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vom 28.02.2020, aktuelle Version,

West Autobahn

Vorlage:Infobox hochrangige Straße/Wartung/AT-A
Autobahn A1 in Österreich
West Autobahn
     
Karte
Verlauf der A 1
Basisdaten
Betreiber:
Straßenbeginn: Wien
(48° 12′ N, 16° 14′ O)
Straßenende: Salzburg
(47° 46′ N, 12° 57′ O)
Gesamtlänge: 292 km

Bundesland:

A 1 am Knoten St. Pölten
Straßenverlauf
(9)  Übergang von B1
(9)  Wien Auhof B1
(9)  Raststation Auhof
===Vorlage:AB/Wartung/BLD Landesgrenze Wien-Niederösterreich
(23)  Pressbaum B44
(32)  Knoten Steinhäusl A21   E60
(33)  Raststation Steinhäusl
(35)  Altlengbach B19
Altlengbach
(41)  Symbol: Rauf St. Christophen B19
(44)  Symbol: Rechts Symbol: Rechts Rastplatz Kesselhof
(44)  Symbol: Links Symbol: Links Rastplatz Kirchstetten
(46)  Symbol: Links Symbol: Links Parkplatz Böheimkirchen (gesperrt)
(48)  Böheimkirchen
(49)  Symbol: Rechts Symbol: Rechts Parkplatz Gemmersdorf (gesperrt)
(51)  Symbol: Links Symbol: Links Parkplatz St. Cäcilia (nur PKW, gesperrt)
(53)  Symbol: Rechts Symbol: Rechts Parkplatz Egelsee (gesperrt)
(55)  Knoten St. Pölten S33
Traisen
(59)  St. Pölten-Süd B20
(60)  Schwadorf S34
Mariazellerbahn
(62)  Raststation St. Pölten
Pielach
(68)  Symbol: Rechts Symbol: Rechts Parkplatz Ötscherblick (gesperrt)
(69)  Symbol: Links Symbol: Links Parkplatz Haindorf (gesperrt)
(74)  Loosdorf
(76)  Symbol: Rechts Symbol: Rechts Rastplatz Schallaburg
(76)  Symbol: Links Symbol: Links Rastplatz Roggendorf
(80)  Melk B3a
Melk
Melk
(88)  Symbol: Links Symbol: Links Parkplatz Ordning
(90)  Pöchlarn
(91)  Symbol: Rechts Symbol: Rechts Parkplatz Nibelungen
(94)  Symbol: Rechts Symbol: Rechts Parkplatz Erlauf (gesperrt)
Erlauf
Erlauftalbahn
(100)  Ybbs / Wieselburg B25
Ybbs
(99)  Symbol: Rechts Symbol: Rechts Raststation Ybbs
(101)  Symbol: Links Symbol: Links Raststation Kemmelbach
Ybbs
(106)  Symbol: Links Symbol: Links Parkplatz Neumarkt (nur PKW)
(107)  Symbol: Rechts Symbol: Rechts Parkplatz Hubertendorf (nur PKW)
(108)  Amstetten-Ost B1
Westbahn
(112)  Symbol: Links Symbol: Links Parkplatz Gumpenberg (derzeit gesperrt)
(114)  Symbol: Rechts Symbol: Rechts Parkplatz Oberholz
(116)  Symbol: Links Symbol: Links Parkplatz Seisenegg (derzeit gesperrt)
(118)  Symbol: Rechts Symbol: Rechts Parkplatz Viehdorf (derzeit gesperrt)
(119)  Symbol: Links Symbol: Links Parkplatz Amstetten (derzeit gesperrt)
(123)  Amstetten-West B1
Amstetten
(123)  Symbol: Rechts Symbol: Rechts Parkplatz Boxhofen
(124)  Symbol: Links Symbol: Links Parkplatz Zeillern
(130)  Symbol: Rechts Symbol: Rechts Parkplatz Oed
(131)  Oed B1
(136)  Symbol: Links Symbol: Links Raststation Strengberg
(138)  Symbol: Rechts Symbol: Rechts Parkplatz Heimberg
(142)  Haag B42
(143)  Symbol: Rechts Symbol: Rechts Raststation Haag
(147)  Symbol: Links Symbol: Links Parkplatz Ennsblick
Erlabach
(151)  St. Valentin B123a
Westbahn
(152)  Symbol: Links Symbol: Links Parkplatz Ennsdorf (nur PKW)
Enns
===Vorlage:AB/Wartung/BLD Grenze Niederösterreich-Oberösterreich
(155)  Enns-Ost
VBA Umwelt Symbol: Down
(156)  Symbol: Rechts Symbol: Rechts Parkplatz Enns
(156)  Symbol: Links Symbol: Links Parkplatz Lorch
(158)  Enns-West / Steyr B309
(160)  Asten / St. Florian
Florianerbahn
VBA Umwelt Symbol: Up
VBA Symbol: Down
(169)  Linz A7   E55
(171)  Ansfelden
(170)  Symbol: Links Symbol: Links Raststation Ansfelden/Nord
(171)  Symbol: Rechts Symbol: Rechts Raststation Ansfelden/Süd
Krems
Pyhrnbahn
(174)  Traun Symbol: Flug B139
(175)  Haid A25   E552 B139
(175)  Haid A25   E552
VBA Symbol: Up
(183)  Symbol: Rechts Symbol: Rechts Rastplatz Allhaming/Süd
(183)  Allhaming
(183)  Symbol: Links Symbol: Links Rastplatz Allhaming/Nord
Almtalbahn
(195)  Sattledt B122 , B138
(196)  Voralpenkreuz A8   E56 , A9   E57
(196)  Voralpenkreuz
Aiterbach
(200)  Eberstalzell
(201)  Symbol: Links Symbol: Links Parkplatz Eberstalzell/Nord
(205)  Symbol: Rechts Symbol: Rechts Parkplatz Almbrücke Süd (gesperrt)
(205)  Symbol: Links Symbol: Links Parkplatz Almbrücke Nord (gesperrt)
Alm
(207)  Vorchdorf
Vorchdorferbahn
(209)  Symbol: Links Symbol: Links Parkplatz Hörbach
(209)  Symbol: Rechts Symbol: Rechts Parkplatz Hötzelsdorf
(212)  Symbol: Rechts Symbol: Rechts Raststation Lindach/Süd
(212)  Symbol: Links Symbol: Links Raststation Lindach/Nord
(213)  Laakirchen-Ost (bis 2012 Lindach)
(214)  Symbol: Rechts Symbol: Rechts Parkplatz Roitham am Traunfall (gesperrt)
(214)  Symbol: Links Symbol: Links Parkplatz Birkenweiher
Trauntalbahn
(216)  Laakirchen-West (bis 2012 Steyrermühl) B144
Traun
(217)  Symbol: Links Symbol: Links Parkplatz Hechenbergerwald
Salzkammergutbahn
Aurach
(223)  Symbol: Rechts Symbol: Rechts Parkplatz Aurachbrücke (gesperrt)
(224)  Regau B145
(224)  Symbol: Rechts Symbol: Rechts Parkplatz Hongar
(224)  Symbol: Links Symbol: Links Parkplatz Neudorf
(227)  Symbol: Rechts Symbol: Rechts Parkplatz Aurach (gesperrt)
(230)  Symbol: Links Symbol: Links Parkplatz Hainbach
(233)  Symbol: Rauf Schörfling
(234)  Seewalchen B151
Seewalchen
(243)  St. Georgen
Attergaubahn
(243)  Symbol: Rechts Symbol: Rechts Parkplatz Wildenhag Süd = St. Georgen Süd
(243)  Symbol: Links Symbol: Links Parkplatz Wildenhag Nord = St. Georgen Nord
(254)  Oberwang
(259)  Raststation Mondsee
(259)  Symbol: Links Symbol: Links Parkplatz Felber
(262)  Symbol: Rechts Symbol: Rechts Parkplatz Mariahilf (nur PKW)
(265)  Mondsee B154
(267)  Symbol: Links Symbol: Links Parkplatz Langmoos (gesperrt)
(269)  Symbol: Links Symbol: Links Parkplatz Schafbergblick (nur PKW)
===Vorlage:AB/Wartung/BLD Landesgrenze Oberösterreich-Salzburg
(270)  Symbol: Rechts Symbol: Rechts Parkplatz Vetterbach
(274)  Thalgau
(277)  Symbol: Rechts Symbol: Rechts Parkplatz Salzburger Vorland (nur PKW)
(281)  Wallersee
(282)  Symbol: Links Symbol: Links Parkplatz Salzburger Tor (nur PKW)
(286)  Symbol: Rechts Symbol: Rechts Raststation Söllheim
(287)  Symbol: Links Symbol: Links Raststation Kasern
Westbahn
(288)  Salzburg-Nord B150 B156
(291)  Bergheim – West (HAS)
Bahnstrecke Salzburg–Lamprechtshausen
Salzach
(291)  Salzburg-Messezentrum
(292)  Salzburg-Mitte B155
Unterflurtrasse Liefering (450 m)
Bahnstrecke Rosenheim–Salzburg
(293)  Salzburg-Kleßheim
(295)  Symbol: Runter Salzburg-Siezenheim
(296)  Salzburg-Flughafen Symbol: Flug
(297)  Salzburg-West B1
(298)  Knoten Salzburg A10   E55
(300)  Symbol: Hotel Symbol: Rechts Symbol: Rechts Raststation Walserberg Süd
(300)  Symbol: Hotel Symbol: Links Symbol: Links Raststation Walserberg Nord
(301)  Grenzübergang Walserberg (AT) — Bad Reichenhall (DE)
Vorlage:AB/Wartung/WeiterDE Weiter auf  A8   E52 E60 München
Vorlage:AB/Wartung/Leer
  • In Bau
  • In Planung
  • Section Control
  • Verkehrsbeeinflussungsanlage
  • Die West Autobahn A 1 ist die erste in Österreich gebaute Autobahn. Sie führt von Wien über Linz nach Walserberg bei Salzburg, wo sie am Walserberg an die deutsche Bundesautobahn 8 übergeht. Mit einer Gesamtlänge von 292 km ist sie nach der Süd Autobahn (A 2) die zweitlängste österreichische Autobahn.

    Der erste schon während des Zweiten Weltkriegs im Rahmen der Reichsautobahn gebaute Abschnitt reicht von der deutschen Grenze bis Salzburg-Mitte. Der letzte Bauabschnitt befindet sich im Wienerwald zwischen Pressbaum und Wien und wurde 1966 eröffnet. Am 12. Mai 1967 folgte der Lückenschluss zwischen Amstetten-West und Amstetten-Ost. (s. u.)

    Die West Autobahn bildet in Verbindung mit anderen Schnellstraßen und Autobahnen einen Teil des sogenannten Regionenrings um Wien.

    Historisches

    Hitler beim Spatenstich am Walserberg

    Die wichtige Verkehrsrelation zwischen Salzburg und Wien, die lange Zeit durch die römische Reichsstraße südlich des Limes abgedeckt wurde, später als k.k. Reichsstraße und ab 1921 als Bundesstraße geführt wurde, orientierte sich oftmals an lokalen Verkehrsbedürfnissen und verlief durch viele Ortskerne, weshalb ein Neukonzeption nahe lag. Der erste Spatenstich zum Bau der Autobahn wurde bereits kurz nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich am 7. April 1938 bei Salzburg im Beisein von Adolf Hitler gefeiert. Als Touristen getarnte Techniker hatten das Gebiet bereits 1937 erkundet, so dass bei Baubeginn bereits die Trasse großräumig weitgehend feststand. Bereits im Sommer 1938 waren von der geplanten 150 km langen Strecke 60 km in Bau. Am 13. September wurden die ersten zwei Teilstücke der Ostmark bei Salzburg bereits eröffnet. Durch den Arbeitskräftemangel im Verlauf des Krieges verzögerte sich der Bau. Im Jahr 1942 wurde der Autobahnbau bei einer Gesamtlänge von 16,8 fertiggestellten Kilometern eingestellt. Im Nachkriegsösterreich dachte man zwar in der amerikanischen Besatzungszone an den Weiterbau der Autobahn. Dies wurde aber durch die sowjetischen Besatzer verhindert, so dass ein Weiterbau erst nach dem Staatsvertrag von 1955 möglich war.

    Im Bereich zwischen der Raststelle Mondsee und St. Georgen im Attergau war in der Reichsplanung eine Trassenvariante vorgesehen, die landschaftlich reizvoll hoch oberhalb des Attersee-Westufers führen sollte. Bei der Wiederaufnahme der Bautätigkeit in den 1950er-Jahren wurde aus geologischen Gründen die heutige, westlich gelegene Trasse durch das Tal der Wangauer Ache und des Ruetzingbachs über die Gemeinde Oberwang gewählt. Im Jahre 1941 als Vorarbeiten errichtete und heute funktionslose Betonbögen und Durchlässe sind abseits der gegenwärtigen Trasse der A1 an der Gemeindestraße Oberaschau an der Gemeindegrenze zwischen Oberwang und Innerschwand zu sehen. Eine Infotafel der Asfinag an den Ruinen weist auf diese geschichtlichen Hintergründe hin.[1]

    Der Ausbau erfolgte in Teilabschnitten, sodass bis zur Fertigstellung noch Baulücken vorhanden waren. So war bis in die 1960er Jahre eine Baulücke in Oberösterreich zwischen Lambach und Vöcklabruck und eine weitere über Strengberg an der Grenze Ober- und Niederösterreich. Diese waren bereits fertig, als zum Schluss das letzte Stück zwischen Pressbaum und der Wiener Westeinfahrt in Auhof eröffnet wurde.[2]

    Im Jahr 1966 wurde im Zuge des sogenannten Bauskandals unter dem Bautenminister Vinzenz Kotzina Preisabsprachen, Amtsmissbrauch und Beamtenbestechung aufgedeckt. Dies geschah infolge einer notwendigen Sperre der Autobahn im Februar 1966 über Strengberg infolge von Fahrbahnsenkungen und mangelhafter Bauausführung.[3]

    Ausbau

    Die A  1 bei Eugendorf

    Nachdem die A 1 die wichtigste West-Ost-Verbindung im österreichischen Straßennetz darstellt, wurden laufend Teilstücke von der Asfinag auf sechs Fahrspuren erweitert. Ziel war ein sechsstreifiger Ausbau zwischen dem Knoten Steinhäusl und dem Knoten Voralpenkreuz. Mit Abschluss der Arbeiten an der Sanierung und Verbreiterung des Abschnitts von Matzleinsdorf (Kilometer 85,9) bis Pöchlarn (Kilometer 91,0) wurde dieses Projekt Ende April 2018 abgeschlossen.[4][5]

    Am 7. Oktober 2005 wurde das ausgebaute Teilstück der A 1 zwischen dem Knoten Voralpenkreuz und dem Knoten Haid für den Verkehr freigegeben. Der 20 Kilometer lange Abschnitt wurde innerhalb von nur 23 Monaten auf sechs Fahrspuren plus Pannenstreifen ausgebaut. Diese kurze Bauzeit war nur deshalb möglich, weil im ersten Teil des Ausbaus, als die Richtungsfahrbahn Salzburg ausgebaut wurde, der Verkehr in Richtung Wien zwischen dem Knoten Voralpenkreuz und dem Knoten Haid über die Innkreis Autobahn A 8, den Knoten Wels und die Welser Autobahn A 25 umgeleitet wurde. Im zweiten Ausbauschritt war eine Umleitung nicht mehr nötig, und der Verkehr wurde auf der zuvor ausgebauten Fahrbahn geführt. Dabei wurde auch eine Mitteltrennung errichtet. Erstmals wurde die Geschwindigkeit einer Autobahnbaustelle nicht auf 80 km/h beschränkt, sondern auf 100 km/h. Diese Begrenzung wurde mittels Abschnittskontrollen überwacht. Es gab keine schweren Unfälle während der Bauzeit und die Beschränkung wurde von einer Mehrzahl der Verkehrsteilnehmer eingehalten. Die Traunbrücke bei Kilometer 216 wurde zwischen 2010 und Oktober 2012 neu gebaut.[6] Zwischen 2011 und 2012 wurde die Strecke zwischen Amstetten-Ost und Ybbs sechsstreifig ausgebaut, zwischen 2013 und 2014 wurde dann die Richtungsfahrbahn Wien zwischen Ybbs und Pöchlarn auf drei Fahrspuren erweitert.[7]

    Streckenfreigaben

    Teilstück Nr. Freigabedatum[8] Strecke von ASt bis ASt Länge (km) Bemerkung
    1   1942 Salzburg Nord Staatsgrenze Walserberg 12,533 km
    2 26. Apr. 1958 Mondsee Salzburg-Nord 23,890 km
    3 03. Dez. 1958 Ennsdorf Sattledt 43,233 km
    4 03. Dez. 1958 St. Christophen Pöchlarn 49,797 km
    5 26. Aug. 1960 Sattledt Vorchdorf 12,430 km
    6 07. Okt. 1961 Vorchdorf Regau 16,467 km
    7 16. Dez. 1961 Pressbaum St. Christophen 18,019 km
    8 16. Dez. 1961 Pöchlarn Amstetten-Ost 18,126 km
    9 15. Juni 1963 Regau Seewalchen 10,769 km rechte Richtungsfahrbahn
    10 31. Juli 1963 Seewalchen Straß 13,400 km rechte Richtungsfahrbahn
    11 07. Aug. 1963 Straß Traschwand 02,500 km rechte Richtungsfahrbahn
    12 26. Okt. 1963 Traschwand Mondsee 14,195 km rechte Richtungsfahrbahn
    13 05. Dez. 1964 Traschwand Mondsee 14,195 km linke Richtungsfahrbahn
    14 05. Dez. 1964 Seewalchen Straß 13,400 km linke Richtungsfahrbahn
    15 05. Dez. 1964 Straß Traschwand 02,500 km linke Richtungsfahrbahn
    16 05. Dez. 1964 Regau Seewalchen 10,769 km linke Richtungsfahrbahn
    17 10. Dez. 1965 Amstetten-West Ennsdorf 29,176 km
    18 22. Dez. 1966 Wien-Auhof Pressbaum 13,930 km
    19 12. Mai 1967 Amstetten-Ost Amstetten-West 13,494 km letzte Lücke geschlossen

    Unfälle

    Am 21. August 2000 gegen 3 Uhr morgens ereignete sich bei Pöchlarn im Bezirk Melk ein schweres Busunglück. In einem Gegenverkehrsbereich schlitzte der Anhänger eines schleudernden Lkw das obere Deck eines deutschen Doppeldeckerbusses auf, dabei wurden acht Jugendliche getötet und 23 weitere zum Teil schwer verletzt. Der Lkw-Lenker war in dem schmalen Baustellenbereich durch Unaufmerksamkeit ins Schleudern geraten. Nach dem Unglück wurde Kritik an Gegenverkehrsbereichen in Autobahnbaustellen in Österreich laut. Der Lkw-Fahrer wurde sieben Monate später wegen fahrlässiger Tötung in acht Fällen zu einer bedingten Freiheitsstrafe von sechs Monaten sowie einem zehnmonatigen Führerscheinentzug verurteilt.[9]

    Nebelgefahr

    Der rund zehn Kilometer lange Streckenabschnitt zwischen Regau und Seewalchen im oberösterreichischen Seengebiet ist das nebelgefährlichste Autobahnstück Österreichs: Dort ereigneten sich zwischen 1997 und 2001 aufgrund aufziehender Nebelbänke, in denen die Sicht schlagartig auf beinahe null zurückging, 103 Verkehrsunfälle mit Personenschaden. Als es am 30. September 2002 innerhalb dieses Abschnittes nebelbedingt zu gleich vier Massenkarambolagen auf beiden Fahrtrichtungen mit acht Toten und 57 Verletzten kam, wurde in diesem Gebiet eine Nebelwarnanlage (die einzige ihrer Art in Österreich) installiert, die seit Herbst 2004 im Vollbetrieb ist: Die Sichtweite entlang des Autobahnabschnitts wird mit speziellen Geräten alle 600 Meter gemessen. Sobald ein bestimmter Wert unterschritten wird, wird automatisch eine Warnung ausgelöst und die Autobahnmeisterei Seewalchen alarmiert. Dort oder bei der Tunnelwarte in Wels geben die Mitarbeiter den entsprechenden Warnhinweis in den Computer ein, der in der Folge auf den Anzeigetafeln auf der A 1 erscheint. Trotzdem hat sich die Gesamtzahl der nebelbedingten Unfälle bis heute nur geringfügig reduziert.

    Teststrecken mit Tempolimit 140 km/h

    Ab 1. August 2018 galt auf zwei insgesamt 120 Kilometer langen Abschnitten – zwischen Melk und Oed in Niederösterreich sowie zwischen Haid und Sattledt in Oberösterreich – zwischen 5 und 22 Uhr testweise eine Höchstgeschwindigkeit von 140 km/h für PKW.[10] Im Juli 2019 wurde von „teilweise sehr positiven“ Ergebnissen des Testbetriebs berichtet. So sei die Umweltbelastung nicht gestiegen, auch die CO2- und Stickoxid-Steigerung liege bei „marginalen“ ein bis zwei Prozent. Die Zahl der Unfälle halbierte sich (NÖ: von durchschnittlich 4,6 pro Monat auf 2,2; OÖ: von monatlich 1,2 auf 0,5).[11] Der nur geringfügigen Steigerung der Umweltbelastung widerspricht allerdings Greenpeace mit der Begründung, dass im Gutachten auch die Belastung der LKW miteinbezogen wurde, obwohl diese von der Tempoerhöhung nicht betroffen sei. Nach deren Berechnungen betrage die Erhöhung 3,5 bzw. 3,6 Prozent.[12] Das Testprojekt wurde am 1. März 2020 wegen erhöhter Umweltbelastung beendet.[13]

    Literatur

    Commons: West Autobahn A1  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

    Einzelnachweise

    1. Infotafel der Asfinag an der Gemeindestraße Oberaschau
    2. ASFINAG: Generalerneuerung der A 1 zwischen Auhof und Wolfsgraben fertig gestellt ots.at, APA, 26. August 2010, zuletzt abgerufen 6. April 2017.
    3. Bundeskanzler Josef Klaus zum Bauskandal in der Mediathek, 23. November 1966, abgerufen am 14. Mai 2015. – Tondokument 00:42 min.
    4. A1: Verkehrsfreigabe dritte Spur Pöchlarn orf.at, 26. April 2018, abgerufen 22. Oktober 2018.
    5. Dritte A1-Fahrspur früher als geplant freigegeben. Abgerufen am 7. Dezember 2018.
    6. Traunbrücke (Memento vom 14. Januar 2013 im Webarchiv archive.today)
    7. A 1 Ybbs bis Pöchlarn Richtung Wien – Ausbau abgeschlossen (Memento des Originals vom 23. September 2015 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.asfinag.at – Seite nicht abrufbar, 6. April 2017.
    8. Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie: Statistik Straße & Verkehr, Jänner 2013 (PDF; 757 kB), S. 13
    9. Wiener Zeitung Online: Busunglück: 8 Jugendliche getötet. Abgerufen am 12. Dezember 2018.
    10. BM für Verkehr, Innovation und Technologie und ASFINAG: Start für Pilotprojekt Tempo 140 auf A1 West Autobahn am 1. August 2018. In: ots.at. Abgerufen am 24. Juli 2018.
    11. Tempo 140: Test teils positiv. In: diepresse.com. 27. Juli 2019, abgerufen am 29. Juli 2019.
    12. Tempo 140: Greenpeace widerspricht ASFINAG auf ORF vom 6. August 2019 abgerufen am 6. August 2019
    13. Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie und ASFINAG: Aus für Tempo 140 Teststrecken mit Wirkung 1. März ab 5 Uhr Früh. In: ots.at. Abgerufen am 28. Februar 2020.