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vom 04.01.2018, aktuelle Version,

Thomas Drozda

Thomas Drozda (Mai 2016)

Thomas Drozda (* 24. Juli 1965 in Piberbach) ist ein österreichischer Politiker (SPÖ) und Abgeordneter zum österreichischen Nationalrat. Von 2016 bis 2017 war er Kanzleramtsminister in der Bundesregierung Kern.

Leben

Thomas Drozda studierte Betriebs- und Volkswirtschaft an der Johannes-Kepler-Universität Linz. Nach seinem Studium arbeitete er 1991 als Geschäftsführer beim „Trotzdem-Verlag“ der Sozialistischen Jugend in Wien und wechselte kurze Zeit später in die Abteilung für volkswirtschaftliche Studien der Österreichischen Nationalbank.

1993 wechselte er als wirtschaftspolitischer Berater ins Kabinett von Bundeskanzler Franz Vranitzky, wo er 1996 auch den Bereich Kunst und Kultur übernahm. In derselben Position verblieb er auch unter Bundeskanzler Viktor Klima bis 1998.

Ende 1998 wurde Drozda als kaufmännischer Geschäftsführer ans Wiener Burgtheater berufen, wo er Restrukturierungs- und Neupositionierungsmaßnahmen setzte. 2008 wurde ihm die Position eines Generaldirektors der Vereinigten Bühnen Wien anvertraut.

Von 2007 bis 2014[1] war Drozda Mitglied des Stiftungsrats des Österreichischen Rundfunks.

Am 18. Mai 2016 wurde er von Bundespräsident Heinz Fischer auf Vorschlag von Christian Kern zum Regierungsmitglied ernannt.[2] Als Bundesminister im Bundeskanzleramt war er vom 25. Mai 2016 bis zum 18. Dezember 2017, als die Bundesregierung Kern entlassen wurde, für Kunst und Kultur, Verfassung und Medien zuständig.[1]

Nach der Nationalratswahl 2017 zog Drozda, der als Quereinsteiger Minister wurde, erstmals in den Nationalrat ein.

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Einzelnachweise

  1. 1 2 Bundesminister für Kunst und Kultur, Verfassung und Medien. Kurzbiografie über Thomas Drozda auf der Website des Bundeskanzleramts, abgerufen am 18. August 2016.
  2. Thomas Drozda neuer Kulturminister. In: ooe.ORF.at, 17. Mai 2016, abgerufen am 18. August 2016.