Gerersdorf-Sulz

Gerersdorf-Sulz
Wappen von Gerersdorf-Sulz
Gerersdorf-Sulz (Österreich)
Gerersdorf-Sulz
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Burgenland
Politischer Bezirk: Güssing
Kfz-Kennzeichen: GS
Hauptort: Gerersdorf bei Güssing
Fläche: 21,62 km²
Koordinaten: 47° 4′ N, 16° 15′ O47.06888888888916.253611111111228Koordinaten: 47° 4′ 8″ N, 16° 15′ 13″ O
Höhe: 228 m ü. A.
Einwohner: 1.044 (1. Jän. 2012)
Bevölkerungsdichte: 48,29 Einw. pro km²
Postleitzahlen: 7540, 7542
Vorwahl: 03328
Gemeindekennziffer: 1 04 04
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Gerersdorf 47
7542 Geresdorf-Sulz
Website: www.gerersdorf-sulz.at
Politik
Bürgermeister: Wilhelm Pammer (ÖVP)
Gemeinderat: (2012)
(15 Mitglieder)
9
6
Von 15 Sitzen entfallen auf:
Lage der Gemeinde Gerersdorf-Sulz im Bezirk Güssing
Bildein Bocksdorf Burgauberg-Neudauberg Eberau Gerersdorf-Sulz Großmürbisch Güssing Güttenbach Hackerberg Heiligenbrunn Heugraben Inzenhof Kleinmürbisch Kukmirn Moschendorf Neuberg im Burgenland Neustift bei Güssing Olbendorf Ollersdorf im Burgenland Rauchwart Rohr im Burgenland Sankt Michael im Burgenland Stegersbach Stinatz Strem Tobaj Tschanigraben Wörterberg BurgenlandLage der Gemeinde Gerersdorf-Sulz im Bezirk Güssing (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
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Gemeindeamt
Gemeindeamt
(Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria)
Kastell Sulz, Stich um das Jahr 1886
Das neue Feuerwehrhaus in Gerersdorf

Gerersdorf-Sulz ist eine Gemeinde im Bezirk Güssing im Burgenland in Österreich. Der ungarische Name der Gemeinde ist Németszentgrót-Sóskút.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Die Gemeinde liegt im Südburgenland.

Gemeindegliederung

Geschichte

Die Gemeinde gehörte, wie das gesamte Burgenland, bis 1920/21 zu Ungarn (Deutsch-Westungarn). Seit 1898 musste aufgrund der Magyarisierungspolitik der Regierung in Budapest der ungarische Ortsname Németszentgrót-Sóskút verwendet werden. Nach Ende des Ersten Weltkrieges wurde nach zähen Verhandlungen Deutsch-Westungarn in den Verträgen von St. Germain und Trianon 1919 Österreich zugesprochen. Die Gemeinde gehört seit 1921 zum neu gegründeten Bundesland Burgenland (siehe auch Geschichte des Burgenlandes).

In Sulz befindet sich eine gut erhaltene Kastellburg aus dem 18. Jahrhundert. Die Architektur des Gebäudes mit seinen sechs großen, toskanischen Säulen ist durchaus bemerkenswert und reizvoll. Das Kastell wurde im 18. Jahrhundert als eine Badeanstalt für Gäste aus dem ungarischen Raum durch die Gräfin Festetic genutzt. Die umschließende Parklandschaft vermittelt gemeinsam mit dem Gebäude einen harmonischen Eindruck. Im Zweiten Weltkrieg fand die Burg eine Verwendung als Lazarett für verwundete russische Soldaten. Zuvor befand sie sich im Besitz einer jüdischen Familie. Mit dem Tod des Besitzers 1962 setzte sich der Verfall des Gebäudes fort. Im Jahr 1973 wurde die Burg unter Denkmalschutz gestellt und von einem Verein zur Erhaltung übernommen. Der Verein renovierte mit Unterstützung des Burgenlandes das Dach und sicherte die Bausubstanz.

Im Gemeindegebiet befinden sich auch mehrere Mineralwasserquellen, welche schon den Römern bekannt waren. Dies wurde mit Funden vor Ort belegt (Tonkrüge für die Abfüllung des natürlichen Mineralwassers und römische Münzen). 1905 wurden gegenüber dem Kastell in Sulz eine Abfüllhalle und ein Lager im Stil des Kastells gebaut. Das Mineralwasser wurde in große Teile der Monarchie unter der Marke Vita Quelle erfolgreich vertrieben. Die Quellen werden zurzeit von der Güssinger Mineralwasser wirtschaftlich genutzt und sind im Besitz eines saudi-arabischen Unternehmens.

Bevölkerung

Bevölkerungsentwicklung


Politik

Bürgermeister der Gemeinde Gerersdorf-Sulz ist Wilhelm Pammer (ÖVP), Vizebürgermeister Günther Peischl (SPÖ). Die drei Ortsvorsteher, welche vom Bürgermeister bestellt werden, sind Rudolf Kranz (Gerersdorf), Wilhelm Klanatsky (Sulz) und Franz Hafner (Rehgraben). In der Gemeindevertretung ergab sich nach den Gemeinderatswahlen 2012 folgende Mandatsverteilung (15 Sitze): 9 ÖVP, 6 SPÖ. Die nächsten Bürgermeister- und Gemeinderatswahlen finden im Oktober 2017 statt.

Sehenswürdigkeiten

Galerie

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter

In der Gemeinde leben auch bekannte Sportler:

  • Siegfried Bauer aus Gerersdorf (Wintertriathlon)
  • Julia Dujmovits aus Sulz (Snowboard)
  • Peter Jandrisevits aus Sulz, (Fußballer, U-19-Nationalspieler)

Literatur

  • Brigitte Leimstättner: Hinter der Kreuzung: von Einheimischen und Zuwanderern. Diplomarbeit, Universität Graz 1998
  • Gerlinde Reichel: Veränderung der Nahrung und Wirtschaftsform in Gerersdorf bei Güssing. Dissertation, Universität Wien 1993

Weblinks

 Commons: Gerersdorf-Sulz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien