens im Jahre 1945 dadurch ergänzt, dass eine gesprengte Eisenkette die beiden Fänge des Adlers umschließt.“ Mit dem Bundesverfassungsgesetz vom 1. Juli 1981, mit dem das Bundes-Verfassungsgesetz in der Fassung von 1929 geändert wird, BGBl. Nr. 350/1981, wurden die Wappengesetze von 1919 und 1945 außer Kraft gesetzt und dem Text des Bundes-Verfassungsgesetzes mit Artikel 8a B-VG eine Verfassungsbestimmung über die Farben, die Flagge und das Wappen der Republik Österreich hinzugefügt. Mit der Neuverlautbarung des Wappengesetzes mit BGBl. Nr. 159/1984 in § 1 in der grafischen Umsetzung der Anlage 1 wurde das Bundeswappen in seiner aktuellen Version eingeführt. Heraldische Beschreibung des Art. 8a Abs. 2 B-VG , in der Fassung BGBl. Nr. 350/1981 , in Verbindung mit dem Bundesgesetz vom 28. März 1984 über das Wappen und andere Hoheitszeichen der Republik Österreich (Wappengesetz) in der Stammfassung BGBl. Nr. 159/1984 , Anlage 1 . Austrian publicist de:Peter Diem with the webteam from the Austrian BMLV (Bundesministerium für Landesverteidigung / Federal Ministry of National Defense) as of uploader David Liuzzo ; in the last version: Alphathon , 2014-01-23.
Public domain
Datei:Austria Bundesadler.svg
Austrian Federal Minister for Education, the Arts and Culture Claudia Schmied at her office in Vienna , 2007. Eigenes Werk Gryffindor
CC BY-SA 3.0
Datei:Claudia Schmied 2007 cutout.JPG
Ernst Fischer (1899–1972), österreichischer Politiker ( KPÖ ), Journalist und Schriftsteller. https://www.bildarchivaustria.at/Pages/ImageDetail.aspx?p_iBildID=655636 Fotograf im Auftrag der United States Information Agency (Pictorial Section der Information Services Branch (ISB))
Public domain
Datei:Ernst Fischer (1899–1972) ~1950 OeNB 655636.jpg
Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek (Foto: Jaeger) Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek Uploaded by AleXXw SPÖ Presse und Kommunikation
CC BY-SA 2.0
Datei:Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek (3095228818).jpg
Fred Sinowatz (cropped from original) https://www.flickr.com/photos/sicutat/3451865211/ sic!ut.at
CC BY-SA 2.0
Datei:Fred Sinowatz.jpg
Elisabeth Gehrer (2006) Eigenes Werk Moschitz
CC BY 3.0
Datei:Gehrer Elisabeth 2006 DSCN2500.jpg
Former Austrian minister Rudolf Scholten speeking in front of some ~10.000+ persons demonstrating against actual Austrian 'policy' on asylum rights. This event was supported by a considerable quantity of renowned Austrian artists, writers and politicians. Please note that camera's time stamp is set to UT, which is local CEST -2h. Eigenes Werk W.
CC BY-SA 3.0
Datei:Genug ist Genug - Vienna 20090701 058 Rudolf Scholten.jpg