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vom 12.01.2019, aktuelle Version,

Nord-Süd-Leitung

C1-Mast der Nord-Süd-Leitung nordöstlich von Mannheim

Die Nord-Süd-Leitung, auch Rheinlandleitung genannt, war ursprünglich eine insgesamt ca. 600 km lange Verbundleitung für Drehstrom-Hochspannungs-Übertragung, die die Umspannanlage Brauweiler mit dem Vermuntwerk der Vorarlberger Illwerke und dem Schluchseewerk verband. Sie wurde von 1924 bis 1929 durch das Rheinisch-Westfälische Elektrizitätswerk erbaut und am 17. April 1930 auf ihrer kompletten Länge in Betrieb genommen. Durch diese Leitung wurde es erstmals möglich, die elektrische Leistung zwischen den Stromnetzen in Nord- und Süddeutschland bedarfsgerecht und wirtschaftlich zu verteilen und insbesondere Überkapazitäten der Illwerke und des Schluchseewerks für den hohen Energiebedarf des Ruhrgebietes zu nutzen.

1979 wurden erste Teile der ursprünglichen Leitung abgebaut. Die südlichen Teile sind jedoch noch heute in Betrieb und werden größtenteils durch Amprion (vormals RWE Transportnetz Strom), einzelne Sektionen von der TransnetBW (ehemals Energie-Versorgung Schwaben) betrieben.

Die Leitung bildete das Rückgrat des deutschen Hochspannungsnetzes, durch sie wurde „ein erster großer Entwicklungsabschnitt in der Errichtung des Parallelbetriebs und in der Integration der größten Netze zum Verbundsystem vollendet“.[1]

Geschichte

Entwicklung im Rheinland

Vorgebirgszentrale 1914, im Jahr der Eröffnung

Mit Inbetriebnahme der Vorgebirgszentrale entwickelte sich das RWE unter Hugo Stinnes vom regionalen Kraftwerksbetreiber im Rheinland und Teilen Westfalens zum überregionalen Energieversorger. Versorgte es nach der Gründung 1898 zuerst nur die Stadt Essen mit Elektrizität, erwarb es 1905 die rheinische Braunkohlegrube Berggeist bei Brühl. Als die Vorräte dort zur Neige gingen wurde 1913 mit dem Bergwerk Roddergrube bei Hürth ein Liefervertrag abgeschlossen, der dem RWE einen Bezug der dortigen Braunkohle zusicherte. Bernhard Goldenberg, technischer Vorstand des RWE, plante die Verstromung der Braunkohle durch ein firmeneigenes Kraftwerk und entwickelte daher nach dem Konzept Georg Klingenbergs ein Wärmekraftwerk, das aus der Braunkohle der Roddergrube Energie erzeugt. Die 1914 in Betrieb genommene Vorgebirgszentrale (1920 zu Ehren des 1917 verstorbenen Bernhard Goldenbergs in Goldenbergwerk umbenannt) entwickelte sich durch ständige Erweiterungen kurz nach dem Ersten Weltkrieg zum leistungsstärksten Kraftwerk in Europa.[2]

Um den im Goldenbergwerk erzeugten Strom an die Verbraucher im Umland zu übertragen errichtete das RWE bereits ein weiträumiges Freileitungsnetz. Die Erfahrungen, die mit der 1912 in Betrieb genommenen 110-kV-Teststrecke zwischen Lauchhammer und Riesa gemacht wurden, nutzte man, um das firmeneigene Fernnetz ebenfalls mit dieser Spannung zu betreiben. Zwischen 1914 und 1917 wurden Leitungen gebaut, die das Goldenbergwerk als Hauptschaltstelle mit dem Erftwerk bei Grevenbroich, dem Kraftwerk Reisholz (1908 durch das RWE errichtet) und einigen weiteren Anlagen im Ruhrgebiet und im Bergischen Land verbanden. Wegen der in kurzen zeitlichen Abständen durchgeführten Erweiterungen im Goldenbergwerk wurde im RWE-Geschäftsbericht 1912/13 ausgeführt, dass „es richtig ist, in Zukunft Kraftzentralen von noch größeren Leistungen unter günstigen Stromerzeugungsverhältnissen zu errichten und mit noch größeren Versorgungsgebieten durch Anwendung höherer Übertragungsspannugnen zu versehen als dies bisher schon üblich war.“ Schließlich müssen „auch benachbarte Werke […] dahin kommen […], sich hinsichtlich der Lage ihrer Kraftstationen sowie der Auslegung ihrer Fernleitungsnetze miteinander zu verständigen, wenn nicht eine Menge Kapital unnötig verausgabt werden soll.“[3]

Schon kurz nach dem Ersten Weltkrieg wurde daher geplant, die Kraftwerke des RWE und ihr Übertragungsnetz mit anderen Energieträgern zu koppeln, um eine ständige Verfügbarkeit elektrischer Energie zu gewährleisten. Ein Plan von 1923 bestand darin, Wasserkraftwerke in den Alpen mit Übertragungsleitungen mit den rheinischen Kraftwerken zu verbinden. Unter Arthur Koepchen, seit 1917 technischer Vorstand, übernahm das RWE im Jahr 1923 von der schweizerischen Elektrobank die Mehrheit an der Elektrizitäts-Actiengesellschaft (EAG) vormals W. Lahmeyer & Co. aus Frankfurt am Main. Dadurch kam es in den Besitz von Beteiligungen an einigen Energieversorgungsunternehmen im Süden Deutschlands, die an die Lahmeyer AG angeschlossen waren:

Pläne für ein Verbundnetz

Im März 1923 besichtigte Arthur Koepchen zusammen mit Ernst Henke und Bernhard Salomon Anlagen der Lechwerke und der KAWAG, zwei Tochterunternehmen der Lahmeyer AG. Da die Wasserkraftwerke der Lechwerke im Sommer überschüssigen Strom produzierten und das Dampfkraftwerk der KAWAG im Winter Überschuss produzierte, der in Württemberg nicht absetzbar war, hatte Koepchen die Vision, beide Kraftwerksstandorte mit einer Höchstspannungsleitung zu verbinden und so den jeweils überschüssigen Strom aufzunehmen und dorthin zu transportieren, wo er währenddessen gebraucht wurde.

Die ersten ausgearbeiteten Planungen vom Mai 1923 sahen vor, über eine 160 km lange Leitung zwischen Heilbronn und Augsburg die Kraftwerke der Tochtergesellschaften miteinander zu verbinden und zusätzlich in Augsburg einen Anschluss an das Bayernwerk, das mit Inbetriebnahme des Walchenseekraftwerkes ein eigenes landesweites 110-kV-Netz in Betrieb nahm, herzustellen. Ein auf diesen Überlegungen basierender Plan Koepchens sah dann vor, diese Leitung über Höchst bis zum Goldenbergwerk zu verlängern, womit neben dem Stromtransport der süddeutschen Wasserkräfte bis ins Rheinland auch die Reichweite des Goldenbergwerkes erhöht worden wäre. Weil man befürchtete, dass konkurrierende Unternehmen den Planungen entgegen wirken könnten, wurde der Plan zunächst geheimgehalten und offiziell nur an der 160 km langen Verbindung Heilbronn–Augsburg festgehalten. Die Verhandlungen mit den bayerischen und württembergischen Behörden fanden daher unter der Leitung der EAG statt.

Im Herbst 1923 verpflichteten sich die WÜSAG-Tochter Oberschwäbische Elektrizitätswerke AG (OEW) zusammen mit der schweizerischen Bündner Kraftwerke AG dem Land Vorarlberg vertraglich gegenüber, an der Ill oberhalb von Bludenz und am Lünersee Wasserkraftwerke zu errichten. Da die Bündner Kraftwerke AG in finanzielle Schwierigkeiten geriet, sprang im November 1923 die RWE-Tochtergesellschaft Growag ein. Der Vertrag sicherte den Aktionären der RWE dadurch insgesamt 600 Millionen kWh an speicherfähiger Jahreserzeugung zu. Erst ein Jahr später, am 5. November 1924, wurden durch das RWE, den Bezirksverband Oberschwäbische Elektrizitätswerke, dem Volksstaat Württemberg und dem Land Vorarlberg die Vorarlberger Illwerke GmbH (VIW) gegründet, die bis 1930 das Vermuntwerk errichtete.[4]

Der erste Plan für die Verbundleitung sah vor, diese mit einer Spannung von 220 kV zu betreiben, dem Doppelten der bis dahin als höchstmöglich betrachteten Übertragungsspannung von 110 kV. Während in den USA schon seit 1921 mit 220 kV gearbeitet wurde, hielt man es in Europa noch nicht für möglich, überregionale Verbundnetze mit Spannungen jenseits der 110 kV zu betreiben. Daher baute das RWE 1923 zunächst eine 40 km lange Versuchsleitung von Ronsdorf nach Genna. Neben dem experimentellen Aufbau sollte sie langfristig als erstes Teilstück des geplanten RWE-Höchstspannungsnetzes dienen, dass neben den Wasserkraftwerken auch die Kraftwerke der Braunschweigischen Kohlen-Bergwerke AG anbinden sollte. Da man beim Betrieb dieser Leitung zunächst auf zahlreiche Probleme gestoßen war, hielt man die Verbundnetzplanungen noch für technisch und wirtschaftlich zu riskant. Um Gewicht und Materialkosten zu sparen, verwendete man ein Kupfer-Hohlseil von 42 mm Durchmesser, dass in Zusammenarbeit mit AEG, den Siemens-Schuckertwerken und Felten & Guilleaume entwickelt worden war.

Eine Studienreise zu den Unternehmen Southern California Edison Company und Pacific Gas and Electric Company, die bereits einige 220-kV-Leitungen betrieben, überzeugte Koepchen und Henke schließlich von der Machbarkeit ihres Projektes. Es kamen sogar Bedenken auf, ob aufgrund des großen Zugewinnes an Energie und der Erwartung weiterer hoher Zuwachsraten selbst eine 220-kV-Leitung bald an ihre Kapazitätsgrenze stoßen würde. Bei der Planung beschloss man daher, die 1924[5] erstmals in ihrer später ausgeführten Form in Plänen vorgelegte Verbundleitung gleich für eine noch höhere Spannung von 380 kV zu dimensionieren. Koepchen ging dabei von einer Leistungsaufnahme über 400 MW je Stromkreis bei einem Hohlseil mit 42 mm Durchmesser aus.

Bau der Verbundleitung

Der Bau der zunächst als Südleitung bezeichneten Höchstspannungsverbindung wurde 1924 aufgenommen, als das RWE-Übertragungsnetz bereits über 500 km an 110-kV-Leitungen verfügte, die sich von der niederländischen Grenze bis nach Koblenz erstreckten. Da man von Seiten der Reichspost und der Reichsbahn Beeinflussungen der betrieblichen Schwachstromanlagen befürchtete, wurde sie nicht mit geerdetem Nullpunkt, sondern mit Petersen-Kompensation betrieben. Für den Bau der Leitung mussten zahlreiche Verträge und Kooperationen mit den hessischen, badischen, württembergischen und bayerischen Behörden eingegangen werden, da es noch kein einheitliches Enteignungsrecht für den Trassenbau gab. Somit gab es langwierige Verhandlungen um die einzelnen Maststandorte. Führend bei den Verhandlungen war die EAG, die über Behördenkontakte und genug Bauerfahrung verfügte.

Dass die Leitung durch das Rhein-Main-Gebiet führen sollte, provozierte einen Konflikt mit dem Freistaat Preußen und der staatseigenen Preußischen Elektrizitäts AG, die den dortigen Strommarkt vom Kraftwerk Borken aus beliefern wollten. Die einzelnen Energieversorgungsunternehmen agierten damals noch größtenteils unverbunden als Inselnetze und versuchten daher, Abwerbungen von Großverbrauchern oder Gefährdungen ihrer jeweiligen Versorgungsgebiete zu verhindern. Preußen verweigerte daher die für den Weiterbau ab dem Umspannwerk Kelsterbach sowie die Mainquerung notwendigen Enteignungen und Genehmigungen, bis der Versorgungsvertrag geschlossen war. Der Konflikt wurde 1927 im sogenannten Elektrofrieden, in dem die Grenzen der Liefergebiete festgeschrieben wurden, vorläufig beigelegt.[6]

Auch auf dem Abschnitt zwischen Herbertingen und Umspannwerk Hoheneck wurden die Planer der Trasse vor Probleme gestellt. Der ursprünglich geplante direkte Weg wurde untersagt, um den Verkehr auf dem damaligen Flughafen Böblingen nicht zu beeinträchtigen. Stattdessen schlägt die Trasse dort einen großen Bogen um die benachbarten Städte Böblingen und Sindelfingen. Es kam in diesem Zusammenhang zu einem Rechtsstreit.[7]

Ab Ende 1928 beteiligte sich das RWE mit 50 % an der Gründung des Schluchseewerkes, dessen erste Anlage, das Kraftwerk Häusern, in seiner ersten Ausbaustufe 1931 in Betrieb ging, sowie mit 77 % am Kraftwerk Albbruck-Dogern. Ursprünglich sollten die am Umspannwerk Tiengen angeschlossenen Kraftwerke über eine 110-kV-Leitung an Herbertingen angeschlossen werden. Realisiert wurde die Verbindung jedoch ebenfalls für 380 kV Spannung.

Inbetriebnahme

Der erste Teilabschnitt der Nord-Süd-Leitung zwischen Neuenahr und Rheinau ging 1926 zur Probe mit 110 kV in Betrieb.[8] Nachdem am 28. Oktober 1928 der erste Bauabschnitt der Umspannanlage Brauweiler als größte Freiluftschaltanlage der Welt in Betrieb ging, war bereits der Abschnitt von Brauweiler bis Hoheneck mit 110 kV unter Spannung.[9]

Am 12. Oktober 1929 ging die Hauptschaltleitung Brauweiler mit der anschließenden 220-kV-Anlage in Betrieb, somit konnte die Leitung von Brauweiler schrittweise bis Kelsterbach, dann bis Rheinau und schließlich bis Hoheneck auf 220 kV Betriebsspannung umgestellt werden.

Im Januar 1930 ging die Nordleitung von Brauweiler über Wesel nach Ibbenbüren in Betrieb, ebenso das Koepchenwerk, das in ein als Ring ausgeführtes Leitungssystem über Osnabrück bis nach Paderborn und wieder zurück nach Brauweiler eingebunden wurde. Mit Inbetriebnahme der Stationen Herbertingen und Bludenz am 17. April 1930 konnte der Verbundbetrieb zwischen alpiner Wasserkraft und rheinischer Kohlekraft aufgenommen und so der Start für ein weltweit einzigartiges Verbundsystem gegeben werden.[10][9]

Im Zweiten Weltkrieg

In der NS-Zeit wurde die Hauptschaltleitung Brauweiler wurde zum Bezirkslastverteiler erklärt, der der Reichsstelle für die Elektrizitätswirtschaft (auch als Reichslastverteiler bezeichnet), einer Zentralstelle für die Regulierung des gesamten deutschen Verbundnetzes über die Energieversorger hinaus, direkt unterstellt. Je nach verfügbarer Strommenge wurden auf Anweisung durch den Reichslastverteiler und das Planungsamt des Reichsministers für Rüstung und Kriegsproduktion Abschaltungen durchgeführt.[11]

Trotz der Bombardements auf Kraftwerke und Hochspannungsanlagen im Zweiten Weltkrieg blieb das Verbundnetz des RWE bis 1944 noch größtenteils in Betrieb. Anfang 1945 besetzte die US-Armee die Hauptschaltleitung Brauweiler. Zu diesem Zeitpunkt verlagerten sich die Kampfhandlungen immer weiter nach Westen, wodurch Teile des Netzes zerstört wurden.[12] Am 5. März 1945, nach Besetzung durch US-amerikanisches Militär, meldete die Hauptschaltleitung die Versorgungsunterbrechung auf der Nord-Süd-Leitung:

„Wir sind soeben durch alliierte Truppen besetzt worden. […] Die linksrheinischen Fernleitungen liegen größtenteils am Boden. Wir haben mit dem Süden keine Verbindung mehr. Wir trennen uns hiermit auch vom rechtsrheinischen Gebiet.[13]

Schon im Sommer 1945 konnte der Verbundbetrieb auf der Nord-Süd-Leitung wieder aufgenommen werden. Bis 1948 wurden letzte kriegsbedingte Schäden und Provisorien im Verbundnetz beseitigt. Im gleichen Jahr gründete das RWE mit acht weiteren westdeutschen Energieversorgungsunternehmen in Heidelberg den Verband Deutsche Verbundgesellschaft (DVG).

Spätere Entwicklungen

Es zeichnete sich ab, dass die Übertragungskapazität der 220-kV-Leitungen durch die zahlreichen in den 1950er Jahren gebauten Großkraftwerke im rheinischen Revier – etwa die Kraftwerke Frimmersdorf, Fortuna, Weisweiler und eine erneute Erweiterung des Goldenbergwerkes – nicht mehr ausreichte, weshalb die DVG Versuche auf der 380-kV-Ebene, die 1952 in Schweden erstmals eingeführt worden war, auf einem Testgelände bei Mannheim durchführte. Eher provisorisch wurde im Oktober 1952 der 253 km lange Abschnitt von Brauweiler nach Rheinau auf 300 kV Spannung erhöht, wofür in Brauweiler und Rheinau Schalter und Transformatoren für diese Spannungsebene installiert wurden und an den Masten die Isolatorketten um zwei bis drei Glieder erweitert wurden.[14]

Südlich von Kelsterbach verlief die Nord-Süd-Leitung zusammen mit zunächst zwei, dann drei weiteren Freileitungstrassen direkt westlich am Flughafen Frankfurt vorbei. Da der Flughafen erst einige Jahre nach dem Bau der Leitungen Mitte der 1930er Jahre unter den Nationalsozialisten erbaut und 1936 eröffnet wurde war es nötig, den Leitungsverlauf zu ändern, um den Flugverkehr nicht zu gefährden. Zwar begann man 1946 damit, diesen Umbau vorzubereiten, aufgrund des in der unmittelbaren Nachkriegszeit herrschenden Materialmangels konnten jedoch keine neuen Masten gebaut werden.[14][15]

Erst 1956 ließ das RWE 5 km weiter westlich der ursprünglichen Trasse einen etwa 190 m breiten Streifen im Kiefernwald roden, um die Freileitungen dorthin zu verlegen. Als 1977 im Trassenband ein Vegetationsbrand ausbrach entstand auf den verbrannten Flächen ein Biotop in Form einer Heidelandschaft.[16]

1957 wurde die Spannungsebene von 380 kV in deutschen Hochspannungsnetz auf der einem Stromkreis der Trasse Rommerskirchen–Hoheneck eingeführt, die parallel zur Nord-Süd-Leitung verläuft. 1964 wurde der zweite Stromkreis von Rommerskirchen nach Hoheneck auf diese Spannung umgestellt, genau wie ein Stromkreis der Nord-Süd-Leitung von Hoheneck über Herbertingen nach Tiengen.

Trassenverlauf

Südliche Abschnitte der Nord-Süd-Leitung bis Pfungstadt. Diese Teile sind heute noch in Betrieb.

Bludenz–Herbertingen

Nach Verlassen des Umspannwerks in Bludenz-Bürs führt die Leitung zunächst in nördliche, dann in nordwestliche Richtung durch das Walgau bis Rankweil, dort hinab ins Rheintal und wieder in Richtung Norden. Streckenweise verläuft sie sehr nah an der schweizerischen Grenze entlang, bis sie bei Wolfurt den Pfänder hinauf führt, wo sie zunächst nach Nordosten und später wieder nach Nordwesten dreht. Bei Hohenweiler überquert sie die Grenze zu Deutschland, führt auf einem sehr kurzen Stück durch Bayern und erreicht Baden-Württemberg. Sie erreicht Oberschwaben, führt an Ravensburg vorbei und trifft bei Hohentengen-Eichen die von Tiengen her kommende Leitung. Parallel zu dieser führt sie zum Umspannwerk Herbertingen.

Tiengen–Herbertingen

Der in Tiengen beginnende Abschnitt verlässt das Umspannwerk parallel zu zahlreichen anderen Freileitungen nach Norden und dreht nach kurzer Strecke nach Nordwesten. Entlang der Grenze zum Schweizer Kanton Schaffhausen führt sie parallel zu einer 220-kV-Leitung nach Beuren/Stockach, die bei Honstetten nach Süden dreht, nach Osten. Zwischen Pfullendorf und Ostrach wechselt die Himmelsrichtung nach Norden, wo sie auf die Leitung aus Bludenz trifft und parallel zu ihr zum Umspannwerk Herbertingen führt.

Herbertingen–Hoheneck

Hinter Herbertingen führt die Leitung nordwärts durchs Donautal, an Riedlingen vorbei und erreicht bei Zwiefaltendorf die Schwäbische Alb. Über Hayingen, Gomadingen und St. Johann steigt sie am nordöstlichen Stadtrand von Reutlingen von der Alb hinab ins Neckartal. Bei Rommelsbach besteht seit 2008 ein Leitungsabzweig für 380 kV zum Umspannwerk Metzingen. Sie überquert bei Pliezhausen den Neckar und führt zwischen Walddorfhäslach und Dettenhausen durch den Schönbuch. Anschließend verläuft sie mitten durch Holzgerlingen und Ehningen und trifft westlich von Böblingen auf die 380-kV-Leitung PulverdingenOberjettingen, zu der sie zunächst nordwärts, ab Renningen dann nach Nordwesten folgt. Westlich von Leonberg trennt sie sich wieder von ihr und führt nach Nordosten. Bei Eglosheim dreht sie nach Osten und erreicht das Umspannwerk Hoheneck nördlich von Ludwigsburg. Die separate Einführung der beiden Stromkreise in die 220-kV-Schaltanlage ist bereits auf den nördlich von Hoheneck verwendeten C1-Masten verlegt.

Hoheneck–Rheinau

Parallel zur 220-kV-Leitung Hoheneck–Neckarwestheim quert die Leitung direkt nördlich von Hoheneck erneut den Neckar und trifft auf die 380-kV-Leitung Neckarwestheim–Mühlhausen, die als Hybridleitung mit der Leitung Neckarwestheim–Stuttgart der Deutschen Bahn ausgeführt ist. Diese drei Leitungstrassen führen bis kurz vor Neckarwestheim parallel, dort trifft die von GKN her kommende Leitung hinzu, deren Stromkreise nach Norden führen. Ab hier ist die Nord-Süd-Leitung bereits seit den 1970er Jahren nicht mehr auf den Originalmasten verlegt, da hier eine vierkreisige Leitung in der Trasse gebaut wurde, die über zwei 380-kV-Stromkreise von Neckarwestheim bzw. Mühlhausen nach Großgartach verfügt. Diese Leitung quert im Südwesten Heilbronns zum dritten Mal den Neckar, ehe bei Leingarten die beiden 380-kV-Stromkreise ins Umspannwerk Großgartach führen und die Nord-Süd-Leitung wieder über Originalmasten verfügt. Sie führt ab hier in nordwestliche bis westliche Richtung und wurde bei Kirchardt im Zuge der Anlage eines Autobahn-Behelfsflugplatzes an der A 6 auf niedrige Donau- und Einebenenmasten verlegt sowie der Verlauf geringfügig verändert. Sie führt an Sinsheim und Meckesheim vorbei, ehe bei Schatthausen die ursprüngliche Trasse bis Nußloch demontiert und der verbliebene Stromkreis auf die 220-kV-Leitung NeurottHüffenhardt verlegt wurde, um Platz für ein Wohngebiet zu machen. An Leimen vorbei und parallel zur 110-kV-Leitung Rheinau–Schönbrunn erreicht sie das Umspannwerk Mannheim-Rheinau.

Rheinau–Pfungstadt

Hinter dem Umspannwerk Rheinau laufen parallel zur Nord-Süd-Leitung fünf Freileitungen, darunter die 380-kV-Leitung Rommerskirchen–Hoheneck gebündelt nach Norden, wobei der Neckar ein viertes Mal überquert wird. Östlich von Mannheim-Wallstadt teilt sich das Trassenband auf und die Nord-Süd-Leitung führt bis Weinheim nach Nordosten, über die Landesgrenze zu Hessen, dann nach Norden parallel zur Bergstraße und zur Bahnstromleitung Flörsheim–Stuttgart. Bei Hähnlein treffen die beiden Leitungen auf die 380-kV-Leitung Bürstadt–Urberach, zu der sie bis Pfungstadt parallel laufen.

Heute endet die Nord-Süd-Leitung im Umspannwerk Pfungstadt. Diese Anlage wurde erst nach dem Bau der Nord-Süd-Leitung in der Leitungstrasse als 220-/110-kV-Umspannwerk errichtet und von 2015 bis 2016 um eine 380-kV-Anlage erweitert.

Pfungstadt–Kelsterbach

Bis zur Demontage des Abschnittes von Pfungstadt nach Kelsterbach im Jahr 2007 begann die Nord-Süd-Leitung nördlich des Pfungstädter Umspannwerkes erneut. Zunächst führte sie parallel zur 110-kV-Leitung Darmstadt–Heppenheim und war bei Weiterstadt im Bereich der A 5 seit den 1970er Jahren auf modernen Tonnenmasten verlegt, da die Leitung ursprünglich sehr nah an der Autobahn entlang lief und dem von 1972 bis 1978 stattfindenden achtspurigen Ausbau im Weg stand. Bei Mörfelden traf sie auf drei von Urberach her kommende 110- und 220-kV-Leitungen und führte nach Nordwesten, auf Einebenenmasten um das Ende der Startbahn West des Frankfurter Flughafens herum und anschließend in einer breiten, in den Wald geschlagenen Schneise nach Norden, dann die A 3 entlang nach Osten bis zum Umspannwerk Kelsterbach. Während der Erweiterungen des Flughafens wurden die Leitungen 1956 und 1984 auf den Einflugschneisen heraus verlegt.

Kelsterbach–Koblenz

Der komplette Abschnitt von Kelsterbach nach Koblenz ist heute nicht mehr auf Originalmasten existent. Er führte nach Westen, überquerte bei Okriftel den Main und führte hinter Marxheim über den Taunus, die Idsteiner Senke entlang, bei Hünfelden durch den Goldenen Grund nach Rheinland-Pfalz, bei Geilnau über das Lahntal, durch den südlichen Westerwald und zwischen Urbar und Koblenz-Wallersheim über den Rhein. Diese Rheinkreuzung war auf C1-Masten mit Zusatztraverse für zwei Erdseile verlegt. Direkt hinter der Rheinkreuzung führte sie in das Umspannwerk Koblenz.

Der Abschnitt Marxheim–Koblenz wurde um 1980 durch eine zweikreisige 380-kV-Leitung ersetzt, auf dem Abschnitt Kelsterbach–Marxheim geschah dies 2009. Dabei wurde das Umspannwerk Kelsterbach im Zuge des Baus der Landebahn Nordwest verkleinert, verlegt und von 220 kV auf 380 kV umgerüstet.

Koblenz–Brauweiler

Ab Koblenz führte die Nord-Süd-Leitung durchgehend parallel zur 380-kV-Leitung Rommerskirchen–Hoheneck, für deren Bau in den 1950er Jahren die bereits bestehende Leitungstrasse genutzt wurde. Bei Weißenthurm wurde sie in den 1970er Jahren in das dortige Umspannwerk geführt. Sie verläuft in einigen Kilometern Abstand zum unteren Mittelrheintal, quert bei Burgbrohl das Brohl- und bei Heppingen das Ahrtal. In der Nähe der Landesgrenze zu Nordrhein-Westfalen wechselte sie von C1- auf C2-Masten, führte bei Meckenheim dann nach Norden, am westlichen Bonner Stadtrand entlang und bei Bornheim wieder nach Nordwesten, wo sie in Sechtem in das später in der Leitungstrasse liegende Umspannwerk eingebunden wurde. Dahinter führt sie heute an Brühl und Hürth vorbei und trifft bei Frechen auf die Leitungen, die vom Goldenbergwerk her kommen und ebenfalls nach Brauweiler führen. Zusammen mit diesen verläuft sie nach Norden ins Umspannwerk Brauweiler.

Der Abschnitt Koblenz–Weißenthurm wurde 2009 ersatzlos demontiert, zwischen Weißenthurm und Grafschaft wurde sie 2010, von Grafschaft nach Sechtem 2013 durch eine 380-kV-Leitung ersetzt. Zwischen Sechtem und Brühl finden seit 2017 Arbeiten für eine vierkreisige 380-kV-Leitung statt, die die alte Nord-Süd-Leitung ersetzen soll. Später wird sie bis Brauweiler verlängert, womit auch der letzte auf Originalmasten verlegte Abschnitt nördlich des Rhein-Main-Gebietes verschwinden wird.

Übersicht der Leitungsabschnitte

Da sich die Nord-Süd-Leitung auf ihrer gesamten Länge im Besitz des RWE bzw. seit 2009 Amprion befindet, sind die Leitungsabschnitte mit einer internen Nummerierung des Unternehmens, der sogenannten Bauleitnummer (Bl.) versehen. Da sie als 380-kV-Leitung geplant war, wurden ihr mit der Ziffer 4 beginnende Nummern zugeteilt. Gezählt wird hierbei von Norden (Brauweiler) nach Süden (Bludenz), beginnend bei 4501. Der Abzweig nach Tiengen trägt die Nummer 4510.

Bemerkenswert ist, dass in Neuenahr, Heppenheim und Fürfeld keine Umspannwerke der Leitung bestanden, hier wechselte die Bauleitnummer in der Trasse.

Trasse Bauleit-
nummer
Masttyp Bemerkungen
Brauweiler–Pkt. Neuenahr 4501 C2 Zwischen Sechtem und Neuenahr von 2012 bis 2013 durch 380 kV ersetzt,
zwischen Brühl und Sechtem derzeit (2018) Ersatz durch 380 kV
Pkt. Neuenahr–Koblenz 4502 C1 Von 2009 bis 2010 komplett durch 380 kV ersetzt
Koblenz–Kelsterbach 4503 C1 Zwischen Koblenz und Marxheim von 1979–1980 sowie zwischen
Marxheim und Kelsterbach 2009 durch 380 kV ersetzt
Kelsterbach–Pkt. Heppenheim 4504 C1 Zwischen Kelsterbach und Pfungstadt 2007–2008 ersatzlos demontiert
Pkt. Heppenheim–Rheinau 4505 C1
Rheinau–Pkt. Fürfeld 4506 C1 Zweiter 220-kV-Stromkreis wurde Ende 2003 demontiert,
bei Wiesloch wurde die Leitung auf eine TransnetBW-Trasse umverlegt
Pkt. Fürfeld–Hoheneck 4507 C1 Zweiter 220-kV-Stromkreis wurde Ende 2003 demontiert,
zwischen Leingarten und Neckarwestheim wurde die Leitung
auf eine TransnetBW-Trasse umverlegt
Hoheneck–Herbertingen 4508 C3
Herbertingen–Bürs 4509 C3 Mitbenutzung von 380-kV-Kreisen der TransnetBW zwischen Herbertingen
und Neuravensburg
Herbertingen–Tiengen 4510 C3

Verwendete Maste

Die gesamte Leitung war ursprünglich auf Freileitungsmasten mit Dreiebenenanordnung installiert. Der größte Teil der Leitung südlich Pfungstadt liegt noch heute auf Originalmasten.

Für die Sektion von Hoheneck über die Umspannwerke Rheinau, Kelsterbach und Koblenz bis Bad Neuenahr wurde der C1-Mast verwendet, für die anderen Abschnitte Maste der Typen C2 und C3, je nach erwarteter Eislast. Der Wechsel von C2/C3- auf C1-Maste findet dabei heute im Umspannwerk Hoheneck statt, früher noch einmal auf freier Strecke an der Landesgrenze von Rheinland-Pfalz zu Nordrhein-Westfalen westlich des Grafschafter Ortsteils Oeverich. Einzelne C3-Maste wurden nördlich von Hoheneck wegen ihrer höheren Belastbarkeit bei Querungen von Autobahnen oder Flüssen eingesetzt.

C1-Mast: vorn ein Abspannmast, dahinter Tragmaste

C1-Mast

Der C1-Mast ist für zwei Drehstromkreise mit einer Spannung von 220 kV in Dreiebenenanordnung als Tonnenmast ausgelegt, wobei die beiden unteren Traversen miteinander verstrebt sind und bei Tragmasten einen relativ geringen Abstand zueinander aufweisen. Die ersten Teilstücke der Leitungen gingen 1926 auf den Abschnitten mit diesem Masttyp in Betrieb.

Im Unterschied hierzu hatten die ursprünglichen C1-Masten der Rheinquerung bei Koblenz noch eine zusätzliche obere Traverse für zwei Erdseile.

Heute findet man C1-Maste noch auf großen Teilen des Abschnitts von Pfungstadt über Mannheim-Rheinau nach Hoheneck. Bei Wiesloch und im Abschnitt LeingartenNeckarwestheim wurde die Nord-Süd-Leitung mittlerweile auf gemeinsamen Trassen mit anderen Leitungen verlegt, die Originalmaste wurden auf diesen Abschnitten abgebaut. Bei Grombach wurde der Leitungsverlauf aufgrund der Einrichtung eines Autobahn-Behelfsflugplatzes auf der nahen A 6 nachträglich geändert und niedrige Einebenen- und Donaumaste eingesetzt. Auch wurden einzelne Masten durch Neukonstruktionen ersetzt.

C3-Maste, rechts eine neuere Bauform

C2- und C3-Mast

Diese Tonnenmaste mit drei separaten Traversen können für Drehstromleitungen mit ein oder zwei Stromkreisen bis 380 kV verwendet werden. Sie sind konstruktiv gleich aufgebaut, der C3-Typ ist durch Verwendung verstärkter Bauteile für die vierfache Eislast ausgelegt. Das Bild links zeigt C3-Maste der beiden Zweige südlich von Herbertingen, wobei der im Bild rechte Mast jüngeren Datums ist. Er gehört zum Tiengener Zweig, der erst mit einem späteren Umbau separat nach Herbertingen geführt wurde.

Die meisten C3-Maste südlich von Hoheneck sind (Stand 2018) noch in Betrieb, während die auf dem nördlichen Abschnitt befindlichen C2-Maste schrittweise demontiert werden.

Auch die 1928 errichtete Schaltleitung vom Kraftwerk Goldenberg nach Brauweiler, die teilweise parallel zur Nord-Süd-Leitung verläuft, ist auf solchen Masten verlegt. Sie wird heute allerdings nur noch mit 110 kV betrieben.[17]

Umspannwerke

Die ursprünglich sieben im Leitungsverlauf errichteten Umspannwerke wurden alle nach einem einheitlichen Schaltungsschema durch die Siemens-Schuckertwerke ausgeführt. Insgesamt wurden 14 Leistungstransformatoren mit je 60 kVA Leistung installiert. Wegen Belastungsschwankungen konnte auf der 220-kV-Leitung keine konstante Spannung erreicht werden, deshalb wurden in allen Umspannwerken Drosselspulen mit je 6.000 kVA sowie Phasenschiebertransformatoren eingebaut.

Aus der für Deutschland erstmaligen technischen Anwendung der neuen Spannungsebene wurden etliche neue Erkenntnisse auf dem Gebiet des Vebundnetzbetriebes gewonnen.

  • Brauweiler: Als weltgrößtes Umspannwerk ging 1928 die Station Brauweiler in Betrieb, die sich mit der Verlegung der Hauptschaltleitung des RWE-Netzes zum zentralen Knoten- und Einspeisepunkt entwickelte. Noch heute ist hier die Systemführung Netze der Amprion ansässig.
  • Koblenz: Das Umspannwerk im Koblenzer Stadtteil Wallersheim stellte die Verbindung zu einer 220-/110-KV-Leitung her, die das Kraftwerk Mettlach der Saarkraftwerke und zwei Trierer Kraftwerke anbindet. Östlich des Umspannwerkes querte die Leitung auf C1-Masten mit zusätzlicher Erdseiltraverse den Rhein.
  • Kelsterbach: In Kelsterbach bestanden Verbindungen zu den Mainkraftwerken, zur HEAG sowie zum Bayernwerk über Aschaffenburg und zur PREAG über Wölfersheim. Eingespeist wurde die Energie aus dem Kraftwerk Höchst und dem Kraftwerk Dettingen der Gewerkschaft Gustav. Später bestanden 220-kV-Verbindungen zum Opelwerk nach Rüsselsheim, zur Leitung Koepchenwerk–Kelsterbach–Hoheneck–Tiengen und ab 1950 über eine weitere Leitung nach Aschaffenburg. Aufgrund der Nähe zum Frankfurter Flughafen musste das Umspannwerk Mitte der 2000er Jahre verlegt und umgebaut werden.
  • Mannheim-Rheinau: Das Umspannwerk Rheinau diente vorrangig dem Stromaustausch mit dem Badenwerk und der Einspeisung des naheliegenden Großkraftwerkes Mannheim. Auf Teilen des Areals entstand später – mit direkter 220-kV-Anbindung an das Umspannwerk – das Testgelände für Hochspannungsversuche der FGH.
  • Hoheneck: Das Umspannwerk Hoheneck diente dem Stromaustausch mit dem Großkraftwerk Württemberg und denn Wasserkraftwerken der Neckar AG. Seit 1955 ist hier zudem die Gruppenschaltleitung Süd ansässig.
  • Herbertingen: Vorrangig diente die Station Herbertingen als Abzweig der Leitung in den Südschwarzwald, um das Schluchseewerk, das Kraftwerk Albbruck-Dogern und die Aarewerke anzubinden. Zeitweise gab es zudem eine Verbindung zu den Lechwerken in Memmingen.
  • Bludenz: Das Umspannwerk in Bludenz-Bürs als südlicher Endpunkt der Nord-Süd-Leitung wurde als Haupteinspeisepunkt für die Wasserkraftwerke der Vorarlberger Illwerke, vorrangig dem Vermuntwerk konzipiert.

Demontagen

Marxheim–Koblenz

Dieser Abschnitt wurde in den Jahren 1979–80 gleichzeitig mit der Errichtung des Kernkraftwerks Mülheim-Kärlich vollständig abgebaut und in gleicher Trasse durch eine 78 Kilometer lange 380-kV-Leitung ersetzt – eine der wenigen 380-kV-Leitungen in Deutschland, die fast durchgehend auf Tonnenmasten installiert sind.[18] Einer der beiden Stromkreise wurde zunächst weiterhin 220 kV betrieben und befindet sich derzeit (2018) in der Umstellung auf 380 kV.[19]

Auf dem Gebiet der Gemeinde Hünfelden ist über eine auf Donaumasten verlegte 380-kV-Leitung der 380-kV-Stromkreis ins Umspannwerk Limburg eingeschleift. Diese Leitung wurde 2009 errichtet und ersetzt eine in den 1930er Jahren errichtete 220-kV-Leitung vom Koepchenwerk über Limburg nach Kelsterbach.

Kurz bevor die Leitung das Umspannwerk Koblenz erreicht, quert sie den Rhein mit zwei Spannfeldern. In diesem Bereich trägt sie auch zwei Stromkreise der 110-kV-Ebene. Das Umspannwerk selbst wurde im Jahr 2010 um eine 380-kV-Schaltanlage erweitert, seitdem läuft der 380-kV-Stromkreis nicht mehr an der Anlage vorbei nach Weißenthurm.

Pfungstadt–Marxheim

Von 2009 bis 2011 wurde der Frankfurter Flughafen um eine Landebahn Nordwest erweitert. Da sich das bestehende Umspannwerk Kelsterbach direkt im Baufeld befand musste die Anlage verlegt werden. Beim Neubau des Umspannwerkes wurde eine platzsparende, gasisolierende Innenraumschaltanlage für 380 kV verwendet, die 220-kV-Spannungsebene fiel somit weg. Da aufgrund des Flugbetriebes eine Verlegung der zum Umspannwerk führenden Leitungen als Freileitung aus Gründen der Luftsicherheit nicht möglich gewesen wäre, entschied man sich für eine Reduzierung der bestehenden Freileitungen, um weniger vergleichsweise teure Erdkabel verlegen zu müssen. Der zweikreisige Freileitungsabschnitt der Nord-Süd-Leitung von Pfungstadt nach Kelsterbach sollte daher wegfallen, der Abschnitt von Kelsterbach nach Marxheim durch eine 380-kV-Einspeisung ersetzt werden.

Als erste vorbereitende Maßnahme wurde 2005 entlang der 380-kV-Trassen von Pfungstadt über Griesheim und Bischofsheim nach Marxheim, die bei ihrem Bau für vier 380-kV-Systeme ausgelegt aber nur mit zwei Stromkreisen belegt waren, ein dritter Stromkreis aufgelegt, der für 380 kV dimensioniert, aber nur mit 220 kV betrieben wurde.[20] Die alte Freileitung zwischen Pfungstadt und Kelsterbach wurde dann von 2007 bis 2008 demontiert – der 220-kV-Abzweig entlang der Leitung nach Urberach besteht heute noch, ist aber außer Betrieb. Die alte, etwa 10 ha große Freiluftanlage in Kelsterbach wurde abgerissen und die neue Innenraumanlage auf eine Grundfläche von etwa 1 ha neu errichtet.

Im Jahr 2009 ersetzte man dann den Leitungsabschnitt von Kelsterbach nach Marxheim durch eine zweikreisige 380-kV-Leitung auf Tonnen- und Donaumasten, deren Stromkreise sich in Marxheim aus Richtung Bischofsheim bzw. Kriftel verzweigen und vor dem Umspannwerk durch eine knapp 1 km lange gasisolierte Rohrleitung geführt werden. Der 220-kV-Transformator in Marxheim konnte durch die Netzumstrukturierung wegfallen.

Koblenz–Sechtem

Aufgrund der Umstrukturierungsmaßnahmen im deutschen Stromnetz sowie der im Zuge der Energiewende benötigten neuen Nord-Süd-Trassen von Höchstspannungsleitungen wurde und wird der Leitungsabschnitt von Wallersheim nach Brauweiler sukzessive in eine 380-kV-Leitung umgewandelt. Die Originalmasten werden hierbei durch andere Bauformen ersetzt. Anfang 2009 wurde mit dem Abbau der C1-Masten zwischen Koblenz-Wallersheim und Weißenthurm begonnen[21]. Aufgrund bereits bestehender Höchstspannungsleitungen wurde keine Ersatzleitung gebaut, im ehemaligen Trassenkorridor verläuft heute eine 110-kV-Leitung als Ersatz für benachbarte 110-kV-Trassen.

Ein Jahr später begannen die Umbauarbeiten zwischen Weißenthurm und der Landesgrenze zu Nordrhein-Westfalen. Seit Februar 2011 ist die Originalleitung zusammen mit einer alten 110-kV-Leitung in diesem Abschnitt vollständig demontiert und eine 33 Kilometer lange, kombinierte 380/110-kV-Leitung in Betrieb.[22]

Im Mai 2012 folgte der rund 30 Kilometer lange Abschnitt von der Landesgrenze nach Sechtem.[23] Auch hier wurde neben der Nord-Süd-Leitung eine alte 110-kV-Leitung demontiert und die Systeme auf 92 neue Masten übertragen. Im Anschluss wurden die alten Leitungsmasten abgebaut. Mit der Fertigstellung im November 2013 konnte die neue Leitung dann auch mit 380 kV in Betrieb gehen, da sie nun an das 380-kV-Umspannwerk in Sechtem angeschlossen ist.[24] In ihrem Endausbau soll diese Höchstspannungsleitung bis zur Umspannanlage in Wesel verlaufen, wo derzeit ein Anschluss an das niederländische Stromnetz errichtet wird. Die Leitungsverbindung dient dann auch dem Transport von im Norden Deutschlands erzeugter Windenergie in die Ballungszentren im Süden.

Im März 2017 wurde mit bauvorbereitenden Arbeiten für das letzte Teilstück zwischen Sechtem und Brauweiler und weiter bis nach Rommerskirchen begonnen. Während zwischen Sechtem und Brühl die alte Leitungstrasse seit 2018 zusammen mit einer weiteren 220-kV-Leitung durch eine vierkreisige 380-kV-Leitung ersetzt wird, kann zwischen Hürth und Brauweiler wegen einer erforderlichen Planänderung noch nicht gebaut werden.[25] Geplantes Fertigstellungsdatum ist 2019. Dann werden die letzten C2-Masten demontiert.[26]

Umbauten

Auch entlang der noch bestehenden Abschnitte, die größtenteils auf den Originalmasten aus den 1920er Jahren verlegt sind, wurden an zahlreichen Stellen einige Umbauten durchgenommen. Vereinzelt mussten Masten versetzt oder neu gebaut werden, weil sie Straßen oder Baugebieten im Weg standen, mitunter wurden jedoch auch im Trassenraum Veränderungen vorgenommen.

  • Wenn dafür auch kein schriftlicher Beleg auffindbar ist, so spricht doch vieles dafür, dass der Tiengener Zweig ursprünglich an einem Abzweigmast südlich des Dorfes Wolfartsweiler bei 47° 59′ 42,7″ N,  26′ 50,5″ O an den Bludenzer Zweig fest angekoppelt war und erst 1943, als die Mittelstufe des Schluchseewerks in Betrieb ging, separat zum Umspannwerk Herbertingen geführt wurde.[27]
  • 2008 wurde ein 380 kV-Abzweig der Leitung von Rommelsbach nach Metzingen gebaut und hierzu ein neuer Abzweigmast errichtet.
  • Zwischen Neckarwestheim und Leingarten wurde in der Leitungstrasse eine 380-kV-Leitung gebaut, die zusätzlich die 220-kV-Kreise der Nord-Süd-Leitung mitführt.
  • Im Abschnitt zwischen den Umspannwerken Ludwigsburg-Hoheneck und Mannheim-Rheinau wurden zwischen dem 10. November und den 16. Dezember 2003 die beiden untersten Leiterseile demontiert, um eine bessere Nutzung des Platzes unter der nur noch mit einem Stromkreis betriebenen Leitungstrasse zu ermöglichen. Aus statischen Gründen wurde ein vierter, jetzt spannungsloser Leiter als Ankerphase auf den Masten belassen. An einem Mast bei Leingarten wurden auch die Traversenverstrebungen umgesetzt.
  • Die Leitung kreuzt die A6 westlich der Anschlussstelle Bad Rappenau auf sehr niedrigen Einebenenmasten und passiert das Dorf Grombach auf neueren Donaumasten, bevor sie westlich von Grombach wieder auf die C1-Originalmasten wechselt. Dieser Umbau wurde erforderlich, weil südlich von Grombach ein Autobahn-Behelfsflugplatz eingerichtet wurde. In der Ortschaft Grombach selbst wurden um 2009 neue Masten mit zwei Traversen errichtet, die nur für einen Stromkreis ausgelegt sind.
  • Im Sommer 2009 wurde ein Abschnitt der Leitung zwischen Leimen und Schatthausen auf die Trasse der 220-kV-Hochspannungsleitung Neurott-Hüffenhardt umverlegt, um einem Neubaugebiet in Nußloch Platz zu machen.

Planungen

Rommelsbach – Herbertingen

Zwischen Reutlingen-Rommelsbach und Herbertingen plant der Betreiber Amprion, die Nord-Süd-Leitung auf 61 km auf vollständigen 380-kV-Betrieb umzurüsten und die 220 durchschnittlich 43 m hohen Originalmasten in diesem Abschnitt durch 181 Neukonstruktionen in Form von durchschnittlich 55 m hohen Tonnenmasten Typ D zu ersetzen. Auch die Leiterseile werden ersetzt, statt Zweierbündel werden Viererbündel zum Einsatz kommen, wodurch die Übertragungsleistung von 1000 auf 1800 MVA pro Stromkreis steigt.[28] Die Inbetriebnahme der neuen Leitungsverbindung ist für das Jahr 2019 vorgesehen.[29]

Vier der Originalmasten aus dem Jahr 1928 sollen allerdings erhalten werden: Ein etwa 700 m langes Leitungsteilstück bei Eningen unter Achalm bleibt als Industriedenkmal bestehen, die neue Leitung wird hier südlich der jetzigen Trasse verlaufen.[30]

Pfungstadt – Weinheim

Bis 2022 plant Amprion den Bau einer neuen 380-kV-Verbindung zwischen den Umspannwerken Urberach, Pfungstadt und Weinheim mit Fortführung nach Daxlanden bei Karlsruhe durch TransnetBW. Diese wird größtenteils im Trassenraum der Nord-Süd-Leitung im Bereich von Pfungstadt bis Rheinau errichtet, so dass die Originalmasten, darunter die letzten voll beseilten C1-Masten, dann abgebaut werden.[31][32]

Bedeutung als Kulturdenkmal

Im Zuge der geplanten Erneuerung einzelner Masten im Abschnitt zwischen Hoheneck und Herbertingen stellte das Regierungspräsidium Stuttgart über die Nord-Süd-Leitung fest: „Sie gilt als Pionierleistung im Bereich Elektrizitätsversorgung und Energiewirtschaft und stellt einen wichtigen Schritt auf dem Weg zum heutigen europäischen Elektrizitätsverbund dar.“ Insbesondere die Masten besitzen „Seltenheitswert, da andere technikgeschichtliche bedeutsame Freileitungen bereits abgebaut wurden“.[33]

Literatur

  • Theo Horstmann, Klaus Kleinekorte (Hrsg.): Strom für Europa. 75 Jahre Hauptschaltleitung Brauweiler 1928–2003, 284 Seiten, Klartext-Verlag Essen, ISBN 3-89861-255-4
  Commons: Bildergalerie der Nord-Süd-Leitung  – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
  Commons: Nord-Süd-Leitung  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Übersichten auf OpenStreetMap

Einzelnachweise

  1. Norbert Gilson: Der Irrtum als Basis des Erfolgs. Das RWE und die Durchsetzung des ökonomischen Kalküls der Verbundwirtschaft bis in die 1930er Jahre, in: Helmut Maier (Hrsg.): Elektrizitätswirtschaft zwischen Umwelt, Technik und Politik: Aspekte aus 100 Jahren RWE-Geschichte 1898–1998, Freiberg 1999, S. 75.
  2. rheinische-industriekultur.de: Hürth – Goldenberg-Werk. Abgerufen am 17. September 2018.
  3. T. Horstmann, K. Kleinekorte: Strom für Europa – 75 Jahre RWE-Hauptschaltleitung Brauweiler 1928–2003. Klartext-Verlag, Essen 2003, ISBN 978-3-898-61255-5, S. 16
  4. Ulrich Pleitgen: In Gedanken bei Arthur Koepchen (1878 - 1954), abgerufen am 4. November 2016
  5. Udo Leuschner: Kurzschluß, Münster 2007, S. 268; ders.: Basiswissen RWE errichtete die erste „Verbundleitung“, abgerufen am 8. Februar 2014.
  6. Norbert Gilson: Der Irrtum als Basis des Erfolgs. Das RWE und die Durchsetzung des okonomischen Kalküls der Verbundwirtschaft bis in die 1930er Jahre, in: Helmut Maier (Hrsg.): Elektrizitätswirtschaft zwischen Umwelt, Technik und Politik: Aspekte aus 100 Jahren RWE-Geschichte 1898–1998, Freiberg 1999, S. 82.
  7. Landesarchiv Baden-Württemberg
  8. Norbert Gilson: Der Irrtum als Basis des Erfolgs. Das RWE und die Durchsetzung des okonomischen Kalküls der Verbundwirtschaft bis in die 1930er Jahre, in: Helmut Maier (Hrsg.): Elektrizitätswirtschaft zwischen Umwelt, Technik und Politik: Aspekte aus 100 Jahren RWE-Geschichte 1898–1998, Freiberg 1999, S. 78.
  9. 1 2 VDE Chronik der Elektrotechnik: Stromerzeugung, Stromübertragung und Stromverteilung. Archiviert vom Original am 13. Dezember 2016; abgerufen am 23. Februar 2017.
  10. RWE AG: Chronik 1921-1930. Abgerufen am 16. Juni 2015.
  11. T. Horstmann, K. Kleinekorte: Strom für Europa – 75 Jahre RWE-Hauptschaltleitung Brauweiler 1928–2003. Klartext-Verlag, Essen 2003, ISBN 978-3-898-61255-5, S. 59f
  12. T. Horstmann, K. Kleinekorte: Strom für Europa – 75 Jahre RWE-Hauptschaltleitung Brauweiler 1928–2003. Klartext-Verlag, Essen 2003, ISBN 978-3-898-61255-5, S. 63
  13. T. Horstmann, K. Kleinekorte: Strom für Europa – 75 Jahre RWE-Hauptschaltleitung Brauweiler 1928–2003. Klartext-Verlag, Essen 2003, ISBN 978-3-898-61255-5, S. 63
  14. 1 2 Der Hessische Minister für Arbeit Wirtschaft und Verkehr: Bau und Betrieb von drei Hochspannungsfreileitungen im Bereich des Rhein-Main-Flughafens vom 6. Dezember 1955. In: Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1956 Nr. 2, S. 38, Punkt 38 (Online beim Informationssystem des Hessischen Landtags [PDF; 2,2 MB]). erwähnt auf S. 38 ein Enteignungsverfahren zugunsten des Betriebes einer 220/300-kV-Hochspannungsfreileitung von Kelsterbach nach Rheinau.
  15. Chronik Flughafen Frankfurt am Main: Aus dem Nachlaß von Verkehrsdirektor Rudolf Lange der Flughafen Frankfurt AG, Seite 167. Abgerufen am 2. April 2017.
  16. Vogel und Umwelt, Sonderheft Vögel und Freileitungen. Abgerufen am 17. September 2018.
  17. Jahr 1928 (Memento vom 8. Mai 2016 im Internet Archive) Chronik der Elektrotechnik, abgerufen am 8. Mai 2016
  18. Die Drucksache 9/1631 vom 11.10.1979 listet auf S. 4 die Hochspannungsfreileitung Koblenz–Marxheim als zurzeit in Bau befindlich.
  19. Der Stromkreis Koblenz–Bischofsheim war vor dem Umspannwerk Bischofsheim im Jahr 2015 als 220 kV Marxheim Ost beschildert, 2017 allerdings mit ANK, d. h. eine derzeit spannungslose Leitung
  20. Erläuterungsbericht Hochspannungsleitungen. Archiviert vom Original am 23. September 2015; abgerufen am 11. Juni 2015.
  21. Energie Mittelrhein vom 6. Februar 2009: Älteste deutsche Hochspannungsleitung wird abgebaut. Abgerufen am 3. Juni 2014.
  22. Amprion: Wesel-Koblenz. Archiviert vom Original am 2. Juni 2015; abgerufen am 11. Juni 2015.
  23. Amprion: Projektbeschreibung. Abgerufen am 3. Juli 2015.
  24. Zeitung für kommunale Wirtschaft vom 27. November 2013: Leitung von Weißenthurm nach Sechtem in Betrieb. Abgerufen am 11. Juni 2015.
  25. Amprion: Leitungsbau im Wesentlichen bestätigt – Planergänzung erforderlich. 14. März 2018, abgerufen am 19. August 2018.
  26. Amprion: Bauvorbereitung für die Freileitung zwischen Rommerskirchen und Bornheim-Sechtem. 3. März 2017, archiviert vom Original am 20. März 2017; abgerufen am 19. März 2017.
  27. Indizien dafür: Die Bauart des vermutlichen Abzweigmastes (Bild in der Galerie), die Ausrichtung eines Abspannmastes im Tiengener Zweig kurz davor, die in Richtung dieses auffallenden Mastes weist, aber nicht zum heutigen Trassenverlauf passt, sowie die jüngere Bauform der Maste des Tiengener Zweiges im parallelen Abschnitt bis Herbertingen.
  28. Alb-Bote: Neue Leitung, alte Trasse. Abgerufen am 12. Juli 2015.
  29. Amprion: Höchstspannungsleitung Reutlingen-Herbertingen. Archiviert vom Original am 4. März 2016; abgerufen am 12. Juli 2015.
  30. Reutlinger General-Anzeiger vom 1. Juni 2016: Spannende Infotermine für die geplante Stromleitung. Abgerufen am 27. November 2015.
  31. Amprion: Projektbeschreibung Urberach-Weinheim. Abgerufen am 15. September 2016.
  32. TransnetBW: 380-kV-Netzverstärkung Weinheim–Karlsruhe. Abgerufen am 15. September 2016.
  33. Stuttgarter Zeitung: Einige Strommasten bleiben als Zeitzeugnisse erhalten. 7. Mai 2018, abgerufen am 17. September 2018.