Rattenberg (Tirol)

Rattenberg
Wappen von Rattenberg
Rattenberg (Tirol) (Österreich)
Rattenberg (Tirol)
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Tirol
Politischer Bezirk: Kufstein
Kfz-Kennzeichen: KU
Fläche: 0,11 km²
Koordinaten: 47° 26′ N, 11° 54′ O47.43888888888911.893333333333521Koordinaten: 47° 26′ 20″ N, 11° 53′ 36″ O
Höhe: 521 m ü. A.
Einwohner: 405 (1. Jän. 2012)
Postleitzahl: 6240
Vorwahl: 05337
Gemeindekennziffer: 7 05 21
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Klostergasse 94
6240 Rattenberg
Website: www.rattenberg.at
Politik
Bürgermeister: Franz Wurzenrainer
(Für Rattenbergs Zukunft)
Gemeinderat: (2010)
(11 Mitglieder)
5 Für Rattenbergs Zukunft

3 FPÖ und Unabhängige Bürgerliste Rattenberg
3 SPÖ und Parteifreie

Lage der Stadt Rattenberg im Bezirk KufsteinVorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan vorhandenVorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap explizit
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Über dieses Bild
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Stadt Rattenberg am Inn
Stadt Rattenberg am Inn
(Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria)

Rattenberg ist eine Stadt im Bezirk Kufstein, Tirol, Österreich. Mit 0,11 km² ist sie flächenmäßig die kleinste Gemeinde Tirols und mit 405 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2012) die kleinste Stadtgemeinde Österreichs. Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Rattenberg.

Inhaltsverzeichnis

Nachbargemeinden

Brixlegg, Kramsach, Radfeld

Geschichte

Rattenberg um 1737
Nagelschmiedhäuser

Rattenberg liegt zwischen Fels und Inn am Fuß einer Burg aus dem 10. Jahrhundert. Früher diente die Stadt als Umschlagplatz für Waren der Innschifffahrt und als Zollstelle an der Grenze zwischen Tirol und Bayern. Das historische Zentrum ist im Inn-Salzach-Stil erbaut und heute eine Fußgängerzone.

Urkundlich wurde Rattenberg erstmals 1254 genannt und 1393 erfolgte die Erhebung zur oberbayrischen Stadt. Die Entwicklung des Ortes erfolgte, durch den Schutz der Burg unterstützt, entlang der Straße zwischen Inn und dem Stadtberg; geschlossen wurde der Stadtraum durch eine Mauer und einen Graben im Osten. Als eine Art Stadtplatz und Zentrum entwickelte sich die ostwärts führende Südtiroler Straße. Überschwemmungen führten zu mehreren Niveauerhöhungen des Ortes. Bis 1504 gehörte Rattenberg zu Bayern. Danach konnte sich Maximilian I. in Folge des Kölner Schiedsspruchs, der den Landshuter Erbfolgekrieg beendete, auf dem Verhandlungswege den Besitz der vormals zu Bayern-Landshut gehörigen Städte Rattenberg, Kufstein und Kitzbühel und deren Umgebung sichern.

Rattenberg ist heute bekannt für seine glasverarbeitenden Betriebe. Hier ist der Typus der Inn-Salzach-Stadt noch besonders gut erhalten. Im einstigen Augustiner-Kloster ist das Augustinermuseum untergebracht, das kirchliche Exponate aus dem Tiroler Unterland zeigt. Tirol gehört östlich des Zillers (Zillertal) zur Erzdiözese Salzburg. Es existiert ein Handwerkskunstmuseum in den Nagelschmiedhäusern, die seit 1148 existieren und damit zu den ältesten Häusern des Orts gehören. Rattenberg ist Sitz eines Bezirksgerichtes. In der Nähe der Stadt befindet sich zudem das Funkfeuer RTT einer internationalen Luftstraße.

Bevölkerung

Bevölkerungsentwicklung


Politik

Nach der Gemeinderatswahl am 14. März 2010 entfielen von den 11 Mandaten im Gemeinderat:[1]

  • 5 auf die ÖVP-Liste Für Rattenbergs Zukunft, der auch der direkt gewählte Bürgermeister angehört;
  • 3 auf die Liste FPÖ und Unabhängige Bürgerliste Rattenberg;
  • 3 auf die Liste SPÖ und Parteifreie.

Infrastruktur

Bedingt durch die Beengtheit der bebaubaren Fläche, die nur etwa die Hälfte der Stadtfläche ausmacht, sind mehrere Infrastruktureinrichtungen außerhalb der Stadtgrenzen: u. a. Kindergarten, Feuerwehr, Friedhof, Sportplatz, Bahnhaltestelle und mehrere große Parkplätze. Alle 93 nutzbaren Gebäude der Stadt sind in insgesamt sieben benannten Straßen fortlaufend (von 1-87 und 89-94) nummeriert.

Schlossberg-Schatten

Rattenberg liegt derart am angrenzenden Schlossberg, dass ein Teil der Stadt für etwa drei Monate im Winter im Schatten liegt. Die Lichtakademie Bartenbach hat ein Konzept erarbeitet, wodurch über zwei Spiegel der Altstadtteil mit Tageslicht versorgt werden sollte. Vorgesehen waren auf der Sonnenseite des Ortes ein selbstnachführender Heliostat mit 200 m², auf der Schlossbergseite mehrere feste Spiegel mit 400 m² Fläche - das Projekt wurde nicht umgesetzt.[2][3]

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Südtirolerstraße mit Brunnen in Rattenberg
Blumenpracht in Rattenberg

Persönlichkeiten

Einzelnachweise

  1. Wahlen Tirol
  2. Spiegel Online, 25. Oktober 2005
  3. Stern, 20. Oktober 2007

Weblinks

 Commons: Rattenberg (Tirol) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien