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vom 23.04.2016, aktuelle Version,

Sigismund Waitz

Bischof Dr. Sigismund Waitz, 1913
Grabstätte der Erzbischöfe Rieder und Waitz

Sigismund Waitz (* 29. Mai 1864 in Brixen, Südtirol; † 30. Oktober 1941 in Salzburg) war Weihbischof von Bozen-Brixen, Apostolischer Administrator von Innsbruck-Feldkirch und Erzbischof von Salzburg.

Leben

Waitz wurde am 29. Mai 1886 zum Priester geweiht. Am 9. Mai 1913 wurde er zum Weihbischof in Brixen und Titularbischof von Cibyra ernannt. Am 8. Juni 1913 wurde er durch den Bischof von Brixen Franz Egger zum Bischof geweiht. Mitkonsekrator war der Bischof von Trient Celestino Endrici. Von 19211938 war er Apostolischer Administrator von Innsbruck-Feldkirch. Am 27. Januar 1935 wurde er Erzbischof von Salzburg, dies blieb er bis zu seinem Tod.

Mit seinem Sozialhirtenbrief „Lehren und Weisungen der österreichischen Bischöfe über soziale Fragen der Gegenwart“ von 1925 wurde Waitz zu einem Wegbereiter der EnzyklikaQuadragesimo anno“ von Papst Pius XI. 1925 warnte Bischof Sigismund Waitz vor der „Weltgefahr des habgierigen, wucherischen, ungläubigen Judentums, dessen Macht unheimlich gestiegen“ sei.

Waitz war sowohl in seiner Brixner Zeit[1] als auch nach dem Untergang der Monarchie politisch sehr rührig und wird als einer der Väter des autoritären christlichen Ständestaates (Austrofaschismus) bezeichnet. Als Gegenpol zu dem paramilitärischen republikanischen Schutzbund regte er schon früh die Schaffung einer ebenfalls paramilitärischen christlichsozialen „Heimwehr“ an.

Als Erzbischof von Salzburg widmete sich Waitz den Fragen des sozialen Elends und der hohen Arbeitslosigkeit. Gegenüber dem aufkommenden Nationalsozialismus nahm er eine ablehnende Haltung ein und blieb auch während der Herrschaft des Nationalsozialismus in Österreich betont distanziert.

Neben seiner Mitgliedschaft im CV war Waitz seit 1925 Mitglied der KDB Vindelicia Innsbruck im RKDB (heute im ÖCV)[2] sowie auch Ehrenmitglied des KSTV Rhenania-Innsbruck im KV/ÖKV.

Erzbischof Waitz wurde in der Krypta des Salzburger Doms beigesetzt.

Literatur

Einzelnachweise

  1. Bericht über Waitz in der Sendung Unser Land auf RAI Südtirol vom 29. Mai 2014
  2. Fritz Aldefeld (Hrsg.): Gesamt-Verzeichnis des R.K.D.B. Neuß 1931.
Vorgänger Amt Nachfolger
Ignatius Rieder Erzbischof von Salzburg
19341941
Andreas Rohracher
Ignatius Rieder Primas Germaniae
19341941
Andreas Rohracher
- Apostolischer Administrator von Innsbruck-Feldkirch
19211938
Paulus Rusch
Franz Egger Generalvikar von Feldkirch
19131921
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