unbekannter Gast
vom 18.10.2016, aktuelle Version,

Pfarrkirche Feldkirch-Altenstadt

Kath. Pfarrkirche Hll. Pankratius und Zeno in Feldkirch
Innenansicht

Die römisch-katholische Pfarrkirche Feldkirch-Altenstadt steht im Stadtteil Altenstadt der Stadtgemeinde Feldkirch im Bezirk Feldkirch in Vorarlberg. Sie ist den Heiligen Pankratius und Zenon von Verona geweiht und gehört zum Dekanat Feldkirch in der Diözese Feldkirch. Das Bauwerk steht unter Denkmalschutz.[1]

Geschichte

Der Kirchort wurde circa 842 „ad Feldkirchun“ und 909 mit „Feldkiricha“ genannt, die Kirche urkundlich 896. Anfangs eine Filiale der Pfarrkirche Rankweil-St. Peter wurde die Kirche im Anfang des 15. Jahrhunderts Pfarrkirche. Es erfolgten mehrmals Umbauten und Erweiterung, 1813 der Chor, 1825/1826 der Turm, wie 1884/1886 eine Erweiterung nach Plänen des Architekten Clemens Steiner mit dem Baumeister Fidel Kröner. 1963/1964 wieder erweitert und restauriert wurde die Kirche 1964 neu geweiht.

Architektur

Kirchenäußeres

Die Kirche zeigt sich ohne plastische Gliederung mit Langhaus und Chor mit Dreiachtelschluss und einem Südturm. Südlich am Turm ist eine zweigeschoßige Sakristei angebaut, nördlich am Chor ist der Nonnenchor angebaut, dieser ist mit einem Verbindungstrakt mit dem Dominikanerinnenkloster Feldkirch verbunden. Südlich steht die Kirche am Friedhof. Das Langhaus hat vier Rundbogenfenster, die Giebelfront hat einen Giebelrisalit und ein Kreisfenster. Der Turm mit Rundbogenschallfenstern trägt einen Giebelspitzhelm. Der Verbindungsgang zum Kloster hat im Obergeschoß zwei Rundbogenfenster und im Erdgeschoß ein Portal zur Taufkapelle.

Kircheninneres

An das Langhaus mit einer flachen Holzdecke mit einem eingezogenen runden Chorbogen schließt ein erhöhter Fünfachtelschlusschor mit einer Flachdecke. Nordseitig im Chor ist eine Rundbogenarkade zum Nonnenchor mit Rechtecklichtschlitzen und einer Empore. Links im Langhaus ist eine Bogenöffnung mit der Orgel und darunter die Verbindungsöffnung zur Taufkapelle. Im Westen des Langhauses steht eine neuere Empore auf zwei Säulen.

Das Fresko Jesus umgeben von Peter und Paul, Maria und Johannes der Täufer, Pankratius, Dominikus und Katharina an der Chorwand und die Glasgemälde Brennender Dornbusch in der Toreinrahmung, Thronende Maria mit Kind in der Rossete, Erschaffung des Kosmos, Anbetung der Könige, Opfer Abrahams, Samariterin am Jakobsbrunnen, Arche Noahs, Erweckung des Lazarus, Symbole der Taufe und der Eucharistie malte 1964 der Maler Martin Häusle.

Ausstattung

Den Altar schuf 1964 der Bildhauer Herbert Albrecht.

Die Orgel aus 1864 baute Alois Schönach und wurde 1981 von Rieger Orgelbau erneuert.

Pfarrzentrum

Das 1975/1976 erbaute Pfarrgemeindehaus Altenstadt wurde nach einer Renovierung im Jänner 2013 wieder eröffnet.

Literatur

  • DEHIO-Handbuch. Die Kunstdenkmäler Österreichs: Vorarlberg. Feldkirch. Pfarrkirche Altenstadt Bundesdenkmalamt (Hrsg.), Verlag Anton Schroll & Co, Wien 2011, ISBN 978-3-85028-397-7, S. 183f
  Commons: Pfarrkirche Feldkirch Altenstadt  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Vorarlberg – unbewegliche und archäologische Denkmale unter Denkmalschutz.. Archiviert vom Original im Mai 2016. Bundesdenkmalamt, Stand: 26. Juni 2015 (PDF).