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vom 25.01.2018, aktuelle Version,

Liste der denkmalgeschützten Objekte in Klein Sankt Paul

Die Liste der denkmalgeschützten Objekte in Klein Sankt Paul enthält die 15 denkmalgeschützten, unbeweglichen Objekte der Kärntner Gemeinde Klein Sankt Paul.[1]

Denkmäler

Foto   Denkmal Standort Beschreibung

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Burgruine und Kapelle
ObjektID: 34592

Standort
KG: Grünburg
Im Görtschitztal am Westhang der Saualpe, östlich von Wieting in 1009 m Höhe gelegen. Urkundlich 1217 im Besitz der Grafen von Görz-Tirol bzw. deren Ministerialen, der Grünburger, erstmals Ulricus de Gruneburch genannt. Im 15. Jahrhundert von Kaiser Friedrich III. übernommen, 1626 im Besitz des Hans Leonhard von Windischgrätz, 1629 des Georg Friedrich von Ambthofen. Weitere Besitzergeschichte bis zur Einverleibung in den Besitz Eberstein unbekannt. Ruinen einer stattlichen hochmittelalterlichen Zwillingsburg.
Datei hochladen Pfarrhof
ObjektID: 62040
Kirchberg 12
Standort
KG: Kirchberg
Zweigeschoßiger, spätbarocker Bau mit Inschrift-Tafel 1788 (des Abtes Benedikt).

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Kath. Pfarrkirche Unsere liebe Frau (Maria Moos) und Friedhof mit Kapelle
ObjektID: 62041

Standort
KG: Kirchberg
Unsere Liebe Frau (Maria Moos). Urkundlich zwischen 1167 und 1181, seit 1266 Patronatskirche der Erzabtei St. Peter in Salzburg; Weihedatum für Chor und zwei Altäre 1446; Brand 1837. Romanischer Bau mit spätgotischem Chor und gotischem Turm an der Nordseite des Chores. Fassade und Turmhelm 1838. Außen an der östlichen Chorwand fialengerahmte gotische Totenleuchte.

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Römische Eisenverhüttung
ObjektID: 129767

seit 2012

Mösel
Standort
KG: Kirchberg
Hier wurden bei Bauarbeiten bzw. Ausgrabungen römische Rennöfen gefunden (ein Ausstellungsstück heute im Talmuseum Klein Sankt Paul), und weitere werden hier vermutet. Die Funde geben Einblick in die Verhüttungstechnik, mit der das in der Antike gerühmte „Norische Eisen“ gewonnen wurde.[2]

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Kath. Pfarrkirche hl. Paul und Friedhof
ObjektID: 62273
Badstraße 1
Standort
KG: Klein St. Paul
Die gotische Dorfkirche mit ihrem mächtigen Turm beinhaltet barocke figurengeschmückte Altäre, sowie einen modernen Volksaltar von Werner Hofmeister. Die barocke Farbgestaltung des Innenraums wurde 1994 wiederhergestellt. Bemerkenswert ist auch eine Renaissance-Wappengrabplatte.
Hauptartikel: Pfarrkirche Klein St. Paul

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Pfarrhof
ObjektID: 62265
Friedhofweg 2
Standort
KG: Klein St. Paul
Unterhalb der Kirche gelegen. Stattlicher ein- bis zweigeschoßiger, barocker Bau. Im Eckpfeiler des Pfarrgartens römerzeitlicher Inschriftstein. 1986/88 Außenrestaurierung. Wiederherstellung des Pilasterdekors vom 19. Jahrhundert.

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Talmuseum Lachitzhof
ObjektID: 68142
Museumweg 1
Standort
KG: Klein St. Paul
1550 erbaut. Deutschhammerhaus (bis 1700 Schmelzofen und Hammer), 1700–1920 Lohnmühle. Zweigeschoßiger 6:4-achsiger Bau unter Walmdach, Tramdecke von 1744.

Ausstellungsgegenstand unter anderem die Entwicklung des Norischen Eisens, Siedlungsgeschichte. Mantelteil eines keltisch-römischen Eisenverhüttungsofens aus 200 nach Christus aus Mösel.


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Burgruine, Hoch- und Niederhornburg
ObjektID: 34593

Standort
KG: Unter St. Paul
Burgruinen (Zwillingsburg), auf dem Gipfel des Hornberges am Westabhang der Saualpe zwischen Eberstein und Klein St. Paul. Urkundlich erwähnt im Jahre 1140, erfolgte der Ausbau 1414. Ursprünglich im Besitz der Grafen von Görz, anschließend der Ministerialen Hornburger. Im 15. Jahrhundert kaiserliches Lehen, 1581 an Sigmund Welzer von Eberstein verkauft; 1630 bis 1939 im Besitz der Familie Christalnigg.
Datei hochladen Zementwerk, Werksmuseum
ObjektID: 47873
Wietersdorf 1
Standort
KG: Wietersdorf
Die im Jahre 1894 errichteten Zementwerke bestehen aus einem Portlandzement-Ofengebäude mit drei Romanöfen, einem mehrgeschoßigen Steinbau mit Rundbogenfenstern sowie einem Stollen und Schrägaufzug. Die Anlage wurde 1965 stillgelegt und repräsentiert heutzutage ein „Werkmuseum“.

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Schoberkreuz
ObjektID: 35181
B 92
Standort
KG: Wieting
Der Tabernakelbildstock steht am Nord-Rand der Ortschaft an der Bundesstraße. Am Schaft trägt er die Bezeichnung 1628. Über einer abgefasten Säule ruht ein reliefierter vierseitiger Aufsatz (Marmorblock) mit Darstellung der Leiden Christi; im Süden „Kreuzaufrichtung“, im Osten „Kreuzigungsgruppe“, im Westen „Kreuztragung“ und im Norden „Kreuzabnahme“.

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Propstei und Verbindungsgang zur Pfarrkirche
ObjektID: 63704
Wieting 1
Standort
KG: Wieting
Stattlicher dreigeschoßiger Bau westlich der Kirche; im Kern spätgotisch; barocker Ausbau an den Portalen bezeichnet 1755 bzw. 1760, stark erneuert. In der Halle die Grabinschrift für das einheimische Ehepaar Saetubolos und Talsa (ILLPRON 719).

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Propsteihof
ObjektID: 63708
Wieting 26
Standort
KG: Wieting
Östlich der Kirche, an der Straße gelegen. Spätgotisch zweigeschoßiger Bau; vermutlich vor 1459 von Hans und Georg Laun von Haunstein errichtet; deren Wappen an West-Fassade links über dem Portal sowie (nicht dazu in Beziehung stehende) Bauinschrift 1497; Süd-Fassade gemalte Wappen; links Propsteiwappen und rechts Regularpropst Tiemo Rauscher (1775 bis 1791).
Datei hochladen Straßenbrücke
ObjektID: 103489

Standort
KG: Wieting
Barocke Steingewölbebrücke über die Görtschitz, westlich der Propstei.

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Straßen- und Kirchhofmauer mit Spolien sowie Figurenbildstöcke
ObjektID: 103524

Standort
KG: Wieting
Im Kirchenmauerwerk der Propsteipfarrkirche zahlreiche Spolien römerzeitlicher Grabbauten (CSIR II/5), 531). Auf dem Kirchenvorplatz, freistehend die Grabsitzstatue einer einheimischen Frau mit interessantem Brustschmuck: Mitte 2. Jahrhundert nach Christus (CSIR II/1,54). An der Brückenmauer eine Votivinschrift für Jupiter für das Heil des Pächters der norischen Eisensteuer Campilius Verus, Gestiftet vom Angestellten Fortunatus, der auch eine Wasserleitung in das Jupiterheiligtum einleiten ließ (ILLPRON 720). An der südlichen Kirchhofmauer römerzeitlicher Votivaltar für Jupiter conservator, gestiftet von Aelius Senecianus (ILLPRON 718).

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Propsteipfarrkirche hl. Margareta
ObjektID: 110447

Standort
KG: Wieting
Urkundliche Erwähnung zwischen 1180/1193 sowie 1200/1206. Große Kirche mit Vierungsturm und Kapellenanbau südlich des Chores; mit der westlich davon gelegenen Propstei durch einen gedeckten Gang verbunden. Baugeschichte unklar.
Hauptartikel: Pfarrkirche Wieting

Legende

Quelle für die Auswahl der Objekte sind die vom BDA jährlich veröffentlichten Denkmallisten des jeweiligen Bundeslandes.[1] Die Tabelle enthält im Einzelnen folgende Informationen:

Foto: Fotografie des Denkmals. Klicken des Fotos erzeugt eine vergrößerte Ansicht. Daneben finden sich ein oder zwei Symbole:
Das Symbol bedeutet, dass weitere Fotos des Objekts verfügbar sind. Durch Klicken des Symbols werden sie angezeigt.
Durch Klicken des Symbols können weitere Fotos des Objekts in das Medienarchiv Wikimedia Commons hochgeladen werden.
Denkmal: Bezeichnung des Denkmals. Es ist die Bezeichnung angegeben, wie sie vom Bundesdenkmalamt (BDA) verwendet wird. Weiters ist die interne Objekt-Identifikationsnummer (ObjektID) angeführt.
Standort: Es ist die Adresse angegeben. Bei freistehenden Objekten ohne Adresse (zum Beispiel bei Bildstöcken) ist im Regelfall eine Adresse angegeben, die in der Nähe des Objekts liegt. Durch Aufruf des Links Standort wird die Lage des Denkmals in verschiedenen Kartenprojekten angezeigt. Darunter ist die Katastralgemeinde (KG) angegeben.
Beschreibung: Kurze Angaben zum Denkmal.

Die Tabelle ist alphabetisch nach dem Standort des Denkmals sortiert. Das Sortierkriterium ist die Katastralgemeinde und innerhalb dieser die Adresse.

Durch Klicken von „Karte mit allen Koordinaten“ (rechts oben im Artikel) wird die Lage aller Denkmale im gewählten Kartenobjekt angezeigt.

Abkürzungen des BDAs: BR … Baurecht, EZ … Einlagezahl, GB … Grundbuch, GstNr. … Grundstücksnummer, KG … Katastralgemeinde, 0G … Grundstücksnummernadresse
  Commons: Denkmalgeschützte Objekte in Klein Sankt Paul  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. 1 2 Kärnten – unbewegliche und archäologische Denkmale unter Denkmalschutz. (PDF), (CSV). Bundesdenkmalamt, Stand: 17. Jänner 2018.
  2. Jennifer Garner: Der latènezeitliche Verhüttungsplatz in Siegen-Niederschelden Wartestraße. In: Metalla Nr. 17.1/2, Bochum 2010.
  3. § 2a Denkmalschutzgesetz im Rechtsinformationssystem der Republik Österreich.