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vom 04.04.2018, aktuelle Version,

Rob Daum

Rob Daum (2016)

Robert „Rob“ Daum (* 19. Januar 1958 in Churchbridge, Saskatchewan) ist ein kanadischer Eishockeytrainer.

Karriere

Daum absolvierte ein Sportstudium an der University of Alberta mit Abschluss im Jahr 1983 und spielte in der Eishockeymannschaft der Universität. Schon während seiner Studienzeit war er ab der Saison 1981/82 als Trainer im Jugendbereich tätig. 1985 übernahm er den Cheftrainerposten bei den Saint Albert Saints (Alberta Junior Hockey League) und amtete ab 1986 drei Jahre lang als Cheftrainer der Nipawin Hawks in der Saskatchewan Junior Hockey League.

Von 1989 bis 1995 war Daum in verschiedenen Funktionen (Cheftrainer, Assistenztrainer und Manager) für drei verschiedene Vereine in der WHL tätig, nämlich für die Prince Albert Raiders, die Swift Current Broncos sowie die Lethbridge Hurricans.[1]

Zwischen 1995 und 2005 amtete er als Cheftrainer der Eishockeymannschaft der University of Alberta.[2] Er führte die „Bears“ drei Mal zum Meistertitel in der kanadischen Hochschulliga CIS und sechs Mal zum Meistertitel in der Canada-West-Conference.[3] Er wurde zweimal als CIS- und fünfmal als Canada-West-Trainer des Jahres ausgezeichnet.[4] Bei der Universiade 2003 in Tarvis führte er die kanadische Auswahl zur Bronzemedaille.[5]

Von 2005 bis 2007 war er Cheftrainer der Houston Aeros, dem Farmteam des NHL-Klubs Minnesota Wild in der American Hockey League (AHL).[6] In der Saison 2007/08 war er als Assistent Mitglied des Trainerstabes der Edmonton Oilers in der National Hockey League (NHL),[7] arbeitete anschließend als Talentsichter für die Oilers und übernahm im Februar 2009 den Cheftrainerposten beim AHL-Farmteam der Oilers, den Springfield Falcons,[8] die er bis zum Ende der Saison 2009/10 anleitete.[9]

Zur Saison 2011/12 wurde er vom österreichischen Erstligisten EHC Linz als Cheftrainer verpflichtet und führte den Verein prompt zum Meistertitel 2012.[10] In den Spielzeiten 2013/14, 2014/15 und 2015/16 erreichte Linz unter Daums Leitung das Playoff-Halbfinale sowie 2016/17 das Viertelfinale der EBEL. Während seiner Zeit in Linz erhielt er den Spitznamen „Eishockeyprofessor“.[11] Mit dem Ende der Saison 2016/17 wurde der Vertrag zwischen Daum und dem EHC Linz nach 237 Siegen aufgelöst.[12]

Am 12. Oktober 2017 übernahm er das Cheftraineramt bei den Iserlohn Roosters (Deutsche Eishockey Liga) und löste damit den entlassenen Jari Pasanen ab.[13]

Daum war bei den Weltmeisterschaften 2012, 2013 und 2014 sowie bei den Olympischen Winterspielen 2014 als Assistent Mitglied des Trainerstabes der österreichischen Nationalmannschaft.[14]

Einzelnachweise

  1. Rob Daum - Assistant Coach - Edmonton Oilers. In: www.nhl.com. Abgerufen am 1. April 2016.
  2. Rob Daum | LinkedIn. In: ca.linkedin.com. Abgerufen am 1. April 2016.
  3. Team History - Golden Bears and Pandas Athletics - University of Alberta. In: athletics.ualberta.ca. Abgerufen am 1. April 2016.
  4. Rob Daum Joins STM » St. Thomas More Hockey Academy. In: www.stmhockeyacademy.com. Abgerufen am 1. April 2016.
  5. Rob Daum - Melville Millionaires Hockey Museum. In: www.melvillemillionaireshockeymuseum.ca. Abgerufen am 1. April 2016.
  6. Daum out as coach of Aeros. In: Houston Chronicle. Abgerufen am 1. April 2016.
  7. Rob Daum joins Oilers coaching staff. In: oilers.nhl.com. Abgerufen am 1. April 2016.
  8. Daum takes over Springfield coaching duties. In: oilers.nhl.com. Abgerufen am 1. April 2016.
  9. Alex Thomas: Oilers Fire AHL Head Coach Rob Daum. In: Bleacher Report. Abgerufen am 1. April 2016.
  10. Black-Wings-Coach Daum: „Als Meister haben wir eine Portion Extradruck“. In: www.nachrichten.at. Abgerufen am 1. April 2016.
  11. Rob Daum verlängert seinen Vertrag. In: EHC Liwest Black Wings Linz. Abgerufen am 1. April 2016.
  12. Rob Daum ist nicht mehr Black Wings Trainer. In: EHC LIWEST Black Wings Linz. (blackwings.at [abgerufen am 13. März 2017]).
  13. Falk Blesken: Rob Daum ist neuer Trainer der Iserlohn Roosters. (wp.de [abgerufen am 12. Oktober 2017]).
  14. marksoft: Rob Daum: Es hat sich niemand gemeldet - hockeyfans.at. In: www.hockeyfans.at. Abgerufen am 1. April 2016.