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vom 04.09.2015, aktuelle Version,

Braunauer Straße

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Landesstraße B147 in Österreich
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Basisdaten
Straßenbeginn: 47° 59′ N, 13° 15′ O
Straßenende: 48° 15′ N, 13° 3′ O
Gesamtlänge: 36,534 km

Bundesland:

Die Braunauer Straße (B 147) ist eine Landesstraße in Österreich. Sie führt auf einer Länge von 43,5 km durch das Mattigtal in unteren Innviertel.

Verlauf

Ihren Anfang nimmt sie in Straßwalchen im Flachgau. Von dort führt sie – der Mattigtalbahn folgend – entlang der Mattig über Mattighofen nach Braunau am Inn. Sie tangiert dabei ausgedehnte Waldgebiete wie den Kobernaußer Wald und den Lachforst.

Geschichte

Die Braunauer Straße zwischen Braunau, Ried im Innkreis und Lambach gehörte zu den Bundesstraßen, die durch das Bundesgesetz vom 8. Juli 1921 eingerichtet wurden. Bis 1938 wurde diese Bundesstraße als B 46 bezeichnet, nach dem Anschluss Österreichs wurde sie als Reichsstraße 340 geführt. Die Innviertler Straße von Braunau über Ried nach Wels ersetzte am 1. Juli 1964 die Braunauer Straße.

Die Mattighofner Straße zwischen Braunau und Straßwalchen gehörte ebenfalls zu den Bundesstraßen, die durch das Bundesgesetz vom 8. Juli 1921 eingerichtet wurden. Bis 1938 wurde diese Bundesstraße als B 40 bezeichnet, nach dem Anschluss Österreichs wurde nicht mehr als Reichsstraße geführt, stattdessen wurde sie am 1. April 1940 zur Landstraße I. Ordnung erklärt und als L.I.O. 4 bezeichnet.[1] Seit dem 1. April 1948 gehört die Mattighofner Straße wieder zum Netz der Bundesstraßen in Österreich.[2]

Gemäß Bundesstraßengesetz von 1971 sollte die Braunauer Schnellstraße S 10 die Mattighofner Straße zwischen Straßwalchen und Braunau ersetzen. Diese Schnellstraße wurde jedoch nicht gebaut, deshalb wurde am 1. April 1983 eine neue Bundesstraße 147 zwischen Braunau und Straßwalchen eingerichtet, die als Braunauer Straße bezeichnet wurde.[3]

Per 1. April 2002 wurde sie in Landesverwaltung übergeführt, rechtlich handelt es sich bei den Salzburger und dem oberösterreichischen Abschnitt um zwei Straßen.

Ausbau

Seit 2013 in Planung ist die Umfahrung Mattighofen–Munderfing, Sie soll die Stadt Mattighofen entlasten. Dazu wird sie aus dem Zentrum weg an den Ostrand verlegt, und wird am nördlichen Stadtrand bei Schalchen angebunden (heutiger km 18,8). Bis Munderfing verläuft sie knapp 500 Meter östlich der derzeitigen Straße, und schlägt dann einen großen Bogen um diesen Ort, damit auch der vom Durchzugsverkehr befreit wird. Südlich, bei km 11,0 mündet die Umfahrung wieder in den heutigen Verlauf. Die Umfahrung wird voraussichtlich 2015 errichtet.[4]

Literatur

  • Wirtschaftskammer Österreich, Referat Verkehrspolitik (Hrsg.): Straßendokumentation Innviertel B 147 Braunauer Straße. (Stand: 12.05.2005). o.O. 2005 (pdf, wko.at).
  • Das Landesstraßennetz, Amt der Oö. Landesregierung – Direktion Straßenbau und Verkehr – Abteilung Straßenerhaltung und -betrieb, land-oberoesterreich.gv.at > Themen > Verkehr > Straßennetz (Link auf DORIS – Verkehrsthemen)

Einzelnachweise

  1. Festlegung des Netzes der Landstraßen I. Ordnung im Reichsgau Oberdonau. Veröffentlicht im Verordnungs- und Amtsblatt des Reichsgaus Oberdonau.
  2. Bundesstraßengesetz vom 18. Februar 1948, Verzeichnis A.
  3. Bundesgesetz vom 20. Jänner 1983, mit dem das Bundesstraßengesetz 1971 geändert wird. BGBl. 63/1983.
  4. B147 Braunauer Straße, Umfahrung Mattighofen-Munderfing, land-oberoesterreich.gv.at > Verkehr > Straßenprojekte (Materialien. mit Link auf eine Visualisierung bei DORIS, Layer MISS).
 B147  
Die Braunauer Straße befand sich wie die anderen ehemaligen Bundesstraßen in der Bundesverwaltung. Seit 1. April 2002 steht sie unter Landesverwaltung und führt zwar das B in der Nummer weiterhin, nicht aber die Bezeichnung Bundesstraße.