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vom 21.03.2020, aktuelle Version,

Priethal (Gemeinde Grünburg)

Priethal (Weiler/Rotte)
Priethal (Gemeinde Grünburg) (Österreich)
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Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Kirchdorf an der Krems (KI), Oberösterreich
Gerichtsbezirk Kirchdorf an der Krems
Pol. Gemeinde Grünburg  (KG Obergrünburg/Leonstein)
Ortschaft Obergrünburg/Leonstein
Koordinaten 47° 54′ 28″ N, 14° 14′ 7″ Of1
Höhe 405 m ü. A.
Postleitzahl 4592 Grünburg
Statistische Kennzeichnung
Zählsprengel/ -bezirk Obergrünburg-Pernzell, Leonstein (40902 000, 001)
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; DORIS
f0

BW

Priethal ist ein Ort im Steyrtal im Traunviertel von Oberösterreich und gehört zur Gemeinde Grünburg im Bezirk Kirchdorf an der Krems.

Geographie

Der Ort befindet sich 7½ Kilometer taleinwärts südlich von Untergrünburg, kurz vor Leonstein. Er liegt an der Einmündung des Schmiedleitnerbachs (Rinnerbach, Rinnerbergerbach) in die Steyr, auf um die 405 m ü. A. Höhe, und am Fuß des Leonsteiner Burghügels (Hausberg), einem Vorberg des Großen Landbergs (899 m ü. A.).

Die Katastral- und auch Ortschaftsgrenze Obergrünburg zu Leonstein läuft im Bach durch den Ort (sodass er aus statistischen Gründen in Obergrünburg als Weiler, in Leonstein als Rotte geführt wird).[1] Er liegt direkt an der Steyrtal Straße (B 140)

Der Ort ist mit Au südlich weitgehend verschmolzen.

Nachbarorte:
Schmiedleithen Außerort

Steyr      Gradau (Gem. Molln)
Au

Geschichte, Kultur und Sehenswürdigkeiten

Leonstein mit Prietal und Burg, vor dem Landsberg ( Vischer 1674)

Burg Leonstein am Hausberg könnte schon um 900 bestanden haben, urkundlich ist sie 1140. Sie wurde 1390 nach dreimonatiger Belagerung zerstört, dabei kam erstmals in Österreich ein Feuergeschütz zum Einsatz,[2] es war am Rabenstein gegenüber stationiert. Ein paar Jahre danach wurde wieder ein kleiner Burgstall am Bergfuß errichtet, der in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts zum Schloss Feichta (heute „Leonstein“) ausgebaut wurde.

Der heutige Ortsname ist 1355 als Guetel auf dem Predal urkundlich.[3][4]

Prielthal war ein wichtiger Werksstandort, hier befanden sich drei Anlagen:[5] ein schon 1550 genanntes Sensenwerk mit Mühle (Hierzenberger, dann Weinmeister, 1866 stillgelegt, heute Bäckerei-Konditorei);[6] oberhalb der 1603 erwähnte, bald wieder aufgegebene Lanzenhammer; und an der Schmiedleitnerbach-Mündung eine Brettersäge ab 1754 (Zeugstatt genannt, Rosenauer).

Von der alten Steyrtalstraße ist die „Römerbrücke“ von 1787 über den Schmiedleitnerbach erhalten. 1890 bis 1980 verlief die Steyrtalbahn durch den Ort, der Bahnhof Leonstein stand nebenan in Au. Sie wurde aus Rentabilitätsgründen stillgelegt und abgetragen. Heute besteht hier der Steyrtalradweg (R8).

Nachweise

  1. Statistik Austria: Ortsverzeichnis 2001, Oberösterreich, S. 171.
  2. Feuerwaffen im Mittelalter. (Memento des Originals vom 17. August 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.regionalgeschichte.net regionalgeschichte.net.
  3. Österreichisches Urkundenbuch VII, Nr. 397.
  4. Peter Wiesinger: Ortsnamenbuch des Landes Oberösterreich. Band 10, Verlag der österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 2001, 7.3.2.8. Priethal Hgr von Leonstein 3-9, W von Obergrünburg 7-17, S. 83.
  5. Josef Zeitlinger: Der Schmiedleitnerbach in Leonstein. In: Jahrbuch des Oberösterreichischen Musealvereins. Jahrgang 109, Linz 1963, Kapitel II. Historisches und Wirtschaft. S. 375 (ganzer Artikel S. 372–424, PDF auf ZOBODAT.at, dort S. 4).
  6. Priethal führte die gekreuzten Schwerter, das ebenfalls zeitweise Hierzenbergerische Schmiedleiten den Hammer mit Semmel, Kreuz und Tipfel; vergl. hierzu Liste der Sensenwerke in Österreich: An der Steyr.