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vLengenbach und Kreuzenstein schließlich am 2. Dezember 1264 verzichtete 2426). Dies wird
als erste Erwähnung des Begriffes „Land ob der Enns“ angesehen.2427 Laut Zauner ist
die provincia Austria superioris von 1264 als ein Vorläufer des um 1281 geschaffenen
Gerichtes ob der Enns anzusehen.2428
Nach dem Tode seines Neffen Sigboto vZakking 1268 und damit dem Aussterben des
Mannesstammes der Linie Zakking, dürfte Konrad die Vogtei über Herzogenburg
übernommen haben, wofür jedoch keine Belege entdeckt werden konnten.2429
Am 25. Jänner 1275 übergab Siboto vLonsdorf 2430 dem Kloster St. Florian 250 Talente teils
als Geschenk, teils als Stiftung mit genauer Angabe der Verwendung; die für die diversen
Aufstellungen benötigte Summe sollte von einem Hof zu Sommerau „curiam in Sumerawe“
(in der Ortschaft Samesleiten 2431 bei St. Florian) aufgebracht werden, welchen das Kloster
dem Siboto verpfändet hatte; das Stift übergab dem Lonsdorfer für eine restliche Schuld von
100 Pfund und dafür zu zahlenden 10 Pfund Gülten den Hof zu Sumerowe samt Einkünften
(udZ Chvonradus de Sumerowe, Hainricus de Suomerowe junior, Hainricus de Lonsdorf).
Der Sumerauerhof war bereits vor/um 1200 an St. Florian gediehen (s.u. Schautafel), als
ident mit dem Hof zu Salmansleiten/Salmesleiten erachtet, dessen ehem.
Inhaber Gerunch vSalmansliten ua 1125 in der Schenkungsurkunde des Adalbero
vGriesbach Erwähnung findet (s.o.). 2432
Garsten. Ortolf vVolkensdorf hatte dieses Landgericht bis zur Mordtat innegehabt. Heinrich vV. erhielt später das
Landgericht zurück. Vom Sohn Ottos (Bruder Ortolfs) leitete sich die Linie Kreuzen im Machland ab, die Linie
Dietrichs teilte sich in die zu Neuhofen /Traunviertel und jene zu Steyr. Die Burg Volkensdorf wurde um 1630 an
Gf Werner vTilly verkauft, als die Edlen vVolkensdorf aus Glaubensgründen nach Nürnberg emigrierten. Dieser
ließ Volkensdorf abreißen und unweit davon Schloss Tillysburg errichten. Feldbauer, Herrenstand, 139, 182ff.
Neweklowsky, Burgengründer, 141f.
2426
OÖUB, III, 327/CCCLII, dat. Krems, 2. Dezember 1264. Büttner/Müller, Neulengbacher Heimatbuch, 40.
Schäffer, Studie Lengenbach (Ms).
2427
AStL, Ua Land OÖ, Zahlen und Fakten, Geschichtliches.
2428
Zauner, Mittelalterl. Gesch. OÖs, 56. Hageneder, Land odE, 103: Seit 1264 wird der Hauptmann odE als
„iudex provintiae Austrie superioris“ bezeichnet. Vgl Neumann, Thalheim/Wels, 293.
2429
Oppitz, PI 19. März 2013.
2430
Im AStL, LR, A 1 a, finden sich ab 1240 zahlreiche Zeugenauftritte von Siboto, teils mit seinen Brüdern
Ulricus, und Arnoldus vLonstorf.
2431
Samesleiten = Salmannsleiten. Schon vor 1111 trat mit Reginbert vZelking ein Perhtolt de
Salmannesliten/Salmansleiten im Zeugenkatalog auf. (Marian/Mochty-Weltin, NÖUB, II/1, 483/ 10
, vor 1111). 1125
in einer Schenkung des Hermann vKatzelsdorf (bei Tulbing/Tuln/NÖ) an St. Florian, findet sich udZ ein Gervnch
de Salmansliten. MB, XXIX/2, 20/XXXII, Pataviae 1125. OÖLA, Traunkirchen OSB, 1191 IV: Als Hzg Otakar
vStmk dem Kl Traunkirchen die Freiheit von der weltlichen Vogtei erneuert, befindet sich udZ Heinricus de
Salmannesliten. Handel-Mazzetti, Zakking-Sumerau, 70, zur Urk. 25. Jänner 1275 (StiASF): „Die Curia de
Summerowe ist Sumerau in der Ortschaft Samesleiten bei St. Florian“. Verweis auf OÖUB, III, 417 f/ CDLVII. P.
Benedikt Wagner: PI Jänner 2011: Der Sumerauerhof /St. Florian/Ortsteil Samesleiten, war im urkundl. belegten
Zeitabschnitt nach dem Geschlecht der Sumerauer benamt, dürfte schon lange vorher, im 12. Jh, unter einem
anderen Hofnamen (mw Salmansliten/curia villicaria, wie in Riute: AStL, LR, A1a, 83/172) existiert haben, ist um
1200, ebenso um 1275 erwähnt. 1272 wurde ein Streit wegen einer Hube zu „Salmannsleiten“ beigelegt (siehe
AStL, LR, A1a, 130/305, dat. St. Florian, 24. April 1272). Wacha, PI 10. Dezember 2008: Ein Vorgängerbau des
jetzigen (aus dem 17. Jh stammenden) Summerauer-Hofes existierte im 12./13. Jh (mw der Hof zu
Salmansleiten), bereits unter Bi Wolfker vP.
2432
AStL, LR, A 1a, 135/318/319/320. Bereits im Mittelalter soll es eine Gruppe von Stroh-gedeckten Holz- und
Lehmbauten mit Hofnamen „Summerauer unterm Holz“ und starker Bindung an St. Florian gegeben haben. Laut
Schiffmann, Stiftsurbare, 96/11; 101/155, 148 (fol. 49b): Laut Auflistung der Untertanen/Güter bzgl „Amt
Summerau“ hatte St. Florian Einnahmen „Ex officio Sumerau/Nr. 17“: In Salmansleiten 3 sol Steuern, 6 sol.
servicium, 1 Gans, 2 Hühner, 60 Eier, 2 Käse usw; auch ebd., 169/26, 175/87). Vm ist Salmansperg (Schiffmann,
Stiftsurbare,100/125), mit 5 den. „decima et prediis“, ident mit Salmansleiten (>Sumerau, Sumerauerhof). Das
Oblaibuch des Kl St. Florian (ca 1325) vermerkt am 25. Februar „Syboto de Lonsdorf. Servicium 2 tal. de curia in
Sumberau. Prepositus dat eosdem.“ Das Anniversarium der Lonsdorf mit einem Servitium von 12 sol. de
Sumerawe ist am 15. März eingetragen: Schiffmann, Stiftsurbare, 89/25, 90/15. Rehberger, PI 7. Mai 2010, 30.
Jänner 2013: 1378 wird der Sumerauerhof im Einkommensverzeichnis als einer der großen Meierhöfe (Grangien)
des Stiftes St. Florian angeführt.
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Adelsgeschlechter Hagen
- Titel
- Adelsgeschlechter Hagen
- Autor
- Hanna und Herbert Schäffer
- Verlag
- Austria-Forum
- Ort
- Linz
- Datum
- 2014
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 21.0 x 29.7 cm
- Seiten
- 406
- Schlagwörter
- Oberösterreich, Linz
- Kategorien
- Geschichte Historische Aufzeichnungen
Inhaltsverzeichnis
- Vorbemerkungen 1
- Die Herren Sunelburg und ihr Wappen 7
- Die Stammburg der Herren Sunelburg 16
- Stammtafel der Edlen Sunelburg 21
- Das Auftreten der Sunelburger in Urkunden 22
- Hohold (Irmingard Pürten) 22
- Reginhard privignus 26
- Reginhard (I.) 28
- Walchun Sunelburg-Lungau 29
- Reginhard (II.) 30
- Elisabeth 31
- Beatrix 32
- Konrad (Benedicta von Haunsperg ) 37
- Beiträge zu mit den Edlen Sunelburg versippten Adelsgeschlechtern, den Sta 45
- Grafen Dornberg x - Lungau 46
- Dietmar I. (Irmingard vPürten ) 47
- Wolfram I. 49
- Hugo 49
- Dietmar II. 50
- Wolfram III. 54
- Edelfreien vAmerang - Schleunz 59
- Pabo 64
- Pabo I. Amerang-Schleunz (Elisabeth Sunelburg ) 65
- Pabo II. vAmerang-Schleunz (Anzbach, Elisabeth Waxenberg ) 68
- Otto I. Schleunz (Kunigunde Lengenbach/Velburg-Clam, Kunigunde Mern/Mähren)….………… 74
- Hochfreien Perg/Machland / Clam 83
- Walchun III. Machland-Lungau 85
- Hartlieb 87
- Otto II. (Kloster Erla ) 88
- Walchun IV. (Beatrix Sunelburg ) 94
- Grafen Bergtheim/Velburg -Clam 98
- Hermann (Adelheid Machland-Clam) 99
- Otto (Elisabeth Schleunz) 102
- Ulrich (Kunigunde Lengenbach) 105
- Stammtafel der Hochfreien Haunsperg 108
- Hochfreie Haunsperg 109
- Besitzungen der Hochfreien Haunsperg 114
- Linz/Donau -Haunsperger 119
- Meginhard I. 131
- Friedrich I. 132
- Benedicta (Schönhering , Sunelburg , Wilhering ) 134
- Luitgard (Erchenbert Moosbach ) 134
- Gottschalk I. (Otilia Wilhering) 138
- Friedrich III. de Lincz 140
- Ulrich I. (Adelheid von Au) 141
- Gottschalk II. 145
- Hinweise auf Elisabeth und Adelheid Haunsperg 152
- Stammtafel der Schönhering-Plankenberg 154
- Edlen Schönhering - Plankenberg 155
- Pernhart I. 160
- Engelbert I. Schönhering (Benedicta Haunsperg ) 162
- Engelbert II. Schönhering-Plankenberg (Kunigunde) 166
- Verbindung mit den Herrn Rosenberg/Witigonen (Witigo) 176
- Stammtafel der Rosenberg 176