Ladis

Ladis
Wappen von Ladis
Ladis (Österreich)
Ladis
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Tirol
Politischer Bezirk: Landeck
Kfz-Kennzeichen: LA
Fläche: 7,11 km²
Koordinaten: 47° 5′ N, 10° 39′ O47.07584810.649931189Koordinaten: 47° 4′ 33″ N, 10° 39′ 0″ O
Höhe: 1189 m ü. A.
Einwohner: 533 (1. Jän. 2012)
Bevölkerungsdichte: 74,96 Einw. pro km²
Postleitzahl: 6532
Vorwahl: 05472
Gemeindekennziffer: 7 06 13
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Ladis Nr. 27
6532 Ladis
Website: www.ladis.tirol.gv.at
Politik
Bürgermeister: Anton Netzer (Einheitsliste Ladis)
Lage der Gemeinde Ladis im Bezirk Landeck
Faggen Fendels Fiss Fließ Flirsch Galtür Grins Ischgl Kappl Kaunerberg Kaunertal Kauns Ladis Landeck Nauders Pettneu am Arlberg Pfunds Pians Prutz Ried im Oberinntal St. Anton am Arlberg Schönwies See Serfaus Spiss Stanz bei Landeck Strengen Tobadill Tösens Zams TirolLage der Gemeinde Ladis im Bezirk Landeck (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
(Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria)

Ladis ist eine Gemeinde mit 533 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2012) im Bezirk Landeck im Bundesland Tirol (Österreich). Die Gemeinde ist Teil des Gerichtsbezirks Landeck.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Geografische Lage

Ladis liegt auf der Sonnenterrasse am Fuß der Samnaungruppe, etwa 400 m über der Talsohle des Oberinntals. Das Zentrum ist dicht bebaut und die Häuser sind teilweise mit reicher Fassadenbemalung versehen. Im Gegensatz zu Fiss und Serfaus ist Ladis in seinem Ortskern noch bäuerlich geprägt. Ladis ist auch wegen seiner Schwefel- und Sauerquellen (Oblader Sauerbrunn) seit dem Mittelalter bekannt.

Nachbargemeinden

Fiss, Fließ, Prutz, Ried im Oberinntal

Geschichte

Ladis war ursprünglich Teil des Gerichtsbezirks Ried in Tirol und wurde nach der Auflösung des Gerichtsbezirks Ried 1978 Teil des Gerichtsbezirks Landeck.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Ladis verfügt über ein vielfältig einsetzbares Kultur- und Veranstaltungszentrum, das Rechelerhaus. Das Gebäude besteht zum Teil aus einem sanierten, unter Denkmalschutz stehenden Bauernhof sowie in den Jahren 2007/2008 neu errichteten Anbauten. Das Kulturzentrum verfügt unter anderem über einen Veranstaltungssaal mit 200 Sitzplätzen, eine Open-Air-Bühne mit Zusehertribünen, ein Museum sowie eine Galerie.[1]. Zu den international bekannten Künstlern, die an Veranstaltungen im Rechelerhaus teilgenommen haben, zählt die österreichische Gitarristin Johanna Beisteiner.[2]

Rechelerhaus, Frontseite
Rechelerhaus, Zuschauertribünen beim Open-Air-Bereich

Die Burg Laudegg am nordöstlichen Ortsrand thront auf einem senkrechten Schieferfelsen hoch über dem Inntal. Der Wohnturm wurde um 1200 gebaut, der kleine Palas nur wenig später. Die Burg war bis zum 16. Jahrhundert hin Verwaltungssitz des Oberen Gerichts und verfiel allmählich, als der Verwaltungssitz nach Ried im Oberinntal übersiedelte. 1940 begann die Restaurierung. Die Burg kann besichtigt werden.

Der Sauerbrunnen in Obladis

Nach einer alten Überlieferung entdeckte der Hirte Nikolaus Schederle 1212 die Sauerbrunnquelle. Die Leute bedienten sich dieses Wassers bei allen Krankheiten. Kaiser Max ließ es untersuchen und sein Doktor nannte es „aines der allerhailsamisten von gantz Teutschland“. Auch spätere Untersuchungen kamen zum Ergebnis, dass dieser Sauerbrunn „unter allen der Mildeste, Lieblichste, Geistreichste und Kräftigste sei“. Fürsten, Kaiser und tausende von Gästen verwendeten es für Trinkkuren. Heute zählt es mitunter zu den besten Mineralwassern. Da die Schwefelquellen Badekuren ermöglichen, entwickelte sich in Ladis-Obladis schon sehr früh der Tourismus.[3]

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Ladis hat Straßenverbindungen mit Ried und Fiss.

Tourismus

Ladis ist durch eine Umlaufbahn mit dem Skigebiet Serfaus - Fiss verbunden. Gemeinsam bilden die 3 Orte die Skiregion Serfaus-Fiss-Ladis, welche neben Sölden, Ischgl und St. Anton am Arlberg mittlerweile zu den bekanntesten Regionen in Tirol zählt.

Panoramaaufnahme von Ladis in Tirol

Weblinks

 Commons: Ladis – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Offizielle Webseite der Galerie Rechelerhaus mit Informationen über das Kultur- und Veranstaltungszentrum, 2012.
  2. TV-Bericht über ein Konzert von Johanna Beisteiner im Rechelerhaus, September 2011.
  3. Geschichte und Chronik, abgerufen am 25. Jänner 2011