Zelking-Matzleinsdorf
Zelking-Matzleinsdorf | ||
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Wappen | Österreichkarte | |
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Basisdaten | ||
Staat: | Österreich | |
Bundesland: | Niederösterreich | |
Politischer Bezirk: | Melk | |
Kfz-Kennzeichen: | ME | |
Hauptort: | Zelking | |
Fläche: | 21,17 km² | |
Koordinaten: | 48° 11′ N, 15° 15′ O | |
Höhe: | 238 m ü. A. | |
Einwohner: | 1.265 (1. Jän. 2017) | |
Bevölkerungsdichte: | 60 Einw. pro km² | |
Postleitzahl: | 3393 | |
Vorwahl: | 02752 | |
Gemeindekennziffer: | 3 15 50 | |
NUTS-Region | AT121 | |
Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Pöchlarnerstraße 4 3393 Zelking-Matzleinsdorf |
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Website: | ||
Politik | ||
Bürgermeister: | Gerhard Bürg (ÖVP) | |
Gemeinderat: (2010) (19 Mitglieder) |
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Lage der Gemeinde Zelking-Matzleinsdorf im Bezirk Melk | ||
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria |
Zelking-Matzleinsdorf ist eine Gemeinde mit 1265 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2017) im Bezirk Melk in Niederösterreich.
Geografie
Zelking-Matzleinsdorf liegt im Mostviertel in Niederösterreich und gehört zum Bezirk Melk. Sie ist ein Teil der Kleinregion Melktal. Das Gemeinde-Gebiet reicht vom Hiesberg die Melk entlang bis hin zur Donau und umfasst somit ein Gebiet von 21,16 Quadratkilometern. 34,78 Prozent der Fläche sind bewaldet.
Gliederung
Katastralgemeinden sind Bergern-Maierhofen, Frainingau, Mannersdorf bei Zelking, Matzleinsdorf und Zelking. Weitere Orte sind Anzenberg, Arb, Bergern, Einsiedl, Freiningau, Gassen, Hofstetten, Maierhöfen.
Geschichte
Der Name des Ortes Matzleinsdorf wird bereits 1117 genannt. Funde beweisen eine römerzeitliche Besiedelung der Gegend. 1693 wurde die Filiale Matzleinsdorf dem Stift Melk inkorporiert. Seit 1784 besteht sie als eigene Pfarre. Bemerkenswert ist, dass der Ort nach seiner Zerstörung im Türkenjahr 1683 im 18. Jahrhundert insgesamt fünf mal - teils zur Gänze abbrannte und immer wieder aufgebaut wurde. In nächster Umgebung von Matzleinsdorf gibt es außer der Pfarrkirche und der Filialkirche in Maierhöfen noch zwei interessante, kulturhistorisch wichtige Plätze zu besuchen, den „Weißen Stein“ (früherer Grenzstein Bayern und dem Wendenland) und die Wehranlage auf dem Müllnerkogel.
Am Melkfluss liegt die Ruine Zelking, ein Bau der hochfreien Hagenauer aus dem 11. Jahrhundert. Im 12. Jahrhundert kam die Burg in den Besitz der Zelkinger, die um 1270 auch die Schallaburg erwarben. Das langlebige Geschlecht starb 1634 mit Ludwig Wilhelm von Zelking aus. Von diesem kam die Burg an die Grafen von Sinzendorf, 1802 an die Grafen Harrach von Rohrau, um 1900 an die Familie Heussenstamm und schließlich in bürgerlichen Besitz. Außerhalb von Zelking kann man noch weitere alte Wehranlagen besichtigen, den Burgstall und die Hausberganlage in Arb. Im Jahre 1970 wurden die Gemeinden Zelking und Matzleinsdorf vereint.
Einwohnerentwicklung
Nach dem Ergebnis der Volkszählung 2001 gab es 1227 Einwohner. 1991 hatte die Gemeinde 1196 Einwohner, 1981 1253 und im Jahr 1971 1152 Einwohner.
Politik
Der Gemeinderat hat 19 Sitze, Bürgermeister der Gemeinde ist Gerhard Bürg, Vizebürgermeister Herbert Gruber und Amtsleiter Martin Riedl.
Bei der Gemeinderatswahl 2005 erreichte die ÖVP 13 und die SPÖ 6 Mandate. Bei der Gemeinderatswahl 2010 verloren ÖVP und SPÖ je einen Sitz an die FPÖ, die in den Gemeinderat einzog.[1]
Kultur und Sehenswürdigkeiten
- Matzleinsdorf
- Kath. Pfarrkirche hl. Bartholomäus und Friedhof und Pfarrhof
- Schloss Matzleinsdorf
- Großvilla aus 1892 bis 1894 von Architekt J. Blieweis für Anton Graf von Heussenstamm in umfriedeter Gartenanlage [2]
- Zelking
- Kath. Pfarrkirche hl. Erhard
- Burgruine Zelking: Stammburg der Zelkinger [3]
Wirtschaft und Infrastruktur
An Betrieben existieren ein Caféhaus (Caféhaus Handl "Hiesbergstüberl") sowie ein Kaufhaus (ADEG), einige Gewerbebetriebe, ein Steuerberater und drei Gastronomiebetriebe (Familiengasthof Erber, Landgasthof zum Hahn und das Gasthaus Schaider) in der Gemeinde. Etwa ein Viertel der Bevölkerung lebt von oder in der Landwirtschaft.
Touristen werden von Wanderwegen eingeladen, die durch die leicht hügelige Landschaft sowie an historischen Gebäuden und Orten innerhalb der Gemeinde vorbei führen.
Im Ortsteil Bergern befindet sich seit 1983 ein Bahnstromumformerwerk. Auf dem Areal der Anlage befindet sich bei 48°13'5.6"N 15°16'9"O auch ein 87 Meter hoher Richtfunkturm, der als freistehende Stahlfachwerkkonstruktion ausgeführt ist.
Galerie
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Matzleinsdorf
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Pfarrkirche Zelking
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Endergebnis der Gemeinderatswahl 2010
- ↑ Dehio Niederösterreich südlich der Donau, Matzleinsdorf
- ↑ Dehio Niederösterreich südlich der Donau, Zelking