Wörgl

Wörgl
Wappen von Wörgl
Wörgl (Österreich)
Wörgl
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Tirol
Politischer Bezirk: Kufstein
Kfz-Kennzeichen: KU
Fläche: 19,73 km²
Koordinaten: 47° 29′ N, 12° 4′ O47.48305555555612.066388888889511Koordinaten: 47° 28′ 59″ N, 12° 3′ 59″ O
Höhe: 511 m ü. A.
Einwohner: 12.723 (1. Jän. 2012)
Postleitzahlen: 6300,
6302 (Postfiliale Brixentaler Straße / nicht adressierbar)
Vorwahl: 05332
Gemeindekennziffer: 7 05 31
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Bahnhofstraße 15
6300 Wörgl
Website: www.woergl.at
Politik
Bürgermeister: Hedwig Wechner (SPÖ)
Gemeinderat: (2010)
(21 Mitglieder)
7
4
3
3
2
2
Von 21 Sitzen entfallen auf:
  • BgmL Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Kürzel: 7
  • FPÖ: 4
  • SPÖ: 3
  • TW Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Kürzel: 3
  • GRÜNE: 2
  • UFW Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Kürzel: 2
Lage der Stadt Wörgl im Bezirk Kufstein
Alpbach Angath Angerberg Bad Häring Brandenberg Breitenbach am Inn Brixlegg Ebbs Ellmau Erl Kirchbichl Kramsach Kufstein Kundl Langkampfen Mariastein Münster Niederndorf Niederndorferberg Radfeld Rattenberg Reith im Alpbachtal Rettenschöss Scheffau am Wilden Kaiser Schwoich Söll Thiersee Walchsee Wildschönau Wörgl Tirol (Bundesland)Lage der Gemeinde Wörgl im Bezirk Kufstein (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Die Stadt Wörgl vom Grattenbergl aus gesehen.
Die Stadt Wörgl vom Grattenbergl aus gesehen.
(Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria)

Wörgl ist eine Stadt mit 12.723 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2012) im Inntal des Bezirks Kufstein in Tirol, etwa 55 Kilometer (Luftlinie) östlich der Landeshauptstadt Innsbruck gelegen. Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Kufstein.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Lage

Die Stadt Wörgl liegt am Schnittpunkt zwischen dem Brixental, Sölllandl, Inntal und dem Hochtal Wildschönau bzw. am Zusammenfluss der Brixentaler Ache mit dem Inn. Die Stadt selbst ruht auf dem breiten Schwemmkegel des Wörgler Baches, der Brixentaler Ache und einiger kleinerer Bergbäche. Wörgl liegt in Tirol mit einer Fläche von 19,73 km² auf Platz 171, jedoch nach Einwohnerzahl ist Wörgl die sechstgrößte Gemeinde Tirols. Die Gemeinde schmiegt sich in einem sanften Bogen an die südlichen Talseiten des Inntales und Brixentales.

Gemeindegliederung und Stadtumgebung

Wörgl wird in die Stadtteile Wörgler Boden, Mayrhofen, Lahntal und Söcking eingeteilt, zudem befinden sich noch die Siedlungen Boden- und Friedensiedlung, Winkl, Egerndorf, Mühlstatt, Haus, Pinnersdorf, Gießen und Einöden im Gemeindegebiet.

Das Gemeindegebiet wird im Westen zu Kundl hin durch den Lahnbach, im Norden gen Angerberg vom Inn und im Osten zu Kirchbichl von der Brixentaler Ache begrenzt. Die Grenze zu Wildschönau im Süden von Wörgl verläuft über Bergkämme wie über den 1109 m hohen Möslalmkogel oder den 1108 m hohen Eisstein.

Südlich des recht zentral gelegenen Stadtzentrums befinden sich steilere Talabhänge, welche von vier beeindruckenden Klammen (Müllnertal, Latreinbach-, Aubach- und Gschießklamm) durchschnitten werden. Nördlich des Stadtzentrums befindet sich das Bahngebiet, und der Autobahnverteilerknoten Wörgl-Ost. Im Osten erstreckt sich die Gemeinde in das Brixental, dort befindet sich der Ortsteil Wörgler Boden, die Ruine Wehrburg, ein kleines Wasserkraftwerk sowie die neue Unterflurtrasse Bruckhäusl der Loferer Straße. Westlich des Zentrums senkt sich die Talsohle zum sogenannten „Wörgler Becken“ teilweise unter 500 m. ü. A., welches zuletzt beim Hochwasser 2005 vollständig überschwemmt wurde.

Flächennutzung

Von der 19,73 km² großen Gemeindefläche sind (Stand 2011):

55,4 % der Fläche Wörgls (das sind 10,94 km²) gelten als Dauersiedlungsraum.

Die Länge aller Gemeindestraßen Wörgls zusammen beträgt etwa 72 km, die Länge aller Bundes- und Landesstraßen (B 171, B 170 und L 3) 12,2 km. Im Gemeindegebiet befinden sich weiters 19 Straßenbrücken und 6 Bahnbrücken bzw. Überführungen.

Nachbargemeinden

Angerberg, Breitenbach am Inn Angath, Kirchbichl Kirchbichl
Kundl Nachbargemeinden Itter, Hopfgarten im Brixental
Kundl, Wildschönau Wildschönau
Hopfgarten im Brixental
Hopfgarten im Brixental

Stadtregion Wörgl

Der Tiroler Planungsverband 29 Wörgl und Umgebung besteht aus den acht Gemeinden Angath, Angerberg, Bad Häring, Breitenbach am Inn, Kirchbichl, Kundl, Mariastein und Wörgl mit insgesamt etwa 31.000 Einwohner, womit die Region etwa so viele Einwohner wie das gesamte Zillertal aufzuweisen hat. Die Stadtregion zeichnet sich als einer der dynamischsten Wachstumsräume Tirols aus. Sie ist besonders vom baulich übergeprägten breiten Talboden des Inntales durch die Gemeinden Kirchbichl, Kundl und Wörgl gekennzeichnet, während am nördlich gelegenen Mittelgebirgsrücken des Angerberges eine weitgehend agrar geprägte Landschaft erhalten blieb. Mit Bad Häring befindet sich auch ein Kur- und Rehabilitationsort in der Region, der Tourismus ist jedoch im Mittel nur gering ausgeprägt.

Flüsse und Gewässer

Das Hauptgewässer im Wörgler Gemeindegebiet ist der Fluss Inn, der dieses im Norden gegen Angerberg von Nordwest bis Nordost hin begrenzt. Weiters strömt die Brixentaler Ache auf ihren letzten Flusskilometern an Wörgl von Südost kommend vorbei bis zur Mündung in den Inn. Von Süden kommend durchströmt der im Stadtzentrum fast zur Gänze reguliert und ebenfalls in den Inn mündende Wörgler Bach. Der Bach hat schon seit je her eine wesentliche Bedeutung für die Stadt als ehemalige Gemeindegrenze, Kraftwerksstandort, Wasserquelle für das erste Schwimmbad und heutige Katastralgemeindegrenze. Im Westen durchqueren ebenfalls von Süden nach Norden die Bäche Latreinbach, Aubach und Lahnbach das Gemeindegebiet bis zum Gießenbach. Dieser sammelt das anfallende Grundwasser (welches insbesondere vom Wasserstand des Inn abhängt) sowie die genannten Gebirgsbäche, entlang der Bahnstrecke westlich vom Hauptbahnhof und wird schließlich durch das Pumphebewerk Gießen in den Inn geführt. In Wörgl Boden (Brixental) befinden sich nur kleinere Bäche wie der Pinnersdorferbach, die in regulierter Form in die Brixentaler Ache einmünden. Sonstige kleinere Bäche erreichen die Vorfluter nur nach stärkeren Regenereignissen bzw. Hochwettern, bei denen diese jedoch erhebliche Schäden verursachen können. Sämtliche Bäche die von Süden in das Stadtgebiet eindringen, sind äußerst gut gegen die wiederkehrenden Hochwassersituationen gerüstet.

Klima

Da sich die Stadt im Gebiet der Nordstaulage befindet, sind die Jahresniederschläge entsprechend hoch. Die durchschnittliche jährliche Niederschlagsmenge belief sich im Beobachtungszeitraum von 1971 bis 2000 auf 1.135,2 mm. Die Hauptniederschlagszeit liegt zwischen April und Oktober mit Höchstwerten in den Monaten Juni, Juli und August. In dieser Zeit ziehen häufig Starkregen- oder Gewitterwolken, die bis zu Hagelunwettern heranwachsen können, von Westen kommend über Wörgl. Die Niederschläge konzentrieren sich jedoch meist nördlich der Stadt und ziehen weiter nach Nordosten. Wörgl liegt kaum mehr im Föhngebiet, starke Winde sind daher selten, wodurch es zu stärkeren Schadstoffbelastungen und im Sommer zu höheren Temperaturen kommen kann. Die Winter sind aufgrund der Nordstaulage niederschlagsreich, doch die Temperaturen liegen meist ungünstig für stärkere Schneefälle.

Wörgl
Klimadiagramm
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Temperatur in °C,  Niederschlag in mm
Quelle: Klima.org
Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Wörgl
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) 1 4 11 16 20 24 25 23 20 15 8 2 Ø 14.1
Min. Temperatur (°C) -7 -5 1 4 8 11 13 12 10 5 0 -4 Ø 4
Niederschlag (mm) 73,9 62,0 76,3 72,7 95,7 140,3 158,0 142,4 90,8 64,5 81,0 77,6 Σ 1.135,2
Sonnenstunden (h/d) 3 4 5 6 7 6 7 6 6 5 3 2 Ø 5
Regentage (d) 13 13 11 14 15 19 19 17 14 12 12 13 Σ 172
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158,0
142,4
90,8
64,5
81,0
77,6
  Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Quelle: Klima.org

Geologie

In der letzten Eiszeit schob sich der etwa 1400 Meter dicke, größte und längste ostalpine Eisstrom über das heutige Wörgler Becken. Nach dem Gletscherrückzug füllte sich das Inntal im Laufe mehrerer Jahrmillionen auf. Die Schuttsohle des Inntales bei Wörgl ist in etwa zwei Kilometer breit. Die feste Talsohle befindet sich laut Bohraufschlüssen in circa 90 bis 150 Meter Tiefe. Dazwischen befinden sich unterschiedliche Materialien, wie Sand, Ton, Zementmergel, bituminöser Mergel und Stinksteinschichten. Im Gemeindegebiet findet man u. a. Dolomit, Buntsandstein, Kalk und Schiefer.

Bevölkerung

Bevölkerungsstruktur

In der Stadtgemeinde Wörgl wurden bei der Volkszählung 2001 10.855 Einwohner registriert, davon besaßen 87,4 % der Bevölkerung die österreichische Staatsbürgerschaft. etwa 77,6 % der Einwohner bekannten sich zur römisch-katholischen Kirche, etwa 8,1 % zum Islam und etwa 1,6 % waren ohne religiöses Bekenntnis. Der Anteil an ledigen und verheirateten Personen in der Wörgler Bevölkerung hielt sich 2001 annähernd die Waage mit 45,1 % zu 42,2 %.[1]

Bevölkerungsentwicklung

Wörgl war bis zur Errichtung der Giselabahn ein einfaches Bauerndorf, das größtenteils von der Landwirtschaft und den durchfahrenden Reisenden lebte. Nach dem Bau der Eisenbahn durch das Inntal und dem ein wenig später erfolgten Anschluss ins Brixental, erlebte Wörgl als Eisenbahnknotenpunkt einen gewaltigen Aufschwung. So hatte die damalige Dorfgemeinde im Jahr 1900 bereits über 3.000 Einwohner, alleine zwischen 1880 und 1890 erhöhte sich die Bevölkerungszahl um 56,2 %. In den 1920er und 1930er Jahren blieb die Bevölkerungsentwicklung beinahe stehen, im Jahr der Stadterhebung 1951 folgte wieder ein stärkerer Anstieg der Einwohnerzahl (+ 33,2 %). Bei der Volkszählung 1991 durchbrach die Stadtgemeinde erstmals die 10.000-Einwohner-Grenze.[2]


Geschichte

Wörgl vor der ersten Namensnennung

Die Grundmauern der römischen "Villa Rustica", welche 1949 im Wörgler Stadtzentrum entdeckt wurden.

Wörgl ist uraltes Siedlungsgebiet. Ausgrabungen beweisen, dass hier schon in der frühen Eisenzeit reger Handel getrieben wurde. Ein Anziehungspunkt lag in den Erzabbauten des hier ausstreichenden Schwazer Dolomits, doch sicher gab auch die Verkehrslage (Weg von den Kupfergruben um Kitzbühel zum Inntal) den Anreiz zum Entstehen dieser Siedlungen.

Der Raum Wörgl im Jahre 1870 (Franzisco-Josephinische Landesaufnahme), zu sehen ist die Position des alten Bahnhofes, sowie die noch geringe Ausbreitung des besiedelten Gebietes im Talboden

Bei der Ausgrabungsstätte im Egerndorfer Feld wurden etwa 500 rund 2500 Jahre alte Urnengräber frei gelegt und detailliert untersucht.

1842 kamen im Anger des Unterkrumbacherhofes die Reste eines römischen Landhauses zum Vorschein, wovon eine Terra sigillata-Schale und bemalte Mauerteile heute in den Vitrinen der Hauptschule Wörgl 1 zu finden sind. Große, reichhaltige Flächenfunde im Raum Wörgl legen eine Besiedlung seit der frühen Eisenzeit (1000 v. Chr.) nahe, so dass hier der umfassendsten prähistorischen Grabungsplätze Nordtirols (Grattenbergl, Egerndorfer Feld, Wimpissinger Schottergrube) existieren.

Bereits im späten 6. Jahrhundert waren die Bajuwaren auf ihrem Zug nach Süden bis in den Raum Wörgl vorgedrungen, in der die römische Provinzialverwaltung schon seit langer Zeit festen Fuß gefasst hatte. St. Laurentius, der Pfarrpatron, weist auf eine vorgermanische Christianisierung hin und selbst noch in den Flurkarten der Jahre vor dem Bahnbau zeigen die Grundstücke an der damaligen Reichsstraße jene Quadratform und Größe, wie sie vom römischen Ackermaß her bekannt sind.

Eine römerzeitliche Siedlung im heutigen Stadtgebiet ist einwandfrei nachweisbar. „Römisches Wörgl“, Vergilianum, die Bedeutung des seltenen Namens ist nicht vollständig erforscht. Die erste urkundliche Nennung Wörgls erfolgte im Jahre 1120 anhand eines Henricus de Uuergile.

16. Jahrhundert bis Tiroler Freiheitskampf

Erst 1504 fiel das Land unterhalb der Zillermündung endgültig an die Gefürstete Grafschaft Tirol (Eroberung der Festung Kufstein durch Kaiser Maximilian).

Trotz der administrativen Aufteilung auf zwei Landgerichte seit 1410, waren ältere Gemeinsamkeiten weiterhin lebendig geblieben. Es gab wohl zwei Dorfmeister und zwei „Trüchl“ (Gemeindekassen), doch einen Namen, eine gemeinsame Kirche und eine einheitliche Wirtschaftsgemeinde, die Flur und Wald gemeinsam nutzte und miteinander die Lasten trug, wie der Dorfbrief von 1609 beweist, der ein aufschlussreiches Rechtsdokument über die Lebensumstände dieser Zeit ist.

Nachdem Wörgl 1607 zum Vikariat erhoben worden war, wurde 1748 eine Kirche im Barockstil errichtet, die bis 1836 Bestand hatte. In diesem Jahr wurde sie von einem sog. Mordbrenner in Brand gesteckt. Im Zuge des Wiederaufbaus wurde der Kirchenbau um zwei Joch nach hinten verlängert und der eingestürzte Turm an anderer Stelle neu errichtet.

Mehrere namhafte Persönlichkeiten wählten in dieser Zeit die Gasthöfe von Wörgl als Nächtigung während einer Durchreise. Beispielsweise nächtigten Kaiser Ferdinand II. und seine Gemahlin Eleonora, Herzogin von Mantua am 4. und 10. Februar 1622 auf der Hin- und Rückreise von Innsbruck im Ort. Weiters übernachtete Leopold Mozart mit seinem Sohn Wolfgang Amadeus Mozart auf der Reise von Salzburg nach Italien am 17. Dezember 1769 in Wörgl. Von hier aus verfasste der junge Wolfgang seinen ersten Brief an seine Schwester Nannerl.

Wörgl im Freiheitskampf

Der Tiroler Freiheitskampf im Wörgler Becken, am 13. Mai 1809

Am 13. Mai 1809 fand bei Wörgl eine entscheidende Schlacht im Tiroler Freiheitskampf unter Andreas Hofer statt. Napoleon entsandte starke Heeresabteilungen zur Rückeroberung Tirols, die Truppen bestanden vor allem aus bayrischen und sächsischen Soldaten, während die Franzosen die Führung übernahmen. Sie rückten über Kufstein und den Pass Strub ins Land. Die Tiroler stellten sich dem anrückenden Feind in den Feldern von Wörgl, mussten jedoch unter der Führung von General Chasteler eine entscheidende Niederlage einstecken. Die Bayern, Sachsen und Franzosen zogen daraufhin brandschatzend und mordend durch das Unterinntal gegen Innsbruck. Noch heute erinnert das von Christian Plattner gestaltete und zum 100-jährigen Jubiläum 1909 eingeweihte Denkmal „Wörgler Reara“ vor der Stadtkirche an diesen Tag.

Aufstieg Wörgls während der Zeit Kaiser Franz Joseph I.

Der alte Wörgler Bahnhof vor der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg

In den Jahren 1863/64 wurde das Siedlungsgebiet Wörgl zu zwei selbstständigen Gemeinden erhoben, Wörgl-Rattenberg und Wörgl-Kufstein. Die Grenze zwischen den beiden Teilgemeinden bildete der Wörgler Bach, der ebenfalls die Grenze der Gerichtsbezirke Rattenberg und Kufstein bildete. Bis heute erinnert die Tatsache an diese Teilung, dass Wörgl zwei Grundbücher entsprechend den alten Gemeindegebieten besitzt.

Der wirtschaftliche Aufstieg Wörgls begann mit dem Bau der Giselabahn in den Jahren 1873 bis 1875 und deren Anbindung an die 1858 gebaute Unterinntalbahn, wodurch Wörgl zum Eisenbahnknoten wurde. Der Wörgler Hauptbahnhof ist aus diesem Grund heute nach dem Innsbrucker Hauptbahnhof der meistfrequentierte in Tirol. Daher beschloss die Stadtführung die Umbenennung in Hauptbahnhof vornehmen zu lassen.

1891 erhielt Wörgl ein Pfarramt, als durch Order Kaiser Franz Josephs I. alle Vikariate der Monarchie zu Pfarren befördert wurden. In diese Zeit fällt auch ein erheblicher Bevölkerungszuwachs, so dass 1912 die Pfarrkirche erweitert wurde.

1911 wurden die kurz vorher vereinigten Dorfgemeinden Wörgl-Kufstein und Wörgl-Rattenberg („entern und herentern Bach“) unter Anwesenheit des Kaisers zum Markt erhoben. Zwischen Bahnhof und Dorfkern bot sich damals das Bild einer Pioniersiedlung im hitzigen Fortschrittsoptimismus der Gründerzeit.

Der Zweite Weltkrieg in Wörgl

Wörgl wurde im Zweiten Weltkrieg durch Bomben besonders stark getroffen.

Am 13. Februar 1934 kam es in der ehemaligen Wörgler Zellulosefabrik zu heftigen Schusswechseln zwischen dem sozialdemokratischen Republikanischen Schutzbund und der Heimwehr. Wörgl war der westlichste Kampfschauplatz im österreichischen Bürgerkrieg. Auf beiden Seiten wurden zwei Mann verletzt.[3]

Durch den Zweiten Weltkrieg wurde Wörgl schwer gezeichnet. Ab Ende 1943 war Wörgl im Luftkrieg alliierten Bombardements ausgesetzt, welche in den Wörgler Bombentagen am 22. und 23. Februar 1945 gipfelten. Im Rahmen der Operation Clarion (deutsch: „Fanfarenstoß“) starteten zahlreiche Luftangriffe ins Tiroler Unterland, welche am 22. Februar Wörgl erreichten. Hier lag die Absicht der Alliierten, den Bahnhof zu zerstören, doch aufgrund des dichten Nebels und der damit verbundenen schlechten Sicht verursachten 16,5 Tonnen abgeworfene Bomben eine großflächige Zerstörung, der anvisierte Bahnhofsbereich hingegen wurde kaum getroffen. Allein an diesem Tag waren 36 Tote zu beklagen. Am darauffolgenden Tag donnerten weitere circa 390 Tonnen in Form von über eintausend Bomben auf den Bahnhof, welcher dadurch vollständig vernichtet wurde. Diese beiden Tage, in denen das Stadtbild Wörgls für immer verändert wurde, forderten 69 Menschenleben, davon 46 in Wörgl wohnhafte Menschen und 23 Fremde. 43 Häuser wurden gänzlich zerstört, 105 Häuser und auch die Pfarrkirche erheblich beschädigt. Noch heute werden auf Baustellen, insbesondere in der Bahnhofsumgebung, immer wieder Fliegerbombenblindgänger gefunden.

Wörgl nach der Stadterhebung

Die Stadterhebungsfeier von Wörgl vom 17. bis 19. August 1951
Luftaufnahme vom Hochwasser 2005 in Wörgl

Im Jahr 1951 konnte auf Initiative des damaligen Wörgler Bürgermeisters und Vizepräsidenten des Tiroler Landtages, Kommerzialrat Martin Pichler, die Stadterhebung gefeiert werden.

Am Dienstag, den 23. August 2005 wurde Wörgl durch ein Jahrhunderthochwasser stark in Mitleidenschaft gezogen. Um etwa 16:00 Uhr brach am Pumphebewerk Aubach – bei welchem das mitgeführte Wasser einiger Bäche auf das etwas höher gelegene Fließniveau des Inn hochgepumpt wird – der Trenndamm, welcher das Wörgler Becken vom Inn trennte, auf einer Länge von etwa zehn Metern auf. Daraufhin wurde im westlichen Stadtbereich plötzlich in den dort gelegenen Siedlungen massiver Wassereinbruch registriert, doch für eine Abwendung der Katastrophe war es bereits zu spät. Durch den Dammbruch wurden etwa 800.000 m² von geschätzten 1,4 Mio. m³ an schlammigem und mit etlichen Tonnen an Feinsedimenten durchsetztem Wasser aus dem Inn rund zwei Meter hoch überflutet. Die Evakuierung wurde mittels Feuerwehrbooten bewerkstelligt, in den darauffolgenden Stunden eilten Feuerwehren von Südtirol bis Niederösterreich nach Wörgl um den Wassermassen Herr zu werden. In den Tagen nach der Überschwemmung erschwerten zunehmends die geplatzten Öltanks mancher Gebäude die Arbeiten, einige Gebäude wurden unbewohnbar. Durch dieses Jahrhundertereignis wurden etwa 200 Gebäude, zwei Einkaufszentren und mehrere Lagerhäuser überschwemmt, etliche Tiefgaragen wurden angefüllt, auch im neuen Erlebnisschwimmbad im Westen der Stadt wurde die 2.500 m² große Saunalandschaft etwa sechs Meter hoch überflutet. Die Inntal Autobahn musste zwischen den Abfahrten Wörgl West und Wörgl Ost aufgrund Unterspülungen gesperrt werden. Ohne diesen Dammbruch wäre auch Kufstein ein Opfer des Hochwassers geworden, da dort der Innpegel in diesem Zeitraum bereits kritische Höhen erreichte. In Wörgl traten zudem auch die Brixentaler Ache sowie der Wörgler Bach an deren Mündungsbereichen in den Inn über die Ufer. Die Reinigungs- und Wiederaufbauarbeiten in der Stadt nahmen mehrere Wochen in Anspruch. Seit diesem Jahrhunderthochwasser bemüht sich die Wörgler Stadtregierung den Hochwasserschutz zu verbessern, beispielsweise wurde der schicksalshafte Damm durch mehrere Pumprohre in den Inn ersetzt, wodurch ein künftiger Dammbruch nicht mehr möglich ist.

2010 wurde der Bau des lange Zeit geplanten Tyrol Tower ad acta gelegt.

Heute ist Wörgl die zweitgrößte Stadt im Bezirk Kufstein und eines der wichtigsten Wirtschaftszentren in Westösterreich, sowie in Bezug auf Einzelhandelsumsätze die wichtigste Stadt im Tiroler Unterland. Durch die große Anzahl von Schulen wird Wörgl auch als Schulstadt bezeichnet. Seit 1992 ist die Stadt Mitglied im Klimabündnis Tirol.

Wappen

Die roten Dachsparren verweisen auf die Wehrburg (47° 28′ 25″ N, 12° 7′ 23″ O47.47361111111112.123055555556), die zerstört wurde, und das gleichnamige Adelsgeschlecht. Die goldenen, ineinandergreifenden Ringe im Wappen der Stadt Wörgl erinnern daran, dass Wörgl aus der Vereinigung der zwei Gemeinden Wörgl-Kufstein und Wörgl-Rattenberg entstanden ist. Die Flügel symbolisieren den wirtschaftlichen Aufschwung.

Die Verleihung des Wappens erfolgte am 20. Juli 1911 durch Kaiser Franz Joseph I. im Zuge der Zusammenlegung der beiden ursprünglichen Dorfgemeinden und der darauffolgenden Erhebung zur Marktgemeinde durch Allerhöchste Kaiserliche Entschließung, da es nach altösterreichischer Art nur in Markt- und Stadtgemeinden üblich war ein Gemeindewappen zu führen. Das Kaiserliche Patent mit der erstmaligen Blasonierung des Wappens lautet:

Das von Kaiser Franz Joseph I. verliehene Wappen von Wörgl

„:Kaiserl. u. königl. Marktverleihungs-Dekret für Wörgl:

Viribus Unitis.
Wir Franz Josef der Erste
Von Gottes Gnaden Kaiser von Oesterreich, apostolischer König von Ungarn, König von Böhmen, vom Dalmatien, Croatien, Slavonien, Galizien, Lodomerien und Illirien; Erzherzog von Oesterreich,; Großherzog von Krakau; Herzog von Lothringen, Salzburg, Steier, Kärnten, Krain, Bukowina, Ober- u. Niederschlesien; Großfürst von Siebenbürgen, Markgraf von Mähren, gefürsteter Graf von Habsburg und Tirol etc. etc.
haben Uns in Unserer kaiserlichen und königlichen Machtvollkommenheit bewogen befunden, mit Unserer Entschließung vom 28. März 1911 Unsere getreue Ortschaft Wörgl, in Unserer gefürsteten Grafschaft Tirol, in huldvollster Würdigung ihres geregelten Gemeindewesens und ihres gedeihlichen Aufschwunges, über die Bitte der Gemeindevertretung zu einem Markte zu erheben. Des weiteren haben Wir Unserem getreuen Markte Wörgl die Führung des nachstehend beschriebenen und in Farbendruck gestellten Marktwappens bewilligt als:
ein von Silber, Schwarz und Rot quer geteilter Schild: Das oberste Feld ist von zwei gestürzten, seitlich aneinander geschobenen roten Sparren durchzogen, in der mittleren Feldung erscheinen zwei ineinandergreifende geflügelte goldene Ringe, das unterste Feld zeigt kein Bild
Zur Beurkundung dessen haben Wir gegenwärtiges Diplom mit Unserem kaiserlichen Namen Eigenhändig unterzeichnet und Unserer Kaiserlichen Majestäts Siegel beifügen lassen. […]
Reichshaupt- u. Residenzstadt Wien am zwanzigsten Juli des Jahres Eintausendneunhundertundelf

Kaiserliches Patent zur Markterhebung im Wortlaut - 20. Juli 1911

Das Wappen wurde 1951 anlässlich der Stadterhebung Wörgls von der Tiroler Landesregierung bestätigt, das untere rote Drittel des Wappenschildes wurde den beiden verheerenden Weltkriegen und deren Opfer zugesprochen. Der Flaggenhintergrund ist vertikal mit den Wappenfarben Rot, Schwarz und Weiß dreigeteilt.

Die Wörgler Geldexperimente

Das Wörgler Notgeld

75-Heller-Schein zeigt eine Ostansicht Wörgls, auf den Seiten sind gekreuzte Säbel sowie eine zerbrochene Glocke zu sehen.
90-Heller-Schein mit einem Adler, welcher das Wörgler Wappen trägt und auf das Gemälde „Das Treffen bei Wörgl“ blickt.

Nach dem Ersten Weltkrieg wurden Scheidemünzen immer rarer, das Staatsamt für Finanzen (das heutige Finanzministerium) erließ eine Erlaubnis, dass Gemeinden bei herrschendem Mangel ihr Kleingeld selber drucken durften. Ab 1919 geschah dies in steigendem Ausmaß. Von Innsbruck aus wurde in Tirol damit begonnen, das Notgeld zu drucken. Die Marktgemeinde Wörgl begann 1919 mit der Ausgabe des Wörgler Notgeldes im Nominale von 10, 20, 30, 50, 75 und 90 Heller, das bis Ende 1920 Gültigkeit hatte. Den Betrag, der bis dahin nicht eingelöst worden war, konnte die Gemeinde als Gewinn verbuchen, die Höhe dieses Gewinnes ist jedoch nicht mehr bekannt. In Wörgl waren aufgrund des großen Erfolges sogar mehrere Auflagen nötig.

Das Wörgler Schwundgeld (Freigeld)

In Wörgl war um 1932 die örtliche Zement- und Zellulosefabrikation stark zurückgegangen und die Arbeitslosenquote bedrohlich angestiegen.[4] Die Gemeinde hatte einerseits beträchtliche Steuerausfälle, andererseits hohe Lasten durch Unterstützungsleistungen an Arbeitslose. Die Kasse war leer, und ein Ende war nicht abzusehen. Es wurde ein Wohlfahrtsausschuss gebildet, der die Ausgabe des Notgeldes organisierte. Ab Ende Juli 1932 gab die Gemeindeverwaltung unter Bürgermeister Michael Unterguggenberger als Lohn der Gemeindeangestellten eigene sogenannte Arbeitswertscheine aus, den Wörgler Schilling. Die Scheine gab es in Nennwerten von 1, 2 und 5 Schilling. Insgesamt wurden 32.000 Not-Schilling aufgelegt, die Gemeinde, welche das Schwundgeld ausgab, hat allerdings nur insgesamt 8.500 Notschilling vom Ausschuss gekauft, wovon wiederum nur ca. 6.000 Schilling durchschnittlich im Umlauf waren. Allerdings wird angenommen, dass der tatsächliche Geldumlauf innerhalb der vierzehn Monate über 400 Mal stattfand.[5]

Die Arbeitswertscheine waren umlaufgesichertes Freigeld. Ideenlieferant war dabei die Freiwirtschaftslehre Silvio Gesells. Monatlich musste eine Marke zu einem Prozent des Nennwertes der Note gekauft und in ein dafür vorgesehenes Feld auf der Vorderseite des Geldscheins geklebt werden, um ihn gültig zu erhalten. Das Geld war durch Hinterlegung von Schillingen der Gemeinde bei der Wörgler Raiffeisenkasse gedeckt und gleichwertig an den Schilling gekoppelt. Mit diesen Scheinen konnten Gemeindesteuern bezahlt werden. Einheimische Geschäftsleute nahmen Freigeld in Zahlung.

Das Experiment war erfolgreich. Geldkreislauf und Wirtschaftstätigkeit wurden wiederbelebt, während das übrige Land tief in der Wirtschaftskrise steckte. Überall in Wörgl wurde gebaut und investiert. Bis in die 1980er zeugte unter anderem die Aufschrift „mit Freigeld erbaut“ auf einer Straßenbrücke davon. In den vierzehn Monaten des Experiments sank die Arbeitslosenquote in Wörgl von 21 auf 15 Prozent ab, während sie im übrigen Land weiter anstieg.

Die positiven Auswirkungen führten dazu, dass der Modellversuch in der Presse als das „Wunder von Wörgl“ gepriesen wurde. Das Interesse daran stieg derart, dass über hundert weitere Gemeinden im Umkreis von Wörgl dem Beispiel folgen wollten. Auch im Ausland und in Übersee fand die Aktion starke Beachtung und Nachahmer. Aus Frankreich reiste der Finanzminister und spätere Ministerpräsident Édouard Daladier nach Wörgl, und in den USA schlug der Wirtschaftswissenschaftler Irving Fisher der amerikanischen Regierung – wenn auch vergeblich – vor, ein Wörgl-ähnliches Geld mit dem Namen Stamp Scrip zur Überwindung der Wirtschaftskrise einzuführen.

Allerdings erhob die Oesterreichische Nationalbank gegen die Wörgler Freigeld-Aktion vor Gericht erfolgreich Einspruch, weil allein ihr das Recht auf Ausgabe von Münzen und Banknoten zustand. Das Experiment von Wörgl und alle weiteren Planungen wurden verboten. Nach Androhung von Armeeeinsatz beendete Wörgl das Experiment im September 1933.

Der Verein „Unterguggenberger-Institut“ unter der Obfrau Veronika Spielbichler[6] hält das Erbe des Wörgler Geld-Experimentes wach und bringt historische Erfahrungen mit aktuellen Projekten zusammen. Gemeinsam mit dem Heimatmuseum und dem Stadtarchiv wird eine Ausstellung bereitgehalten. Zeitgemäße Lösungen rund um das Thema Komplementärwährung werden umfassend zusammengetragen und einer breiten Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt.

In den Jahren 1951 und 1983 erinnerten Freiwirtschaftskongresse in Wörgl an das Währungsexperiment, ebenso eine Tagung 1996. Das Jahr 2007 wurde von der Stadt Wörgl offiziell zum „Wörgler Freigeldjahr“ erklärt.[7] Ende März 2009 schlug Bürgermeister Abler wegen der anhaltenden Wirtschaftskrise die Einführung einer Komplementärwährung nach historischem Vorbild vor.

Politik

Bürgermeister

Josef Steinbacher war letzter Vorsteher der Gemeinde Wörgl-Kufstein (1905-1911) und erster Bürgermeister der Marktgemeinde Wörgl (1911-1912)

Dass in den kurzen 40 Jahren des Bestehens der Marktgemeinde Wörgl 11 Amtsperioden von acht Bürgermeistern bestritten wurden, ist auf die kurzen Amtszeiten von durchschnittlich nur vier Jahren zurück zu führen. Die oftmaligen Wechsel an der Gemeindespitze wurden durch die Wirren der beiden Weltkriege hervorgerufen, wobei auch zwei wirtschaftlich sehr schwere Epochen – starke Inflation (um 1920) und Weltwirtschaftskrise (um 1930) – überwunden werden mussten.

Die 8 Bürgermeister der Marktgemeinde Wörgl (1911-1951)
Name Amtszeit Tätigkeit
Josef Steinbacher 1911-1912 E-Werk-Besitzer
Franz Hörhager 1912-1919 Kaufmann
Josef Loinger 1919-1922 Mechanikermeister
Dr. Anton von Avanzini 1922-1928 Rechtsanwalt
Josef Gollner 1928-1931 Kaufmann
Michael Unterguggenberger 1931-1934 Bundesbahn Revident
KR Martin Pichler 1934-1935 Schneidermeister
KR Martin Pichler 1935-1938 Schneidermeister
Josef Gollner 1938-1939 Kaufmann
Johann Gschöpf 1939-1945 Angestellter
KR Martin Pichler 1945-1951 Schneidermeister

Acht Bürgermeister standen bis dato an der Spitze der Stadtgemeinde, wovon Fritz Aztl mit 17 Jahren Amtszeit am längsten die Geschicke der Stadt führen konnte. KR Martin Pichler gilt als Gründer der Stadtgemeinde Wörgl und war drei mal Bürgermeister, wobei er der letzte Bürgermeister der Marktgemeinde war und 1951 erstes Stadtoberhaupt Wörgls wurde. Die derzeitige Bürgermeisterin Hedwig Wechner von der SPÖ gewann am 28. März 2010 per Stichwahl gegen ihren Vorgänger Abler mit 2326 zu 2192 Stimmen. Somit steht erstmals in der Geschichte des Bezirkes Kufstein eine Frau an der Spitze einer Gemeinde.

Die Bürgermeister der Stadtgemeinde Wörgl (seit 1951)
Name Amtszeit Tätigkeit
KR Martin Pichler 1951-1953 Schneidermeister
NR Johann Astl 1953-1959 Elektriker
Dipl.-Ing. Ferdinand Mayr 1959-1962 Baumeister
Rupert Hagleitner 1962-1974 Meldeamtsleiter
Herbert Strobl 1974-1980 Stadtamtsleiter
Fritz Atzl 1980-1997 Angestellter
Arno Abler 1997-2010 Steuerberater
Hedwig Wechner seit 2010 Hauptschullehrerin

Gemeinderat

Gemeinderatswahlen
 %
40
30
20
10
0
31,93 %
(-4,43 %p)
16,17 %
(-6,86 %p)
9,31 %
(-1,80 %p)
9,33 %
(-1,70 %p)
18,99 %
(+10,56 %p)
14,28 %
(n. k.)
keine
(-10,05 %p)
BgmL Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Kürzel
UFW Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Kürzel
TW Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Kürzel
Sonst.
2004

2010


Der Stadtgemeinderat besteht aus 21 Mitgliedern. Seit der Gemeinderatswahl vom 14. März 2010 besteht folgende Mandatsverteilung:

  • 7 Bürgermeisterliste Arno Abler
  • 3 Sozialdemokratische Wörgler Liste (SPÖ)
  • 2 Unabhängiges Forum Wörgl – Liste Emil Dander
  • 2 Wörgler Grüne (Grüne)
  • 4 Freiheitliche Wörgler Liste (FPÖ)
  • 3 Team Wörgl

Stadtrat

Der Stadtrat besteht aus 5 Mitgliedern und setzt sich aus folgenden Stadträten zusammen:

  • Hedwig Wechner – Bürgermeisterin, Sozialdemokratische Wörgler Liste
  • Evelin Treichl – 1. Vizebürgermeisterin, Bürgermeisterliste Arno Abler (Vorsitz im Ausschuss für Soziales und Senioren)
  • Dr. Andreas Taxacher – 2. Vizebürgermeister, Team Wörgl (Vorsitz im Ausschuss für Sport)
  • Dr. Daniel Wibmer – Stadtrat, Bürgermeisterliste Arno Abler (Vorsitz im Ausschuss für Finanzen)
  • Mario Wiechenthaler – Stadtrat, Freiheitliche Wörgler Liste (Vorsitz im Ausschuss für Wirtschaft und Landwirtschaft)

Partnerstädte

Bildung

Pflichtschulen

  • Volksschule I
  • Volksschule II
  • Neue Mittelschule I – Sporthauptschule
  • Neue Mittelschule II

Weiterführende Schulen

  • Bundeshandelsschule (HAS)
  • Bundeshandelsakademie (HAK)
  • Bundesrealgymnasium (BRG)
  • Tiroler Fachberufsschule Wörgl-Rotholz
  • Fachschule für wirtschaftliche Berufe mit Haushaltungsschule

Sonstige Schulen und Erwachsenenbildungseinrichtungen

  • Polytechnische Schule
  • Sonderpädagogisches Zentrum
  • Landesmusikschule
  • Volkshochschule
  • Tagungshaus der Erzdiözese Salzburg
  • Lernwerkstatt
  • LEA Produktionsschule Unterland
  • Schule für Erwachsenenbildung

Aufgrund dieser Fülle an Bildungseinrichtungen gilt Wörgl als Bildungsstadt im Tiroler Unterland.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Stadtpfarrkirche Hl. Laurentius

→ Hauptartikel Stadtpfarrkirche Hl. Laurentius (Wörgl)

Stadtpfarrkirche Wörgl
Innenansicht der größten Wörgler Kapelle, der Herz-Jesu-Kapelle in Haus

Die Pfarrkirche von Wörgl wurde in der römischen Zeit als kleine Kapelle auf einer Anhöhe, welche unter dem heutigen Bau kaum bemerkbar ist, errichtet. Im frühen Mittelalter entstand erstmals ein gemauerter Bau. Die einfachen Mauern schlossen eine Fläche von ca. 6x10 m ein. Im Jahre 1479 wurde eine neue Kirche im gotischen Stil errichtet. Bei dieser Kirche stand der Kirchturm an der Südseite. Diese Annahme wurde durch Ausgrabungen im Jahr 1961 bestätigt. Von einem Kufsteiner Maler wurden vier Altäre geschaffen von denen nur mehr die Wörgler Madonna erhalten blieb. Sie wird auf 1500 bis 1510 datiert, steht im Querschiff und ist der wertvollste Besitz der Kirche.

1748 beschloss man wegen der steigenden Dorfbevölkerung die Kirche im barocken Stil umzubauen und zu vergrößern. 1836 wurde das Dorfzentrum von Wörgl in Brand gesteckt. Die Flammen griffen schnell auf das Kirchendach über und in kurzer Zeit stand auch der Turm in Flammen. Dabei verbrannte der Glockenstuhl und die herabstürzenden Glocken spalteten das Turmgemäuer. Nach dem Flammeninferno war die Kirche eine Ruine und wenige Tage später stürzte auch das Gewölbe ein und zerstörte die gesamte Kircheneinrichtung. Binnen kurzer Zeit begann man mit dem Wiederaufbau der barocken Kirche im Ingenieurstil. Das Gotteshaus wurde nach hinten (Westen) verlängert und der Kirchturm im Norden an der Straße errichtet. Zum Bau wurden Steine aus der Umgebung, Ziegel aus Hopfgarten, Buntsandstein und Schaftenauer Tuffstein verwendet. Aufgrund der Straßenverbreiterung zwischen den beiden Weltkriegen verschwand der rund um die Kirche angelegte Friedhof, von dem noch die übriggebliebenen Gedenktafeln an der Kirchenwand zeugen. Im Zweiten Weltkrieg entstand durch den Bombenhagel im Bahnhofsbereich auch an der Kirche beträchtlicher Schaden. Die alten Glocken mitsamt der großen Kaiserglocke verschwanden in den Schmelzöfen. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden ein neuer Dachstuhl und neue Fenster eingebaut. Dabei errichtete man auch das Querschiff. Damit ist die Wörgler Kirche eines der größten Gotteshäuser im Tiroler Unterland. Das beachtliche Glockengeläute, bestehend aus fünf Kirchenglocken (mit einem Gesamtgewicht von 8781 kg) wurde von der Glockengießerei Oberascher in Salzburg gegossen. Mit einem Gewicht von über 3600 kg besitzt die Kirche auch die größte Glocke des Bezirks.

Nach dem 2. Vatikanischen Konzil 1961 wurden der wertvolle Hochaltar, sämtliche Kircheneinrichtungen sowie Gemälde und Fresken entfernt. 1976 bedurfte es einer Ausmalung, doch schon im Jahr 2000 musste das Kircheninnere erneut renoviert werden. Die heutige Kirche ist ca. 50 m lang und etwa 25 m breit; der Turm hat eine Höhe von 45 m. Neben der Kirche steht die ehemalige Totenkapelle oder Friedhofskapelle, die heute als Taufkapelle dient.

Kapellen im Stadtgebiet

  • Taufkapelle (seit 1962, von 1620 bis 1962 Friedhofskapelle, seit 1912 mit Pfarrkirche verbunden)
  • Kapelle zum Hl. Kreuz (auch Gradlkapelle, erbaut 1777, 2004 abgerissen, Ersatz durch kunstvolles Kreuz und Andachtsraum (seit 2011 nicht mehr existent) im Einkaufszentrum M4)
  • Kapelle St. Maria (auch Toaglkapelle, 1800 erbaut)
  • Pinnersdorfer Kapelle (erbaut 1831)
  • Dallnkapelle (1889 bis 1890 an Wildschönauer Straße errichtet)
  • Herz-Jesu-Kapelle (auch Hauser Kapelle, größte Wörgler Wegkapelle, von 1896 bis 1898 errichtet)
  • Riedhartkapelle (erbaut 1900, Innsbrucker Straße)
  • Waldfriedhofkapelle (erbaut 1925)
  • Spitalskirche (erbaut 1930, 1946 nach völliger Zerstörung wiedererrichtet, 1996 durch Bau des Gesundheitszentrums entfernt)
  • Kapelle Friedhof Süd

Historische Bauernhöfe im Zentrum der Stadt

Kanzler-Biener-Straße mit ihren historischen Bauernhöfen

Bis vor wenigen Jahrzehnten bestand Wörgl noch aus zahlreichen Bauernhöfen. Im Zentrum (Bahnhofstraße, Josef-Speckbacher-Straße und insbesondere Kanzler-Biener-Straße u. a.) befinden sich noch einige in Betrieb befindliche Höfe mit hohem Alter und bilden einen starken Kontrast zu den Hochhäusern. Die Kanzler-Biener-Straße am Wörgler Bach, südlich der Innsbrucker Straße, bietet aufgrund der Fülle von Bauernhöfen einen Einblick in die Wörgler Vergangenheit. Zahlreiche Höfe fielen den beiden Weltkriegen und dem starken Wachstum seit der Stadterhebung 1951 zum Opfer.

Aus manchen Bauernhöfen entstanden beliebte Kutschenstationen, die sich zu den heutigen Gasthöfen der Stadt entwickelten. Auch das ehemalige Marktgemeindeamt und die Dorfbank befanden sich in einem Bauernhof, der auf dem heutigen zentralen Platz vor der Kirche stand. Im Stadtgebiet befinden sich noch manche Felder und Anger von alten Bauernhöfen, wie der bei kleineren Feierlichkeiten recht beliebte Gradlanger hinter der Landesmusikschule.

Weitere Sehenswürdigkeiten

Seit 2003 gibt es Tirols größtes Erlebnisbad mit Saunalandschaft Wörgler Wasserwelt (WAVE). Es wurde im August 2005 durch das Hochwasser schwer beschädigt und ist seit dem 1. Januar 2006 wieder in Betrieb.[8]

Freundschaftsbrunnen des türkischen Kulturvereins Atatürk in der Bahnhofstraße

Am 23. Juni 2006 wurden die Wörgler Meilensteine eröffnet, welche eingelegt in die Gehsteige der Wörgler Innenstadt, maßstabsgetreu und unmittelbar begeh- und erlebbar auf ca. 1480 Metern (der Länge einer altrömischen Meile) einen Einblick in 304 der wichtigsten historischen Ereignisse der letzten 2000 Jahre geben. Beginn und Ende der Meile ist vor dem Eingang zum Hauptbahnhof.[9]

Wirtschaft und Infrastruktur

Die Bahnhofstraße in Wörgl ist die zweitlängste Einkaufsstraße in Tirol
Wörgl Hauptbahnhof, Aufnahmegebäude; Ansicht von der Stadt
Wörgl Südbahnhof (HSt Wörgl Süd – Bruckhäusl); Bahnsteige

Der Schwerpunkt der Stadt liegt im Bereich des regionalen Einzelhandels, wo alle wichtigen Handelsketten und Branchen vertreten sind. Die Wörgler Bahnhofstraße ist die zweitlängste Einkaufsstraße Tirols. Wörgl ist das wichtigste Handelszentrum im Tiroler Unterland. Zwischen 1991 und 2001 stieg die Anzahl der Arbeitsstätten in Wörgl von 574 auf 685 und die Zahl der Beschäftigten von 6.295 auf 7.445. Daher ist Wörgl auch eine der schnellst wachsenden Gewerbezentren Westösterreichs. Der Gewerbepark vor den Toren der Stadt liegt unmittelbar an der Autobahn und wird im Endausbau auf rund 35 Hektar eine Heimat für klein- und mittelständische Unternehmen im Bereich von Produktion, Technologie und Logistik bieten. Wörgl ist auch Standort holzverarbeitender Industrie, einer der größten österreichischen Spanplattenhersteller betreibt ein Werk am Stadtrand. Der größte Tiroler Milchproduzent verlagerte zwischen 2007 und 2010 die Gesamtproduktion sowie den Unternehmenssitz von Innsbruck nach Wörgl. Der Ausbau des Werkes in Wörgl betrug 30 Mio. Euro.

Feuerwehr

Die Wörgler Feuerwehr wurde am 5. Oktober 1876 gegründet. Die erste Drehleiter mit Feuerlöschern wurde um 1943 angeschafft, der erste Tankwagen kam 1963 dazu, diese blieben sehr lange im Einsatz. 1994 kam ein Tanklöschwagen TLFA-3000 dazu, welcher 2007 zu einem Tunnellöschfahrzeug umgebaut wurde. 1998 hatte das Rüstlöschfahrzeug den ersten Einsatz. Danach kamen weitere Fahrzeuge hinzu, schweres Rüstfahrzeug (2001), Kleinlöschfahrzeug (2001), Großtanklöschfahrzeug (2004), Versorgungsfahrzeug (2006), Kommando-Pkw (2007), Mannschaftstransporter (2007), zuletzt (2011) kam die Drehleiter mit 32 Metern Rettungshöhe dazu.[10]

Verkehr

Eisenbahnknotenpunkt

Schon seit Urzeiten gilt Wörgl als wichtiger Verkehrsknotenpunkt. Könige und Kaiser reisten ebenso wie alle anderen Reisenden nach Italien oder Deutschland entlang der Hauptstraße im Tiroler Inntal durch den Ort. Es wurden regelmäßige Kutschenfahrten nach Kufstein, Innsbruck oder Schwaz angeboten, die Reisezeit nach Innsbruck lag damals jedoch aufgrund der langen Aufenthaltszeiten in den Stationsorten noch bei etwa 10 Stunden.

Mit der Eröffnung der k.k. Nordtiroler Staatsbahn (Eisenbahnstrecke Innsbruck – Wörgl – Kufstein – Rosenheim – München) am 24. November 1858 von Seiner Majestät Kaiser Franz Joseph I. verkürzte sich die Reisezeit in die Landeshauptstadt auf "nurmehr" 4 Stunden. Mit der Eröffnung der Gisela- oder Brixentalbahn (SalzburgBischofshofenZell am SeeKitzbühel – Wörgl) im Jahre 1875 wurde Wörgl der erste Eisenbahnknoten Westösterreichs. Der heutige Wörgler Hauptbahnhof ist ein Schnellzug-, ICE- und ÖBB-Rail-Jet-Halt an der ÖBB-Westbahn (Teilstück Unterinntalbahn) und der Salzburg-Tiroler-Bahn. Weiters ist die Stadt über die Linien  S1 ,  S2  und  S6  der S-Bahn Tirol an die Landeshauptstadt angebunden (Reisezeit 1/2 bis 1 Stunde). Am Bahnhof Wörgl Terminal Nord befindet sich eine stark frequentierte LKW-Verladestelle für die Rollende Landstraße (RoLa) mit dem benachbarten Frachtenbahnhof, wo auch mittelfristig die neue Personenhaltestelle Wörgl West – Terminal errichtet wird. Der Wörgl Terminal Nord wird derzeit wesentlich vergrößert, um den gestiegenen Anforderungen insbesondere des RoLa-Verkehrs nachkommen zu können. Eine weitere Eisenbahnstation auf Wörgler Stadtgebiet ist Wörgl Süd – Bruckhäusl, vormals Bruckhäusl bzw. Söll – Leukental. Wörgl Terminal Süd ist ein reiner Lokomotivwechsel-, Verschub- und Abstellbahnhof ohne Personenverkehr oder Güterverlademöglichkeiten. Der Bahnhof Wörgl Kundl liegt auf dem Gebiet der Nachbargemeinde Kundl, die dortige Personenhaltestelle heißt „Kundl“.

Im Jahr 2008 wurde unter dem Motto „150 Jahre Eisenbahn in Wörgl“ ein umfangreiches Veranstaltungsprogramm absolviert und im August ein großes Eisenbahnfest gefeiert.

Straßenknotenpunkt

Wörgl ist nicht nur für den Schienen-, sondern auch für den Straßenverkehr ein äußerst wichtiger Verkehrsknotenpunkt. Im Zentrum der Stadt treffen die B 171 Tiroler Straße, welche von Innsbruck über Schwaz und Rattenberg nach Kufstein verläuft auf die L 3 Wildschönauer Straße, welche in das Hochtal der Wildschönau führt. Die B 170 Brixentalstraße begann ebenfalls im Ortszentrum, bis die Umfahrung Bruckhäusl am 26. November 2007 eröffnet wurde. Heute führt sie vom Ende der Umfahrung Bruckhäusl in Wörgl Boden in das Brixental nach St. Johann in Tirol bzw. Kitzbühel. Die Bauarbeiten an der seit mehreren Jahren vorgesehenen Nordtangente Wörgl, welche als Entlastung der Stadt mit der zusätzlichen Autobahnanschlussstelle Wörgl Mitte dienen sollte, schreiten kaum mehr voran.

Der überregionale Verkehr führt seit 1972 über die A 12 Inntalautobahn von Innsbruck nach Kufstein auch an Wörgl vorbei. Dabei wurde der größte Verteilerknoten der A 12 Wörgl Ost errichtet, welcher jedoch erst 2007 mit der Umlegung der B 178 Loferer Straße durch die Umfahrung Bruckhäusl voll ausgebaut wurde. Somit wurde wiederum ein Knotenpunkt für den überregionalen Verkehr geschaffen. Weiters befindet sich noch die Anschlussstelle Wörgl West am Westrand, welche die auch die Gemeinden Kundl und Breitenbach am Inn versorgt.

Innerstädtischer und regionaler ÖPNV

Das Projekt startete 1993 testweise mit einer Linie und wurde daraufhin 1994 auf drei Linien erweitert. Heute wird der innerstädtische öffentliche Personennahverkehr mit fünf Citybuslinien bedient, die ausgenommen der Linie 4 im Halbstundentakt verkehren[11]:

  • Linie 1 versorgt den östlichen Stadtbereich (Hauptbahnhof – Riederkogel)
  • Linie 2 versorgt den süd-östlichen Bereich (Hauptbahnhof – Bodensiedlung)
  • Linie 3 bedient den westlichen Stadtbereich (Hauptbahnhof – Lahntal)
  • Linie 4 bedient das Stadtgebiet im Osten, Süden und Westen und verkehrt somit als einzige Linie im Ganzstundentakt.
  • Linie 5 versorgt seit 2009 das zentrale und nördliche Stadtgebiet (Söcking bis Pflichtschulzentrum)

Die Regiobuslinien bedienen von Wörgl Hauptbahnhof aus die Orte Kundl, Breitenbach, Kirchbichl und Itter.

Die Stadt liegt eingebettet im Inntal bei der Einmündung des Brixentales

Persönlichkeiten

Bekannte Wörgler Persönlichkeiten sind bzw. waren:

Panorama

Blick auf Wörgl vom Hennersberg

Literatur

  • Gebhardt Ottacher: Der Welt ein Zeichen geben – Das Freigeldexperiment von Wörgl 1932/33 Verlag für Sozialökonomie Gauke GmbH, Kiel 2007, ISBN 978-3-87998-450-3.
  • Fritz Schwarz: Das Experiment von Wörgl. Synergia, Darmstadt 2007, ISBN 978-3-9810894-5-5 (überarb. Neuauflage, Original: Bern 1951).
  • Thomas Wendel: Der Geldzauberer. Geschichte des Wörgler Geldexperiments. in: brand eins. Hamburg 2003,9. ISSN 1438-9339
  • Michael Unterguggenberger: End results of the Wörgl Experiment. in: Annalen der Gemeinwirtschaft (Annals of Collective Economy). Genf 1934 (engl. Übers. Webreprint).
  • Günter Baumgart: Kein Wunder in Wörgl. in: Provokant. Mittenwalde 2008,1. ISSN 1868-0321
  • Josef Zangerl: Wörgl, Ein Heimatbuch. Eigenverlag, Wörgl 1998, ISBN 3-9500531-0-7
  • Gerhard Oberkofler: Februar 1934. Die historische Entwicklung am Beispiel Tirols. Innsbruck 1974
  • Adriane Gamper, Hannes Dabernig, Arno Abler: Wörgl – Die Stadt im Portrait. Eigenverlag, Wörgl 2007
  • Andreas Wehrheim, Mamei, Peter Zimmermann: „Der Schatz von Wörgl“, Michael Unterguggenberger und das Freigeldexperiment, Comic, in: Holzhof-Verlag. Dresden 2009, ISBN 978-3-939509-94-3

Einzelnachweise

  1. Volkszählung 2001 Stadtgemeinde WörglVolkszählung 2001 Demographische Daten (Statistik Austria)
  2. http://www.statistik.at/blickgem/vz1/g70531.pdf Bevölkerungsentwicklung Wörgls seit 1869
  3. Gerhard Oberkofler: Februar 1934 – Die historische Entwicklung am Beispiel Tirols, S. 88ff
  4. Die Zeit: Das Wunder von Wörgl
  5. Das Experiment von Wörgl - Fritz Schwarz
  6. Vorstand des Unterguggenberger Instituts
  7. Wolfgang Broer: Schwundgeld. Michael Unterguggenberger und das Wörgler Währungsexperiment 1932/33. Studienverlag Wien, Innsbruck, Bozen 2007
  8. Pressebericht von der Neueröffnung der Wasserwelt
  9. Meilensteine
  10. Feuerwehr Wörgl
  11. Fahrpläne der 5 Citybuslinien

Weblinks