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vom 29.06.2017, aktuelle Version,

Liste der denkmalgeschützten Objekte in Waldkirchen an der Thaya

Die Liste der denkmalgeschützten Objekte in Waldkirchen an der Thaya enthält die 10 denkmalgeschützten, unbeweglichen Objekte der Gemeinde Waldkirchen an der Thaya.[1]

Denkmäler

Foto   Denkmal Standort Beschreibung
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ObjektID: 21911

Standort
KG: Fratres
Die Ortskapelle von Fratres ist ein schlichter Bau aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts mit Rundbogenfenstern, eingezogener Halbkreisapsis und einem vorgestellten Fassadenturm von 1911 mit Erdgeschoßquaderung und Steinpyramidenhelm. Der Innenraum hat eine gekehlte Flachdecke. Das Altarblatt zeigt die Marienkrönung. Es wurde um 1750 gemalt und befindet sich in einem Rokokorahmen zwischen Schnitzfiguren der hll. Wendelin und Leonhard aus dem dritten Viertel des 18. Jahrhunderts, die auf seitlichen Voluten stehen. Zur weiteren Ausstattung zählt eine Kirchenfahne mit Ölbild aus dem 19. Jahrhundert.
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ObjektID: 21915
Gilgenberg 19
Standort
KG: Gilgenberg
Das zweigeschoßige Forsthaus südlich des Schlosses stammt aus dem 18. Jahrhundert. Es verfügt über eine erneuerte Fassade aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts und ist durch ein Ziegelwalmdach gedeckt.
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ObjektID: 21913
Gilgenberg 26
Standort
KG: Gilgenberg
Das im Tal des Fenetzbaches gelegene Schloss Gilgenberg wurde 1320 im Zusammenhang mit Niclas Pillung von Gilgenberg urkundlich erwähnt. Das Anwesen war ursprünglich eine auf der Anhöhe gelegene Feste, die im 15./16. Jahrhundert häufig ihre Besitzer wechselte, 1577 als öde Feste an Anna von Mollart ging und im vierten Viertel des 16. Jahrhunderts als Schloss im Tal neu errichtet wurde. Der hakenförmige, aus einer Vierflügelanlage entstandene, zweigeschoßige Bau hat ein Ziegelwalmdach und einen Dachreiter mit einem schindelgedeckten Zwiebelhelm. Der Westflügel dient als Schüttkasten. Das Erdgeschoß ist genutet. Das Obergeschoß zeigt eine Ortsteinrahmung. Der Bau ist durch mehrere Rundbogeneinfahrten und durch gefaschte Fenster geöffnet. An der Nordwestecke erhebt sich ein eingeschoßiger Wirtschaftstrakt, der mit 1760 bezeichnet ist. Der Garten ist von einer Pfeilermauer umgeben.
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ObjektID: 21914

Standort
KG: Gilgenberg
Die Kapelle des hl. Ägydius erhebt liegt auf der Spitze des vom Fenetzbaches umflossenen Hügels nördlich des Schlosses. Sie wurde 1649 laut einer Urkunde erneuert. An der Rückseite ist sie mit der Jahreszahl 1657 bezeichnet. Der ovale Zentralbau ist von einem Kegeldach mit Laternenaufsatz gedeckt und verfügt über eine gefaschte Rundbogenöffnung, ein umlaufendes Gesims über Mauerpfeilern in den Hauptachsen und Spuren einer früheren Putzritzquaderung. An der Westseite ist ein Torrisalit mit rustizierendem Rundbogenportal zu sehen. Das Innere ist durch einspringende Pfeiler triumphbogenartig unterteilt und hat eine Stichkappenwölbung mit Stuckeinfassungen und Rosetten. Der barocke Säulenaltar stammt aus dem dritten Viertel des 17. Jahrhunderts. Er verfügt über Knorpelwerkflanken, einen Aufsatz, der als Formwiederholung ausgeführt ist, ein Altarblatt des hl. Ägydius aus dem späteren 18. Jahrhundert, ein Auszugsbild der hl. Maria aus dem 19. Jahrhundert sowie über Aufsatzfiguren der hll. Rochus und Sebastian.
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ObjektID: 21916

Standort
KG: Rappolz
Die 1764 errichtete Ortskapelle hl. Anna in Rappolz ist ein spätbarocker Bau mit Rundbogenfenstern, eingezogener Halbkreisapsis, einer Giebelfassade, die im späten 19. Jahrhundert durch eine spitzbogige Portalblende verändert wurde und einem Giebelreiter, der sich über Konsolen erhebt und von einem Giebelspitzhelm bekrönt wird. Der Innenraum ist durch eine zweijochige Stichkappentonne gewölbt, die auf Pilastern ruht. Der Altar stammt aus der Bauzeit. Er verfügt über eine gesprängte Säulenädikula, eine Figurengruppe mit Darstellung des Gnadenbildes Maria Dreieichen, Seitenfiguren der hll. Brigitta und Norbert sowie ein Aufsatzbild Unterricht Mariae. Zur weiteren Ausstattung zählen Schnitzstatuetten der Maria mit Kind aus dem frühen 16. Jahrhundert, eine bekleidete Figur der Maria Immaculata aus dem 19. Jahrhundert, eine barocke Prozessionsstange mit bekleidetem Christuskind sowie ein barockes Bild des hl. Florian.
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ObjektID: 18882

Standort
KG: Schönfeld
Die Ortskapelle Mariae Heimsuchung in Schönfeld ist ein faschengegliederter spätbarocker Bau aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts mit Flachbogenfenstern und eingezogener Halbkreisapsis. Die östlichen Ecken sind gerundet. In der Giebelfassade ist eine Figurennische zu sehen. Der Dachreiter stammt von 1979. Der Innenraum verfügt über eine gekehlte Flachdecke mit Stuckrahmungen über einem umlaufenden Gesims auf Pilastern. In der Apsis zeigt sich eine Stichkappenwölbung, eine kleine Empore und ein Boden aus Granitplatten. Auf Glasmalereien sind die hll. Rudolf und Leopold dargestellt. Diese sind mit 1922 bezeichnet. Der barocke Säulenaltar mit Akanthusflanken wurde um 1710 angefertigt. Er hat ein Altarblatt Mariae Heimsuchung aus dem zweiten Drittel des 18. Jahrhunderts und einen Akanthusvolutenauszug. Zur weiteren Ausstattung zählen Schnitzfiguren der hll. Katharina und Barbara von Anfang des 18. Jahrhunderts, Maria und Herz Jesu aus dem 19. Jahrhundert, zwei Kirchenfahnen mit Ölbildern aus dem 19. Jahrhundert sowie ein Luster aus dem späten 19. Jahrhundert.
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ObjektID: 18883

Standort
KG: Waldhers
Die Ortskapelle hl. Bartholomäus in Waldhers ist ein neugotischer, zweijochiger, fünfseitig geschlossener Bau aus der Zeit um 1900, mit Spitzbogenfenstern, Faschengliederung und romanisierendem Rundbogenfries. Sie hat einen über Konsolen vorkragenden Giebelreiter, der von einem Giebelspitzhelm bekrönt wird und ist durch Spitzbogentympanonportal zugänglich. Die Kapelle ist durch ein Ziegeldach gedeckt. Der Innenraum verfügt über ein Kreuzrippengewölbe über durchgehenden Gurten und mit spitzem Apsisbogen, eine Schablonenausmalung und einen Boden aus Granitplatten. Das neugotische Wimpergretabel zeigt ein Bild der Maria Immaculata. In den Prozessionsschreinen stehen barockisierende Figuren der hl. Maria mit Kind aus dem 19. Jahrhundert. Auf einem Ölbild ist das Mariahilf-Motiv abgebildet, auf einem anderen der hl. Bartholomäus. Beide wurden in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts gemalt. Zur weiteren Ausstattung zählen Kreuzwegbilder aus der Zeit um 1900, ein barockisierendes Vortragekreuz, Kirchenfahnen mit Ölbildern aus dem 19. Jahrhundert sowie eine Hängelampe aus der Bauzeit.
Datei hochladen Bildstock
ObjektID: 18884

Standort
KG: Waldhers
Am östlichen Ortsausgang von Waldhers steht ein Granittabernakelpfeiler aus dem 19. Jahrhundert. Er wurde 2008 von seinem ursprünglichen Standort (heute ein Acker) hierher versetzt.

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Kath. Pfarrkirche hl. Martin
ObjektID: 18885

Standort
KG: Waldkirchen
Die im Osten von Waldkirchen zusammen mit Friedhof und Pfarrhof erhöht über der nördlichen Randstraße gelegene Pfarrkirche hl. Martin ist eine im Kern romanische, barockisierte Saalkirche mit barockem Westturm. 1188 wurde die Kirche erstmals erwähnt, die Pfarre 1282. Im Jahr 1610 wurde sie bei einem Brand beschädigt. Der zwiebelhelmbekrönte Westturm wurde 1713 bis 1715 gebaut.
Datei hochladen Karner
ObjektID: 18886

Standort
KG: Waldkirchen
Das Beinhaus südöstlich der Kirche wurde 1773 erbaut. Der Innenraum ist flach gedeckt. Der Mittelraum liegt mit seitlichen Anräumen unter einem Giebel. Eine barocke Schnitzfigurengruppe mit Darstellung der Kreuzigung steht in einer bühnenartigen, akanthusgerahmten Nische. Im Sockel ist zwischen Fächern mit Totenschädeln eine plastische Fegefeuerdarstellung aus der Zeit um 1700 zu sehen. In den Ziegelboden ist die Grabplatten des 1782 verstorbenen Bauherrn Jacob Löffler eingelassen.

Legende

Quelle für die Auswahl der Objekte sind die vom BDA jährlich veröffentlichten Denkmallisten des jeweiligen Bundeslandes.[1] Die Tabelle enthält im Einzelnen folgende Informationen:

Foto: Fotografie des Denkmals. Klicken des Fotos erzeugt eine vergrößerte Ansicht. Daneben finden sich ein oder zwei Symbole:
Das Symbol bedeutet, dass weitere Fotos des Objekts verfügbar sind. Durch Klicken des Symbols werden sie angezeigt.
Durch Klicken des Symbols können weitere Fotos des Objekts in das Medienarchiv Wikimedia Commons hochgeladen werden.
Denkmal: Bezeichnung des Denkmals. Es ist die Bezeichnung angegeben, wie sie vom Bundesdenkmalamt (BDA) verwendet wird. Weiters ist die interne Objekt-Identifikationsnummer (ObjektID) angeführt.
Standort: Es ist die Adresse angegeben. Bei freistehenden Objekten ohne Adresse (zum Beispiel bei Bildstöcken) ist im Regelfall eine Adresse angegeben, die in der Nähe des Objekts liegt. Durch Aufruf des Links Standort wird die Lage des Denkmals in verschiedenen Kartenprojekten angezeigt. Darunter ist die Katastralgemeinde (KG) angegeben.
Beschreibung: Kurze Angaben zum Denkmal.

Die Tabelle ist alphabetisch nach dem Standort des Denkmals sortiert. Das Sortierkriterium ist die Katastralgemeinde und innerhalb dieser die Adresse.

Durch Klicken von „Karte mit allen Koordinaten“ (rechts oben im Artikel) wird die Lage aller Denkmale im gewählten Kartenobjekt angezeigt.

Abkürzungen des BDAs: BR … Baurecht, EZ … Einlagezahl, GB … Grundbuch, GstNr. … Grundstücksnummer, KG … Katastralgemeinde, 0G … Grundstücksnummernadresse

Literatur

  Commons: Denkmalgeschützte Objekte in Waldkirchen an der Thaya  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. 1 2 Niederösterreich – unbewegliche und archäologische Denkmale unter Denkmalschutz. (PDF), (CSV). Bundesdenkmalamt, Stand: 9. Juni 2017.
  2. § 2a Denkmalschutzgesetz im Rechtsinformationssystem der Republik Österreich.