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Adelsgeschlechter Hagen
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331 Die Johanneskirche zu Sindelburg unterstand dem Schutz des Herren vSunelburg, des Patronatsherren, der sie auf eigenem Grund und aus eigenen Mitteln hatte erbauen und mit Pfründenvermögen zur Gewährleistung des Unterhaltes des Geistlichen und seiner kirchlichen Aufgaben ausstatten lassen hatte.2681 Diese Patronatsstellung behielt der jeweilige Besitzer der „Sunnilburg“, der nachfolgenden Veste und des späteren Schlosses Wallsee bei. In der Todesanzeige vom 13. Februar 2012 für Ing. EH Franz Salvator vHabsburg-Lothringen, wurde explizit seine Stellung als Patronatsherr der Pfarrkirche Sindelburg angeführt.2682 Laut Ortmayr/Decker musste um 1110 der nördliche Teil der Pfarre Aschbach an Sindelburg abgegeben werden. Die Pfarre Sindelburg sei aus Teilen der Pfarren Aschbach und Wolfsbach gegründet worden.2683 Frühe Erwähnungen der Kirche von Sindelburg/Sindelburgs scheinen 1071, 1111, 1113, 1122, 1138>1147/48, speziell 1142/43 auf: Unter den „pauca de dominicalibus nostris“, mit welchen am 25. Juni 1071 Bi Altmann vP (1065>1091) das wiederhergestellte, regulierten Chorherren übergebene Kloster St. Florian/OÖ versorgte, waren Zehente von Sunelburg enthalten: „Ad svnilburch mansum unum et dimidium et duas partes decimationis“. Das Erzherzogliche Historikerteam nahm für 1071 in Verbindung mit dem Ableben Hoholds (vSunelburg-Dornberg x) einen Patronatsherren-Wechsel an, mit bischöflich angeordneter Abgabe von Zehent-Teilen an „Neu-St. Florian“.2684 St. Florian hatte auch im 12. Jh zwei Drittel des Zehents in der Pfarre Sindelburg inne, sie werden ua am 23. August 1111 als im Besitze des Klosters befindlich erwähnt und am 26. Juni 1113 durch Bi Ulrich vP (vStill/Heft) bestätigt: „Ad Svnilburch mansus unus et dimidius, et due partes decimationis“.2685 Die Kirche mit ihrem Widum (1 ½ Mansen und 2/3 Zehent), damals ein Gut des Stiftes St. Florian, fand am 18. März 1122 Erwähnung.2686 In einer zu Hohenau ausgestellten Tauschurkunde (zw 1138>1147/48) zw Bi Reginbert vP und Propst Balduin vArdacker über die Pfarrkirche Stephanshart und ihre Filialkirche Zeidlarn, wird in der zugehörigen Grenzbeschreibung auch Sindelburg erwähnt: „…usque in uallem que diuidit Sunelburch, et istam ecclesiam finit sub danubio“. UdZ Rudigerus de Aheim.2687 Als Bi Reginbert vP (vHagenau, 1138>1148, aus der Stifterfamilie von Stift Seitenstetten stammend, s.o.) das von seinen Eltern dem Stift Seitenstetten gewidmete Allod Pfaffstetten 2681 Habsburg-Lothringen, Studie Burg Wallsee (Erzherzogl. Habsburgisches PA, Wallsee ); http://www.i- gap.at/~gmd_wal/content_1640.hml ; und Ebidat-Burgendatenbank des europ. Burgeninstitutes „Burgen an Rhein und Donau“, http://www.ms-visucom.de/cgi-bin/ebidat.pl?id=1520. Das angegebene Aussterben der Herren vSunelburg 1136 ist unrichtig und beruht vm auf der nicht profund erforschten Konvoluts-Urkunde des Stiftes Rein, da Konrad vSunelburg noch Ende 1145 testierte, erst kurz danach verstarb. 2682 vHabsburg-Lothringen Franz EH, persönl. PI 11. Oktober 2007. Vgl Neubauer, Thalheim, 238f. 2683 Ortmayr/Decker, Benediktinerstift Seitenstetten, 28. Weltin/Zehetmayer, NÖUB, I, 222: 1049 besaß Salzburg einen Wirtschaftshof zu Aschbach, wo 823 noch Passau begütert war; 1109 verfügte Passau über die Pfarre. 2684 OÖUB, II, 95/LXXV, dat. Passau, 25. Juni 1071; Dimidium = halbes Gut. Habsburg-Lothringen, Studie Burg Wallsee, 1, und persönl. PI 11. Oktober 2007: Das Forscherteam nahm 1071, im Zusammenhang mit dem Todfall Hoholds, einen Patronatsherrenwechsel an. Fleck, Pfarre Sindelburg, 14. Buchmayr, PI 23. August 2013. Maidhof, PU, 241. Handel-Mazzetti, Wallsee/Sunelburg, 109. Bi Altmann nahm am 17. März 1077 zu Forchheim an der Wahl des Saliers Hzg Rudolfs vRheinfelden/Schwaben (1077>1080) zum Gegenkönig teil. Hermann vSalm 1081>1087/88. Boshof, PR, I, 112/378. Sokop, Stammtafeln, 27. 2685 Stülz, St. Florian, 209, X. In der Auflistung der zahlreichen Besitzungen des Stiftes St. Florian durch Bi Ulrich vP von 1111 werden neben Sindelburg Güter „ad Meirstorf unam“, „ad Horbach (Harbach) unam, ad Tabirsheim (Taversheim) unam, ad Pulgarn unam, ad Luffenberch unam…“ u.a. angeführt. Zu 26. Juni 1113: AStiSF, Passau, X. kalend. Septemb.; Stülz, St. Florian, 223,XII; vgl OÖUB,II, 95,139,142,146; 152/53/CII, 18. März 1122. 2686 Weigl, Ortsnamen NÖ, 125. Plesser, Sindelburg-Wallsee, 153/ 2. OÖUB, II, 152ff/53/CII, dat. Passau, 18. März 1122. Rehberger/Wunschheim, Topographia Florianensis, 118. Maidhof, PU, 241. 2687 MB, XXIX/2, 28f/XXXVIII, Domus Ardacker, Hohenau iuxta Oenum, unter 1138>1148 (Sedenzzeit Bi Reginberts vP, vHagenau). Meindl, Aham, 22.
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Adelsgeschlechter Hagen
Titel
Adelsgeschlechter Hagen
Autor
Hanna und Herbert Schäffer
Verlag
Austria-Forum
Ort
Linz
Datum
2014
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
21.0 x 29.7 cm
Seiten
406
Schlagwörter
Oberösterreich, Linz
Kategorien
Geschichte Historische Aufzeichnungen

Inhaltsverzeichnis

  1. Vorbemerkungen 1
  2. Die Herren Sunelburg und ihr Wappen 7
  3. Die Stammburg der Herren Sunelburg 16
  4. Stammtafel der Edlen Sunelburg 21
  5. Das Auftreten der Sunelburger in Urkunden 22
  6. Hohold (Irmingard Pürten) 22
  7. Reginhard privignus 26
  8. Reginhard (I.) 28
  9. Walchun Sunelburg-Lungau 29
  10. Reginhard (II.) 30
  11. Elisabeth 31
  12. Beatrix 32
  13. Konrad (Benedicta von Haunsperg ) 37
  14. Beiträge zu mit den Edlen Sunelburg versippten Adelsgeschlechtern, den Sta 45
  15. Grafen Dornberg x - Lungau 46
  16. Dietmar I. (Irmingard vPürten ) 47
  17. Wolfram I. 49
  18. Hugo 49
  19. Dietmar II. 50
  20. Wolfram III. 54
  21. Edelfreien vAmerang - Schleunz 59
  22. Pabo 64
  23. Pabo I. Amerang-Schleunz (Elisabeth Sunelburg ) 65
  24. Pabo II. vAmerang-Schleunz (Anzbach, Elisabeth Waxenberg ) 68
  25. Otto I. Schleunz (Kunigunde Lengenbach/Velburg-Clam, Kunigunde Mern/Mähren)….………… 74
  26. Hochfreien Perg/Machland / Clam 83
  27. Walchun III. Machland-Lungau 85
  28. Hartlieb 87
  29. Otto II. (Kloster Erla ) 88
  30. Walchun IV. (Beatrix Sunelburg ) 94
  31. Grafen Bergtheim/Velburg -Clam 98
  32. Hermann (Adelheid Machland-Clam) 99
  33. Otto (Elisabeth Schleunz) 102
  34. Ulrich (Kunigunde Lengenbach) 105
  35. Stammtafel der Hochfreien Haunsperg 108
  36. Hochfreie Haunsperg 109
  37. Besitzungen der Hochfreien Haunsperg 114
  38. Linz/Donau -Haunsperger 119
  39. Meginhard I. 131
  40. Friedrich I. 132
  41. Benedicta (Schönhering , Sunelburg , Wilhering ) 134
  42. Luitgard (Erchenbert Moosbach ) 134
  43. Gottschalk I. (Otilia Wilhering) 138
  44. Friedrich III. de Lincz 140
  45. Ulrich I. (Adelheid von Au) 141
  46. Gottschalk II. 145
  47. Hinweise auf Elisabeth und Adelheid Haunsperg 152
  48. Stammtafel der Schönhering-Plankenberg 154
  49. Edlen Schönhering - Plankenberg 155
  50. Pernhart I. 160
  51. Engelbert I. Schönhering (Benedicta Haunsperg ) 162
  52. Engelbert II. Schönhering-Plankenberg (Kunigunde) 166
  53. Verbindung mit den Herrn Rosenberg/Witigonen (Witigo) 176
  54. Stammtafel der Rosenberg 176
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