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vom 11.04.2017, aktuelle Version,

Roland Leitinger

Roland Leitinger

Roland Leitinger im März 2008
Nation Osterreich Österreich
Geburtstag 13. Mai 1991
Geburtsort St. Johann in Tirol
Größe 177 cm
Karriere
Disziplin Ski Alpin
Shortcarving
Firngleiten
Verein SC St. Martin bei Lofer
Status aktiv
Medaillenspiegel
Alpine Ski-WM 0 × 1 × 0 ×
Shortcarving-EM 1 × 0 × 0 ×
 Alpine Skiweltmeisterschaften
0Silber0 St. Moritz 2017 Riesenslalom
Shortcarving-EuropameisterschaftenVorlage:Medaillen_Wintersport/Wartung/unerkannt
0Gold0 Steinach 2007 Vielseitigkeit
Platzierungen im alpinen Skiweltcup
 Debüt im Weltcup 6. Februar 2011
 Gesamtweltcup 63. (2016/17)
 Riesenslalomweltcup 19. (2016/17)
letzte Änderung: 10. April 2017

Roland Leitinger (* 13. Mai 1991 in St. Johann in Tirol) ist ein österreichischer Skirennläufer, der hauptsächlich im Riesenslalom aktiv ist. Er ist seit 2010 im Kader des Österreichischen Skiverbandes. Sein größter Erfolg war der Gewinn der Riesenslalom-Silbermedaille bei der Alpinen Skiweltmeisterschaft 2017. Neben dem Alpinen Skisport war er lange als Shortcarver und Firngleiter aktiv.

Biografie

Privates

Leitinger stand als Zweijähriger auf der Talwiese in seinem Heimatort Sankt Martin bei Lofer im Salzburger Saalachtal erstmals auf Skiern, sein erstes Rennen bestritt er mit drei. Als Sechsjähriger kam er zum Skiclub seines Heimatortes. Nach der Volksschule in St. Martin und der Hauptschule in Zell am See besuchte er ab 2005 die Skihandelsschule in Schladming.[1] Sein Vater Willi Leitinger ist Geschäftsführer der Bergbahnen Lofer. Leitinger hat eine Schwester und einen Bruder. [2]

Jugend

Nach Erreichen des Alterslimits nahm er in der Saison 2006/2007 erstmals an FIS-Rennen teil. Erste Erfolge erzielte er bei den Österreichischen Meisterschaften 2008 in Haus im Ennstal, als er in der Allgemeinen Klasse den zweiten Platz in der Kombination und in seiner Altersklasse Jugend I den dritten Rang im Super-G erreichte.[3][4]

Neben dem Alpinen Skisport war Leitinger zunächst aber auf kürzeren Skiern im Shortcarving und Firngleiten sehr erfolgreich. Im Shortcarving wurde der damals erst 15-Jährige 2007 nicht nur Österreichischer Meister, sondern in Steinach am Brenner auch Europameister im Vielseitigkeitsbewerb.[5] Nach zwei weiteren Österreichischen Meistertiteln im Slalom 2008 und im Vielseitigkeitsbewerb 2009 gewann er 2010 alle drei Disziplinen (Slalom, Vielseitigkeit, Kombination) bei den Österreichischen Shortcarving-Meisterschaften.[5] Zudem wurde er 2009 und 2010 jeweils dreifacher Österreichischer Jugendmeister.[5] Im Firngleiten gelang ihm 2008 mit dem Staatsmeistertitel im Riesenslalom der erste große Erfolg.[6] 2011 entschied er bei den Österreichischen Meisterschaften in Schruns jeweils alle drei Wettbewerbe (Slalom, Riesenslalom und Kombination) in der Allgemeinen Klasse sowie in der Altersklasse Jugend II für sich.[6][7]

Erste Erfolge

Roland Leitinger im Slalom der Österreichischen Alpinen Skimeisterschaften 2008

Im Alpinen Skisport wurden der Slalom und besonders der Riesenslalom Leitingers stärkste Disziplinen. Nach seinem ersten Sieg in einem FIS-Rennen wurde Leitinger, der zuvor mehrere Jahre dem Salzburger Landeskader angehört hatte, 2010 in den B-Kader des Österreichischen Skiverbandes aufgenommen. Er startet neben FIS-Rennen seither auch im Europacup und erzielte in seiner ersten Saison 2010/11 drei Top-10-Platzierungen – alle im Riesenslalom. Er kam auch bei der Juniorenweltmeisterschaft 2011 in Crans-Montana zum Einsatz, wo er zwar im Slalom und im Super-G ausschied bzw. disqualifiziert wurde, aber im Riesenslalom den vierten Platz erreichte. Nach dieser Leistung durfte Leitinger am 6. Februar 2011 im Riesenslalom von Hinterstoder erstmals im Weltcup starten. Als 38. des ersten Durchganges verpasste er jedoch die Qualifikation für den Finallauf der besten 30. Auch bei seinem zweiten Weltcupstart im Winter 2010/11 im Riesenslalom von Kranjska Gora gelang ihm nicht die Qualifikation für den zweiten Durchgang. Auf nationaler Ebene wurde er 2011 Österreichischer Jugendmeister im Riesenslalom[4] und Dritter bei den Staatsmeisterschaften in dieser Disziplin.[3]

Die Saison 2011/2012 war für Leitinger nach einem Bruch des Sprungbeines, den er im ersten Europacuprennen des Winters am 5. Dezember in Trysil erlitten hatte, schon frühzeitig zu Ende.[8][9] Auch die folgende Saison musste Leitinger verletzungsbedingt früh beenden, nachdem er am 13. Dezember 2012 beim Training für den Weltcup-Riesenslalom in Alta Badia einen Kreuzbandriss im linken Knie erlitten hatte.[10]

In der Saison 2013/14 konnte sich Roland nach den Verletzungen wieder zurückkämpfen und startete beim Weltcup-Auftakt in Sölden, wo er ausschied, zum dritten Mal im Weltcup. In der darauf folgenden Saison 2014/15 war er in Sölden zum vierten Mal am Start und schaffte als 33. erneut nicht den Sprung in den zweiten Durchgang. Am 21. November 2014 gelangte Leitinger mit dem 3. Platz beim Riesenslalom in Levi zum ersten Mal aufs Europacup-Podium. Bei seinem sechsten Einsatz im Weltcup gewann er in Åre mit dem 21. Platz im Riesenslalom erstmals Weltcuppunkte. Am 26. Jänner 2015 folgte beim Riesenslalom in Lélex sein zweiter Europacup-Podestplatz, womit er sich den Sieg in der Disziplinenwertung sicherte.

Etablierung in der Weltspitze

Während Leitinger im Slalom der Durchbruch noch nicht gelang und er dort weiterhin im Europacup startet - bestes Ergebnis bisher war ein siebter Platz in Jaun - gelang ihm in seiner Paradedisziplin Riesenslalom die dauerhafte Etablierung im Alpinen Skiweltcup. Sein bisher bestes Weltcup-Ergebnis erzielte er am 25. Oktober 2015 im Riesenslalom von Sölden, wo er sich mit Laufbestzeit im 2. Durchgang am Ende den 6. Platz mit Henrik Kristoffersen und Felix Neureuther teilte. Beim Weltcup Riesenslalom in Beaver Creek am 6. Dezember 2015 erreichte er (ebenfalls mit Laufbestzeit im 2. Durchgang) den 10. Platz. In der weiteren Saison konnte er noch vier Mal punkten und beendete die Saison 2015/16 auf dem 24. Platz der RTL-Disziplinenwertung.

Während der Vorbereitung auf die Saison 2016/17 hatte Leitinger mit schweren Rückenproblemen zu kämpfen und musste zwei Monate pausieren. Bis zur Alpinen Skiweltmeisterschaft 2017 in St. Moritz gelang ihm keine Top-Ten-Platzierung, dennoch konnte er sich mit einem 11. Platz in Val-d’Isère und einem 15. Platz beim Riesentorlauf in Alta Badia für die WM qualifizieren. Dort gelang ihm beim WM-Riesentorlauf am 17. Februar 2017 mit dem Gewinn der Silbermedaille hinter seinem Teamkollegen Marcel Hirscher die große Überraschung und das bisher beste Resultat seiner Karriere.[11]

Erfolge Ski Alpin

Weltmeisterschaften

Weltcup

  • 4 Platzierungen unter den besten zehn

Europacup

  • Saison 2014/15: 3. Gesamtwertung, 1. Riesenslalomwertung
  • 5 Podestplätze

Juniorenweltmeisterschaften

Weitere Erfolge

  • 12 Siege in FIS-Rennen
  • 1 Podestplatz im Nor-Am Cup
  • Militär- und Polizeiweltmeisterschaften 2014: 2. Riesenslalom
  • Österreichischer Jugendmeister (Jugend II) im Riesenslalom 2011

Erfolge in weiteren Sportarten

Shortcarving

  • Europameister im Vielseitigkeitsbewerb 2007
  • Sechsfacher Österreichischer Meister (Vielseitigkeitsbewerb 2007, 2009 und 2010, Slalom 2008 und 2010, Kombination 2010)
  • Sechsfacher Österreichischer Jugendmeister

Firngleiten

Literatur

  Commons: Roland Leitinger  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. WM-Silber: Leitinger: "Heute können wir schon ein bisserl feiern." Kleine Zeitung, 17. Februar 2017, abgerufen am 20. Februar 2017.
  2. Roland Leitinger: Die Sensation der Ski-WM aus Salzburg Salzburger Nachrichten, 18. Februar 2017, abgerufen am 20. Februar 2017.
  3. 1 2 Medaillengewinne von Roland Leitinger bei Österreichischen Meisterschaften im Alpinen Skisport. ÖSV-Siegertafel, abgerufen am 20. November 2011.
  4. 1 2 Medaillengewinne von Roland Leitinger bei Österreichischen Jugendmeisterschaften im Alpinen Skisport. ÖSV-Siegertafel, abgerufen am 20. November 2011.
  5. 1 2 3 Siege von Roland Leitinger im Shortcarving. ÖSV-Siegertafel, abgerufen am 20. November 2011.
  6. 1 2 Siege von Roland Leitinger im Firngleiten. ÖSV-Siegertafel, abgerufen am 20. November 2011.
  7. Leitinger bei Firngleiter-ÖM unschlagbar. Österreichischer Skiverband, 13. April 2011, abgerufen am 20. November 2011.
  8. Marcel Mathis gewinnt Europacup Riesenslalom in Trysil. skiweltcup.tv, 5. Dezember 2011, abgerufen am 7. Mai 2012.
  9. Auch Manfred Pranger geht beim Europacup-Slalom in Obereggen an den Start. skiweltcup.tv, 12. Dezember 2011, abgerufen am 7. Mai 2012.
  10. Zwei Tage, drei Kreuzbandrisse. laola1.at, 13. Dezember 2012, abgerufen am 13. Dezember 2012.
  11. Gold & Silber: Hirscher siegt vor Leitinger spox.com, 17. Februar 2017, abgerufen am 20. Februar 2017.