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vom 01.01.2020, aktuelle Version,

St. Peter in der Au

Marktgemeinde
St. Peter in der Au
Wappen Österreichkarte
Wappen von St. Peter in der Au
St. Peter in der Au (Österreich)
St. Peter in der Au
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Niederösterreich
Politischer Bezirk: Amstetten
Kfz-Kennzeichen: AM
Hauptort: St. Peter in der Au-Markt
Fläche: 59,83 km²
Koordinaten: 48° 3′ N, 14° 37′ O
Höhe: 348 m ü. A.
Einwohner: 5.194 (1. Jän. 2019)
Bevölkerungsdichte: 87 Einw. pro km²
Postleitzahlen: 3350, 3352, 4442, 4443
Vorwahl: 07477
Gemeindekennziffer: 3 05 30
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hofgasse 6
3352 St. Peter in der Au
Website: www.stpeterau.at
Politik
Bürgermeister: Johannes Heuras (ÖVP)
Gemeinderat: (2015)
(29 Mitglieder)
20
6
3
20  6  3 
Insgesamt 29 Sitze
Lage von St. Peter in der Au im Bezirk Amstetten
AmstettenArdaggerAschbach-MarktBehambergBiberbachEnnsdorfErnsthofenErtlEuratsfeldFerschnitzHaagHaidershofenHollenstein an der YbbsKematen an der YbbsNeuhofen an der YbbsNeustadtl an der DonauOed-OehlingOpponitzSeitenstettenSonntagbergSt. Georgen am ReithSt. Georgen am YbbsfeldeSt. Pantaleon-ErlaSt. Peter in der AuSt. ValentinStrengbergViehdorfWallsee-SindelburgWeistrachWinklarnWolfsbachYbbsitzZeillernAllhartsbergNiederösterreich Lage der Gemeinde St. Peter in der Au im Bezirk Amstetten (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap

Gemeindeamt im Schloss St. Peter in der Au
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

St. Peter in der Au[1] (auch Sankt Peter in der Au) ist eine Marktgemeinde mit 5194 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2019) im Bezirk Amstetten in Niederösterreich.

Geografie

St. Peter in der Au liegt geografisch gesehen im westlichen Teil des Mostviertels im politischen Bezirk Amstetten.

Das Areal der Großgemeinde St. Peter in der Au umfasst seit der großen Gemeindereform am 1. Jänner 1971 eine Fläche von 59,88 km² mit 4.837 Einwohnern und 1.071 Häusern (Volkszählung 2001). 21,48 Prozent der Fläche sind bewaldet.

Gemeindegliederung

Das Gemeindegebiet umfasst die folgenden sechs Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2019[2]):

  • Hohenreith (174) samt Grift
  • Kürnberg (841) samt Kleinraming und Kürnberg-Zerstreute Häuser
  • Sankt Johann in Engstetten (561) samt Dehendorf, Gruber, Hausleiten, Hochhof, Kaltenmarkt, Schadau, Schönbuch und Unterschadau
  • Sankt Michael am Bruckbach (809) samt St. Michael am Bruckbach-Siedlung
  • Sankt Peter in der Au-Dorf (737) samt Bahnhof, Hörtlhof, Inzinghofsiedlung und Wiesenbach
  • Sankt Peter in der Au-Markt (2072)

Nachbargemeinden

Behamberg, Haidershofen Weistrach, Haag, St. Johann in Engstetten Wolfsbach
St. Ulrich bei Steyr Seitenstetten
Maria Neustift Ertl

Geschichte

Im Altertum war das Gebiet Teil der Provinz Noricum. St. Peter wurde von Egino von Owe im 12. Jahrhundert gegründet. Die Gemeinde war ehemals Sitz eines ausgedehnten Herrschaftsgebietes und ist seit rund 750 Jahren Markt. Sie zählt zu den Herz des Mostviertels-Gemeinden.

1918 bestand durch die Initiative des Bürgermeisters von Steyr der Plan für den Bau einer normalspurigen Bahn St. Peter–Steyr–Bad Hall, jedoch wurde vom k.k. Eisenbahnministerium der Antrag auf eine Vorkonzession abschlägig beschieden.[3]

In der Nacht vom 24. zum 25. Oktober 1947 wurden in einem Bauernhaus in St. Peter elf Menschen aus zwei Familien ermordet,[4] die Täter wurden nie gefasst. Laut Gemeindechronik gilt die Tat als Österreichs größter ungeklärter Mordfall.

Wappen

Blasonierung: In Rot ein aufrechter silberner Schlüssel mit linksgewendetem Bart und viereckigem Griff.

Religion

Die Gemeinde ist überwiegend römisch-katholisch. Die Pfarre St. Peter in der Au umfasst Markt und Dorf.

Einwohnerentwicklung

Nach dem Ergebnis der Volkszählung 2001 gab es 4.837 Einwohner. 1991 hatte die Marktgemeinde 4.491 Einwohner, 1981 4.288 und im Jahr 1971 4.267 Einwohner.

Politik

Gemeinderat

Die Gemeinderatswahlen seit 1990 hatten folgende Ergebnisse:

Partei / Liste 1990 1995[5] 2000[6] 2005[7] 2010[8] 2015[9]
% Sitze % Sitze % Sitze % Sitze % Sitze % Sitze
ÖVP 80,4 20 73,0 19 75,7 20 81,4 21 82,9 21 66,6 20
SPÖ 19,6 5 15,6 4 14,8 3 18,6 4 17,1 4 21,5 6
FPÖ 10,3 2 11,9 3
Freie Bürger 9,5 2
Sonstige 1,1 0
Gesamt 100 25 100 25 100 25 100 25 100 25 % 29
Wahlbeteiligung 84,1 % 82,9 % 81,5 % 75,7 % 75,1 % 72,4 %

Bürgermeister

Seit 2015 ist MMag. Johannes Heuras (ÖVP) Bürgermeister der Gemeinde St. Peter in der Au.[10]

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Pfarrkirche St. Peter in der Au
Pfarrkirche Engstetten
  • Schloss St. Peter in der Au: Das Schloss wird heute als Gemeindeamt und Museum genutzt.
  • Katholische Pfarrkirche St. Peter in der Au Hll. Peter und Paul: Die spätgotische Wehrkirche ist mit einer Wehrgangsbrücke mit dem Schloss St. Peter in der Au verbunden.
  • Katholische Pfarrkirche Engstetten hl. Johannes der Täufer
  • Carl-Zeller-Museum: Das Museum im Schloss St. Peter in der Au bietet einen vollständigen Überblick über Leben und Werk des in St. Peter in der Au geborenen Operettenkomponisten Carl Zeller.
  • Elisabethwarte in Weistrach
  • St. Peter in der Au ist der Geburtsort des Komponisten Carl Zeller, der mit seiner Operette Der Vogelhändler in den 1890er Jahren im deutschsprachigen Raum Ruhm erlangte. Musiktradition wird auch heute gepflegt, mit regelmäßigen Veranstaltungen in der Carl-Zeller-Halle und im Schloss. Im Juli 2005 wurde das 130-jährige Jubiläum des Musikvereins gefeiert.
  • 2007 fand – gemeinsam mit Waidhofen an der Ybbs sowie Ybbs – in St. Peter in der Au die niederösterreichische Landesausstellung Feuer & Erde statt.[11]

Wirtschaft

Nichtlandwirtschaftliche Arbeitsstätten gab es im Jahr 2001 160, land- und forstwirtschaftliche Betriebe nach der Erhebung 1999 286. Die Zahl der Erwerbstätigen am Wohnort betrug nach der Volkszählung 2001 2.192. Die Erwerbsquote lag 2001 bei 46,65 Prozent. Arbeitslose gab es am Ort im Jahresdurchschnitt 2003 23.

Unternehmen
UFC St. Peter/Au
Vorlage:Infobox Fußballklub/Wartung/Kein Bild
Basisdaten
Name Union Fußballclub möbelpolt St. Peter an der Au
Sitz St. Peter in der Au
Gründung 1946
Farben grün-weiß
Website http://www.ufc-stpeter.at/
Erste Fußball-Mannschaft
Cheftrainer Adnan Kaltak
Spielstätte Sportanlage St. Peter
Plätze ca. 250
Liga Landesliga Niederösterreich
2018/19 15 (Abstieg)
Heim
Auswärts

Sport

Der UFC St. Peter/Au wurde 1946 gegründet. Der Verein bestreitet seine Heimspiele am 2018 grundrenovierten Sportplatz in St. Peter in der Au. Zum Verein USC Seitenstetten aus der östlichen Nachbargemeinde besteht seit jeher eine Rivalität, bei diesen Spielen pilgern selbst bei unterklassigen Spielen rund tausend Zuseher auf die örtlichen Sportplätze. Der Fußballclub belegte in der Saison 2018/19 den 15. Platz und stieg damit in die 2. Landesliga West ab.

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Gemeinde

Literatur

  • Manfred Wohlfahrt: Gerichtsbezirk St. Peter in der Au. Die im Bauparzellenprotokoll des Franziszeischen Katasters angegebenen Häuser und ihre grundherrschaftliche Zuordnung. (Manuskript), Amstetten 2001. OBV.
  • Susanne Slattery, Johannes Zinner (Fotos): Ein Führer durch die Marktgemeinde St. Peter in der Au, St. Michael am Bruckbach, St. Johann in Engstetten und Kürnberg. Marktgemeinde St. Peter in der Au, St. Peter in der Au 2010. OBV.
  Commons: St. Peter in der Au  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Die amtliche Schreibweise ist festgelegt bzw. dargestellt im Gesetz über die Gliederung des Landes Niederösterreich in Gemeinden LGBl.Nr.1030–94 vom 9. Dezember 2011 und auf Statistik Austria: Ein Blick auf die Gemeinde
  2. Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2019 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2019), (CSV)
  3. Eisenbahn-Baunachrichten. Geplanter Bahnbau in Steyr. In: Der Bauinteressent, Jahrgang 1918, Nr. 6/1918 (XXXV. Jahrgang), S. 44, unten links. (Online bei ANNO)Vorlage:ANNO/Wartung/wbz.
  4. Ein Massenmord bei Amstetten. Elf Menschen in einem Bauernhaus umgebracht. In: Arbeiter-Zeitung. Wien 26. Oktober 1947, S. 4 (arbeiter-zeitung.at – das offene Online-Archiv Digitalisat).,
    Von Tag zu Tag. (…) Der elffache Raubmord bei Amstetten. In: Arbeiter-Zeitung. Wien 28. Oktober 1947, S. 3 (arbeiter-zeitung.at – das offene Online-Archiv Digitalisat).
  5. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 1995 in St. Peter in der Au. Amt der NÖ Landesregierung, 30. März 2000, abgerufen am 13. Oktober 2019.
  6. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2000 in St. Peter in der Au. Amt der NÖ Landesregierung, 4. Februar 2005, abgerufen am 13. Oktober 2019.
  7. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2005 in St. Peter in der Au. Amt der NÖ Landesregierung, 4. März 2005, abgerufen am 13. Oktober 2019.
  8. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2010 in St. Peter in der Au. Amt der NÖ Landesregierung, 8. Oktober 2010, abgerufen am 13. Oktober 2019.
  9. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2015 in St. Peter in der Au. Amt der NÖ Landesregierung, 1. Dezember 2015, abgerufen am 13. Oktober 2019.
  10. https://stpeterau.at/gemeinderat/person/johannes-heuras Website Gemeinde St. Peter in der Au
  11. Birgit Trinker (Red.): Feuer & Erde. NÖ Landesausstellung 2007, Waidhofen, Ybbs und St. Peter in der Au. Katalog zur Niederösterreichischen Landesausstellung (…) in Waidhofen an der Ybbs und St. Peter in der Au, 28. April bis 4. November 2007. Schallaburg Kulturbetriebsgesellschaft, Schollach 2007, ISBN 978-3-9502343-1-2.