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vom 03.11.2017, aktuelle Version,

Rosenau (Gemeinde Seewalchen)

Rosenau (Siedlung)
Rosenau (Gemeinde Seewalchen) (Österreich)
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Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Vöcklabruck (VB), Oberösterreich
Gerichtsbezirk Vöcklabruck
Pol. Gemeinde Seewalchen am Attersee  (KG Seewalchen)
Ortschaft Seewalchen am Attersee
Koordinaten 47° 57′ 36″ N, 13° 36′ 15″ O
Höhe 486 m ü. A.
Einwohner der stat. Einh. 1000 (ungefähr, 2000er)
Gebäudestand 300 (ungefähr, 2000er)
Postleitzahl 4863 Seewalchen am Attersee
Statistische Kennzeichnung
Zählsprengel/ -bezirk Seewalchen-Ost (41739 004)
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; DORIS

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Rosenau ist ein Ort im Salzkammergut in Oberösterreich und gehört zur Gemeinde Seewalchen am Attersee im Bezirk Vöcklabruck.

Geographie

Der Ort befindet sich an der Ager, knapp 2 Kilometer nördlich deren Ausfluss aus dem Attersee bei Seewalchen, halbwegs Richtung Lenzing. Die Siedlung liegt auf um die 480 m ü. A. Höhe. Sie umfasst heute etwa 300 Häuser und um die 1000 Einwohner.[1] Sie ist ein Ortschaftsbestandteil des Gemeindehauptortes Seewalchen am Attersee.

An der Siedlung vorbei verläuft die B 151 Attersee Straße von der Anschlussstelle Seewalchen (Exit 234) der West Autobahn kommend., wie auch die Kammerer Bahn (Vöcklabruck–Kammer-Schörfling), die hier die Haltestelle Siebenmühlen-Rosenau hat.

Nachbarorte:
Neubrunn Haidach Unterachmann (Gem. Lenzing)
Roitham
Seewalchen a.A. Oberachmann (Gem. Lenzing)

Geschichte

Eine Haltestelle der Kammerer Bahn gab es seit 1884, sie hieß Siebenmühlen, nach de sieben Mühlen an der oberen Ager zwischen Attersee und Lenzing,[2] die Ortslage an der Ager hieß Au, dieser Name ist nicht mehr gebräuchlich.

Nach dem Zweiten Weltkrieg herrschte um Lenzig und Seewalchen große Wohnungsnot, weil zahlreiche Aussiedler hauptsächlich aus Siebenbürgen, aber auch Ungarn, Jugoslawien und Schlesien, hier Zuflucht gefunden hatten. Diese wurden im Displaced Persons Camp Kammer (bzw. Schörfling, bei Kammer am Attersee) untergebracht, ein leer stehendes Lager aus der NS-Zeit.[1]

Unter den Aussiedlern waren viele Protestanten, und die evangelische Kirche konnte 1954 einen Grund erwerben, auf dem ab 1956 eine kleine Notkirche erbaut wurde. Um diese entstand im Laufe der Zeit die Siedlung Rosenau, benannt nach dem Bauernehepaar Rosenauer, die die Gründe sukzessive zur Verfügung stellten.[1] 1957 begann der Bau der heutigen Gnadenkirche Lenzing-Kammer (diese Pfarrgemeinde wurde ebenfalls 1954 gegründet), die 31. Oktober 1959 eingeweiht werden konnte.[1] In der ersten Etappe wurden 86 Häuser um die Kirche errichtet, um 1961 waren bereits etwa 120 Häuser fertiggestellt.[1][3] August 1960 wurde auch die Westautobahn eröffnet.

Heute ist die Siedlung mit dem gegen Lenzing hin liegenden Dorf Haidach weitgehend verwachsen, und erstreckt sich nach Südosten bis zur Autobahn.

Nachweise

  1. 1 2 3 4 5 Entstehung unserer evangelischen Pfarrgemeinde, Bauliche Entwicklung, Chronik der Gnadenkirche, alle evang-rosenau.at;
    Angaben der Gemeinde- und Pfarrchroniken auch nach Rosenau, im AtterWiki.
  2. vergl. Siebenmühlen, im AtterWiki.
  3. Ansicht: Siebenmühlen O.Ö., Foto Humer Lenzing, Fl. 125, um 1962 (Datei:HUMER_Rosenau_um_1962.JPG, atterwiki.at)
Vorherige Station Kammerer Bahn
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Nächste Station
Lenzing Ort Hst. Siebenmühlen-Rosenau Hst. Kammer-Schörfling Bhf.