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vom 01.07.2017, aktuelle Version,

Liste der denkmalgeschützten Objekte in Groß-Siegharts

Die Liste der denkmalgeschützten Objekte in Groß-Siegharts enthält die 16 denkmalgeschützten, unbeweglichen Objekte der Gemeinde Groß-Siegharts.[1]

Denkmäler

Foto   Denkmal Standort Beschreibung
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ObjektID: 1435

Standort
KG: Ellends
Die in der Ortsmitte gelegene Ortskapelle hll. Florian und Sebastian ist ein faschengegliederter Spätbarockbau aus der Mitte des 18. Jahrhunderts, mit abgerundeten Ecken, Segmentbogenfenstern und einer eingezogenen Halbkreisapsis. In der Volutengiebelfassade ist eine Nischenfigur der Maria Immaculata angebracht. Darüber erhebt sich ein gesimsgegliederter Giebelreiter, der von einem Zwiebelhelm bekrönt wird. Der Innenraum hat Gurt- und Scheidbögen auf Pilastern, im Vorjoch eine Empore mit Stichkappentonne und in der Apsis eine Stichkappenwölbung. Im Hauptjoch ist eine flache Hängekuppel mit einem bildhaften Deckenfresko des 18./19. Jahrhunderts zu sehen, auf dem die Himmelfahrt Jesu abgebildet ist. Der spätbarocke, marmorierte Volutenaltar wurde im zweiten Viertel oder in der Mitte des 18. Jahrhunderts angefertigt. Der Altartisch ist sarkophagförmig. Am Tabernakel befindet sich eine geschnitzte Pietà-Gruppe. In Nischen der abgeschrägten Pfeiler stehen barocke Schnitzfiguren, die um die Mitte des 18. Jahrhunderts hergestellt wurde. Diese stellen Maria mit Kind und Christus an der Geißelsäule dar. Zur weiteren Ausstattung zählt eine Schnitzkonsolfigur der Maria mit Kind aus dem frühen 18. Jahrhundert sowie das barocke Gestühl.
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ObjektID: 1438

Standort
KG: Fistritz
Die am Fistritzbach gelegene Ortskapelle ist ein 1936 errichteter Bau. Ein zweiachsiger Arkadenvorbau und ein rechteckiger Turm mit Zeltdach sind ihr vorgelegt. Sie hat eine eingezogene, abgerundete Rechteckapsis. Zur Ausstattung zählen Statuen der hll. Sebastian und Florian aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts.
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ObjektID: 1431

Standort
KG: Großsiegharts
Die am Sockel mit einer Stifterinschrift von 1754 bezeichnete Statue des hl. Johannes Nepomuk wurde nach ihrer Renovierung vom ursprünglichen Standort (Hauptplatz Nr. 5) an den südlichen Eingang des Stadtparks versetzt.
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ObjektID: 1423
Hauptplatz 6
Standort
KG: Großsiegharts
Das barocke Eckhaus am Hauptplatz 5 ist an einer Kartusche über dem erneuerten Portal mit „PK 1780“ bezeichnet.
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ObjektID: 1424
Lange Gasse 2
Standort
KG: Großsiegharts
Das eingeschoßige, spätklassizistische Doppelhaus aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts ist in nachbarocken Formen ausgeführt. Es verfügt über geschweifte Giebel und ein aufwendiges Portal mit Vasenaufsätzen.

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Schloss
ObjektID: 1426
Schloßplatz 1
Standort
KG: Großsiegharts
Das auf einer Geländestufe erhöht im Osten über dem Ort gelegene Schloss ist ein unregelmäßig vierseitiger, im Kern mittelalterlicher, vielfach umgebauter Komplex, der urkundlich erstmals 1304 erwähnt wurde. Der dreigeschoßige Bau ist großteils mit Renaissancefensterstöcken aus dem späten 16. Jahrhundert ausgestattet. In der nordwestlichen Ecke ist ein Renaissancestöckl zu sehen. Daran anschließend erhebt sich ein mächtiger, quadratischer Bergfried sowie ein niedrigerer, vorspringender und querrechteckiger Torturm mit Zinnenabschlüssen. Beide Türme wurden im 16. Jahrhundert ausgebaut. Im letzteren befindet sich ein Segmentbogenportal mit Ädikularahmung aus dem 18./19. Jahrhundert. Am Südtrakt steht die nach Osten vorspringende, im Kern mittelalterliche Schlosskapelle. Von der mehrfach gebrochenen Südfront führt eine stumpfwinkelige Überleitung zu dem über einem Geländeabfall aufragenden Nordtrakt, dessen Westteil von einer Zinnenmauer gebildet wird.
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ObjektID: 1427
Schulgasse 1
Standort
KG: Großsiegharts
Die Volksschule von Großsiegharts ist ein 1876/1877 errichteter, dreigeschoßiger, historistischer Bau. Sie hat an der Hauptfront zur Pfarrkirche Risalite und Portalaufsatzfiguren. Rückseitig am Schlossplatz erhebt sich ein secessionistischer Anbau von 1909.
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ObjektID: 1428
Schulgasse 2
Standort
KG: Großsiegharts
Der Pfarrhof von Groß-Siegharts ist eine schlichte Anlage, die südwestlich der Kirche eine Geländestufe überbaut. Er wurde nach Einrichtung des Vikariats 1709 errichtet.

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Kath. Pfarrkirche hl. Johannes der Täufer
ObjektID: 1420

Standort
KG: Großsiegharts
Die auf einer Geländestufe erhöht im Osten über dem Ort gelegene Pfarrkirche hl. Johannes der Täufer bildet zusammen mit dem benachbarten Schloss den Kern des Inneren Marktes. Bis 1802 war sie von einem Friedhof umgeben. Der mächtige, barocke Zentralbau mit westlicher Turmfassade ragt über einem um 1830 angelegten und 1961 versetzten Treppenaufgang. Die Kirche wurde ab 1722 durch Johann Ferdinand Graf von Mallenthein im Zuge der Entwicklung des Industrieortes Groß-Siegharts nach Plänen von Donato Felice d’Allio neu erbaut. Die Durchführung wird Martin Magauer zugeschrieben. Der Dachstuhl ist mit 1724 bezeichnet. 1726 wurde der Rohbau vollendet. Ausbau und Ausstattung verliefen nach dem wirtschaftlichen Niedergang der Region nur schleppend. Erst um 1788 war die Ausstattung vollendet.

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Pest-/Dreifaltigkeitssäule
ObjektID: 1430

Standort
KG: Großsiegharts
Die Dreifaltigkeitssäule mit Gnadenstuhl stammt aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts und ist bezeichnet mit „MW“. Vor der Säule steht auf dem Sockel eine Figur des hl. Donatus.
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ObjektID: 1432

Standort
KG: Großsiegharts
Die Prangersäule nahe der Pfarrkirche ist mit „MS 1795“ bezeichnet und wird von einer Rolandsfigur bekrönt. Sie wurde 1928 wiederaufgestellt.
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ObjektID: 1433

Standort
KG: Großsiegharts
Das Denkmal zu Ehren des Kaisers Joseph II. im Stadtpark wurde 1882 zur Erinnerung an 100 Jahre Aufhebung der Leibeigenschaft errichtet.
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ObjektID: 10411

Standort
KG: Loibes
Die barocke Wegkapelle gegenüber dem Kapellenhaus stammt wahrscheinlich aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts. In ihrer Segmentbogennische befinden sich die stuckierten Reliefs Gnadenstuhl, hl. Florian und hl. Johannes Nepomuk, die ursprünglich polychromiert waren.
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ObjektID: 10413

Standort
KG: Weinern
Die im Jahre 1911 nach einem Entwurf von Carl Steinhofer errichtete Ortskapelle von Weinern ist ein neoromanischer Rohziegelbau mit eingezogenem Fünfseitschluss und einem Fassadenturm an der Südwestecke, der von einem Giebelspitzhelm bekrönte wird. In der Giebelfassade ist als Tympanonrelief eine Halbfigur Christi zu sehen. Der Bau ist ansonsten durch strebepfeilerartige Lisenen, Rundbogenfenster und eine rheinische Dreiergruppe in der Langhausmitte gekennzeichnet. Innen befindet sich zwischen querrechteckigen, platzlgewölbten Jochen ein kreuzrippengewölbtes Mitteljoch. Zur Ausstattung zählen Glasmalereien und ein neoromanischer Ädikulaaltar mit einer Reliefdarstellung der Hl. Familie. Die Glocke wurde 1750 gegossen.
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ObjektID: 10414

Standort
KG: Weinern
Das auf einer leichten Anhöhe im Nordwesten des Ortes gelegene Schloss Weinern ist von einer englischen Parkanlage umgeben. Das Schloss besteht aus einem auf das 16. Jahrhundert zurückgehenden, historistisch veränderten Rechteckbau und einer anschließenden spätbarocken Dreiflügelanlage. Zur Anlage führen aus westlicher und südlicher Richtung Alleen.
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ObjektID: 10415

Standort
KG: Wienings
Die auf der Schulter der Bachsenke in der südlichen Hofzeile gelegene Ortskapelle hl. Dreifaltigkeit ist ein 1756/1761 errichteter und nach Bränden 1775 und 1857 erneuerter, barocker Bau. Sie hat segmentbogige Fenster, ein umlaufendes Gesims und eine Halbkreisapsis. In der schlichten Giebelfassade ist ein leistengerahmtes Portal mit einem spätbarock gedoppelten Holztor zu sehen, sowie eine barocke Nischenfigur des hl. Florian und darüber ein Dachreiter mit Zwiebelhelm. An der Flachdecke im Innenraum gibt es über einem umlaufenden Gesims eine Stuckfeldrahmung und eine Apsiswölbung. Am Altar befindet sich eine Gnadenstuhl-Figurengruppe aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts, darunter ein Glasschrein mit einer Schnitzfigur der Schmerzhaften Muttergottes des 18. Jahrhunderts. Der Apsisbogen wird flankiert von Nischenfiguren der hll. Sebastian und Donatus aus dem 18. Jahrhundert. Zur weiteren Ausstattung zählen eine im ersten Drittel des 18. Jahrhunderts angefertigte Schnitzfigur der Maria Immaculata, eine Hochrelieffigur der Maria mit Kind aus dem zweiten Drittel des 17. Jahrhunderts, eine Vortragestange mit bekleidetem Christuskind, Kreuzwegbilder von Franz Maierhofer aus dem Jahr 1884, eine Kirchenfahne mit Ölbildern aus dem 19. Jahrhundert sowie das Gestühl von 1864.

Legende

Quelle für die Auswahl der Objekte sind die vom BDA jährlich veröffentlichten Denkmallisten des jeweiligen Bundeslandes.[1] Die Tabelle enthält im Einzelnen folgende Informationen:

Foto: Fotografie des Denkmals. Klicken des Fotos erzeugt eine vergrößerte Ansicht. Daneben finden sich ein oder zwei Symbole:
Das Symbol bedeutet, dass weitere Fotos des Objekts verfügbar sind. Durch Klicken des Symbols werden sie angezeigt.
Durch Klicken des Symbols können weitere Fotos des Objekts in das Medienarchiv Wikimedia Commons hochgeladen werden.
Denkmal: Bezeichnung des Denkmals. Es ist die Bezeichnung angegeben, wie sie vom Bundesdenkmalamt (BDA) verwendet wird. Weiters ist die interne Objekt-Identifikationsnummer (ObjektID) angeführt.
Standort: Es ist die Adresse angegeben. Bei freistehenden Objekten ohne Adresse (zum Beispiel bei Bildstöcken) ist im Regelfall eine Adresse angegeben, die in der Nähe des Objekts liegt. Durch Aufruf des Links Standort wird die Lage des Denkmals in verschiedenen Kartenprojekten angezeigt. Darunter ist die Katastralgemeinde (KG) angegeben.
Beschreibung: Kurze Angaben zum Denkmal.

Die Tabelle ist alphabetisch nach dem Standort des Denkmals sortiert. Das Sortierkriterium ist die Katastralgemeinde und innerhalb dieser die Adresse.

Durch Klicken von „Karte mit allen Koordinaten“ (rechts oben im Artikel) wird die Lage aller Denkmale im gewählten Kartenobjekt angezeigt.

Abkürzungen des BDAs: BR … Baurecht, EZ … Einlagezahl, GB … Grundbuch, GstNr. … Grundstücksnummer, KG … Katastralgemeinde, 0G … Grundstücksnummernadresse

Literatur

  Commons: Denkmalgeschützte Objekte in Groß-Siegharts  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. 1 2 Niederösterreich – unbewegliche und archäologische Denkmale unter Denkmalschutz. (PDF), (CSV). Bundesdenkmalamt, Stand: 9. Juni 2017.
  2. lt. NÖ Atlas; GstNr. 5 lt. BDA nach Versetzung ebenfalls falsch.
  3. § 2a Denkmalschutzgesetz im Rechtsinformationssystem der Republik Österreich.