Außerfernbahn

Garmisch-Partenkirchen–Kempten
Strecke der Außerfernbahn
Kursbuchstrecke (DB): 976
Kursbuchstrecke (ÖBB): 400
Streckennummer: 5452 (DB) (Garmisch-Partenkirchen–Grenze)
552   (ÖBB) (Grenze–Reutte–Grenze)
5403 (DB) (Grenze–Kempten)
Streckenlänge: 93,9 km
Spurweite: 1435 mm (Normalspur)
Stromsystem: (Garmisch-Partenkirchen – Reutte)
15 kV / 16,7 Hz ~
1913–1923 15 Hz ~
Maximale Neigung: 37,5 
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von München
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0,000 Garmisch-Partenkirchen 708 m ü. NN
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Mittenwaldbahn nach Innsbruck
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1,242 Garmisch-Partenkirchen Hausberg
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ehemals Hausbergbahn
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2,100 Rießersee
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3,100 Bayerische Zugspitzbahn
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3,400 Kreuzeckbahn
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4,700 Obergrainau
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5,458 Untergrainau 740 m ü. NN
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13,266 Griesen (Oberbay) 818 m ü. NN
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14,846
30,445
Staatsgrenze DeutschlandÖsterreich
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29,200 Schober (zum 29. Mai 1960 aufgelassen)
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27,600 Schanz Ausweiche
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25,900 Schanz (zum 26. September 1971 aufgelassen)
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23,300 Ehrwald Zugspitzbahn 974 m ü. A.
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20,400 Lermoos 1004 m ü. A.
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19,000 Lermoostunnel (105,6 m)
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16,400 Lähn 1106 m ü. A.
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13,100 Bichlbach-Berwang 1072 m ü. A.
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11,600 Bichlbach-Almkopfbahn
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8,800 Heiterwang-Plansee 1012 m ü. A.
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6,900 Thanellerkar (zum 7. November 1966 aufgelassen)
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5,000 Katzenbergtunnel (512,5 m)
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3,600 Bad Kreckelmoos 938 m ü. A.
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0,500 Reutte in Tirol Schulzentrum
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0,000
14,390
Reutte in Tirol 850 m ü. A.
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12,000 Pflach 840 m ü. A.
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7,600 Musau 822 m ü. A.
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6,400 Ulrichsbrücke-Füssen 814 m ü. A.
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3,900 Vils 817 m ü. A.
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0,500 Schönbichl 831 m ü. A.
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0,000
34,239
Staatsgrenze Österreich–Deutschland
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33,000 Pfronten-Steinach 841 m ü. NN
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30,700 Pfronten-Ried 858 m ü. NN
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29,300 Pfronten-Weißbach 874 m ü. NN
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27,000 Pfronten-Kappel
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23,910 Nesselwang 864 m ü. NN
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21,600 Maria Rain
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19,800 Wertach-Haslach 891 m ü. NN
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17,600 Oy-Mittelberg 909 m ü. NN
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13,600 Zollhaus-Petersthal 899 m ü. NN
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12,000 Bodelsberg 898 m ü. NN
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8,400 Jodbad Sulzbrunn (bis 2008 Bahnhof) 818 m ü. NN
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6,900 Sulzberg 778 m ü. NN
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3,900 Durach 711 m ü. NN
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1,800 St Mang (ehemals Kottern-Neudorf)
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Allgäubahn von München
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von Neu-Ulm
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Obere Illerbrücken
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0,000 Kempten (Allg) Hbf (bis 1969)
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0,410 Kempten (Allg) Hbf (ab 1969) 705 m ü. NN
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nach Isny
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Allgäubahn nach Lindau

47.493079910.7215141Koordinaten: 47° 29′ 35″ N, 10° 43′ 17″ O

Die Außerfernbahn ist eine grenzüberschreitende Eisenbahnstrecke zwischen Bayern und Tirol. Die durchgehend eingleisige Nebenbahn verläuft von Kempten über Pfronten, Reutte nach Garmisch-Partenkirchen. Zwischen Garmisch-Partenkirchen und Reutte ist sie elektrifiziert.[1] Sie verbindet das Außerfern mit der Mittenwaldbahn und der Bahnstrecke München–Garmisch-Partenkirchen im Osten sowie der Bayerischen Allgäubahn und der Illertalbahn im Westen.

Inhaltsverzeichnis


Der Bahnhof Reutte in Tirol

Geschichte

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts tauchten erste Pläne für eine „Fernbahn“ von Kempten über den Fernpass nach Innsbruck auf. Am 1. Dezember 1895[2] wurde das erste Teilstück von Kempten nach Pfronten-Ried eröffnet, es folgte 1905 die Verlängerung bis Schönbichl. Ab Schönbichl verkehrte eine Lokalbahn nach Reutte. Eine Erweiterung der Linie stand zur Diskussion, es wurde über drei Varianten diskutiert: Reutte–Ehrwald–Gaistal–Leutasch, Reutte–Fernpass–Imst („Fernbahn“) oder Reutte–Ehrwald–Garmisch. Da Garmisch zu der Zeit schon einen Bahnanschluss nach München besaß, lag es nahe, eine direkte Verbindung München–Innsbruck und damit die Erschließung des Außerfern zu betreiben. Die Mittenwaldbahn von Garmisch nach Innsbruck wurde 1912 eröffnet, die Strecke Garmisch–Reutte am 29. Mai 1913. Beide Strecken wurden von Anfang an elektrisch betrieben.

Es gab immer wieder Überlegungen, die Strecke über den Fernpass oder den Anschluss an die nur vier Kilometer entfernten Gleise der Strecke nach Füssen zu bauen, realisiert wurden diese Pläne allerdings nie.

Verschiedentlich wurde eine Stilllegung der Strecke diskutiert, zuletzt um 2001, als die Oberleitung wegen schlechten Zustandes 2000 zwischen Garmisch-Partenkirchen und Griesen abgebaut war. 2002 wurde die Oberleitung wegen des Güterverkehrs jedoch wiederhergestellt und am 14. September in Betrieb genommen. 2003 wurde die DB Regio durch das Land Tirol mit der Betriebsführung des Personenverkehrs beauftragt. Der Betrieb wurde mit Dieselgarnituren durchgeführt. Heute (2010) wird die Strecke von elektrischen Triebzügen bedient.

Streckenführung, Betrieb

Die Bahnstrecke beginnt in Kempten im hügeligen Alpenvorland, überquert die Grenze zu Österreich zwischen Pfronten und Schönbichl und führt zwischen Ehrwald und Griesen wieder auf das Staatsgebiet von Deutschland. Längster Tunnel ist der 512 Meter lange Katzenbergtunnel, der auch die Namen Klausentunnel (nach der Ehrenberger Klause) beziehungsweise Kesselwangtunnel trägt, zwischen Reutte und Heiterwang. Die Maximalneigung der Strecke beträgt 37,5 Promille.

vereinfachtes Höhenprofil der Strecke

Zwischen Kempten und Reutte werden vor allem Dieseltriebwagen der Baureihen 628 und 642 eingesetzt, zwischen Reutte und Garmisch elektrische Triebwagen der Baureihen 425 und 426. Die Betriebsführung unterliegt auf der gesamten Strecke der DB (auch auf dem Tiroler Streckenabschnitt sind BahnCard, Werdenfelsticket, Bayernticket und Schönes-Wochenende-Ticket gültig[3]), die Unterhaltung der Infrastruktur der ÖBB.

Bedeutung hat die Bahn heute im Schüler- und Pendlerverkehr, im Ausflugsverkehr und in beträchtlichen Gütertransporten für ein Zementwerk sowie eine Holzverladung in Vils. Diese Gütertransporte finden aber nur auf dem Abschnitt Vils–Garmisch statt.

Touristisches

Die Haltestellen an der Außerfernbahn zwischen Garmisch-Partenkirchen und Reutte in Tirol (Griesen, Ehrwald, Lermoos, Lähn, Bichlbach-Berwang, Heiterwang-Plansee, Pflach) sind Ausgangspunkte für Bergtouren in den Ammergauer Alpen (Friederspitz und Frieder, Schellschlicht, Daniel, Hochschrutte, Plattberg, Säuling), im Mieminger Gebirge (Ehrwalder Sonnenspitze) und in den Lechtaler Alpen (Thaneller, Roter Stein, Pleisspitze).

Am 28. Januar 2007 wurde der Haltepunkt Hausbergbahn an der Talstation der gleichnamigen Seilbahn, die ein Skigebiet erschließt, zur saisonalen Nutzung für Wintersporttouristen wiedereröffnet. Im ersten Quartal des Jahres 2007 sowie im Winter 2007/2008 hielten dort lediglich spezielle Wintersportzüge München–Garmisch-Partenkirchen–Hausbergbahn an den Wochenenden. Vom 14. Dezember 2008 bis zum Ende der Skisaison am Hausberg am 19. April 2009 bedienten hingegen auch alle Reisezüge der Außerfernbahn die Station, währenddessen der Halt in Griesen entfiel.[4]

Ein Triebwagen der Baureihe 425 im Bahnhof Bichlbach-Berwang

Literatur

  • Siegfried Bufe: Außerfernbahn. Kempten, Reutte, Garmisch-Partenkirchen. Bufe-Fachbuch-Verlag, Egglham 2001, ISBN 3-922138-75-6.
  • Wolfgang Krutiak: Mittenwaldbahn. Innsbruck – Garmisch-Partenkirchen. Geschichte, Technik und Landeskunde der Mittenwald- und Außerfernbahn Innsbruck – Garmisch-Partenkirchen – Reutte. 1 Übersichtskarte. Slezak, Wien 1976, ISBN 3-900134-30-8.
  • Günter Denoth (Red.), Helmuth Petrovitsch: … über den Fern. Die Mittenwaldbahn Innsbruck – Garmisch – Reutte, aufgelegt anlässlich „90 Jahre Ausserfernbahn“ 14. September 2003. Eisenbahntechnische Sonderpublikationen, Band 1. Eigenverlag Eisenbahnarchiv Tirol, Neugötzens 2003. [5]

Einzelnachweise

  1. Erlebnis Bahn, Faszination Eisenbahn - Ronnys Eisenbahn Seiten: AUßERFERNBAHN - Die Allgäu-Tirol-Oberbayerische Erlebnisbahn, dort Meldung vom 16. September 2009 („Ausschreibung der Außerfernbahn“), abgerufen am 22. Mai 2011
  2. Georg Roggenhofer: Bergtouren an der neuen Bahn Kempten–Pfronten. In: Der Alpenfreund, Heft 8/1896, (VI. Jahrgang), S. 77–83. (Online bei ANNO)Vorlage:ANNO/Wartung/daf
  3. Homepage der DB AG zum Regioticket Bayern
  4. „Freistaat Bayern optimiert Nahverkehrsangebot in Oberbayern“ – Pressemitteilung der Bayerischen Eisenbahngesellschaft vom 17. Juli 2008
  5. Permalink Österreichischer Bibliothekenverbund.
1987: Ein Triebwagen der Baureihe 628.0 bei Schönbichl

Weblinks

 Commons: Außerfernbahn – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien