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Labor#

Seit der Antike gab es Alchemisten, die auf der Suche nach dem „Stein der Weisen“, der Umwandlung unedler Metalle in Gold und Silber, waren – einem davon, Johann Friedrich Böttger, gelang dabei wohl eher zufällig die Erfindung von Porzellan in Europa (wenn auch mehr als 3.000 Jahre nach den Chinesen).

Doch sie alle experimentierten in ihren Labors, auf zeitgenössischen Stichen oft dunkel und unheimlich dargestellt, die meisten in eher bescheidenen Räumlichkeiten. Nur Adelige hatten die Möglichkeit, sich ein größeres Labor mit mehreren Räumen einzurichten, in denen sich mehrere Öfen für die verschiedenen Temperaturen befanden und diverse Metallgeräte wie Kessel, Töpfe, Mörser und Geräte aus Glas und Keramik, wie Kolben, Destillationsapparte, Tiegel und Flaschen, aufbewahrt wurden. Bei ihren Experimenten waren die damaligen Alchemisten beträchtlichen gesundheitlichen Belastungen und Gefahren ausgesetzt, sie hantierten im Qualm der Öfen weitgehend ungeschützt mit giftigen Substanzen. So ist z.B. überliefert, dass sogar noch im Labor von Justus von Liebig im 19. Jhdt. das Personal Hüte z um Schutz der Haare trug – erst die Einführung des Bunsenbrenners im letzten Jhdt. behob dieses Problem.

In heutigen Labors kann von all dem keine Rede mehr sein. Natürlich werden hier noch immer verschiedensten chemische Materialien bearbeitet und Experimente durchgeführt, aber auch die diverse Qualitätskontrollen, Prüfungen und Messungen.

Der Begriff Labor hat auch einen deutliche Erweiterung über Chemie oder Pharmazielabors hinaus erfahren. So sind heute für die Wirtschaft oft "Computerlabors", "Materialalaors", "Elektroniklabors", "Biologische Labors, "medizinische Labors" usw. sehr viel wichtiger geworden!

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