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Adelsgeschlechter Hagen
Seite - 377 -
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377 Salve terra! (o.D.) In der Burg Wallsee nahe dem damals noch vorhandenen Donausee lebte dereinst ein Edelmann mit seiner Gemahlin Gertrud. Sie unternahmen gerne und oft Kahnfahrten auf dem See. Eines Tages geriet Gertrud, die allein mit dem Förgen unterwegs war, in einen Sturm, wobei sie die Orientierung verloren. Die Burgherrin rief in ihrer Not die Gottesmutter um Hilfe an und tatsächlich wurden sie bald einer Insel gewahr. Als Gertrud dort an Land stieg, rief sie dankbar und erleichtert aus „Salve terra !“ Der See verschwand, aber die Stelle, an der sich einst die Insel befunden hatte, behielt den Namen Salvater. EH Franz Salvator erwähnte einen Hof zu Salveterra (Salveder, in der Pfarre Stefanshart), welcher laut Wallseer Urbar noch im 15. Jahrhundert zur Herrschaft Wallsee diente. Die Entstehung des Donau-Strudels/-Wirbels und des Haussteines (o.D.) 2918 Hinweis: In frühen Zeiten, als die Landwege noch in gar schlechtem Zustand und zudem gefährlich waren, dienten die Flüsse bevorzugt als Hauptverkehrswege. Gefahren ergaben sich dabei vor allem im Bereich des Strudels in der Donau, im sogenannten Strudengau. Zahlreiche Zillen kenterten, wobei Menschen ihr Leben verloren oder schwer verletzt wurden. Daher gründete die geborene Sunelburgerin, Beatrix vClam, in Pahin, dem heutigen St. Nikola, ein Spital, 2919 in welchem die Verletzten gepflegt werden konnten (s.o. Sunelburg x). 2920 Viele fanden im dortigen Friedhof ihre letzte Ruhestätte. Über die Entstehung des Strudels und Wirbels der Donau bildete sich folgende Sage heraus: Dem Teufel waren die Schiffe und ihre Passagiere ein Dorn im Auge und so beschloss er, nächtens quer durch die Donau eine Steinmauer aufzuhäufen, welche die Schiffe behindern und zum Kentern bringen sollte. Er hatte dafür eine ganze Nacht Zeit. So schleppte er große Felsbrocken heran, warf sie in den Fluss und fügte sie zusammen; der Bau war nahezu vollendet, als der Hahn krähte, was bedeutete, dass er seine Arbeit beenden musste. Sein Werk blieb somit unvollständig. Wutentbrannt schleuderte er den großen Felsblock, den er soeben der Mauer zufügen hatte wollen, planlos in den Fluss. Dadurch sollen der „Hausstein“ und der Wirbel dabei entstanden sein. Auf dem Felsenriff nahe dem Wirbel in der Donau wurde dann die Feste Hausstein errichtet. Kupferstich Strudel; G.M. Vischer, Topographie OÖ, 1674, OÖLMBibl (VE: Dir. Dr. Peter Assmann) 2918 Schautafel Pfarrkirche St. Nikola/Donau. Jakob Maria Mag., PI 11. Jänner und 6. März 2014. Vgl Neweklowsky, Schiffahrt, Bd 1, 368, 370 (Hainzl, PA). Ebd., 349ff: Struden und Wirbel sind vielfach beschrieben worden, so ua vom bayr. Geschichtsschreiber Aventinus (Johannes Turmair, 1477>1534: Zaisberger Friederike, Aventin und Salzburg, ein Werkbericht. In: Stiftung Aventinum 2007>2011, Heft 22/26, Abensberg, 2011; S.5), scheinen im Legationsreisebericht des Kardinals Heinrich Caetano (1550>1599) auf, beim Topographen Matthäus Merian (1649), beim Topographen Ignaz Gielge, bei Benedikt Pillwein, Jules Verne („Der Pilot auf der Donau“, 94), Adalbert Stifter (Witikos Fahrt auf der Donau). 2919 Das damalige „Spital“ ist nicht mit unserem heutigen Begriff Krankenhaus zu interpretieren, sondern die Institution diente der Unterstützung bedürftiger, armer, kranker, verwundeter, verfolgter und fremder, im vorliegenden Fall speziell schiffbrüchiger Personen, zumal das mittelalterliche Versorgungswesen nicht wie unser heutiges ausgeprägt war. Getragen wurden die Spitäler von Stiftungen. Rehberger, PI 9. März 2013. Vgl Brandl/Grassnigg, Steyregg, 123. Haltrich, Klöster, 127. 2920 Pfarrchronik St. Nikola/Donau: „Die Schwägerin Ottos vMachland. Die Edle Frau Beatrix vClam, Gemahlin Walchuns vMachland, hat 1141 die St. Nikolauskirche zur Spitalskirche bestimmt und in deren Nähe im selben Jahr ein Spital für die im Strudel und Wirbel Verunglückten erbaut“.
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Adelsgeschlechter Hagen
Titel
Adelsgeschlechter Hagen
Autor
Hanna und Herbert Schäffer
Verlag
Austria-Forum
Ort
Linz
Datum
2014
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
21.0 x 29.7 cm
Seiten
406
Schlagwörter
Oberösterreich, Linz
Kategorien
Geschichte Historische Aufzeichnungen

Inhaltsverzeichnis

  1. Vorbemerkungen 1
  2. Die Herren Sunelburg und ihr Wappen 7
  3. Die Stammburg der Herren Sunelburg 16
  4. Stammtafel der Edlen Sunelburg 21
  5. Das Auftreten der Sunelburger in Urkunden 22
  6. Hohold (Irmingard PĂĽrten) 22
  7. Reginhard privignus 26
  8. Reginhard (I.) 28
  9. Walchun Sunelburg-Lungau 29
  10. Reginhard (II.) 30
  11. Elisabeth 31
  12. Beatrix 32
  13. Konrad (Benedicta von Haunsperg ) 37
  14. Beiträge zu mit den Edlen Sunelburg versippten Adelsgeschlechtern, den Sta 45
  15. Grafen Dornberg x - Lungau 46
  16. Dietmar I. (Irmingard vPĂĽrten ) 47
  17. Wolfram I. 49
  18. Hugo 49
  19. Dietmar II. 50
  20. Wolfram III. 54
  21. Edelfreien vAmerang - Schleunz 59
  22. Pabo 64
  23. Pabo I. Amerang-Schleunz (Elisabeth Sunelburg ) 65
  24. Pabo II. vAmerang-Schleunz (Anzbach, Elisabeth Waxenberg ) 68
  25. Otto I. Schleunz (Kunigunde Lengenbach/Velburg-Clam, Kunigunde Mern/Mähren)….………… 74
  26. Hochfreien Perg/Machland / Clam 83
  27. Walchun III. Machland-Lungau 85
  28. Hartlieb 87
  29. Otto II. (Kloster Erla ) 88
  30. Walchun IV. (Beatrix Sunelburg ) 94
  31. Grafen Bergtheim/Velburg -Clam 98
  32. Hermann (Adelheid Machland-Clam) 99
  33. Otto (Elisabeth Schleunz) 102
  34. Ulrich (Kunigunde Lengenbach) 105
  35. Stammtafel der Hochfreien Haunsperg 108
  36. Hochfreie Haunsperg 109
  37. Besitzungen der Hochfreien Haunsperg 114
  38. Linz/Donau -Haunsperger 119
  39. Meginhard I. 131
  40. Friedrich I. 132
  41. Benedicta (Schönhering , Sunelburg , Wilhering ) 134
  42. Luitgard (Erchenbert Moosbach ) 134
  43. Gottschalk I. (Otilia Wilhering) 138
  44. Friedrich III. de Lincz 140
  45. Ulrich I. (Adelheid von Au) 141
  46. Gottschalk II. 145
  47. Hinweise auf Elisabeth und Adelheid Haunsperg 152
  48. Stammtafel der Schönhering-Plankenberg 154
  49. Edlen Schönhering - Plankenberg 155
  50. Pernhart I. 160
  51. Engelbert I. Schönhering (Benedicta Haunsperg ) 162
  52. Engelbert II. Schönhering-Plankenberg (Kunigunde) 166
  53. Verbindung mit den Herrn Rosenberg/Witigonen (Witigo) 176
  54. Stammtafel der Rosenberg 176
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