unbekannter Gast
vom 21.05.2017, aktuelle Version,

Sieggrabener Kogel

Sieggrabener Kogel
Sieggrabener Kogel (bewaldete Bergkuppe), im Vordergrund der Turm der römisch-katholischen Pfarrkirche Kobersdorf

Sieggrabener Kogel (bewaldete Bergkuppe), im Vordergrund der Turm der römisch-katholischen Pfarrkirche Kobersdorf

Höhe 650 m ü. A.
Lage Burgenland
Gebirge Rosaliengebirge
Dominanz 2,1 km Greimkogel
Schartenhöhe 65 mfd2
Koordinaten 47° 39′ 39″ N, 16° 21′ 44″ O
Sieggrabener Kogel (Burgenland)
Sieggrabener Kogel

Anhöhe von links nach rechts: Schwarzenbacher Burgberg mit dem Aussichtsturm, Sieggrabener Kogel, Sieggrabener Sattel und Brenntenriegel mit dem Mobilfunk- und Richtfunksender.

Der Sieggrabener Kogel (ungarisch: Szikra-bérc) ist ein 650 m hoher Berg im Rosaliengebirge im Burgenland. In der Josephinischen Landesaufnahme wird der Berg auch „Sigraben Kugl“ genannt.

Geographie

Der Berg liegt nordwestlich von Sieggraben, nur etwa 100 Meter östlich der Grenze zu Niederösterreich. Dort liegt die Schwarzenbacher Rotte Eggenbuch. Nachbarberg im Nordwesten ist der 622 m hohe Marriegel. Von dort aus umfließt der Auwiesenbach den Sieggrabener Kogel im Nordosten und Osten.

Geologie

Am Aufbau des Sieggrabener Kogels sind die Gesteine Amphibolit, Serpentinit und Pegmatit wesentlich beteiligt, auch Marmor und Kalksilikate sind hier zu finden.[1][2] Hier wurden im Gipfelbereich Apatit, Turmalin und Granat gefunden.[3] An den Süd- und Ostabhängen überwiegen Quarz und Hämatit. In einem inzwischen aufgelassenen Steinbruch nordöstlich des Gipfels im Auwiesenbachtal wurden Klinohumit, Periklas und Phlogopit abgebaut.[4] Tektonisch gehören diese Gesteine der Sieggrabener Deckscholle an, die der unterostalpinen Grobgneiseinheit aufliegt.[5]

Natur

Mehrere Fahr- und Wanderwege führen auf den Berg, keiner von ihnen jedoch ganz bis zum Gipfel. Am Gipfel des Sieggrabener Kogels befindet sich ein kleiner Wald. Dieser ist von Streuobstwiesen umgeben, die den Südosthang des Berges dominieren, der Norden und Westen sind stärker bewaldet. Vereinzelt sind hier auch Trockenrasen zu finden. Bedingt durch diese abwechslungsreiche Vegetation ist das Gebiet für seine vielfältige Vogelfauna bekannt und wurde daher als Natura 2000-Gebiet vorgeschlagen.[6]

Einzelnachweise

  1. http://www.geologie.ac.at/filestore/download/gok_ab_107.pdf
  2. http://www.uibk.ac.at/downloads/oegg/Band_25_264_267_ausfluege.pdf
  3. http://www.volksbildungswerk.at/dokumente/2-2009/209mineralien.pdf
  4. http://www.minmax.net/loc.php?id=11701&fgid=11701&SID=3u8ldr7lmkelmp3567sh5psn8dgmgkfm
  5. Axel Nowotny: Bericht 1999 über geologische Aufnahmen im Kristallin auf Blatt 107 Mattersburg.PDF-File
  6. http://www.sieggraben.at/index.php?article_id=5

Literatur