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Adelsgeschlechter Hagen
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369 Schloss Wildberg im Haselgraben und die Wilde Jagd (o. D., 12.Jh) 2899 Hinweis: Bzgl des Namens „Wildberg“ wurde auf die Errichtung einer Höhenburg im noch großteils ungerodeten Nordwaldgebiet geschlossen. Sie soll Anfang des 12. Jhs von dem aus dem Salzburgischen stammenden Edelmann Gottschalk I. vHaunsperg am westlichen Abhang des Haselgrabens auf einer sogenannten Rückfallskuppe, welche zur Sohle des Haselgrabens senkrecht abfällt, erbaut worden sein. Gottschalk I. scheint ua 1145 urkundlich mit der Titulierung „von Wildberg“ auf. Die Hochfreien vHaunsperg erhielten nördlich der Donau in Oberösterreich ein sogenanntes Rodungsluss, in welchem dieser Stütz-und Maut-Punkt entstand, von dem aus man den alten Saum- und Salzweg kontrollieren konnte. Die mythische Interpretation des Burgnamens stellt auf die weitverbreitete Sage der „Wilden Jagd“ ab, welche auch andererorts, zB im Bereich der Urfahrwänd am nördlichen Donauufer, Niederschlag fand. Im 14. Jh erfuhr die mittlerweile Starhembergische Burg einen Kupferstich, Georg Matthäus Vischer, 1674; größeren Bekanntheitsgrad aufgrund der Inhaftierung Kg Wenzels Topographia Austriae superioris modernae / AStL von Böhmen (vom 5. Juli bis 1. August 1394) im Turm der Burg. (VE: Dir. Dr. Walter Schuster) In gewissen Winternächten, den sogenannten „Rauhnächten“ soll um das Schloss Wildberg im Haselgraben die „Wilde Jagd“ (ein Geisterheer) brausen, an deren Spitze in zerfetztem Mantel der „Wilde Jäger“ auf einem dreibeinigen Ross ohne Kopf einherstürmt. Die Schreckensgestalt des „Wilden Jägers“ wird vielfach mit dem Sturmgott Wotan auf seinem Wolkenross identifiziert. Vm befand sich hier auf dem „Wilden Berg“ in germanisch- heidnischer Vorzeit tatsächlich eine Kult- und Opferstätte. Der Haunsperger Silberling; - das „Hagkhenschloss“: 2900 (o. D. 12.Jh) 2901 Hinweis: Der Hagen kam im 12. Jahrhundert durch die Ehe- schließung des Hochfreien Gottschalk I. von Haunsperg und der Edlen Otilia der Jüngeren von Wilhering-Waxenberg mit dem Geschlecht der Edelfreien von Haunsperg in Berührung. Beider Wappen befanden sich an der Wappen- wand der Schlosskapelle Hagen. Das Wilheringer Wappen führte die Wappenreihe an. Gottschalk dürfte nach dem Tod seiner Schwester Benedicta (1147) und des Schwagers Cholo (1154) bis zur Großjährigkeit seiner mj Nichte Elisabeth von Wilhering-Waxenberg und vm darüber hinaus (bis zu seinem eigenen Tod Ende 1167) die Verwaltung etlicher Waxenberger Besitzungen, so auch des Hagen, geführt, bzw der Aufbringung seines Wappens nach zu schließen, diese mw sogar (mw als Pfand) übernommen haben (s.o.). 2902 Als die Herren von „Haunsperch“ das „Hoeffl am Hagkhen“ innehatten und überhaupt das „ganz landt enthalb der Thunawe“ sowie Linz am gegenüberliegenden Ufer, Schloss Hagen, Kupferstich, M. Vischer, 1670; PA gab es um den Hof nur einige „gar arm vndterthaenig behaussung“. Die Untertanen arbeiteten jedoch ordentlich und fleißig zum Wohle ihres Herrn und Beschützers. Der Haunsperger belohnte sie dafür, und jeder von ihnen, auch jeder Tagwerker, erhielt zur Sonnenwende, dem 2899 Wacha, PI Dezember 1998. 2900 OÖLMBibl, Ehem. SA Hagen, As fol. 27. Wappen: Siebmacher, Bd. 28. Schäffer, GHft Hagen/Inhaber, Bd I, Haunsperg x. Michalek, Haunsberg. Wacha, PI Dezember 1998. 2901 OÖLMBibl, Ehem. SA Hagen, As fol. 27, „Hagen´sches Vnderthannen-Schuellbuech“; - fol. 32. Reder Walter, PI 24. Jänner 2002. Wacha, PI Dezember 1998. Der Stammsitz der Haunsperger befand sich nw der Stadt Salzburg. 2902 Wacha, PI Dezember 1998, nahm die Verwaltung auf Pfand- und Gerhabs-Basis an, zumal gewisse Investitionen und Rechtsgeschäfte unvermeidlich waren.
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Adelsgeschlechter Hagen
Titel
Adelsgeschlechter Hagen
Autor
Hanna und Herbert Schäffer
Verlag
Austria-Forum
Ort
Linz
Datum
2014
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
21.0 x 29.7 cm
Seiten
406
Schlagwörter
Oberösterreich, Linz
Kategorien
Geschichte Historische Aufzeichnungen

Inhaltsverzeichnis

  1. Vorbemerkungen 1
  2. Die Herren Sunelburg und ihr Wappen 7
  3. Die Stammburg der Herren Sunelburg 16
  4. Stammtafel der Edlen Sunelburg 21
  5. Das Auftreten der Sunelburger in Urkunden 22
  6. Hohold (Irmingard Pürten) 22
  7. Reginhard privignus 26
  8. Reginhard (I.) 28
  9. Walchun Sunelburg-Lungau 29
  10. Reginhard (II.) 30
  11. Elisabeth 31
  12. Beatrix 32
  13. Konrad (Benedicta von Haunsperg ) 37
  14. Beiträge zu mit den Edlen Sunelburg versippten Adelsgeschlechtern, den Sta 45
  15. Grafen Dornberg x - Lungau 46
  16. Dietmar I. (Irmingard vPürten ) 47
  17. Wolfram I. 49
  18. Hugo 49
  19. Dietmar II. 50
  20. Wolfram III. 54
  21. Edelfreien vAmerang - Schleunz 59
  22. Pabo 64
  23. Pabo I. Amerang-Schleunz (Elisabeth Sunelburg ) 65
  24. Pabo II. vAmerang-Schleunz (Anzbach, Elisabeth Waxenberg ) 68
  25. Otto I. Schleunz (Kunigunde Lengenbach/Velburg-Clam, Kunigunde Mern/Mähren)….………… 74
  26. Hochfreien Perg/Machland / Clam 83
  27. Walchun III. Machland-Lungau 85
  28. Hartlieb 87
  29. Otto II. (Kloster Erla ) 88
  30. Walchun IV. (Beatrix Sunelburg ) 94
  31. Grafen Bergtheim/Velburg -Clam 98
  32. Hermann (Adelheid Machland-Clam) 99
  33. Otto (Elisabeth Schleunz) 102
  34. Ulrich (Kunigunde Lengenbach) 105
  35. Stammtafel der Hochfreien Haunsperg 108
  36. Hochfreie Haunsperg 109
  37. Besitzungen der Hochfreien Haunsperg 114
  38. Linz/Donau -Haunsperger 119
  39. Meginhard I. 131
  40. Friedrich I. 132
  41. Benedicta (Schönhering , Sunelburg , Wilhering ) 134
  42. Luitgard (Erchenbert Moosbach ) 134
  43. Gottschalk I. (Otilia Wilhering) 138
  44. Friedrich III. de Lincz 140
  45. Ulrich I. (Adelheid von Au) 141
  46. Gottschalk II. 145
  47. Hinweise auf Elisabeth und Adelheid Haunsperg 152
  48. Stammtafel der Schönhering-Plankenberg 154
  49. Edlen Schönhering - Plankenberg 155
  50. Pernhart I. 160
  51. Engelbert I. Schönhering (Benedicta Haunsperg ) 162
  52. Engelbert II. Schönhering-Plankenberg (Kunigunde) 166
  53. Verbindung mit den Herrn Rosenberg/Witigonen (Witigo) 176
  54. Stammtafel der Rosenberg 176
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