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vom 29.06.2017, aktuelle Version,

Liste der denkmalgeschützten Objekte in Bramberg am Wildkogel

Die Liste der denkmalgeschützten Objekte in Bramberg am Wildkogel enthält die 11 denkmalgeschützten, unbeweglichen Objekte der Gemeinde Bramberg am Wildkogel.[1]

Denkmäler

Foto   Denkmal Standort Beschreibung

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Totenkapelle
ObjektID: 67529
Bramberg am Wildkogel
Standort
KG: Bramberg
Einfacher quadratischer Bau mit Stichkappentonne mit Giebelreiter und Zwiebelhelm, 1720 erbaut.[2]

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Weyerturm/Ruine Weier
ObjektID: 35245
Bramberg am Wildkogel
Standort
KG: Bramberg
25 Meter über dem Gutshof Weyer, etwa 2 km westlich von Bramberg, an der Straßenabzweigung ins Habachtal, erhebt sich die Ruine, die einst ein Wacht- und Wohnturm war. Die erste, urkundliche Erwähnung stammt aus 1229. Die Burg hatte wohl gegen Süden einen steilen Abfall, aber gegen Norden nur einen flachen Graben, an den sich ein Weiher anschloss. Daher wohl auch der Name. Die "Veste" bestand aus 2 Gebäuden, der östliche Bau aus Holz stand auf einem kleinen Hügel. Die Grundmauerreste sind stark überwachsen und kaum mehr erkennbar. Der Turm ist im Grundriss 14 mal 10 Meter groß und stammt aus der Zeit um 1270. Er soll einst bis zu 7 Stockwerke hoch gewesen sein.[3][2]

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altes Mesner- und Schulhaus
ObjektID: 70307
Hadergasse 7
Standort
KG: Bramberg

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Pfarrhof
ObjektID: 60374
Kirchenstraße 1
Standort
KG: Bramberg
Dreigeschoßiger Bau mit Krüppelwalmdach und umlaufender Hohlkehle, 1799 erbaut.[2]

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Kath. Pfarrkirche hll. Laurentius und Bartholomäus
ObjektID: 60375
Kirchenstraße 1
Standort
KG: Bramberg
1150 wird erstmals ein Priester von „Prentenperige“ (ein alter Name für Bramberg) genannt. Damit sollte man annehmen können, dass schon zu dieser Zeit eine Kirche bestanden hat, denn sonst hätte man keinen Priester gebraucht. Ab 1243 bestand sie als Pfarre für den Oberpinzgau (Hollersbach bis Krimml). 1555 wurden Neukirchen, Wald und Krimml abgetrennt.

Die heute bestehenden, spätgotische, einschiffige Wandpfeilerkirche mit Nordturm wurde von 1505 bis 1511 erbaut. 1765 wurde das Hochaltarbild von einem Johann Michael Kurz geschaffen, welches 1937 durch einen Brand vernichtet wurde. 1938 fertigte Max Poosch aus Salzburg das neue Altarbild mit der Marter des hl. Laurentius. Das Taufbecken aus 1733 wurde von Franz Ofner, die Orgel aus 1892 von Matthäus Mauracher geschaffen.
Auf dem Kreuzaltar steht die Pietà von Bramberg, die Marienklage als Steinguss aus 1390 und soll damit das älteste Bildwerk des Oberpinzgaues sein.[3] [2]


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Heimatmuseum, Weyerhofmühle beim Wilhelmgut
ObjektID: 67530
Weichseldorf 27
Standort
KG: Bramberg
Ehemaliges Wilhelmgut, 1350 als Viertelkornlehen genannt.[2]

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Ortskapelle hl. Sebastian in Weyer
ObjektID: 61308
Weyer
Standort
KG: Bramberg
Das Weyerkirchlein neben der Straße ist ein gotisches Gebäude und dürfte nach den Pestjahren 1482 und 1495 entstanden sein. Der Innenraum und der Hochaltar sind in edlem Barock ausgestaltet. Statt eines Tabernakels steht eine gotische Sebastiansfigur aus etwa 1500. Die Kanzel stammt aus 1630.

Bei einer Renovierung im Jahr 1952 kamen Wandbilder in Seccomalerei zutage. Sie stammen aus dem 17. Jahrhundert und zeigten Heiligendarstellungen, die Opferung Isaaks und Mariä Verkündigung. Sie waren aber in sehr schlechtem Zustand, weshalb sie wieder übertüncht wurden.[3]


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Ortskapelle, hll. Gregor und Florian, Dorferkapelle
ObjektID: 1852
Dorferau
Standort
KG: Mühlbach
Die Dorferkapelle wurde vom Wirt Gregor Perger 1696 erbaut. Die Kapelle hat noch spitzbogige Fenster und eine Spitzbogentüre, obwohl die Gotik schon längst abgetan war. Im Inneren birgt das Kirchlein eine Darstellung der volkstümlichen Heiligen Kümmernis, die mit einer schönen Legende umrankt ist. Bemerkenswert ist auch der Kreuzweg, eine ausgezeichnete Hinterglasmalerei.[3]

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Hans Panzl-Denkmal
ObjektID: 60587
Mühlbach
Standort
KG: Mühlbach
Das Denkmal steht an der Ortseinfahrt nach Mühlbach auf einem gemauerten Granitsockel. Die Skulptur scheint aus einem Gusssteinblock gemeißelt zu sein und zeigt den Freiheitskämpfer mit einem breitkrempigen Hut unterm Arm.

Zur Person des Hans Panzl:
Hans Panzl wurde 1786 im Verwalterwirtshaus zu Mühlbach geboren. Er war ein aufgeweckter Bursche, aber schon früh zum Raufen aufgelegt. 1805, beim Einmarsch der Franzosen, zog Hans Panzl mit den Tiroler Schützen zum Pass Strub. Hier soll er sich durch seine Kaltblütigkeit besonders ausgezeichnet haben. Im Frühjahr 1809, nach dem neuerlichen Kriegsausbruch, wurde er zum Hauptmann einer Schützenkompanie gewählt und sein Oberkommandant Anton Wallner betraute ihn mit den schwierigsten, militärischen Aufgaben. Bekannt ist der Kampf an der Taxenbacher Halbstundenbrücke, die Panzl mit Wallner und 400 Schützen 7 Stunden lang gegen 7000 Bayern verteidigte.[3]


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Verweserhaus
ObjektID: 75640
Mühlbach 1
Standort
KG: Mühlbach
Das im Kern mittelalterliche Haus war ursprünglich ein Bauernhaus und wurde mitsamt dem 'Hausfeld' vom Augsburger Gewerken Mannlich 1570 angekauft. 1638 kam es mit den übrigen Berg- und Betriebsgebäuden in den Besitz des Fürsterzbischofs von Salzburg und beherbergte die Bergbauverwaltung für den Bereich Zell am See (Limberg) bis Krimml. Mit der Eingliederung des Erzbistums Salzburg in die österreichisch-ungarische Monarchie wurde das Haus Sitz des k.k. Berg- und Hüttenamtes bis zur Schließung des Bergbaubetriebes 1864. Anschließend war das Haus Sitz der k.k. Forstverwaltung bzw. nach dem Ende der Monarchie Sitz der österreichischen Bundesforste. Seit dem Jahr 2000 ist das ehemalige Verweserhaus Büro und Informationszentrum der Bergbauforschung Bramberg.[4]

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Verwalterwirt, Verwalterhaus
ObjektID: 35454
Mühlbach 2
Standort
KG: Mühlbach
Der zweigeschoßige Bau mit steilem schindelgedecktem Krüppelwalmdach ist im Kern mittelalterlich.

Legende

Quelle für die Auswahl der Objekte sind die vom BDA jährlich veröffentlichten Denkmallisten des jeweiligen Bundeslandes.[1] Die Tabelle enthält im Einzelnen folgende Informationen:

Foto: Fotografie des Denkmals. Klicken des Fotos erzeugt eine vergrößerte Ansicht. Daneben finden sich ein oder zwei Symbole:
Das Symbol bedeutet, dass weitere Fotos des Objekts verfügbar sind. Durch Klicken des Symbols werden sie angezeigt.
Durch Klicken des Symbols können weitere Fotos des Objekts in das Medienarchiv Wikimedia Commons hochgeladen werden.
Denkmal: Bezeichnung des Denkmals. Es ist die Bezeichnung angegeben, wie sie vom Bundesdenkmalamt (BDA) verwendet wird. Weiters ist die interne Objekt-Identifikationsnummer (ObjektID) angeführt.
Standort: Es ist die Adresse angegeben. Bei freistehenden Objekten ohne Adresse (zum Beispiel bei Bildstöcken) ist im Regelfall eine Adresse angegeben, die in der Nähe des Objekts liegt. Durch Aufruf des Links Standort wird die Lage des Denkmals in verschiedenen Kartenprojekten angezeigt. Darunter ist die Katastralgemeinde (KG) angegeben.
Beschreibung: Kurze Angaben zum Denkmal.

Die Tabelle ist alphabetisch nach dem Standort des Denkmals sortiert. Das Sortierkriterium ist die Katastralgemeinde und innerhalb dieser die Adresse.

Durch Klicken von „Karte mit allen Koordinaten“ (rechts oben im Artikel) wird die Lage aller Denkmale im gewählten Kartenobjekt angezeigt.

Abkürzungen des BDAs: BR … Baurecht, EZ … Einlagezahl, GB … Grundbuch, GstNr. … Grundstücksnummer, KG … Katastralgemeinde, 0G … Grundstücksnummernadresse
  Commons: Denkmalgeschützte Objekte in Bramberg am Wildkogel  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. 1 2 Salzburg – unbewegliche und archäologische Denkmale unter Denkmalschutz. (PDF), (CSV). Bundesdenkmalamt, Stand: 23. Juni 2017.
  2. 1 2 3 4 5 Dehio Salzburg 1986, Bramberg, Seiten 56 bis 59
  3. 1 2 3 4 5 Josef Lahnsteiner: Oberpinzgau
  4. Hausprospekt der Bergbauforschung
  5. § 2a Denkmalschutzgesetz im Rechtsinformationssystem der Republik Österreich.