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Adelsgeschlechter Hagen
Seite - 372 -
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372 Der Untergang der Blankenburg (12. Jh) 2908 Hinweis: Engelbert II. vBlankenberg/Plankenberg [Sohn aus der ersten Ehe der Hochfreien Benedicta vHaunsperg mit Engelbert I. von Schönhering] vermählte sich in zweiter Ehe mit der Edlen Chunigunde, welche als Witwe Witiko/Witigo III. von Prcice heiratete (s. o. Kapitel Plankenberg x). Die Blankenburg verfiel bald nach dem Abtreten des Geschlechtes ihrer Erbauer und nach der vom Hochstift Passau angestrebten Auftragung des Plankenberger Erbgutes durch Witigo an den Passauer Bischof. Heute sind vom Burggebäude und -Gelände lediglich kaum wahrnehmbare Mauerreste bzw Gräben und Wälle erhalten. Auf einem Felsen über der großen Mühl bei Neufelden im Mühlviertel erhob sich dereinst die Blankenburg/Burg Plankenberg bei Neufelden im Mühlviertel, nicht weit von der Burg Pürnstein 2909 entfernt. Die Plankenberger unterstützten die Witigonen im Kampf gegen König Wenzel in Südböhmen, wobei auch der Gemahl der Plankenbergerin sein Leben verloren haben soll. Der Sage zufolge lebte die Witwe hierauf in ihrer Trauer zurückgezogen auf der Burg Blankenberg, ließ des Öfteren ihr Pferd satteln und ritt aus. Eines Tages, ihr Pferd trank gerade, glaubte sie verwundert eigenartigen befremdenden Saitenklang wahrzunehmen, an den sie sich später erinnern sollte. Kurz darauf fasste sie den Entschluss, ihrer Einsamkeit ein Ende zu setzen und lud die Bewohner der umliegenden Burgen zu sich ein. Außer den Pürnsteinern folgten alle der Einladung. Während der Festlichkeit vernahm die Plankenbergerin plötzlich wiederum den unheimlichen Saitenklang und kurz darauf erscholl Kampfgeschrei und Waffenlärm. Die Pürnsteiner waren gekommen, jedoch nicht in friedlicher Absicht. Bald stand die Burg in Flammen. Plötzlich glaubte die Burgherrin einen Geigenspieler mit grässlicher Tonfolge über die Flammen hinwegschweben zu sehen und zu hören, was sie sofort schaudernd an den Teufel denken ließ. Eine zweite Version besagt, dass die Burg während einer Hochzeit zwischen den Plankenbergern und Tannbergern ein Raub der Flammen wurde. Der dritten Variante zufolge verlor die Burgfrau vBlankenberg ihren Gemahl im Kreuzzug und betrauerte ihn Jahre-lang. Auch sie hörte, wie bei der ersten Version, beim Heimritt seltsame Klänge. Durch den Nebel sah sie einen schwarzen Geiger auf einem Felsen sitzen, welcher verschwand, als sie sich näherte. Angeregt durch den Klang der Geige entschloss sie sich, ein Burgfest zu arrangieren. Um Mitternacht erkannte sie unter den Musikanten den schwarzen Geiger und verließ entsetzt die Burg. Bald darauf wurde Blankenberg zerstört. 2910 Der historisch greifbare Kern der letzten Variante weist auf die Witwe Ulrichs vPlankenberg, des letzten männlichen Sprosses der Burgherren von Blankenberg, welcher 1191 im Kreuzzug sein Leben ließ. Das Teufelsgespann von Sindelburg (o.D.) 2911 Hinweis: Der Hagen war über seine Besitzer - einerseits Benedicta vSunelburg, die Gemahlin Cholos II. vWilhering-Waxenberg, andererseits in späterer Zeit durch die Herren vWallsee - mit diesem Ort am nordwestlichen Rand des Mostviertels in eine gewisse Beziehung getreten. An der Wappen-Wand der Kapelle des Schlosses Hagen hatte sich auch jenes der Sunelburger befunden. Die hier erwähnte Sage zeigt eine annähernd topographisch-sagenmäßige Parallele zwischen der Lage des Hagen und jener des geschilderten Haghofes, des Hohlweges und bezüglich des Auftretens des Teufels [im Hagen beim ehem. Bauernhof Schableder/ Schoberloder im oberen Bereich des Hell-/Hohlweges]. Zum Haghof in der Sindelburger Pfarre führte aus den Niederungen der Au ein tiefer, steiler Hohlweg hinan, den vor Zeiten auch der Teufel benützte, wenn er Schätze heimfuhr. Zuweilen hatte er so schwer aufgeladen, dass seine Pferde die Steigung nicht allein bewältigen konnten. War dies der Fall, pochte er an die Türe des Haghofes und bat um Vorspann. Als der Hagbauer der Aufforderung nicht nachkommen wollte, stampfte der Teufel wütend mit seinem Klumpfuß an das Haus und versprach schließlich dem Bauer eine Handvoll Taler als Lohn. Daraufhin leistete der Bauer Vorspann. So kam der Hagbauer zu ansehnlichem Reichtum. Eines Tages aber war der Bauer nicht zuhause, als der Teufel erschien und wütend das Haus beutelte. So befahl die Bäuerin dem Knecht, er möge Vorspann leisten. Der verängstigte Knecht nahm heimlich einen „Weihbrunn“ 2908 Schautafel Burgruine Blankenberg. Ecker, Naturdenkmäler im Oberen Mühlviertel, 26. Wacha, PI Dezember 1998. 2909 Die Pürnsteiner waren Ministerialen (Dienstleute) der Plankenberger (s.o. Kapitel Plankenberg x), Alram de Birchensteine, erw 1170. vClam-Martinic Georg, „Burgen und Schlösser in Österreich“, 247f: den Plankenbergern folgten die Witigonen als Burgherrn, von 1231>1803 das Bistum Passau; heute in Privatbesitz. 2910 Ecker, Naturdenkmäler im Oberen Mühlviertel, 26. 2911 Adl, Mostviertel, 62. Vgl Parallele Hagen-Schoberloder-Hohlweg: Schäffer, Merkwürdiges aus dem Hagen Linz, 7f, 22. Schäffer, Schloß Hagen bei Linz, 154.
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Adelsgeschlechter Hagen
Titel
Adelsgeschlechter Hagen
Autor
Hanna und Herbert Schäffer
Verlag
Austria-Forum
Ort
Linz
Datum
2014
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
21.0 x 29.7 cm
Seiten
406
Schlagwörter
Oberösterreich, Linz
Kategorien
Geschichte Historische Aufzeichnungen

Inhaltsverzeichnis

  1. Vorbemerkungen 1
  2. Die Herren Sunelburg und ihr Wappen 7
  3. Die Stammburg der Herren Sunelburg 16
  4. Stammtafel der Edlen Sunelburg 21
  5. Das Auftreten der Sunelburger in Urkunden 22
  6. Hohold (Irmingard Pürten) 22
  7. Reginhard privignus 26
  8. Reginhard (I.) 28
  9. Walchun Sunelburg-Lungau 29
  10. Reginhard (II.) 30
  11. Elisabeth 31
  12. Beatrix 32
  13. Konrad (Benedicta von Haunsperg ) 37
  14. Beiträge zu mit den Edlen Sunelburg versippten Adelsgeschlechtern, den Sta 45
  15. Grafen Dornberg x - Lungau 46
  16. Dietmar I. (Irmingard vPürten ) 47
  17. Wolfram I. 49
  18. Hugo 49
  19. Dietmar II. 50
  20. Wolfram III. 54
  21. Edelfreien vAmerang - Schleunz 59
  22. Pabo 64
  23. Pabo I. Amerang-Schleunz (Elisabeth Sunelburg ) 65
  24. Pabo II. vAmerang-Schleunz (Anzbach, Elisabeth Waxenberg ) 68
  25. Otto I. Schleunz (Kunigunde Lengenbach/Velburg-Clam, Kunigunde Mern/Mähren)….………… 74
  26. Hochfreien Perg/Machland / Clam 83
  27. Walchun III. Machland-Lungau 85
  28. Hartlieb 87
  29. Otto II. (Kloster Erla ) 88
  30. Walchun IV. (Beatrix Sunelburg ) 94
  31. Grafen Bergtheim/Velburg -Clam 98
  32. Hermann (Adelheid Machland-Clam) 99
  33. Otto (Elisabeth Schleunz) 102
  34. Ulrich (Kunigunde Lengenbach) 105
  35. Stammtafel der Hochfreien Haunsperg 108
  36. Hochfreie Haunsperg 109
  37. Besitzungen der Hochfreien Haunsperg 114
  38. Linz/Donau -Haunsperger 119
  39. Meginhard I. 131
  40. Friedrich I. 132
  41. Benedicta (Schönhering , Sunelburg , Wilhering ) 134
  42. Luitgard (Erchenbert Moosbach ) 134
  43. Gottschalk I. (Otilia Wilhering) 138
  44. Friedrich III. de Lincz 140
  45. Ulrich I. (Adelheid von Au) 141
  46. Gottschalk II. 145
  47. Hinweise auf Elisabeth und Adelheid Haunsperg 152
  48. Stammtafel der Schönhering-Plankenberg 154
  49. Edlen Schönhering - Plankenberg 155
  50. Pernhart I. 160
  51. Engelbert I. Schönhering (Benedicta Haunsperg ) 162
  52. Engelbert II. Schönhering-Plankenberg (Kunigunde) 166
  53. Verbindung mit den Herrn Rosenberg/Witigonen (Witigo) 176
  54. Stammtafel der Rosenberg 176
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