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Adelsgeschlechter Hagen
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260 Auf Heinrich vWaxenbergs Ersuchen hin wurde am 2. Juli 1217 2096 der endgültige Vollzugstermin auf 11. November 1217 verschoben. Bi Ulrich sicherte zu, ihm und seinen Söhnen [„sibi et filiis suis tantum siquos habuerit ad dies sue tenendos“] die 100 Huben seines Eigenbesitzes als bischöfliches Lehen auf Lebenszeit zu übergeben, eingedenk der Bedingung, dass bei Nichteinhaltung der Frist die Burg (Unter-) Griesbach und der Markt (Neu-) Felden als Pfand an das Bistum fielen. 2097 [Heinrichs Söhne Rapoto, Hadmar und Heinrich verstarben jedoch schon in jungen Jahren, vor dem Vater, s.o.]. Der Bischof trachtete mit aller Gewalt, die 100 Huben Allodialbesitz des Heinrich vGriesbach- Waxenberg 1217 in Lehensabhängigkeit zu zwingen. Alle Orte, über die Heinrich vGriesbach als Grund- und Gerichtsherr gebot, lagen westlich der Ranna.2098 [Über eine ähnliche Vorgangsweise berichtet Adalbert Fuchs hinsichtlich der Lehenübernahme nach Rudolf vPerg durch seinen Bruder Walchun. Letzterer stellte aufgrund des Erbrechtes Ansprüche, wurde aber schließlich von Bi Altmann vP (1065 > gest. 8. August 1091) durch Bann zur Herausgabe des Besitzes gezwungen. Exkommuniziert leistete Walchun „Buße“ zu St. Pölten, übergab ein Gut zu Rottersdorf.2099] Nach dem „Auftakt“ von 1217 scheint Heinrich „säumig“ gewesen zu sein, Widerstand geleistet zu haben, sodass zwei Jahre dauernde Unterhandlungen folgten. Am 11. Februar 1220 erließ Bi Ulrich eine neuerliche Bestätigung des verhängnisvollen Vertrages bzgl „Heinrico nobili uiro de Wessenberch“, unter der Betitelung „Ulrici praesulis transactio cum Henrico de Wessenberg, de fore Velden et castro Griesbach“ und verlangte die Erfüllung bis 8. März 1220, andernfalls Burg (Unter-) Griesbach und (Neu-) Felden in den Besitz der Passauer Kirche übergehen würden, „nostre cedat ecclesie possidendum“. Im Zeugenkatalog dieser Urkunde scheint ua Heinricus (II.) de Aheim (s.u. Still x - Heft x), camerarius des Passauer Bischofs auf.2100 Die Auflistung der Privilegien und Traditionen des Bistums Passau Nr. Clxxx enthält hierzu den Vermerk: „Vlricus Episcopus Patauiensis pro eo quod conferret feoda uancancia per mortem Cholonis de Waezzenberch fratri suo. percepit ab eodem fratre Castrum Griezpach. Vorum Velden. Centum hubas et xlvi homines.“ Unter Nr. Cxciiij: „Vlricus Episcopus patauiensis pro traditione facienda per Heinricum de Waezzenberch de hubis et hominibus suis penam adiecit ut si infra certum tempus non tradiderit Castrum Grizpach et forum Velden sint Eccelsie Patauiensi.“2101 2096 MB, 28/2,295f/LXVII. Boshof, PR, II, 46f/1360, dat. Wien, 2. Juli 1217: Das Rechtsgeschäft gehört in den Zusammenhang der Passauer Territorialpolitik, die mit dem Erwerb der Ilzgau-Grafschaft zu Beginn des Jahres 1217 einen bedeutenden Erfolg verbuchen konnte. 2097 OÖUB, II, 592 ff/CCCXCIX, dat. Wien, 2. Juli 1217. Tyroller, Griesbach, 95f. MB, 28/2, 295f/LXVII. Laut Feldbauer (Herrenstand, 67) entstammten Markt Velden und Umgebung bis zur Gr. Mühl ursprünglich dem Plankenberger, andere Besitzungen dem Waxenberger Erbe; nach Maidhof sei ua das Griesbachische Eigen Velden samt Zugehör, Markt, Gericht, Vogtei, - im Jahre 1217 Hochstiftisches Lehen geworden und dadurch nach Heinrichs Tod an Passau heimgefallen. Vgl Maidhof, PU, 97, vgl ebd. 74: 3. Veit, Hochstift, 52ff. vCrailsheim Fh Krafft, persönl. PI, PA, 21. April 2008, Schloss Amerang: Der Passauer Bischof begehrte den Grundstock des Griesbacher „Allodialbesitzes“, wollte diesen dann als „Lehen“ an Heinrich und seine Söhne geben. Dieser wehrte sich, worauf der Mannesstamm der Griesbacher in Kampf und Tod unterging. Die Wasserburger Verwandten des Griesbachers, sowie die Halser, widersetzten sich ebenfalls erfolglos der Usurpation. 2098 Veit, Hochstift, 233, 23: Die auffällige Zahl von 100 Huben sei typisch für die Vergabung von Rodungsland an den Adel durch die Könige um die Wende des 11. Jh, mw an die Griesbacher selbst oder an deren Lehensherrn, die Grafen vFormbach. 2099 Boshof, PR, I, 128/435, gereiht 1081>8. August 1091. Fuchs, Göttweig, 27. Hintermayer-Wellenberg, Machland/Verwandte, 18. 2100 Boshof, PR, II, 58/1399. OÖUB, II, 610/ CCCCXI. MB, Bd 28/2, 296f/LXVIII. Wegener, Genealog. Tafeln, 468/7. Handel-Mazzetti, Schleunz, 39f. Meindl, Aham, 25ff: Die Aheim standen mit den Sauerstetten in verwandtschaftlicher Gesippung, waren ebenfalls Passauische Ministerialen, weshalb sie auch in den Urkunden gemeinsam auftraten, so in jenen Bi Ulrichs gegen Heinrich vGriesbach. 2101 MB, XXVIII/2, 541/Clxxx; 541/Cxciiij.
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Adelsgeschlechter Hagen
Titel
Adelsgeschlechter Hagen
Autor
Hanna und Herbert Schäffer
Verlag
Austria-Forum
Ort
Linz
Datum
2014
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
21.0 x 29.7 cm
Seiten
406
Schlagwörter
Oberösterreich, Linz
Kategorien
Geschichte Historische Aufzeichnungen

Inhaltsverzeichnis

  1. Vorbemerkungen 1
  2. Die Herren Sunelburg und ihr Wappen 7
  3. Die Stammburg der Herren Sunelburg 16
  4. Stammtafel der Edlen Sunelburg 21
  5. Das Auftreten der Sunelburger in Urkunden 22
  6. Hohold (Irmingard Pürten) 22
  7. Reginhard privignus 26
  8. Reginhard (I.) 28
  9. Walchun Sunelburg-Lungau 29
  10. Reginhard (II.) 30
  11. Elisabeth 31
  12. Beatrix 32
  13. Konrad (Benedicta von Haunsperg ) 37
  14. Beiträge zu mit den Edlen Sunelburg versippten Adelsgeschlechtern, den Sta 45
  15. Grafen Dornberg x - Lungau 46
  16. Dietmar I. (Irmingard vPürten ) 47
  17. Wolfram I. 49
  18. Hugo 49
  19. Dietmar II. 50
  20. Wolfram III. 54
  21. Edelfreien vAmerang - Schleunz 59
  22. Pabo 64
  23. Pabo I. Amerang-Schleunz (Elisabeth Sunelburg ) 65
  24. Pabo II. vAmerang-Schleunz (Anzbach, Elisabeth Waxenberg ) 68
  25. Otto I. Schleunz (Kunigunde Lengenbach/Velburg-Clam, Kunigunde Mern/Mähren)….………… 74
  26. Hochfreien Perg/Machland / Clam 83
  27. Walchun III. Machland-Lungau 85
  28. Hartlieb 87
  29. Otto II. (Kloster Erla ) 88
  30. Walchun IV. (Beatrix Sunelburg ) 94
  31. Grafen Bergtheim/Velburg -Clam 98
  32. Hermann (Adelheid Machland-Clam) 99
  33. Otto (Elisabeth Schleunz) 102
  34. Ulrich (Kunigunde Lengenbach) 105
  35. Stammtafel der Hochfreien Haunsperg 108
  36. Hochfreie Haunsperg 109
  37. Besitzungen der Hochfreien Haunsperg 114
  38. Linz/Donau -Haunsperger 119
  39. Meginhard I. 131
  40. Friedrich I. 132
  41. Benedicta (Schönhering , Sunelburg , Wilhering ) 134
  42. Luitgard (Erchenbert Moosbach ) 134
  43. Gottschalk I. (Otilia Wilhering) 138
  44. Friedrich III. de Lincz 140
  45. Ulrich I. (Adelheid von Au) 141
  46. Gottschalk II. 145
  47. Hinweise auf Elisabeth und Adelheid Haunsperg 152
  48. Stammtafel der Schönhering-Plankenberg 154
  49. Edlen Schönhering - Plankenberg 155
  50. Pernhart I. 160
  51. Engelbert I. Schönhering (Benedicta Haunsperg ) 162
  52. Engelbert II. Schönhering-Plankenberg (Kunigunde) 166
  53. Verbindung mit den Herrn Rosenberg/Witigonen (Witigo) 176
  54. Stammtafel der Rosenberg 176
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