Obertraun

Obertraun
Wappen von Obertraun
Obertraun (Österreich)
Obertraun
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Oberösterreich
Politischer Bezirk: Gmunden
Kfz-Kennzeichen: GM
Fläche: 88,43 km²
Koordinaten: 47° 34′ N, 13° 41′ O47.55861111111113.683611111111511Koordinaten: 47° 33′ 31″ N, 13° 41′ 1″ O
Höhe: 511 m ü. A.
Einwohner: 716 (1. Jän. 2012)
Bevölkerungsdichte: 8,1 Einw. pro km²
Postleitzahl: 4831
Vorwahl: 06131
Gemeindekennziffer: 4 07 12
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Obertraun 180
4831 Obertraun
Website: www.obertraun.ooe.gv.at
Politik
Bürgermeister: Egon Höll (SPÖ)
Gemeinderat: (2009)
(13 Mitglieder)
9 SPÖ, 4 ÖVP
Lage der Gemeinde Obertraun im Bezirk Gmunden
Altmünster Bad Goisern Bad Ischl Ebensee Gmunden Gosau Grünau im Almtal Gschwandt Hallstatt Kirchham Laakirchen Obertraun Ohlsdorf Pinsdorf Roitham St. Konrad (Oberösterreich) St. Wolfgang im Salzkammergut Scharnstein Traunkirchen Vorchdorf OberösterreichLage der Gemeinde Obertraun im Bezirk Gmunden (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
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(Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria)

Obertraun ist eine Gemeinde im oberösterreichischen Salzkammergut im Bezirk Gmunden im Traunviertel mit 716 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2012). Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Bad Ischl.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Obertraun liegt auf 511 m Höhe im Traunviertel am Hallstätter See. Die Ausdehnung beträgt von Nord nach Süd 11,6 km, von West nach Ost 13,4 km. Die Gesamtfläche beträgt 88,4 km², 15,5 % der Fläche sind bewaldet.

Im Gemeindegebiet liegen die Hirzkarseen.

Ortsteile der Gemeinde

Obertraun und Winkl.

Nachbargemeinden

Bad Goisern am Hallstättersee Bad Aussee
Hallstatt Nachbargemeinden
Ramsau am Dachstein Gröbming, Haus

Wappen

Blasonierung: Zwischen linkem, grünem Schräghaupt, darin ein silberner, spitzer Dreiberg, und linkem, blauem Schrägfuß in Gold ein roter, schreitender Höhlenbär.
Das Wappenmotiv nimmt Bezug auf das durch eine Seilbahn-Kette dem Fremdenverkehr erschlossene, über dem Hallstätter See aufragende Dachsteingebiet mit seinen Schauhöhlen; das Wappentier weist auf die Funde von Skelettresten des Höhlenbären (ursus spelaeus) aus der älteren Steinzeit im König-Artus-Dom der Rieseneishöhlen ("Bärenfriedhof"). In der letzten Zwischeneiszeit war das Klima so günstig, dass der Höhlenbär noch in den Hochgebirgsregionen in ausreichendem Maße pflanzliche Nahrung finden konnte. Den Winter haben die Tiere in den zahlreichen Kalkhöhlen zugebracht.

Gemeindefarben: Grün-Gelb-Blau

Geschichte

Ursprünglich im Ostteil des Herzogtums Bayern liegend, gehörte der Ort seit dem 12. Jahrhundert zum Herzogtum Österreich. "Obere Traun" wird 1325 im oberösterreichischen Stiftsurbarium Traunkirchen erstmals genannt. Seit 1490 wird das Gebiet dem Fürstentum 'Österreich ob der Enns' zugerechnet. Während der Napoleonischen Kriege war der Ort mehrfach besetzt. Seit 1918 gehört der Ort zum Bundesland Oberösterreich. Obertraun ist seit 1920 eine eigenständige Gemeinde und war vorher Ortsteil der Marktgemeinde Hallstatt. Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich am 13. März 1938 gehörte der Ort zum "Gau Oberdonau". Nach 1945 erfolgte die Wiederherstellung Oberösterreichs. 1954 kommt es zum „Heilbronner Dachsteinunglück“: 10 Heilbronner Schüler und 3 Lehrer kommen bei einem Wettersturz im Dachsteingebiet ums Leben.

Politik

Bürgermeister ist Mag. Egon Höll von der SPÖ.

Einwohnerentwicklung

1991 hatte die Gemeinde laut Volkszählung 811 Einwohner, 2001 dann 767 Einwohner.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Naturdenkmäler

Dachsteinhöhlen

Seit ihrer Entdeckung im Jahr 1910 gehören diese Schauhöhlen (Dachstein-Rieseneishöhle, Dachstein-Mammuthöhle und Koppenbrüllerhöhle) zu den bekanntesten Naturdenkmälern Österreichs. Sie sind für die Öffentlichkeit im Rahmen von Führungen zugänglich, aber auch für wissenschaftliche Untersuchungen. Sie sind erreichbar mit der Seilbahn von Obertraun zur Schönbergalm (1338 m), welche im Jahr 2007 modernisiert und komplett neu errichtet worden ist. Die Dachsteinhöhlen bestehen aus der Rieseneishöhle (2000 m, seit 1928 elektrisch beleuchtet), einer der größten unterirdischen Eislandschaften Mitteleuropas mit jährlich rund 200.000 Besuchern, und der Mammuthöhle (über 62 km Gesamtganglänge, teilweise imposante Gänge), einer der größten europäischen Kalksteinhöhlen. Die Höhlen wurden 1928 unter Naturschutz gestellt. Seit 1997 gehört die Gegend um Obertraun und Hallstatt zum Weltkulturerbe.

Sport

Oberhalb von Obertraun befindet sich das Skigebiet Freesports Arena Krippenstein mit 30 km Off Pist-Strecken von leicht bis extrem. Allerdings sind viele Varianten für Ortsunkundige gefährlich, da man in Dolinen und Höhlen stürzen kann. Eine besondere Attraktion ist die 11 km lange Talabfahrt mit einem Höhenunterschied von 1.500 m.

In einem Vergleich in der Ausgabe 01/2006 des Ski&Wintersport Magazins Planet Snow wurden die Freesports Arena Krippenstein zum besten Freeride Spot in den Alpen gekürt.

Persönlichkeiten

Auf dem Krippenstein lebt der bekannte Extrembergsteiger Toni Rosifka, „The Lord of the Dachstein“, wie ihn die International Herald Tribune nannte. Toni Rosifka, der 2006 seinen sechzigsten Geburtstag feierte, ist schon zu Lebzeiten eine Legende geworden. Er ist ein weit über die Grenzen Österreichs hinaus anerkannter Bergführer und Berglehrer. Seine Stellung als Vorreiter für alpine Sicherheit und seine Ausbildungskurse sind bereits "Legende". Auch der Bundespräsident Heinz Fischer hat ein Anwesen nahe dem Hallstättersee.

Tourismus und Fremdenverkehr

Im Jahr 1895 wird in dem kleinen Dorf Obertraun, welches damals noch eine Ortschaft der Gemeinde Hallstatt war, ein Verein zur Ortsverschönerung und Förderung des Fremdenverkehrs gegründet. Das ist der Grundstein des Fremdenverkehrs in der Gemeinde. Noch im selben Jahrzehnt kommen die ersten Sommergäste nach Obertraun. Im Jahr 1909 wird von Einheimischen und Mitgliedern der Linzer Naturfreunde die weitere Erforschung der Koppenbrüllerhöhle aufgenommen. Ein Jahr später werden die Eishöhle und die Mammuthöhle erforscht. Im Jahr 1947 wird mit dem Bau der Dachstein-Seilbahnen begonnen, und 4 Jahre später wird der Betrieb aufgenommen. In dieser Zeit im Jahr 1948 entstehen die Anlagen der Bundessportschule.

Der Hallstättersee wird zum Baden und Fischen genutzt.

Weblinks

 Commons: Obertraun – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fotogalerie