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vom 28.03.2018, aktuelle Version,

Max Lercher

Max Lercher, 2016

Max Lercher (* 24. September 1986 in Murau, Steiermark) ist ein österreichischer Politiker (SPÖ).[1] Er gehört seit 2010 dem steiermärkischen Landtag an und ist seit 2012 Koordinator der Parteireform der SPÖ Steiermark. Von 2014 bis 2017 war er Landesgeschäftsführer der SPÖ Steiermark.[2] Seit Dezember 2017 ist er als Nachfolger von Christoph Matznetter Bundesgeschäftsführer der SPÖ.[3] Er wird dem prononciert linken Flügel der SPÖ zugerechnet.[4]

Ausbildung und Beruf

Nach dem Besuch der Volks- und Hauptschule in St. Peter am Kammersberg (Bezirk Murau, Steiermark) wechselte Max Lercher 2002 ans BORG Murau, an dem er im Sommer 2005 maturierte. In seiner Schulzeit arbeitete Lercher in den Sommermonaten regelmäßig als Baustellengehilfe. Nach dem Zivildienst bei der steirischen Feuerwehr begann er 2006 mit dem Studium der Politikwissenschaft an der Universität Wien. 2012 beendete er dieses mit dem Bakkalaureat.

Politischer Werdegang

Seine politische Arbeit begann Lercher 2005 in der Sozialistischen Jugend (SJ) Steiermark, deren Landesvorsitzender er von 2008 bis 2013 war. Nach der steierischen Landtagswahl 2010 zog er über die Landesliste der SPÖ in den Landtag ein. Mit dem Wahlslogan "MAX LERCHER gefällt mir" konnte er als Jugendkandidat der Sozialdemokraten mehr als 1.500 Vorzugsstimmen gewinnen und wurde am 9. November 2010 jüngster Abgeordneter in der Geschichte des steiermärkischen Landtags. Im Landtag bekleidet er seitdem die Funktion des SPÖ-Jugendsprechers und war damit unter anderem an der Ausverhandlung des neuen Jugendschutzgesetzes, der Einführung des TOP TICKETS für steirische Schüler und Lehrlinge und der Einführung einer Jugendverträglichkeitsprüfung für neue Landesgesetze beteiligt.

Bei der Einführung des umstrittenen Bettelverbots durch die steirische Reformpartnerschaft im Jahr 2011 stimmte er als einziger Abgeordneter der Regierungskoalition gegen dieses Verbot. Für bundesweites Aufsehen sorgte die Durchsetzung seines Antrags gegen das 'Kleine Glücksspiel' am SPÖ-Landesparteitag am 10. März 2012.[5]

Ende 2012 wurde Lercher vom Parteivorstand der SPÖ Steiermark einstimmig zum Koordinator der großangelegten Parteireform der Landespartei gewählt. In dieser Funktion obliegt ihm die Öffnung und Neuaufstellung der steirischen SPÖ. Seit 2014 ist er Regionalparteivorsitzender der SPÖ Obersteiermark West.

Am 21. Dezember 2017 wurde als Nachfolger von Christoph Matznetter zum Bundesgeschäftsführer der SPÖ gewählt.[6] Als Landesgeschäftsführer der SPÖ Steiermark folgte ihm Oliver Wieser nach.[7]

  Commons: Max Lercher  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. SPÖ Region Obersteiermark West. Abgerufen am 12. Januar 2014.
  2. SPÖ Steiermark Parteireform. Abgerufen am 12. Januar 2014.
  3. Kurier: Kern holt Deutschen und Steirer als SPÖ-Manager. Artikel vom 19. Dezember 2017, abgerufen am 20. Dezember 2017.
  4. Peter Temel: Erneut Verwirrung um ORF-Bildtext. 28. März 2018 (kurier.at [abgerufen am 28. März 2018]).
  5. Parteitag einstimmig gegen Kleines Glücksspiel, Kleine Zeitung vom 10. März 2012
  6. orf.at: SPÖ wählt Lercher zum Bundesgeschäftsführer. Artikel vom 21. Dezember 2017, abgerufen am 23. Dezember 2017.
  7. orf.at: Oliver Wieser neuer SPÖ-Landesgeschäftsführer. Artikel vom 22. Dezember 2017, abgerufen am 23. Dezember 2017.