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vom 20.08.2016, aktuelle Version,

Rudolf Fänner

Rudolf Fänner (* 14. September 1879 in Rossatz-Arnsdorf, Niederösterreich; † 21. April 1959 in Wien) war ein österreichischer Bildhauer.

Leben

Der Sohn eines k.k. Oberbaurats trat am 4. September 1899 in die Münchener Akademie der bildenden Künste ein und belegte das Fach der Bildhauerei bei Wilhelm von Rümann.[1] Von 1903 bis 1905 war Fänner Mitglied des Hagenbundes, in weiterer Folge wurde er auch Mitglied des Wiener Künstlerhauses, wo er ebenso wie im Salzburger Künstlerhaus seine Werke ausstellte.[2]

Fänner fertigte mehrere Kriegerdenkmäler an, z. B. für Burgen in der Steiermark, für Sabenstein in Niederösterreich und Feistritz am Wechsel. Weiters schuf er einen Altar für die Kapelle von Burg Kranichberg bei Gloggnitz. Fänner modellierte auch einige Bildnisbüsten, wie jene beiden des Franz Conrad von Hötzendorf, Generalstabschef der k.u.k. Armee, welche sich heute in den Sammlungen des Wiener Heeresgeschichtlichen Museum befinden.[3]

Rudolf Fänner war als akademischem Bildhauer noch zu Lebzeiten Erfolg beschieden. So wurde er 1917 mit der Silbernen, ein Jahr später mit der Goldenen Staatsmedaille ausgezeichnet.[4]

Werke (Auszug)

  • Bildnisbüste Franz Conrad von Hötzendorf, 1914, Carrara-Marmor, 30×24×60 cm, Heeresgeschichtliches Museum, Wien
  • Bildnisbüste Franz Conrad von Hötzendorf, 1915, Gips bronziert, 29,5×24×59 cm, Heeresgeschichtliches Museum, Wien

Literatur

  • Ilse Krumpöck: Die Bildwerke im Heeresgeschichtlichen Museum, Wien 2004, S. 39 f.
  • Hans Vollmer (Hg.): Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler des XX. Jahrhunderts. Leipzig 1955, Band 2, S. 67.

Einzelnachweise

  1. Matrikelbuch der Akademie der bildenden Künste München auf matrikel.adbk.de, abgerufen am 5. Juli 2012
  2. Biografische Daten auf archiv.belvedere.at, abgerufen am 5. Juli 2012
  3. Ilse Krumpöck: Die Bildwerke im Heeresgeschichtlichen Museum, Wien 2004, S. 39 f.
  4. Hans Vollmer (Hg.): Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler des XX. Jahrhunderts. Leipzig 1955, Band 2, S. 67.