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vom 18.07.2015, aktuelle Version,

Wolfsegg (Gemeinde Heidenreichstein)

Wolfsegg (Zerstreute Häuser)
Ortschaft
Katastralgemeinde Wolfsegg
Wolfsegg (Gemeinde Heidenreichstein) (Österreich)
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Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Gmünd (GD), Niederösterreich
Gerichtsbezirk Gmünd in Niederösterreich
Pol. Gemeinde Heidenreichstein
Koordinaten 48° 49′ 32″ N, 15° 8′ 55″ Of1
f3f0
Einwohner der Ortschaft 106 (2001)
Gebäudestand 65 (2001)
Fläche d. KG 2,89 km²
Statistische Kennzeichnung
Ortschaftskennziffer 03743
Katastralgemeinde-Nummer 07141
Zählsprengel/ -bezirk Wolfsegg (30916 009)
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; NÖGIS

f0f0

Wolfsegg ist ein Ort und gleichzeitig eine Katastralgemeinde der Stadtgemeinde Heidenreichstein im nordwestlichen Waldviertel.

Geographie

Wolfsegg grenzt an nachstehende Katastralgemeinden der Stadtgemeinde Heidenreichstein: im Norden an Seyfrieds, im Westen an Haslau und im Süden an Guttenbrunn. [1]

Wolfsegg grenzt auch an die Katastralgemeinde Artholz in der Gemeinde Pfaffenschlag bei Waidhofen an der Thaya und an die Katastralgemeinde Edelprinz in der Gemeinde Waidhofen an der Thaya-Land.

Die höchste Erhebung der Katastralgemeinde wird mit 593 m ü. A. angegeben.

In Wolfsegg befindet sich das Naturdenkmal Steinernes Weib. Es handelt sich um einen Felsblock mit einer Höhe von etwa 1,7 Metern und mit einer Dicke von rund 0,4 Metern Der Stein ist an der Basis 1,2 Meter dick und verringert sich nach oben. Einer Sage zufolge soll eine Frau zur Strafe in einen Steinblock verwandelt worden sein, nachdem sie während der Fronleichnamsprozession Gras gesichelt hatte. Wahrscheinlicher ist allerdings eine Bearbeitung durch einen Steinmetz aus dem unmittelbar daneben befindlichen Steinbruch.[2]

Geschichte

Im Schremser Urbar von 1499 wird der Flurname Wolfsegkh als Grenzpunkt des Landesgerichtes Schrems bezeichnet. In Propsteiurbaren von 1523 und 1563 wird ein Gehölz mit der Bezeichnung Am Wolfseckh beim Hasselauerteiche genannt.

Die Ortschaft ist eine Streusiedlung aus dem 18. Jahrhundert, deren Höfe teilweise zur Herrschaft Heidenreichstein und zum Stift Zwettl untertänig waren. Ein Grenzstein auf dem Acker eines Bauern trägt die Jahreszahl 1720. 1784 wurde die Ortschaft als eigene Katastralgemeinde eingerichtet und der gleichzeitig wieder errichteten Pfarre Seyfrieds zugeordnet. 1850 konstituierte sich Wolfsegg gemeinsam mit Guttenbrunn als eigene Gemeinde, die 1934 370 und 1939 368 Einwohner hatte und 1976 nach Heidenreichstein eingemeindet wurde.

Literatur

  • Erich Geppert, Karl Pichler: Wolfsegg, in: 800 Jahre Heidenreichstein, Waldviertel - Kultur und Geschichte, Heidenreichstein 2005, S. 371

Einzelnachweise

  1. Niederösterreich Atlas
  2. Steinernes Weib, in: Naturdenkmäler Heidenreichstein, Berg- und Naturwacht Heidenreichstein (Herausgeber und Verleger), Erich Geppert (Text und Fotos), Heidenreichstein 1992