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vom 20.06.2020, aktuelle Version,

Reith im Alpbachtal

Reith im Alpbachtal
Wappen Österreichkarte
Wappen von Reith im Alpbachtal
Reith im Alpbachtal (Österreich)
Reith im Alpbachtal
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Tirol
Politischer Bezirk: Kufstein
Kfz-Kennzeichen: KU
Fläche: 27,41 km²
Koordinaten: 47° 25′ N, 11° 53′ O
Höhe: 637 m ü. A.
Einwohner: 2.731 (1. Jän. 2019)
Postleitzahl: 6235
Vorwahl: 05337
Gemeindekennziffer: 7 05 22
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Dorf 1
6235 Reith im Alpbachtal
Website: www.reithimalpbachtal.tirol.gv.at
Politik
Bürgermeister: Johann Thaler (Bürgermeisterliste)
Gemeinderat: (2010)
(15 Mitglieder)

7 Für ein starkes Reith – Bürgermeisterliste Johann Thaler
3 Bürgerliste Reith
4 Wirtschaft und Tourismus Reith
1 Aktiv für Reith, SPÖ und Parteifreie[1]

Lage von Reith im Alpbachtal im Bezirk Kufstein
AlpbachAngathAngerbergBad HäringBrandenbergBreitenbach am InnBrixleggEbbsEllmauErlKirchbichlKramsachKufsteinKundlLangkampfenMariasteinMünsterNiederndorfNiederndorferbergRadfeldRattenbergReith im AlpbachtalRettenschössScheffau am Wilden KaiserSchwoichSöllThierseeWalchseeWildschönauWörglTirol (Bundesland) Lage der Gemeinde Reith im Alpbachtal im Bezirk Kufstein (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap

Reith
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria
Die Kirche in Reith

Reith im Alpbachtal ist eine Gemeinde mit 2731 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2019) im Bezirk Kufstein im Bundesland Tirol (Österreich). Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Rattenberg.

Geografische Lage

Der Ort liegt am Eingang zum Alpbachtal, das bei Brixlegg vom Unterinntal abzweigt. Das Gemeindegebiet erstreckt sich vom Inntalboden bis zur Grenze mit der Gemeinde Alpbach und auf den Kerschbaumer Sattel (Übergang zum Zillertal) hinauf.

Das Ortszentrum mit dem Badesee Reither See liegt auf einer breiten Hochterrasse am Taleingang. Reither See und Egelsee sind charakteristische trichterförmige Eintiefungen in das Plateau, die wahrscheinlich durch die eiszeitliche Auslaugung von Gipslinsen entstanden sind.

Durch die verstreuten Einhöfe im weit ausgedehnten Gemeindegebiet verfügt die Gemeinde über eines der größten Güterwegenetze Tirols. Hierdurch wird das Gemeindebudget stark belastet.

Gemeindegliederung

Das Gemeindegebiet umfasst folgende drei Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2019[2]):

  • Hygna (363)
  • Reith im Alpbachtal (2188)
  • Scheffach (180)

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Hygna, Reith und Scheffach.

Nachbargemeinden

Münster Kramsach Brixlegg
Strass im Zillertal Alpbach
Bruck am Ziller Hart im Zillertal

Geschichte

Reith ist eine sehr alte Siedlung, die bereits um 960 erstmals urkundlich als „Rîute“ erwähnt wird.[3] Im 15.–19. Jahrhundert wurde im Gebiet des Reither Kogels (1336 m) bei St. Gertraudi Silberbergbau und Kupferbergbau betrieben. Der Abbau war lange Zeit das nach Schwaz größte Silber- und Kupferbergwerk in Tirol. Der Bergbau ist eingestellt, es gibt noch große Vorräte an Baryt, deren Abbau sich aber aufgrund globaler Konkurrenz derzeit nicht lohnt.

Von 1952 bis 1975[4] hieß die Gemeinde Reith bei Brixlegg, änderte ihren Namen aber – vor allem aus touristischen Gründen – in Reith im Alpbachtal. Neben der Landwirtschaft spielt heute vor allem der Tourismus eine Rolle, wobei sich die Nächtigungen etwa gleichermaßen auf die Winter- und Sommersaison verteilen.

1979 wurde Reith im Alpbachtal von der Entente Florale Europe zum „Schönsten Blumendorf Europas“ gekürt. Diese Auszeichnung war begründet auf den herrlichen Balkonblumenschmuck, der noch immer einer schönsten im Tiroler Unterland ist, sowie auf die gepflegten Blumeninseln im Ortsgebiet und das schöne Ortsbild im Gesamten.

Seit 2012 gibt es den „Hildegard-von-Bingen-Garten“, der vom örtlichen Hildegard-von-Bingen-Verein gehegt und gepflegt wird, einen sehenswerten Kräutergarten, der jederzeit besichtigt werden kann. Für Gruppen gibt es nach Absprache auch Führungen.

Wappen

Blasonierung: Der in Weiß (Silber) und Rot schräg nach links geteilte Schild zeigt im weißen Feld einen grünen Baum, im roten Feld einen goldenen Pflug.[5]

Das 1954 verliehene Gemeindewappen symbolisiert mit dem Baum und dem Pflug die Entstehung und den Namen des Ortes, der „Rodung“ bedeutet.[6]

Kultur und Sehenswürdigkeiten

  • Pfarrkirche Hl. Petrus mit Friedhofskapelle Hll. Michael und Margaretha
  • Widum nordwestlich der Pfarrkirche
  • Filialkirche Hl. Gertraud in St. Gertraudi
  • Kapelle in Hygna
  • Burgruine Kropfsberg
  • Schloss Matzen[7]
  • Matzenpark
  • viele hofeigene kleinere Kapellen, verstreut in der ganzen Gemeinde

Verkehr

Reith ist durch die Alpbacher Straße (L 5), die östlich am Ortskern vorbeiführt, mit Brixlegg und Alpbach verbunden.

Von Reith aus führt die Reitherkogelbahn, eine 8er-Einseilumlaufbahn, auf den Reither Kogel. Sie erschließt im Winter ein kleines Skigebiet und im Sommer ein Wandergebiet.

Persönlichkeiten

Literatur

  • Josef Daxer: Alpbachtal. Tyrolia-Verlag, Innsbruck/Wien/München 1975, ISBN 3-7022-1198-5.
  • Eduard Widmoser: Reith im Alpbachtal. Verlagsanstalt Tyrolia, Innsbruck o. J. [1976].
Commons: Reith im Alpbachtal  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. http://www.reithimalpbachtal.tirol.gv.at/gemeindeamt/download/221072132_1.pdf
  2. Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2019 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2019), (CSV)
  3. Martin Bitschnau, Hannes Obermair: Tiroler Urkundenbuch, II. Abteilung: Die Urkunden zur Geschichte des Inn-, Eisack- und Pustertals. Bd. 1: Bis zum Jahr 1140. Universitätsverlag Wagner, Innsbruck 2009, ISBN 978-3-7030-0469-8, S. 112–113 Nr. 147.
  4. Landesgesetzblatt für Tirol, Nr. 52/1975.
  5. Landesgesetzblatt für Tirol, Nr. 37/1954.
  6. Eduard Widmoser: Tiroler Wappenfibel. Tyrolia-Verlag, Innsbruck 1978, ISBN 3-7022-1324-4, S. 42.
  7. Dehio Tirol 1980


Weiterführendes#

-- Pachl W, Sonntag, 21. Februar 2016, 19:05