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vom 23.04.2018, aktuelle Version,

Kopfing im Innkreis

Kopfing im Innkreis
Wappen Österreichkarte
Wappen von Kopfing im Innkreis
Kopfing im Innkreis (Österreich)
Kopfing im Innkreis
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Oberösterreich
Politischer Bezirk: Schärding
Kfz-Kennzeichen: SD
Fläche: 33,3 km²
Koordinaten: 48° 26′ N, 13° 39′ O
Höhe: 547 m ü. A.
Einwohner: 1.974 (1. Jän. 2017)
Bevölkerungsdichte: 59 Einw. pro km²
Postleitzahl: 4794
Vorwahl: 0 77 63
Gemeindekennziffer: 4 14 11
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstraße 95
4794 Kopfing im Innkreis
Website: www.kopfing.at
Politik
Bürgermeister: Otto Straßl (ÖVP)
Gemeinderat: (2015)
(25 Mitglieder)
15
8
2
15  8  2 
Insgesamt 25 Sitze

Lage der Marktgemeinde Kopfing im Innkreis im Bezirk Schärding
AltschwendtAndorfBrunnenthal (Oberösterreich)DiersbachDorf an der PramEggerdingEngelhartszellEnzenkirchenEsternbergFreinbergKopfing im InnkreisMayrhofMünzkirchenRaabRainbach im InnkreisRiedauSankt AegidiSt. Florian am InnSt. Marienkirchen bei SchärdingSt. RomanSt. WillibaldSchardenbergSchärdingSighartingSubenTaufkirchen an der PramVichtensteinWaldkirchen am WesenWernstein am InnZell an der PramOberösterreich Lage der Gemeinde Kopfing im Innkreis im Bezirk Schärding (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
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Kopfing im Innkreis
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Kopfing im Innkreis ist eine Marktgemeinde im Bezirk Schärding in Oberösterreich mit 1974 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2017), etwa 25 km von der Bezirkshauptstadt Schärding entfernt. Sie liegt im nördlichen Innviertel und im Gerichtsbezirk Schärding.

Geografie

Die Gemeinde Kopfing im Innkreis liegt auf 547 m Höhe im nördlichen Innviertel. Die Ausdehnung beträgt von Nord nach Süd ca. 8,5 km, von West nach Ost ca. 5,9 km. Die Katasterfläche der Marktgemeinde Kopfing im Innkreis betrug im Jahre 2001 33,34 km². Die berechnete Einwohnerdichte ergibt 61 Einwohner/km². 46,4 % der Fläche sind bewaldet, 47,6 % der Fläche sind landwirtschaftlich genutzt.

Topografie: Das Gebiet im Süden der Sauwaldes entwässert über einige Bäche (Aubach, Becken-, Tiefenbach) über Pfuda, Pram und Inn zur Donau. Das Gemeindegebiet liegt zwischen etwa 500 und 790 m Seehöhe. Im Norden erhebt sich der Feichtberg, auf dem in 777 m Höhe ein Flugsicherungsradar steht.

Gemeindegliederung

Das Gemeindegebiet umfasst folgende 25 Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 31. Oktober 2011[1]):

  • Au (38)
  • Beharding (17)
  • Dürnberg (29)
  • Engertsberg (85)
  • Entholz (101)
  • Glatzing (62)
  • Grafendorf (48)
  • Hub (22)
  • Kahlberg (38)
  • Kimleinsdorf (30)
  • Knechtelsdorf (49)
  • Kopfing im Innkreis (523)
  • Kopfingerdorf (208)
  • Leithen (64)
  • Matzelsdorf (57)
  • Mitteredt (38)
  • Neukirchendorf (73)
  • Paulsdorf (64)
  • Pratztrum (23)
  • Raffelsdorf (60)
  • Rasdorf (102)
  • Ruholding (107)
  • Schnürberg (19)
  • Straß (48)
  • Wollmannsdorf (56)

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Entholzen, Glatzing, Kopfing und Neukirchendorf.

Geschichte

Seit Gründung des Herzogtums Bayern war der Ort bairisch. In Kopfing fanden die ersten Gefechte des Spanischen Erbfolgekrieges statt. Die kaiserlich-österreichischen Truppen überfielen im November 1703 den damals bayerischen Ort Kopfing. Die Kopfinger leisteten beherzte Gegenwehr und schossen aus dem Kirchturm (Wehrturm) heraus. Dieser Krieg zog sich dann bis zum Jahre 1706 dahin, am Ende stand die Schlacht von Höchstätt, die Sendlinger Mordweihnacht (München) und die Bauernschlacht von Aidenbach. Aidenbach ist heute neben Ringelai/Bayern die neue Partnergemeinde von Kopfing. Original Schanzgräben sowie alte Grenzsteine zeugen in Kopfing noch heute von dieser Vergangenheit. Kopfing kam nach dem Frieden von Teschen mit dem Innviertel (damals 'Innbaiern') zu Österreich. 1785 wurde Kopfing zur Pfarre erhoben. Während der Napoleonischen Kriege wieder kurz baierisch, gehört der Ort seit 1814 endgültig zu Oberösterreich. 1905 wurde die neue Pfarrkirche Kopfings fertiggestellt.

Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich am 13. März 1938 gehörte der Ort zum Gau Oberdonau. Nach 1945 erfolgte die Wiederherstellung Oberösterreichs.

Einwohnerentwicklung

  • 1991: 2.074 Einwohner (Quelle: Statistik Austria) hatte die Gemeinde * 2001: 2.028 Einwohner
  • 2017: 2.004 Einwohner (Einwohnermeldeamt)

Politik

Der Gemeinderat hat insgesamt 25 Mitglieder. Mit den Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen in Oberösterreich 2015 hat der Gemeinderat folgende Verteilung: 15 ÖVP, 8 FPÖ und 2 SPÖ.

Bürgermeister
  • seit 2003 Otto Straßl (FKW, ÖVP)

Wappen

Blasonierung: Unter schwarzem Schildhaupt, darin drei goldene, aufrechte Rauten, in Gold ein roter Wellenkeil schräglinks zur Mitte des Schildrandes, oben rechts begleitet von einem roten, vierstrahligen Stern. Die Gemeindefarben sind Schwarz-Gelb-Rot. Entworfen wurde das Gemeindewappen von Josef Ruhland.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Kath. Pfarrkirche Hll. Johannes d. T. und Johannes Ev. in Kopfing im Innkreis
  • Pfarrkirche Kopfing: In der Pfarrkirche sind die Reliquien des heiligen Anastasius, der heiligen Schwester Faustina und die Reliquie des heiligen Apostel Andreas.
  • Kulturhaus Kopfing: Park für Kunst und Kultur mit Kulturhaus, das 2006 fertiggestellt wurde. Betreiber ist der Verein Kulturzeit Kopfing. Das Kulturhaus Kopfing birgt diverse Ausstellungen moderner Kunst und mehrere Museumsausstellungen: eine alte Krämerei (befand sich bis ins 20. Jh. im Kulturhaus, das früher "Krämerhäusl" genannt wurde) und die Brauchtumsstube (regionaler Bezug zu Kopfing). Weiter zu sehen ist ein geologisches Kabinett (Mineraliensammlung, Fossilien). Ein Raum ist dem Kopfinger Herrgottschnitzer Martin Plöckinger gewidmet.

Wirtschaft und Infrastruktur

2001 gab es in der Gemeinde 69 Arbeitsstätten mit insgesamt 690 Beschäftigten (im Vergleich 1991: 58 Arbeitsstätten mit 549 Beschäftigten). Die Zahl der Erwerbstätigen insgesamt betrug 964, davon waren 556 Auspendler und 408 Personen Einpendler. 11,7 % der Erwerbspersonen waren in der Land- und Forstwirtschaft tätig, 27,3 % in der Sachgütererzeugung, 16,7 % im Bauwesen und 9,6 % im Bereich Handel, Reparatur von KFZ und Gebrauchsgütern.

Zu den bedeutendsten Firmen in Kopfing zählen das Türen- und Fensterunternehmen Josko, sowie das Installationsunternehmen Gahleitner.[2]

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Gemeinde

Ehrenbürger

  • Otto Straßl
  • Mathias Ertl
  • Johann Scheuringer
  • Alois Heinzl, Pfarrer
  • Ludwig Gruber
  • Josef Ratzenböck, Alt-Landeshauptmann von OÖ.
  • Johann Oberauer, Kapellmeister
  • Mark W. Clark, US-amerikanischer Hochkommissar für Österreich

Ehrenringträger

  • Franz Reisenberger
  • Johann Klaffenböck
  • Josef Ruhland
  • Josef Rossgatterer
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Einzelnachweise

  1. Statistik Austria, Registerzählung vom 31. Oktober 2011
  2. Gahleitner Installationen Gesellschaft m.b.H. firmenabc.at, abgerufen am 26. Oktober 2016.