Stallhof

Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Stallhof (Begriffsklärung) aufgeführt.
Stallhof
Wappen von Stallhof
Stallhof (Österreich)
Stallhof
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Steiermark
Politischer Bezirk: Deutschlandsberg
Kfz-Kennzeichen: DL
Fläche: 1,08 km²
Koordinaten: 46° 53′ N, 15° 16′ O46.89027777777815.273611111111300Koordinaten: 46° 53′ 25″ N, 15° 16′ 25″ O
Höhe: 300 m ü. A.
Einwohner: 523 (1. Jän. 2012)
Bevölkerungsdichte: 484,26 Einw. pro km²
Postleitzahl: 8510
Vorwahl: 03463
Gemeindekennziffer: 6 03 35
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Stallhof 53
Gemeindeamt
8510 Stallhof
Website: www.stallhof.steiermark.at
Politik
Bürgermeister: Herbert Rumpf (SPÖ)
Gemeinderat: (2010)
(9 Mitglieder)
8 SPÖ, 1 ÖVP
Lage der Gemeinde Stallhof im Bezirk Deutschlandsberg
Aibl Deutschlandsberg Eibiswald Frauental an der Laßnitz Freiland bei Deutschlandsberg Bad Gams Garanas Georgsberg Greisdorf Gressenberg Groß Sankt Florian Großradl Gundersdorf Kloster Hollenegg Lannach Limberg bei Wies Marhof Osterwitz Pitschgau Pölfing-Brunn Preding Rassach Sankt Josef Sankt Martin im Sulmtal Sankt Oswald ob Eibiswald Sankt Peter im Sulmtal Sankt Stefan ob Stainz Schwanberg Soboth Stainz Stainztal Stallhof Sulmeck-Greith Trahütten Unterbergla Wernersdorf Wettmannstätten Wielfresen Wies SteiermarkLage der Gemeinde Stallhof im Bezirk Deutschlandsberg (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
(Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria)

Stallhof ist eine Gemeinde mit 523 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2012) im Bezirk Deutschlandsberg (Gerichtsbezirk Stainz) in der Steiermark.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Stallhof liegt in der Weststeiermark. Es existieren keine weiteren Katastralgemeinden außer Stallhof.

Geschichte

Der Ort war Teil der 1122 entstandenen Mark Steiermark, die 1180 als Herzogtum Steiermark von Bayern getrennt wurde. Ab 1192 wurde das Gebiet durch die Babenberger in Personalunion zwischen Österreich und der Steiermark regiert. Von 1282 bis 1918 stand das Gebiet unter der Herrschaft der Habsburger, es lag im zunächst im „Viertel zwischen Mur und Drau“, danach im Marburger Kreis der Steiermark, der zunächst bis in das Kainachtal reichte, dessen Grenze aber mehrfach nach Süden verschoben wurde, sodass Stallhof mit den anderen Gemeinden des Stainztals ab 1. November 1783 im Grazer Kreis lag. Am 6. November 1918 kam der Ort als Teil der Steiermark zur Republik Deutsch-Österreich.

An der Gemeindegrenze lag die Stainzer Zündwarenfabrik, die im April 1927 aufgrund wirtschaftlicher Probleme geschlossen werden musste. Weil das Fabriksgebäude fast gänzlich in Stainz lag, die Werkswohnungen aber in der Gemeinde Stallhof, hatte die Gemeinde die Lasten aus der Versorgung der Arbeitslosen zu tragen. Da das mit Ausbruch der Weltwirtschaftskrise nicht mehr ausreichend möglich war, drohte die Bevölkerung zu verarmen. Aufmärsche, Protestaktionen und politische Konflikte waren die Folge, auch deswegen, weil sich nun die Situation der bisher wirtschaftlich noch besser gestellten agrarischen Schichten der Gemeinde ebenso rapide zu verschlechtern begann.[1] Ein weiterer wirtschaftlicher Schlag für die Gemeinde war die Einstellung der Lokalbahnlinie von Stainz nach Preding-Wieselsdorf erstmals mit 18. Jänner 1932, die auch nach Wiederaufnahme eines eingeschränkten Betriebes keine dauernde wirtschaftliche Relevanz mehr erreichen konnte.

Nach der Annexion Österreichs 1938 kam lag der Ort im Reichsgau Steiermark, 1945 bis 1955 war er Teil der britischen Besatzungszone in Österreich.

Für das Gemeindegebiet sind acht Kapellen, Bildstöcke und Wegkreuze dokumentiert.[2]


Bevölkerungsentwicklung

Politik

Gemeinderat

Der Gemeinderat besteht aus 9 Mitgliedern und setzt sich seit der Gemeinderatswahl 2010 aus Mandaten der folgenden Parteien zusammen:

  • 1 ÖVP
  • 8 SPÖ – stellt den Bürgermeister

Bürgermeister

Bürgermeister ist Herbert Rumpf (SPÖ).

Wappen

Die Verleihung des Gemeindewappens erfolgte mit Wirkung vom 1. August 2007.
Wappenbeschreibung: In silbernem Schild pfahlweise ein aus roten Ziegelsteinen gefügter sich nach oben verjüngender Schlot, begleitet von je einem grünen kleeblattförmig ausgeschlagenen Seeblatt, daraus je ein grüner dreifach beblätterter Kleestängel wachsend.[3]

Weblinks

 Commons: Stallhof – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Historische Landkarten

Einzelnachweise

  1. Gerald M. Wolf: „Jetzt sind wir die Herren …“ Die NSDAP im Bezirk Deutschlandsberg und der Juli-Putsch 1934. Grazer zeitgeschichtliche Studien, hrsg von Klaus Hödl und Werner Suppanz. Band 3. Studienverlag Innsbruck 2008. ISBN 978-3-7065-4006-3. Seite 51, 54–55 und 61, Fußnote 112.
  2. Winfried Bräunlich, Dieter Weiss: Zeichen am Weg. Religiöse Kleindenkmäler in den Gemeinden Georgsberg, Rassach, Stainztal und Stallhof. Simadruck Deutschlandsberg. Stainz 2012. S. 159–165.
  3. Landesgesetzblatt Steiermark Nr. 59/2007